THEMA: Reisebericht: 25 Tage durch den Oman
11 Apr 2025 10:58 #704998
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28.02. Tiermarkt in Bahla und Bienenkorbgräber von Al-Ayn
Heute habe wir um 7 Uhr bereits gefrühstückt. Wir wollten gegen 8 Uhr bereits auf dem Tiermarkt in Bahla sein. Der größere findet zwar freitags immer in Nizwa statt, der ist jedoch mittlerweile touristisch ziemlich überlaufen. Unsere Reiseagentur hat uns daher Bahla empfohlen. Der ist zwar kleiner aber es gibt kaum Touris. So war es auch. Das Spektakel sollte man sich schon ansehen. Die Tiere werden in einem Oval an Schnüren durch die Halle an den Kaufwilligen vorbei gezogen-. Wer von denen Interesse hat spricht den Tierhalter an und handelt den Preis aus. Das geht natürlich in einer guten Lautstärke ab. Es ist fast eine reine Männerveranstaltung.






Danach sind wir zum Fort in Bahla weitergegangen. Es ist das größte in ganz Oman und UNESCO Weltkulturerbe. Es liegt dem alten Souq in dem der Tiermarkt stattfindet direkt gegenüber. Mit der alten frühislamischen Moschee zusammen kostet es 5,50 OMR, zwar kein Schnäppchen, lohnt sich aber. Das Fort beeindruckt schon durch seine Größe. Die alte Stadt Bahla wird noch von einer 13 Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Wir haben direkt vor dem Fort einen Parkplatz bekommen.






Vom Fort sind wir zur Moschee gegangen. Sie liegt vielleicht 200m davon entfernt. Es ist eine frühislamische Moschee, die allerdings nicht mehr für Gebete genutzt wird. Trotzdem muss man die Bekleidungsvorschriften wie für alle Moscheen beachten. Für Frauen gibt es die Möglichkeit einen Umhang mit Kopftuch auszuleihen. Das hat Friederike auch getan. Wir hatten nicht damit gerechnet das für Moschee-Museen ebenfalls die Bekleidungsvorschriften gelten. Die Moschee ist ein unspektakuläres Gebäude. Wenn man jedoch schon da ist, sollte man es auch besuchen.


Da es mittlerweile bald wieder Mittagszeit ist und wir auch nicht wussten ob wir noch durch Orte kommen in denen man etwas einkaufen kann, haben wir uns einen kleinen Snack in Bahla besorgt bevor die Fahrt weiterging zu den Bienenkorbgräbern von Al-Ayn. Sie stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Knochenreste oder Grabbeigaben wurden nicht gefunden. Das hatten sicherlich schon Grabräuber an sich genommen aber anhand von Tonscherben, die sich noch in den Gräbern fanden, konnte das Alter ermittelt werden. Damit gehört der Oman zu einem der am frühesten von Menschen besiedelten Gegenden der Erde. Wir sind bis zu den Gräbern auf den Hügel gestiegen und fanden das sehr interessant.




Nun was fehlt für einen gelungenen Tag im Oman noch? Ihr könnt es euch schon denken, ein Wadi. Wir hatten uns gedacht eine Mittagspause im Wadi Dham zu machen. Obwohl man uns sagte das sich kein Wasser darin befindet, sind wir trotzdem hingefahren. Und wir fanden es auch mit wenig Wasser durchaus sehenswert. Und da sich in einem Wadi immer auch Bäume befinden, hatten wir auch einen schattigen Platz für die Mittagspause. Ein paar Overlander, auch aus Deutschland, hatten die gleiche Idee.






Die Rückfahrt zu unserer Unterkunft Basmat Al Misfah Guesthouse wurde dann noch einmal abenteuerlich da wir eine Alternativroute fahren wollten. Die ging vielfach über Schotterpiste in Serpentinen durch das Gebirge und Wadis, landschaftlich jedoch sehr schön, aber auch anstrengend. Friederike hatte das "Glück" die Rückfahrt zu machen. Von da ab durfte ich die restlichen Pisten im Gebirge und durch die Wadis fahren. :)




