THEMA: Camperreise in die Tasmanische Wildnis
31 Mär 2026 08:52 #723149
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  • Barth_Wolfgang am 31 Mär 2026 08:52
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Ich habe selbst über 2 Jahre in Tassie gelebt und bin dort kreuz und quer inklusive diverser Wilderniss Walks rumgekommen. . Kompliment an "fahrinurlaub" und die schönen authentischen Photos ! Da bekommt man richtig Heimweh!
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31 Mär 2026 09:06 #723152
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  • fahrinurlaub am 31 Mär 2026 09:06
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Nach unserem Aufenthalt in Strahan ging es für uns weiter Richtung Corinna… ein Ort, den wir bei unserer ersten Tasmanienreise 2001 ausgelassen hatten. Diesmal wollten wir unbedingt die wilde Tarkine entdecken. Da die Heizung in unserem Camper nur mit Stromanschluss funktionierte, planten wir, auf dem Campingplatz im Corinna Wilderness Village zu übernachten. Doch schon Tage im Voraus war alles ausgebucht. Trotzdem machten wir uns auf den Weg… in der Hoffnung, irgendwo in der Natur einen freies Plätzchen zu finden.

Die Strecke von Strahan nach Corinna führt über etwa 4 km Sandpiste. Kurz vor dem Ort muss man den Pieman River mit einer Barke überqueren. Die Fatman Barge ist dabei die einzige einspurige Autofähre Australiens. Als wir ankamen, wartete nur ein weiterer Camper vor uns. Währenddessen nutzte ich die Zeit, um die zwei nahegelegenen Gräber zu besichtigen.

Direkt hinter der Fähre liegt die ehemalige Goldgräberstadt Corinna. Im Wilderness Village erkundigten wir uns nach möglichen Stornierungen… leider ohne Erfolg. Also setzten wir unsere Fahrt auf der Sandpiste fort… 12 km waren ja erlaubt. Kurz nach einer Holzbrücke entdeckten wir auf einer kleinen Anhöhe direkt am Savage River– umgeben von hohen Huon Pines – tatsächlich einen freien Stellplatz. Was für ein Glück! Wir richteten uns sofort gemütlich ein und genossen den Blick auf die alte Brücke und den Fluss.

Ein weiterer Glücksfall: Direkt von unserem Stellplatz aus starteten zwei Wanderwege. Wir entschieden uns, das Auto nicht mehr zu bewegen… der Platz wäre vermutlich sofort neu besetzt worden. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zum Mount Donaldson: rund acht Kilometer mit etwa 460 Höhenmetern. Unterwegs zogen dunkle Regenwolken auf, und oben empfing uns ein eisiger Wind… dafür hatten wir überraschend guten Handyempfang.

In der Nähe der Brücke befand sich noch ein weiterer freier Platz. Beim Vorbeifahren hatten wir dort vier Biwakzelte gesehen, ansonsten war weit und breit niemand zu sehen. Doch gegen 22 Uhr wurde es plötzlich unruhig: Junge Männer suchten mit starken Scheinwerfern das Ufer ab. Wahrscheinlich auf der Suche nach dem Platypus? Kurz darauf, gegen 22:30 Uhr, starteten sie eine laute Motorsäge. Wir saßen sofort kerzengerade auf unserer wackeligen Luftmatratze und spähten vorsichtig aus dem Fenster. Schnell beruhigten wir uns wieder… vermutlich sammelten die Jungs einfach nur Brennholz.

Am nächsten Morgen stand eine weitere Wanderung an: zum Wrack der S.S. Croyden. Der Weg führte zunächst an den jungen Aussies – die waren noch am Ausnüchtern – in den Biwakzelten vorbei und dann entlang des Savage River. Der Pfad war kaum zu erkennen, die Bäume dicht mit Moos bewachsen, und immer wieder musste man unter riesigen Baumfarnen hindurchgehen. Am Wrack angekommen, fanden wir eine schöne Holzplattform, die zum Verweilen einlud. Eigentlich hatten wir geplant, anschließend noch nach Corinna weiterzuwandern und im Wilderness Village Kaffee und Kuchen zu genießen. Doch das erschien uns dann doch zu weit.

Trotz Kälte und gelegentlicher Regenschauer waren die zwei Nächte im Busch einfach wundervoll. Einen Platypus haben wir allerdings nicht gesehen.


Die Sandpiste im Tarkine


Zwei Gräber in der Nähe der Anlegestelle



Die Fatman Barge über den Pieman River


Unser schöner Stellplatz an der alten Holzbrücke an der Norfolk Road


Die Wanderung zum Mount Donaldson


Schlechtes Wetter zieht auf


Die Aussicht vom Mount Donaldson


Auf dem Weg zum Wrack der S.S. Croyden


Der dunke Savage River


Das alte Wrack der S.S. Croyden


Baumfarne und bemooste Bäume auf dem Weg. Wir waren die einzigen Wanderer.


