Donnerstag, 13.03.2025 Hanoi, Acoustic Hotel
Der Wecker klingelte um 08.00 Uhr und wir waren ausgeschlafen. Heute war es noch grauer als gestern und es regnete

Wir gingen frühstücken und hofften, dass es aufhören würde. Leider ging die Hoffnung nicht in Erfüllung. Wir checkten aus und ließen die Koffer im Hotel, erst heute Abend ging es für uns per Zug weiter nach SaPa. Es wurde uns vom Hotel auch noch ein Zimmer angeboten, in dem wir abends noch duschen konnten, sehr aufmerksam.
Im Regen liefen wir zum Ho-Chi-Minh Mausoleum. Irgendwie schlugen wir aber die falsche Richtung ein, umrundeten fast das ganze riesige Gelände um dann festzustellen, dass dort kein Eingang war

So ein Mist. Wir änderten unseren Plan und gingen zur nahegelegenen Tran Quoc-Pagode am Westsee die als ältester Tempel Vietnams verehrt wird. Sah nett aus, war aber bis 13.30 Uhr geschlossen. Jetzt war es 11.30 Uhr – wieder Mist

Wenigstens hatte es aufgehört zu regnen.
Wir riefen ein Grab Taxi, die Bestellung erfolgt via App auf dem Handy und ist sehr simpel und vor allem billig. Kurze Zeit später kam auch schon der Fahrer. Wir ließen uns zum Literaturtempel chauffieren. Erstmal standen wir im Stau, dem konnten wir aber durchaus etwas Positives abgewinnen, konnten wir uns doch ein bisschen ausruhen. Am Preis ändert sich dadurch nichts, der ist fix. Die Generalprobe für eine kostengünstige und komfortable Fortbewegung in den Städten hat also schon mal funktioniert.
Der Tempel ist eine sehr hübsche Anlage mit fünf ummauerten Innenhöfen. In vergangenen Zeiten wurden hier die Söhne der Mandarine und Hochbegabte unterrichtet. Wir erstanden ein Plakat mit den Schriftzeichen für Harmonie bei einem Künstler. Der Besuch hier hatte uns sehr gut gefallen.
Wir machten dann einen zweiten Versuch um die Gedenkstätte von „Onkel Ho“ zu besuchen. Oh Schreck, eine lange, lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle

Wir stellten uns an. Die älteren, vermutlich chinesischen Damen und Herren, versuchten gern mal sich vorzudrängeln, aber nicht bei uns. Es dauerte dann doch nicht so lange, wie zunächst befürchtet. Bei Ralf wurde aber zum Fotoequipment nochmals nachgefragt. Und ordentliche Kleidung ist auch wichtig, keine kurzen Hosen und Röcke sind erlaubt. Das Knie muss bedeckt sein.
Auf dem großen betonierten Platz machten wir ein paar Fotos vom Mausoleum und den Gebäuden, die gegenüber lagen.
Weiter ging es zu seinem Wohnsitz ein hübsches Herrenhaus, in dem er aber nicht wohnen wollte. Durch einen schön angelegten Garten ging es weiter zu seiner Autosammlung und zum Politbüro, in dem die Staatsgäste empfangen wurden. Sein einfaches Haus, lag im Garten, mit zwei Zimmern. Sehr bescheiden. Das Mausoleum sparten wir uns, fotografieren war hier nicht erlaubt.
Nach einer Pause riefen wir uns erneut ein Taxi und fuhren zum ehemals berüchtigten französischen Gefängnis Hoa Lo auch „Hilton Hanoi“. Dort besichtigten wir die vergangenen Grausamkeiten

, die in einer Ausstellung aus der Zeit des Vietnamkrieges mit einer großen Gedenkstätte endete.
Wir machten Pause in einem Cafe und probierten einen Egg Coffee. Geschlagenes Eigelb und süße Kondensmilch kommen auf einen starken Kaffee, der allein Tote aufwecken könnte

Insgesamt eine sehr süße Angelegenheit, wie flüssiges Tiramisu.
In der Nähe hatten wir ein Restaurant gesehen, in das wir anschließend zum Abendessen gehen wollten. Nur irgendwie wollte bei mir der Funke nicht überspringen, die Karte sagte mir auch nicht so zu und so entschuldigten wir uns vielmals und verließen das Restaurant

Beim zweiten Versuch in der Nähe unseres Hotels klappte es dann. Hier waren wir die einzigen europäischen Gäste unter Asiaten. Ich hatte Sommerrollen und später noch so Shrimpteile?, die etwas gummiartig in der Konsistenz waren. Ralf mochte es nicht, ich schon. Ralf hatte Nudeln mit Gemüse und Huhn.
Hier saßen wir bis es Zeit war, unsere Koffer zu holen. Wir bestellten wieder ein Grab zum Bahnhof. Es war zwar nicht weit, aber mit dem Gepäck teilweise auf der Straße mit dem ganzen Gewusel, da war uns nicht so wohl. Am Bahnhof checkten wir am Chapa Schalter (einer der Anbieter für die Zugabteile) ein, bekamen dort noch Tee und Popcorn. Snacks für später konnten wir auch noch bestellen, die waren schon inclusive.
Dann wurden wir zum Zug begleitet und konnten unser Privatabteil beziehen. Links und rechts jeweils ein Bett und in der Mitte ein Tischchen mit Lampe und unseren bestellten Snacks/Getränken. Die Koffer kamen unters Bett. Wir richteten uns ein, viel Platz war ja nicht. Eigentlich ist ja Platz für vier Gäste – unvorstellbar für uns
Pünktlich um 22.00 Uhr ging es dann los

Diesmal sahen wir die Train Street vom Zug aus. Schade, dass man kein Fenster öffnen konnte. Für den ganzen Waggon gab es eine Toilette und noch ein extra Waschbecken. Da mussten wir uns mal mit etwas weniger begnügen. Das geht schon mal. Gemütlich war es hier schon, wir naschten noch ein bisschen und tranken Bier. Allerdings mit dem Schlafen war es für uns schwierig, es ratterte doch ganz schön laut. Ab und zu wurde gehalten. Das wird eine kurze Nacht
Morgen kommen wir dann in den Bergen an und hoffen auf besseres Wetter...
LG von den Panthers