Sonntag, 23.03.2025 Hoi An, Little Hoi An
Um 09.00 Uhr wurden wir heute abgeholt und mit diversen Stopps nach Hoi An gebracht. Zuerst frühstückten wir wieder auf der Terrasse, hielten ein Schwätzchen mit unserer wirklich sehr freundlichen Betreuung Claudia, die aus Barcelona stammt und eigentlich nur 6 Monate hier bleiben wollte. Mittlerweile wurden daraus 5 Jahre

Wie angekündigt, wurde unser Gepäck abgeholt und wir checkten aus. Wir waren wirklich sehr zufrieden mit unserem Aufenthalt und gut gefallen hatte es uns auch. Unser Fahrer Ming war pünktlich da und wir unterhielten uns mit ihm über die vietnamesische Kultur, Autos und anderes. Wir hielten an einer Lagune, in der Austern wuchsen – ein beliebter Stopp für Busgruppen. Wir vertraten uns kurz die Füße.
Als nächstes erreichten wir Lang Co mit einem schönen Strand. Allerdings war der Strand nur bei den beiden Restaurants gepflegt, außerhalb davon war alles vermüllt. Schade
Etwas später konnten wir von einem Aussichtspunkt noch einen Blick auf die schöne Lagune werfen.
Wir fuhren über den Wolkenpass bei strahlendem Sonnenschein. Oben angekommen, stiegen wir hoch zum Aussichtspunkt, aber so spektakulär war der nicht.
Dann erreichten wir Da Nang. Hier stoppten wir bei den Marmorbergen, die ca. 10 km vor der Stadt liegen. Wir hatten jetzt keinerlei Erwartung an diesen Ort. Aber in die Berge, die aus fünf Hügeln bestehen, waren verschiedene Tempel und Pagoden gebaut und es gab auch zwei Höhlen und natürlich viele, viele Treppen. Die erste Höhle sparte ich mir, wegen der Treppen und meinem Knie. Aber die zweite Höhle Huyen Khong war echt eine Überraschung. In die 25 m hohe Höhle fiel durch zwei Öffnungen jeweils ein Sonnenstrahl herunter, das gab natürlich ein tolles Fotomotiv. Diverse in den Fels gehauene Altäre und ein Buddha rundeten das Ganze ab. Im Vietnamkrieg diente die Höhle den Vietcong als Krankenhaus.
Unser Fahrer hatte das Auto im Schatten geparkt und wartete mit zwei kalten Flaschen Wasser auf uns. Dann war es nicht mehr weit nach Hoi An. Wir erreichten unser gebuchtes Hotel „Little Hoi An“, welches unweit der berühmten Altstadt lag. Wir wurden mit Tee begrüßt und erhielten umfangreiche Informationen über den Ort und die Aktivitäten. Bei der englischen Aussprache der netten Angestellten mussten wir allerdings richtig aufpassen um alles zu verstehen. Wir bekamen ein Zimmer mit Blick auf den Fluss, wie bestellt.
Allerdings lag die Terrasse des Restaurants direkt darunter

In das Restaurant gingen wir dann auch gleich, wir hatten Hunger. Ich probierte die hiesige Spezialität Cao Lau -gelbe dicke Nudeln in einer leckeren Sojasauce mit Schweinefleisch. Ralf hatte wie immer: Reis und Hühnchen
Nachdem wir uns gestärkt hatten, gingen wir in die Altstadt. Hier war eine Menge los, viele Touristen (wir gehörten auch dazu

).
Hoi An ist berühmt für seine Schneider, also suchten wir zunächst den Laden unserer Wahl auf „Be Be Tailor“. Ralf wollte sich einen Anzug schneidern lassen für die Hochzeit unseres Neffen im Herbst. Die geschäftstüchtigen Damen baten uns sofort an einen Tisch um die Wünsche zu besprechen. Danach ging es an die Auswahl des Stoffes und des Innenfutters. Bei zwei Sakkos würde es entsprechend billiger werden – wie gesagt, geschäftstüchtig waren sie ja. Aber ein Hemd ging noch und ich suchte mir einen Leinenhose aus. Für ein Kleid o.ä. konnte ich mich nicht entscheiden. Wir wurden vermessen, leisteten eine Anzahlung und vereinbarten einen ersten Anprobetermin für morgen Abend um 19.00 Uhr. Anschließend bummelten wir durch die Gassen. Geschäft an Geschäft, Restaurant an Cafe, Hotels nicht zu vergessen – reihten sich aneinander. Unglaublich, aber die ganze Stadt ist auf Touristen ausgerichtet.
Die Gebäude wurden im Krieg nicht zerstört, somit hat sich ihr Charme erhalten. Wir setzten uns in ein Kaffee und beobachteten den Trubel bei Kaffee und Kokoskaffee. Diverse Straßenverkäufer boten ihre Ware an. Ein freundliches Nein war ausreichend.
Wir liefen durch den Markt, bewunderten die vielen Lampions und vor allem die bunten Lampionboote, die aufgereiht auf Kundschaft warteten.
Wir nahmen noch ein kleines Abendessen zu uns, bevor wir den Abend, begleitet von diverser lauter Musik aus den Bars, bei einem Bier ausklingen ließen. Auch in der Straße unseres Hotels werden jeden Abend Tische und Stühle aufgebaut, Essen- und Getränkestände sorgen für Verpflegung. Könnte sein, das die Nacht nicht so ruhig wird

Das war dann auch so, gefühlt fuhren die Motorroller durch unser Zimmer – wir konnten lange, sehr lange nicht einschlafen
Das Zimmerproblem verlangt nach einer Lösung...mal sehen ob es eine gibt
Grüße
Ralf + Martina