Nach dem heutigen Abendgebet beginnt der Ramadan. Unser Gastgeber hat uns nach dem Dinner unser Frühstück für den nächsten Morgen auf unser Zimmer gebracht. Da die Dachterrasse von der Straße aus nicht einsehbar ist, können wir dort aber weiterhin frühstücken. Da scheinen die Regeln, auch für Nichtmuslime, im Oman strenger zu sein als in Jordanien und Marokko die wir in den letzten Jahren bereist haben, ebenfalls teilweise während Ramadan. Wir sind zuversichtlich das wir irgendwo immer etwas zu essen finden, notfalls in Supermärkten und einen einsamen Platz andem wir etwas essen können werden wir sicherlich auch finden. Morgen heißt es Abschied nehmen von Misfah, dann geht es weiter zum Jebel Shams, dem höchsten Berg Omans mit 3009 Metern.
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13 Apr 2025 16:43 #705088
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01.03. Es geht zum Jebel Shams
Unsere heutige Fahrstrecke bis zum Sama Heights Resort indem wir einmal übernachten werden, ist nicht weit, nur gut 1,5 Stunden Fahrzeit. Aber zuerst wollten wir noch den Grand Canyon des Oman, den Wadi Nakhar, mit unserem Toyota Fortuner durchfahren. Zum Glück hat er im Moment wenig Wasser, sodass es überhaupt möglich war. Auf den Bildern sieht die Strecke gar nicht so krass aus wie sie war. Es gab größere Strecken durch Wasser im Kiesbett wo wir immer nur gehofft haben das unser Tempo reicht um gut durchzukommen. Anfahren wäre sicherlich schwierig geworden. Friederike bekam zwischenzeitlich doch etwas Angst. Es ist aber alles gut gegangen. Zu den kleinen Dörfern an den Berghängen sind wir nicht gefahren. Da es da meist ziemlich steil bergauf, bzw zurück auch bergab ging, war uns das alleine zu gefährlich. Mit einem zweiten Fahrzeug zusammen hätten wir uns das sicherlich getraut. Es wurde eine traumhafte schöne Fahrt wie die folgenden Bilder zeigen.










Das war schon Abenteuer pur. Nachdem wir uns den Canyon von unten angesehen haben, wollten wir auch noch den Balcony Trail wandern und von oben in den Canyon blicken. Davor mussten wir aber zum Jebel Shams über jede Menge Serpentinen hochfahren. Die Landschaft bleibt einfach wunderschön.



Der Balcony Trail ist ca 4 km lang one way und führt wenige hundert Meter unterhalb der Abbruchkante entlang. Bis zum Canyongrund sind es über 1000 Meter. Wir sind etwa bis zur Hälfte gelaufen und dann wieder umgekehrt. Er hat doch einige gute Steigungen und Abstiege dabei und wir hatten keine Lust zu viele Höhenmeter anschließend wieder hochsteigen zu müssen. Für hin und zurück sind 4 Stunden angesetzt und wir hätten sicherlich mehr gebraucht. Es war trotzdem fantastisch und ich denke das wir einen guten Eindruck vom Canyon bekommen haben.





Da unten sind wir heute vormittag hergefahren.






Das war heute einfach ein Traumtag. Wir sind geschafft, aber total glücklich. Vom Trail End war es nicht weit bis zur Unterkunft, dem Sama Heights Resort. Das Sama Heights Resort ist eine schöne Hotelanlage mit Zelten, kleine und größere Hütten. Wir haben eine kleinere Hütte aber mit Riesenbett, schönem Bad und Terrasse. Zum Dinner gab es ein tolles Buffet. Die Anlage können wir nur empfehlen.

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Letzte Änderung: 13 Apr 2025 16:47 von Elde.
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15 Apr 2025 08:01 #705196
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02.03. Über die Berge ins Wadi Bani Awf und Wadi Sahtan
Heute werde ich wenig schreiben und euch ganz viele Bilder von unserer Tour durchs Gebirge und Wadis zeigen. Morgens mussten wir zuerst gut 40 km wieder vom Jebel Shams nach Al Hamra zurückfahren, denn von dort aus ging es auf die Passhöhe hinauf. Auf der Passhöhe endete dann auch die geteerte Straße und die Schotterpiste begann. Zusätzlich ging es auch unglaublich steil bergab. Ich habe sofort auf Allradantrieb geschaltet. Wir haben zwar ein Auto mit Automatikgetriebe, es lässt sich aber umschalten von der Dauerfahreinstellung D auf S und dann kann man jeden Gang einzelnen schalten ohne zu kuppeln indem man zum Runterschalten den Hebel nach unten drückt und zum Hochschalten nach oben drückt. Das ist für eine solche Piste sehr vorteilhaft da man so auch die Motorbremse nutzen kann. So sind wir gemächlich mit Tempo 15 den steilen Hang ins Wadi hinunter und durch das Wadi gefahren. Nach Plan sollte das gut 30 Kilometer so weitergehen. Wir müssen uns aber an einem Wegeabzweig verfahren haben, sodass wir vom Wadi Bani Awf ins Wadi Sahtan geraten sind und dann noch länger das Vergnügen auf der Piste hatten. Die Strecke war sehr staubig aber auch traumhaft schön. Die Bildauswahl fiel mir sehr schwer.