Die alte Holzbrücke an der Norfolk Road


Abendessen mit Ausblick


Tarkine im Nebel
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Letzte Änderung: 31 Mär 2026 09:58 von fahrinurlaub.
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31 Mär 2026 09:22 #723154
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  • fahrinurlaub am 31 Mär 2026 09:06
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Danke Wolfgang.

Die Tarkine Wildnis war schon besonders… rau, unwirklich und mystisch. Das Wetter passte.
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31 Mär 2026 09:40 #723157
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  • Makra am 31 Mär 2026 09:40
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fahrinurlaub schrieb:
Die Tarkine Wildnis war schon besonders… rau, unwirklich und mystisch. Das Wetter passte.
Auch für uns hat sie zu den schönsten Plätzen auf Tasmanien gehört ! Und im Vergleich zur Küste fanden wir es trotz Dauerregen vergleichsweise warm.
Liebe Grüße
Makra
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31 Mär 2026 09:54 #723158
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  • fahrinurlaub am 31 Mär 2026 09:06
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@ Makra

Temperaturen sind immer relativ :) Wir frieren leicht, während viele im T-Shirt wandern, tragen wir dicke Fleecepullies :woohoo:
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31 Mär 2026 15:47 #723182
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  • fahrinurlaub am 31 Mär 2026 09:06
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Ursprünglich hatten wir geplant, auf der Norfolk Road nach Norden bis zum Tarkine Drive zu fahren. Da mit unserem Fahrzeug jedoch nur 12 km Sandpiste erlaubt waren, die Strecke bis zum Western Explorer Highway aber etwa 75 km beträgt, war uns das Risiko zu groß. Deshalb entschieden wir uns, über Waratah in Richtung Cradle Mountain zu fahren.

In Waratah machten wir einen kurzen Halt und schauten uns den Wasserfall an, der direkt im Ort liegt. Am frühen Nachmittag erreichten wir den riesigen Campingplatz am Cradle Mountain. Im Visitor Center erkundigten wir uns noch schnell nach möglichen Wanderungen für den nächsten Tag.

Vor 25 Jahren hatten wir etwas mehr Zeit am Cradle Mountain verbracht. Damals waren wir sogar bis zum Gipfel des Cradle Mountain gewandert… das letzte Stück musste man regelrecht hinaufkraxeln. Dieses Mal erschien uns das jedoch etwas zu anstrengend. Stattdessen entschieden wir uns für eine Wanderung rund um den Dove Lake (die wir auch schon 2001 gemacht hatten), weiter über den Wombat Pool Track und den Crater Lake bis zur Bushaltestelle am Ronny Creek. Insgesamt sollte die Strecke etwa 14 km lang sein. Ein freundlicher Ranger erklärte uns, dass der Park inzwischen nicht mehr mit dem eigenen Auto befahren werden darf. Der Zugang erfolgt ausschließlich per Shuttlebus, der etwa alle zehn Minuten fährt und im Parkpass enthalten ist.

Am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß vom Campingplatz auf den Weg zur Bushaltestelle. Dort warteten bereits einige Wanderer, und mit dem zweiten Bus konnten wir schließlich mitfahren. Der Busfahrer machte unterwegs ein paar Witze, und wir stiegen am Dove Lake aus. Dort waren zunächst erstaunlich viele Menschen unterwegs. Die meisten kehrten jedoch schon am Glacier Rock wieder um. Hinter dem Dove Lake wurde es dann deutlich ruhiger, und schließlich erreichten wir den langen Boardwalk des Overland Tracks, kurz vor Ronny Creek. Hier hatte sich eine größere Menschengruppe versammelt, denn direkt neben dem Boardwalk grasten mehrere Wombats. Alle zückten ihre Handys, zum Glück wurden keine Selfies mit den Tierchen gemacht.

Im Nachhinein war es wohl genau richtig, dass wir nur einen Tag am Cradle Mountain verbracht haben. Landschaftlich ist die Gegend zwar nach wie vor beeindruckend, doch ein wenig von ihrem ursprünglichen Charme hat sie inzwischen sehr eingebüßt.


Der Wasserfall direkt in Waratah


Bizarre Hausdekoration in Waratah


Der Bus-Shuttle zu den Ausgangspunkten


Wunderschöne Bergwelt




Nach dem Dove Lake Circuit wurde es etwas ruhiger






Die endemischen Pandanis (Riesengrasbäume) interessierten mich sehr.


Die grasenden Wombats sorgten für einen Menschenauflauf
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Letzte Änderung: 31 Mär 2026 15:49 von fahrinurlaub.
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