Fr 28.02. St. Lucia (7:30-18:30 Uhr) 43,5km x22,5km, unabhängig
Der Inselstaat besteht aus mehreren Inseln, und zählt zu den Kleinen Antillen. St. Lucia liegt nördlich von St. Vincent und den Grenadinen und 33,2 km südlich von Martinique. 146 km im Südosten befindet sich Barbados. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Castries im Westen der Hauptinsel. Der höchste Punkt der Insel ist der Mount Gimie mit 950 Metern. Die Küstenlinie ist 158 Kilometer lang. Die Insel war bis zur Unabhängigkeit 1979 über 150 Jahre lang eine britische Kolonie. Hier herrscht übrigens wie auf vielen anderen Karibikinseln Linksverkehr.
Heute waren wir sehr aufgeregt, denn wir lagen das erste Mal auf Reede. Nur über kleine Tenderboote gelangte man an Land. Wir befürchteten das Schlimmste, da eindringlich vor langen Wartezeiten gewarnt wurde. Der Transport mit den kleinen Booten gelang aufgrund unseres early birds sehr gut und zügig, Auf dem Tender Boot war wieder eine nörgelnde Deutsche, die sich echauffierte, dass der Gurkensalat auf dem Schiff immer aus wäre. Ist das wirklich ein Megaproblem, wenn es 20 andere Salate gibt? Es wird auch ständig nachgelegt und man muss- wenn überhaupt 5 Minuten warten. Die großen Probleme unserer Welt…Zudem betonte sie immer wieder, wie schlecht die AIDA und wie viel besser es doch auf Mein Schiff sei. Dann buch doch Mein Schiff und nerv mich ned mit deiner Unzufriedenheit.. geniess es doch einfach, es kostet doch so viel Geld und mach das Beste daraus. Wie viele Menschen können es sich nicht leisten und Du bist hier. Diese Gedanken behielt ich aber bei mir…
Da es gestern schon so super klappte, wählten wir wieder eine Inselrundfahrt per Grossraumtaxi. Dieses Mal mit einem netten jungen puerto ricanischen Päarchen von einem amerikanischen Riesenkreuzfahrtschiff, auf dem sich sogar eine Kartbahn befand. Verrückt.
Es gab auf dieser Insel wirklich sehr viel zu sehen und zu unternehmen. Es gab wieder traumhaft schöne Strände, Wasserfälle und Natur pur. Auch hätte man sich wie in Costa Rica mit einer Aerial Tram, einer Art Seilbahn, in luftiger Höhe durch den Wald gleiten lassen. können. Leider verneinte unser Taxifahrer aus Zeitgründen meinen Wunsch, den schönen Wanderweg Têt Paul Nature Trail zu begehen. Hier musste man einfach Abstriche machen und ggf. wiederkommen.
Als Taxifahrer hatten wir heute einen inselbekannten ehemaligen Polizisten, der unheimlich stolz auf seine Insel war und uns sehr viel erzählte. Ich mag es, einfach mit den Bewohnern so in Kontakt zu kommen und auch Fragen stellen zu können. So erfährt man einfach mehr über das Land . Dies ist in einer großen Reisegruppe so individuell einfach nicht möglich.
Wir hielten kurz am Castries City Viewpoint und sahen unsere AIDA sowie unsere Tenderboote.
Wir fuhren auf der West Coast Road von Castries in Richtung Soufrière. Die Straße ist kurvenreich und folgt den Hügeln der Insel. Es geht oft bergauf und bergab. Wir fuhren durch das Heimatdorf unseres Taxifahrers Anse-la-Raye und überall hupte es und winkte er.
Wir hielten am Aussichtspunkt auf die wunderschöne Marigot Bay.
Es folgte ein weiterer Aussichtspunkt.
Für mich waren die Pitons das Highlight der Insel. Die beiden spitzen Vulkankegel Gros Piton (798m) und Petit Piton (743m ) sind das Wahrzeichen des Inselstaates. Sie befinden sich bei Soufrière im Südwesten der Insel. Dichter Regenwald bedeckt beide Berge, die aus erodierten Lavadomen bestehen. Die UNESCO ernannte die Pitons und ihr Schutzgebiet 2004 zum Weltnaturerbe. Wir hielten an einigen Aussichtspunkten und ich fand es einfach nur superschön.
Wir hielten ebenso an den Sulphur Springs. Nur mit Guide durfte man die schwefelhaltigen heißen Quellen besichtigen- es blubbert, brodelt und stinkt nach faulen Eiern. Wir haben das schon des Öfteren gesehen und waren daher nicht so beeindruckt.
Wir fuhren nach Soufrière zum Diamond Botanical Garden. Der Garten war mit Kreuzfahrergruppen echt ziemlich überlaufen und ich war anfangs sehr gestresst, da es kaum ein Vorbeikommen gab. Da es aber doch einige Wege gab und viele lauffaul sind, fanden wir doch noch etwas Ruhe. Es gibt mehrere Mineralbäder und den Diamond Wasserfall. Wir unterhielten uns nett mit den Puerto Ricanern, die uns erzählten, dass ihre Mutter wohl mehrmals Rassismus auf einer Deutschlandreise erfahren hätte und sie daher aus Angst nicht dorthin reisen möchten. Verrückt welch fremdenfeindliches Image Deutschland mittlerweile besitzt.
Ich konnte vom Anblick der Pitons einfach nicht genug bekommen und bat den Taxifahrer, an dem Aussichtspunkt Mirador Pitons Santa Lucia zu halten, der mir auf der Hinfahrt aufgefallen war. Auch dies ist einfach der Vorteil einer Minigruppe, dass man es flexibel gestalten kann. Der Ausblick auf die Bucht und Hügel war fantastisch. Kaum haben wir die Aussichtsplattform verlassen und sind ins Auto gestiegen, erwischte ein wahnsinniger Regenschauer zwei große Ausflugsgruppen. Wir hatten echt das Mega Timing.
Wir baten den Taxifahrer uns in Castries aussteigen zu lassen und zogen gemeinsam mit den Puerto Ricanern umher. In der kleinen Hauptstadt leben weniger als 4.000 Menschen.
Unser Ziel war die wunderschöne katholische Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis, die 1897 errichtet wurde. Die Holzdecke und die Bleiglasfenster sind einzigartig und wirklich schlichtweg wunderschön.
Danach schauten wir uns den Hauptplatz Derek Walcott Square mit einige Gebäuden aus der Kolonialzeit sowie den angeblich 400 Jahre alten Regenbaum an, der als Wahrzeichen von Castries gilt.
Wir schlenderten gemeinsam durch den Castries Central Market. Die Puerto Ricaner kamen in einen wahren Shoppingsouvenirflash und so verabschiedeten wir uns und kehrten per Tenderboot auf das Schiff zurück. Heute waren wir von 07:00 bis 13:30 Uhr an Land.
Nachmittags besuchten wir mal wieder das Fitnessstudio, tranken gemütlich Kaffee und aßen Kuchen im Cafe Mare. Gemütlich ließen wir den schönen Tag ausklingen. St. Lucia gefiel uns wirklich sehr sehr gut!