Man soll es kaum glauben, aber auch hier leben noch Menschen mit ihren Ziegen. Eine Moschee gibt es ohnehin immer.





Übernachten tun wir im Sama Wakan Heritage Guesthouse in Wakan im Gebirge. Es ist ein kleines Ressort und gefällt uns sehr gut. Nach der langen und anstrengenden Fahrt haben wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort Wakan gemacht. Der Weg ist gut gekennzeichnet und führt natürlich treppauf und treppab, bietet aber schöne Aussichten. Morgen geht es weiter in den Norden nach Sohar an die Küste.

Anhang:
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Letzte Änderung: 15 Apr 2025 08:06 von Elde.
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15 Apr 2025 12:10 #705212
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2008 war das Fort Bahla noch in der Restaurierung und wir konnten es nicht besichtigen.



www.stenders-reisen....%202008/PICT2597.jpg
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) www.stenders-reisen....22/Namibia_2022.html
Letzte Änderung: 15 Apr 2025 12:11 von Schneewie.
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15 Apr 2025 12:14 #705214
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Die Strecke über die Berge sind wir ebenfalls gefahren und waren super begeistert.
Manchmal nicht ganz einfach zu fahren, aber langsam gefahren und alles war gut.


Könnte auch Dein Bild sein

www.stenders-reisen....%202008/PICT2730.jpg
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) www.stenders-reisen....22/Namibia_2022.html
Letzte Änderung: 15 Apr 2025 12:15 von Schneewie.
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17 Apr 2025 09:45 #705295
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03.03. Fahrt von Wakan nach Sohar
Heute sind wir von Wakan im Hadjargebirge weiter nach Norden ans Meer gefahren. Zuerst haben wir uns in Nakhl die warmen Quellen und das Fort angesehen. Dann haben wir unser Mittagessen eingekauft. Die großen Supermärkte haben trotz Ramadan geöffnet, denn die Einheimischen benötigen für ihr Fastenbrechen abends auch jede Menge Lebensmittel. Gegessen haben wir das auf einem sehr einsamen Rastplatz an der Autobahn nach Sohar, unserem nächsten Übernachtungsort, Zuerst sind wir zu den warmen Quellen gefahren.




Außer uns war nur ein Mensch da der badete. Da es Umkleidehütten gibt gehen wir davon aus das es dort auch schon einmal bevölkerter sein wird? Wir fanden es jetzt nicht so sehenswert und hatten zudem auch noch schlechtes Fotografierlicht. Dann ging es zur Festung und die fanden wir richtig klasse. Majestätisch thront die Burg auf einem Felsen über der Oase. Bemerkenswert ist, wie Naturfelsen und Architektur ineinander übergehen. Die sechs Türme bieten einen lohnenswerten Blick über die ausgedehnte, palmenbewachsene Oase. In der Vergangenheit diente die gute Aussicht von der exponierten Lage selbstvertändlich der Kontrolle.




Aber ohne eine kurze Fahrt in ein Wadi wollten wir es auch heute nicht belassen. So sind wir ins Wadi Abyad gefahren, allerdings nicht bis zu den blauen Pools. Der Weg ging durch hohen Kies. Wir sind 2 Kilometer hinein gefahren und als der Kies immer tiefer wurde, sind wir umgekehrt. Das wurde uns zu gefährlich. Mit einem zweiten Fahrzeug hätten wir uns da sicherer gefühlt. Wir haben nicht die große Erfahrung mit einem Allradfahrzeug unterschiedlichste Untergründe zu befahren.




Spaß gemacht hat es trotzdem und es war völlig anders als die Wadis die wir bisher befahren haben. In Sohar wohnen wir im Radisson blu, also wieder einmal luxuriöser. Wir sind gespannt.
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Letzte Änderung: 17 Apr 2025 09:48 von Elde.
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