THEMA: Camperreise in die Tasmanische Wildnis
11 Apr 2026 12:46 #723634
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@ Yvy, Danke!
im Norden und Westen hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter und der Himmel Down Under ist bei Sonne und auch bei Bewölkung oft immer toll.

@ Makra
Schade, ein Grund nochmal die Insel zu besuchen :)
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11 Apr 2026 13:58 #723635
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Der Caravan Park in Triabunna wirkte etwas aus der Zeit gefallen. Der Toilettenblock stammte vermutlich noch aus den 60er-Jahren, und für den großen Platz gab es lediglich zwei Toiletten und Duschen. Außerdem hatten sich dort einige Aussies wohl notgedrungen dauerhaft niedergelassen. Die Mieten… ebenso wie die Lebensmittelpreise (mit Ausnahme von Fleisch), sind auch in Tasmanien sehr hoch.

Die Fähre nach Maria Island hatten wir bereits mehr als eine Woche im Voraus gebucht. Die spätere Rückfahrt um 16:15 Uhr war schon komplett ausgebucht, und es gab auch keine Stornierungen. Dadurch war unser Aufenthalt auf der Insel leider recht kurz. Die Hinfahrt startete um 8:30 Uhr, Ankunft etwa eine Stunde später… damit blieben uns rund fünf Stunden bis zur Rückfahrt um 14:30 Uhr.

Auf der Fähre waren hauptsächlich chinesische Touristen, die direkt aus Hobart angereist kamen. Für den Tag hatten wir Mountainbikes gemietet und planten, Richtung Süden zu fahren. Das stellte sich als sehr gute Entscheidung heraus, denn die meisten Besucher blieben im Hauptort und hielten auf den Wiesen Ausschau nach Wombats.

Wir radelten entspannt an der Küste entlang, machten einen kurzen Stopp bei Frenchs Farm und fuhren anschließend noch einen Abstecher zur Encampment Cove, bevor wir über die Convict Cells wieder Richtung Norden zurückkehrten. Auf den Wiesen bei Frenchs Farm soll es eigentlich viele Wombats geben. Da es jedoch sehr warm war und das Gras ziemlich vertrocknet, blieben die meisten Tiere lieber in ihrem Bau.

Eine längere Pause legten wir schließlich am Four Mile Beach ein. Dort aßen wir unsere mitgebrachten Brote und genossen ein wenig die Sonne. Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher zu den Painted Cliffs, bevor wir die Fahrräder wieder abgaben. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Fähre zurück.

Trotz der begrenzten Zeit war es insgesamt ein sehr schöner Ausflug.


Darlington Bay, am Fähranleger


Die kurze Radtour geht los


Begegnung unterwegs, Östliches Graues Riesenkänguru


Bis in die 60er Jahre wurde auf der Insel Landwirtschaft betrieben. 1972 wurde die Insel zum National Park erklärt




Im Hintergrund sieht man die Reste der Convict Cells


Aussicht auf dem Four Mile Beach


Rast am Four Mile Beach


Painted Cliffs. Viele unternehmen von der Anlegestelle einen Spaziergang zu den Painted Cliffs.




Hühnergänse. Dank der Abgeschiedenheit hat sich Maria Island zum Zufluchtsort für viele Tiere entwickelt.


Commissariat Store. Die Insel gehört wegen der Sträflingsvergangenheit ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe


Zement Silos am Fähranleger. Wir hatten leider etwas wenig Zeit um uns gut zu erkundigen
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Letzte Änderung: 11 Apr 2026 14:16 von fahrinurlaub.
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12 Apr 2026 10:44 #723661
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Allmählich neigte sich unsere Tasmanienreise dem Ende zu, und wir überlegten, wo wir die letzte Nacht vor der Rückgabe des Campers verbringen sollten. Da wir am letzten Tag keine Fähre mehr nehmen wollten – man weiß ja nie, was passieren kann – entschieden wir uns, von Triabunna über Hobart nach Bruny Island zu fahren. Dort wollten wir zwei Nächte auf einem Campingplatz verbringen, bevor wir anschließend wieder über Hobart zur Tasman-Halbinsel zurückfahren. So konnten wir die Fährfahrt am letzten Tag vermeiden, und außerdem liegt die Halbinsel deutlich näher an der Camperstation am Flughafen.

Auf Bruny Island übernachteten wir auf einem Campingplatz in der Adventure Bay. Am spätem Nachmittag unternahmen wir noch einen Spaziergang in Richtung Fluted Cape. Da es bereits recht spät war, schafften wir es nur bis zum Aussichtspunkt mit Blick auf Penguin Island.

Für den nächsten Tag hatten wir eine Küstenwanderung entlang der Labillardiere-Halbinsel geplant. Die Zufahrt dorthin führt über eine längere Sandpiste, die eigentlich etwas mehr als die erlaubten zwölf Kilometer umfasst. Da das Navigationsgerät im Auto ohnehin nicht funktionierte, wagten wir dennoch die Fahrt.

Die rund 16 Kilometer lange Umrundung der Labillardiere Halbinsel füllte den ganzen Tag aus. Zu Beginn führte der Weg noch durch weitgehend unberührte Vegetation. Doch schon bald stellten wir fest, dass ein großer Teil der Halbinsel erst vor Kurzem abgebrannt war. Der Wanderweg war zwar nicht gesperrt, jedoch wurde an mehreren Stellen vor herabfallenden Ästen gewarnt. Wie wir später im Internet nachlesen konnten, hatte der Brand im November 2025 stattgefunden. Inzwischen (Ende Feb. 20026) sprossen die Gräser und Eukalypten jedoch bereits wieder.

