|
Der Caravan Park in Triabunna wirkte etwas aus der Zeit gefallen. Der Toilettenblock stammte vermutlich noch aus den 60er-Jahren, und für den großen Platz gab es lediglich zwei Toiletten und Duschen. Außerdem hatten sich dort einige Aussies wohl notgedrungen dauerhaft niedergelassen. Die Mieten… ebenso wie die Lebensmittelpreise (mit Ausnahme von Fleisch), sind auch in Tasmanien sehr hoch.
Die Fähre nach Maria Island hatten wir bereits mehr als eine Woche im Voraus gebucht. Die spätere Rückfahrt um 16:15 Uhr war schon komplett ausgebucht, und es gab auch keine Stornierungen. Dadurch war unser Aufenthalt auf der Insel leider recht kurz. Die Hinfahrt startete um 8:30 Uhr, Ankunft etwa eine Stunde später… damit blieben uns rund fünf Stunden bis zur Rückfahrt um 14:30 Uhr. Auf der Fähre waren hauptsächlich chinesische Touristen, die direkt aus Hobart angereist kamen. Für den Tag hatten wir Mountainbikes gemietet und planten, Richtung Süden zu fahren. Das stellte sich als sehr gute Entscheidung heraus, denn die meisten Besucher blieben im Hauptort und hielten auf den Wiesen Ausschau nach Wombats. Wir radelten entspannt an der Küste entlang, machten einen kurzen Stopp bei Frenchs Farm und fuhren anschließend noch einen Abstecher zur Encampment Cove, bevor wir über die Convict Cells wieder Richtung Norden zurückkehrten. Auf den Wiesen bei Frenchs Farm soll es eigentlich viele Wombats geben. Da es jedoch sehr warm war und das Gras ziemlich vertrocknet, blieben die meisten Tiere lieber in ihrem Bau. Eine längere Pause legten wir schließlich am Four Mile Beach ein. Dort aßen wir unsere mitgebrachten Brote und genossen ein wenig die Sonne. Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher zu den Painted Cliffs, bevor wir die Fahrräder wieder abgaben. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Fähre zurück. Trotz der begrenzten Zeit war es insgesamt ein sehr schöner Ausflug. Darlington Bay, am Fähranleger Die kurze Radtour geht los Begegnung unterwegs, Östliches Graues Riesenkänguru Bis in die 60er Jahre wurde auf der Insel Landwirtschaft betrieben. 1972 wurde die Insel zum National Park erklärt Im Hintergrund sieht man die Reste der Convict Cells Aussicht auf dem Four Mile Beach Rast am Four Mile Beach Painted Cliffs. Viele unternehmen von der Anlegestelle einen Spaziergang zu den Painted Cliffs. Hühnergänse. Dank der Abgeschiedenheit hat sich Maria Island zum Zufluchtsort für viele Tiere entwickelt. Commissariat Store. Die Insel gehört wegen der Sträflingsvergangenheit ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe Zement Silos am Fähranleger. Wir hatten leider etwas wenig Zeit um uns gut zu erkundigen |
|
Camperreise in die tasmanische Wildnis www.namibia-forum.ch...wildnis.html?start=0
Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar www.namibia-forum.ch...nord-madagaskar.html
Letzte Änderung: 11 Apr 2026 14:16 von fahrinurlaub.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, speed66, Beatnick, Makra, jirka
|
|
Allmählich neigte sich unsere Tasmanienreise dem Ende zu, und wir überlegten, wo wir die letzte Nacht vor der Rückgabe des Campers verbringen sollten. Da wir am letzten Tag keine Fähre mehr nehmen wollten – man weiß ja nie, was passieren kann – entschieden wir uns, von Triabunna über Hobart nach Bruny Island zu fahren. Dort wollten wir zwei Nächte auf einem Campingplatz verbringen, bevor wir anschließend wieder über Hobart zur Tasman-Halbinsel zurückfahren. So konnten wir die Fährfahrt am letzten Tag vermeiden, und außerdem liegt die Halbinsel deutlich näher an der Camperstation am Flughafen.
