THEMA: Spontane Kurzreise durch Jordanien
20 Mär 2026 14:49 #722536
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Botswanadreams schrieb:
Mit dem Auto reicht dafür ca. eine Woche.

Das ist dann aber schon eine Rallye nach dem Motto "Reiseziel ansteuern, schnelles Foto machen, abhaken und weiter gehts". Wir waren unabhängig vom langsameren Verkehrsmittel einen ganzen Tag in und um Dana Village (und dort könnte man schon länger bleiben) und je zwei Tage in Petra und Wadi Rum. Die ganzen anderen aufgezählten Dinge noch unterzubringen würde ich mit dem Auto schon eher zwei Wochen veranschlagen. Mit dem Rad wären es nochmal bisschen mehr.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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20 Mär 2026 15:37 #722541
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Wolfgang, ich war organisiert als Kleingruppe unterwegs, insgesamt 9 Tage mit Flügen. Es war definitiv keine Hetzerei. Wir hatten überall ausreichend Zeit. In Petra hätte man sicher einen zweiten Tag verbringen können. Dana Valley war ich nicht. Aus heutiger Sicht, würde ich noch einen weiteren Tag für das Shaumari Wildlife Reserve zusätzlich einplanen.
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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20 Mär 2026 16:41 #722547
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Botswanadreams schrieb:
Wolfgang, ich war organisiert als Kleingruppe unterwegs, insgesamt 9 Tage mit Flügen. Es war definitiv keine Hetzerei. Wir hatten überall ausreichend Zeit.

So unterscheiden sich die Empfindungen und das ist ja auch ok so. Es kommt ja auch kaum jemand auf die Idee, mit dem Rad durch die Namib zu fahren.

Meine erste Fernreise war auch eine Gruppenreise. Damals habe ich schon gemerkt, dass das nichts für mich ist und ich so etwas erst wieder mache, wenn ich es mir alleine nicht mehr zutraue.. Es ging nach Ägypten. Erste Station waren die Pyramiden von Gizeh. Aufenthalt waren 1 oder 2 Stunden.

Einige stiegen nicht mal aus, machten ein Foto und gedanklich einen Haken dran. Ich unterhielt mich am Abend mit einem anderen Mitreisenden und wir fanden beide, dass die Pyramiden viel zu kurz kamen. Wir meldeten uns für den nächsten Tag ab, fuhren mit dem Taxi nochmal hin und verbrachten den ganzen Tag dort.

Gruppenreisen sind aus meiner Sicht immer eine Hetzerei und müssen es auch sein, weil es sonst nicht funktioniert. Morgens gehts schon los. Um z.B. 7 Uhr gehts los. Der Frühaufsteher wacht um fünf Uhr auf und langweilt sich 'ne Runde und der Spätaufsteher hetzt sich schon ab, bevor es losgeht.

Und wenn es irgendwo Zeit zur freien Verfügung gibt, dann ist logischerweise der Zeitpunkt zur Abfahrt auch festgelegt. Jetzt komme ich da irgendwo hin und würde z.B. auf einen Berg steigen, was eine Stunde für den Hinweg dauert. In zwei Stunden geht es aber schon weiter, also nichts mit mal in Ruhe los und mal 'ne Viertelstunde irgendwo entspannt in die Landschaft schauen.

Gruppenreisen sind prima für Leute, die einen getakteten Zeitplan mögen. Ich bin dafür aber nicht der richtige Typ.

Gruß
Wolfgang
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20 Mär 2026 17:07 #722549
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Wolfgang, wir waren bis dato auch immer allein privat unterwegs, aber mein Mann mag und kann nicht mehr. Also blieb mir allein zu einem vernünftigen Preis-/ Leistungsverhältnis nicht viel anderes übrig. In Petra z.B. war Abfahrt für 16:00 Uhr festgelegt. Ich war wohl eine der letzten, die das Gelände vor der Lichtshow verlassen hatte und leistete mir halt ein Taxi für die Rückfahrt ins Hotel. So hat es für mich gepasst. Man muss aus solchen Situationen das Beste machen, es bleibt natürlich ein gewisser Kompromiss und wichtig ist aus meiner Sicht, dass man das Programm eines Reiseveranstalters auch lesen kann. Es gibt viele Gruppenreisen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, diese war es auch im Nachhinein nicht.

LG
Christa
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20 Mär 2026 19:25 #722561
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Danke Wolfgang, dass Du für uns diese abenteuerliche Rad-Reise aufgeschrieben und so reichlich bebildert hast.
Die Fotos der grossartigen Landschaften und geschichtsträchtigen Bauwerke finde ich sehr beeindruckend und sind von Dir schön beschrieben.
Und ich glaube, wir sind der gleichen Meinung : Begegnungen, Erlebnisse und Eindrücke einer (Individual)-Fahrradtour oder Wanderung zu Fuss haben eine besondere Qualität - sie sind nur selten oberflächlich...

Nochmals herzlichen Dank und freundliche Grüsse
Manfred
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21 Mär 2026 09:59 #722594
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Botswanadreams schrieb:
es bleibt natürlich ein gewisser Kompromiss

Ja, es kommt natürlich auch auf die jeweiligen Umstände an. Als Frau alleine in einem islamischen Land kann es schnell schwierig werden. Andere haben z.B. keine Lust, alleine zu reisen oder finden es praktisch, sich um nichts kümmern zu müssen.
Ein Bekannter von mir braucht z.B. einen geregelten Tagesablauf. Für ihn wäre es undenkbar und völliger Stress, morgens loszufahren und nicht zu wissen, wo er abends schläft. Bei mir ist es genau andersrum. Wenn ich morgens weiß, ich muss um 18 in einer Unterkunft X sein, löst das bei mir etwas wie Stress aus. Ich möchte auf Reisen keinen Termindruck.
So ist eben jeder anders und daher gibt es ja so viele verschiedene Arten von Urlaub.

Gruß
Wolfgang
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