Bei unserer Wanderung im Jahr 2001 hatten wir noch viele Kängurus und auch einige Tigersnakes auf dem Weg gesehen… vermutlich sind viele Tiere dem Brand zum Opfer gefallen. Außer einem Echidna gleich zu Beginn der Wanderung begegneten wir diesmal keinem einzigen Tier.

Erst recht spät am Tag erreichten wir schließlich wieder unseren Campingplatz in der Adventure Bay.


Die kurze Wanderung vom Adventure Bay zum Fluted Cape


Abendstimmung am Adventure Bay


Campingplatz mit Aussicht


Die Sandpiste ca. 18 km zur Labillardiere Peninsula. Achtung Känguru


Schuhe müssen vor der Wanderung gereinigt und desinfiziert werden


Hier war die Vegetation noch intakt


Begegnung gleich zu Anfang… ein Echidna


Sehr zutraulich das Echidna


Die Natur erholte sich allmählich von dem Brand vor 3 Monaten




Die Strände waren noch intakt






Fast wie ein Mahnmal oder eine Skulptur


Hier gab es einen schönen Campground von der Parkbehörde fast direkt am Meer. Wäre eine gute Alternative zum Adventure Bay gewesen.


Wenn der Postmann nicht überall hinfährt
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Letzte Änderung: 12 Apr 2026 11:20 von fahrinurlaub.
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12 Apr 2026 11:09 #723662
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Ich sage zwischendurch mal "Vielen Dank!" @fahrinurlaub für deinen tollen Reisebericht.
Auch wenn die Reise wohl bald zu Ende gehen wird, freue ich mich auf die verbleibenden Tage.
Deine Fotos sind wirklich toll und dein Schreibstil macht wirklich Lust auf eine Reise ins sehr entfernte Tasmanien.
Letzte Änderung: 12 Apr 2026 11:12 von MaLu.
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13 Apr 2026 18:46 #723771
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Auf der Tasman-Halbinsel entschieden wir uns für den NRMA Port Arthur Holiday Park … einen großen und schönen Campingplatz in Laufnähe des ehemaligen Gefängnisses von Port Arthur Historic Site, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Museumsgelände hatten wir bereits bei unserem letzten Aufenthalt besucht, daher machten wir am späten Nachmittag nur einen kleinen Spaziergang vom Campingplatz entlang der Küste bis zur historischen Anlage.

Am nächsten Tag starteten wir zu unserer etwa 10 km langen und rund vierstündigen Wanderung zum Cape Hauy. Ausgangspunkt war die wunderschöne Fortescue Bay. Anfangs verlief der Weg noch relativ eben, später wechselten sich steile Abstiege mit kräftigen Anstiegen ab. Unterwegs boten sich immer wieder fantastische Ausblicke auf die gewaltigen Doleritfelsen entlang der Küste.
Der Aussichtspunkt belohnt schließlich mit einem atemberaubenden Blick auf zwei steil aus dem Meer aufragende Felsinseln: Mitre Rock und The Lanterns. Sie sind nur durch wenige Meter breite Wasserstraßen voneinander und vom Festland getrennt. Noch bekannter sind jedoch die spektakulären Felsformationen am Fuß des Cape Hauy: The Candlestick und Totem Pole. Besonders der Totem Pole stellt mit seinen rund 65 Metern Höhe bei nur etwa vier Metern Durchmesser eine extreme Herausforderung für Kletterer dar und zählt zu den berühmtesten Kletterzielen Australiens. Als Belohnung für die anstrengende Wanderung gönnten wir uns im Café der Port Arthur Lavender Farm einen Lavender Infused Pancake mit Himbeeren, getoppt mit Lavendeleis und Lavendelsahne … eine wahre Geschmacksexplosion.

Am folgenden Tag gaben wir unseren Camper problemlos zurück. Selbst unsere Fahrten von teilweise über 12 km auf Off-Road-Strecken wurden gar nicht registriert. Mit einem Uber fuhren wir anschließend zu unserem vorab gebuchten Hotel, dem Ibis Styles Hobart, im Zentrum der Stadt. Dort unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang über den Salamanca Market und durch die Hafengegend und statteten anschließend der Tasmanian Museum and Art Gallery einen kurzen Besuch ab.

Am nächsten Morgen ging schließlich unser Flug nach Melbourne, wo wir in den folgenden vier Tagen die Stadt erkunden wollten.


Spaziergang zum Port Arthur Historic Site




Die Wanderung zum Cape Hauy, atemberaubende Aussichten auf die Küste




Der Aussichtspunkt ist erreicht


Kletterer am Totem Pole, und das bei den extremen Winden


Die Lavender Farm in der Nähe unseres Campingplatzes


Das musste sein, nach der anstrengenden Wanderung


Sehr schöner Campingplatz mit ruhigen Stellplätzen


Unsere Nachbarn, die Maskenkiebitze. Wallabys und Gelbohr-Rabenkakadus waren weitere Bewohner des Campingplatzes


Besuch des Salamanca Markt in Hobart.


Der Hafen von Hobart


Unsere Route
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Letzte Änderung: 13 Apr 2026 18:49 von fahrinurlaub.
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13 Apr 2026 20:11 #723776
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  • Makra am 13 Apr 2026 20:11
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Herzlichen Dank für diese Reise nach Tasmanien ! Das Allermeiste kenne ich und hab mich gefreut, es durch euch noch einmal zu erleben. Auch wir haben beide Male unsere letzte Nacht auf dem Big 4 Port Arthur verbracht - für uns einer der schönsten australischen CP's. Gibt es denn die Fischtheke im Lädchen von Port Arthur noch ? Wir sind immer dahin gelaufen und haben uns mit frischen Scallops und Trevally versorgt.
Liebe Grüße
Makra
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