Auf Bruny Island übernachteten wir auf einem Campingplatz in der Adventure Bay. Am spätem Nachmittag unternahmen wir noch einen Spaziergang in Richtung Fluted Cape. Da es bereits recht spät war, schafften wir es nur bis zum Aussichtspunkt mit Blick auf Penguin Island. Für den nächsten Tag hatten wir eine Küstenwanderung entlang der Labillardiere-Halbinsel geplant. Die Zufahrt dorthin führt über eine längere Sandpiste, die eigentlich etwas mehr als die erlaubten zwölf Kilometer umfasst. Da das Navigationsgerät im Auto ohnehin nicht funktionierte, wagten wir dennoch die Fahrt. Die rund 16 Kilometer lange Umrundung der Labillardiere Halbinsel füllte den ganzen Tag aus. Zu Beginn führte der Weg noch durch weitgehend unberührte Vegetation. Doch schon bald stellten wir fest, dass ein großer Teil der Halbinsel erst vor Kurzem abgebrannt war. Der Wanderweg war zwar nicht gesperrt, jedoch wurde an mehreren Stellen vor herabfallenden Ästen gewarnt. Wie wir später im Internet nachlesen konnten, hatte der Brand im November 2025 stattgefunden. Inzwischen (Ende Feb. 20026) sprossen die Gräser und Eukalypten jedoch bereits wieder. Bei unserer Wanderung im Jahr 2001 hatten wir noch viele Kängurus und auch einige Tigersnakes auf dem Weg gesehen… vermutlich sind viele Tiere dem Brand zum Opfer gefallen. Außer einem Echidna gleich zu Beginn der Wanderung begegneten wir diesmal keinem einzigen Tier. Erst recht spät am Tag erreichten wir schließlich wieder unseren Campingplatz in der Adventure Bay. Die kurze Wanderung vom Adventure Bay zum Fluted Cape Abendstimmung am Adventure Bay Campingplatz mit Aussicht Die Sandpiste ca. 18 km zur Labillardiere Peninsula. Achtung Känguru Schuhe müssen vor der Wanderung gereinigt und desinfiziert werden Hier war die Vegetation noch intakt Begegnung gleich zu Anfang… ein Echidna Sehr zutraulich das Echidna Die Natur erholte sich allmählich von dem Brand vor 3 Monaten Die Strände waren noch intakt Fast wie ein Mahnmal oder eine Skulptur Hier gab es einen schönen Campground von der Parkbehörde fast direkt am Meer. Wäre eine gute Alternative zum Adventure Bay gewesen. Wenn der Postmann nicht überall hinfährt |
|
Camperreise in die tasmanische Wildnis www.namibia-forum.ch...wildnis.html?start=0
Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar www.namibia-forum.ch...nord-madagaskar.html
Letzte Änderung: 12 Apr 2026 11:20 von fahrinurlaub.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, speed66, Makra, jirka, JP K
|
|
Auf der Tasman-Halbinsel entschieden wir uns für den NRMA Port Arthur Holiday Park … einen großen und schönen Campingplatz in Laufnähe des ehemaligen Gefängnisses von Port Arthur Historic Site, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Museumsgelände hatten wir bereits bei unserem letzten Aufenthalt besucht, daher machten wir am späten Nachmittag nur einen kleinen Spaziergang vom Campingplatz entlang der Küste bis zur historischen Anlage.
Am nächsten Tag starteten wir zu unserer etwa 10 km langen und rund vierstündigen Wanderung zum Cape Hauy. Ausgangspunkt war die wunderschöne Fortescue Bay. Anfangs verlief der Weg noch relativ eben, später wechselten sich steile Abstiege mit kräftigen Anstiegen ab. Unterwegs boten sich immer wieder fantastische Ausblicke auf die gewaltigen Doleritfelsen entlang der Küste. Der Aussichtspunkt belohnt schließlich mit einem atemberaubenden Blick auf zwei steil aus dem Meer aufragende Felsinseln: Mitre Rock und The Lanterns. Sie sind nur durch wenige Meter breite Wasserstraßen voneinander und vom Festland getrennt. Noch bekannter sind jedoch die spektakulären Felsformationen am Fuß des Cape Hauy: The Candlestick und Totem Pole. Besonders der Totem Pole stellt mit seinen rund 65 Metern Höhe bei nur etwa vier Metern Durchmesser eine extreme Herausforderung für Kletterer dar und zählt zu den berühmtesten Kletterzielen Australiens. Als Belohnung für die anstrengende Wanderung gönnten wir uns im Café der Port Arthur Lavender Farm einen Lavender Infused Pancake mit Himbeeren, getoppt mit Lavendeleis und Lavendelsahne … eine wahre Geschmacksexplosion. Am folgenden Tag gaben wir unseren Camper problemlos zurück. Selbst unsere Fahrten von teilweise über 12 km auf Off-Road-Strecken wurden gar nicht registriert. Mit einem Uber fuhren wir anschließend zu unserem vorab gebuchten Hotel, dem Ibis Styles Hobart, im Zentrum der Stadt. Dort unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang über den Salamanca Market und durch die Hafengegend und statteten anschließend der Tasmanian Museum and Art Gallery einen kurzen Besuch ab. Am nächsten Morgen ging schließlich unser Flug nach Melbourne, wo wir in den folgenden vier Tagen die Stadt erkunden wollten. Spaziergang zum Port Arthur Historic Site Die Wanderung zum Cape Hauy, atemberaubende Aussichten auf die Küste Der Aussichtspunkt ist erreicht Kletterer am Totem Pole, und das bei den extremen Winden Die Lavender Farm in der Nähe unseres Campingplatzes Das musste sein, nach der anstrengenden Wanderung Sehr schöner Campingplatz mit ruhigen Stellplätzen Unsere Nachbarn, die Maskenkiebitze. Wallabys und Gelbohr-Rabenkakadus waren weitere Bewohner des Campingplatzes Besuch des Salamanca Markt in Hobart. Der Hafen von Hobart Unsere Route |
|
Camperreise in die tasmanische Wildnis www.namibia-forum.ch...wildnis.html?start=0
Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar www.namibia-forum.ch...nord-madagaskar.html
Letzte Änderung: 13 Apr 2026 18:49 von fahrinurlaub.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: chaosgirl09, speed66, Makra, jirka, MaLu
|
|
Die letzten Tage in Melbourne möchte ich euch nicht vorenthalten. Schließlich gilt Melbourne als eine der lebenswertesten Städte der Welt und steht in ständiger Konkurrenz zu Sydney. Mittlerweile hat die Stadt ihre Rivalin sogar bei der Einwohnerzahl überholt.
Nach fast fünf Wochen im Camper konnten wir endlich wieder ein komfortables Hotelbett genießen. Wir hatten ein sehr schönes Hotel im Szenestadtteil Fitzroy gefunden: das The StandardX. Es lag mitten im Viertel und war dennoch angenehm ruhig. Von der Dachterrasse aus hatten wir einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt, und am Sonntag fand direkt vor den Türen des Hotels ein Flohmarkt statt. The StandardX in Fitzroy Der Sonntagsflohmarkt direkt vor der Haustür Blick von der Dachterrasse Bis auf den ersten und den letzten Tag unseres Aufenthalts war das Wetter allerdings alles andere als ideal. Für australische Verhältnisse war der Himmel ungewöhnlich wolkenverhangen und es regnete häufig. Wir erkundeten die Innenstadt mit ihrem spannenden Mix aus viktorianischer und moderner Architektur. Auch die Gärten … das Conservatory und der Botanische Garten … waren ein echtes Highlight. Von der Terrasse des War Memorials, dem Shrine of Remembrance, bot sich uns ein großartiger Blick auf die Skyline der Stadt. Ein weiterer Ausflug führte uns in den Küstenort St. Kilda. Zum Glück führte unser Rückflug nicht über die Golfstaaten. Nur wenige Tage zuvor war der Golfkrieg ausgebrochen, und in den Nachrichten hörten wir, dass viele Flüge von Down Under gestrichen worden waren. Über Hongkong und Helsinki erreichten wir schließlich nach 37 Stunden Berlin. Szeneviertel Fitzroy Das Nachtleben startet Midtown Melbourne War Memorial Shrine of Remembrance Der Blick von der Terrasse des War Memorial The Conservatory Im Botanical Garden Die Aussies sind sehr sportlich Skyline von St. Kilda aus gesehen Die Hosier Lane in Central Melbourne So, das war's. Vielen Dank fürs Mitlesen |
|
Camperreise in die tasmanische Wildnis www.namibia-forum.ch...wildnis.html?start=0
Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar www.namibia-forum.ch...nord-madagaskar.html
Letzte Änderung: 14 Apr 2026 09:50 von fahrinurlaub.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, speed66, Makra, jirka
|