- Aktuelle Seite:
- Startseite >
- Forum >
- Weitere Länder >
- Diverses >
- Reisebericht: 25 Tage durch den Oman
04 Apr 2025 11:24
#704706
|
24.02. Fahrt zum Jebel Akhdhar
Ich bin heute Morgen ganz früh aufgestanden um den Sonnenaufgang in den Dünen neben unserem Nomadic Desert Camp zu erleben. Das hat sich gelohnt, Wüste begeistert uns immer wieder. Ein paar Bilder meiner Ausbeute zeige ich euch hier. Dann gab es Frühstück, auch Fladen direkt in der Glut gebacken. Sehr lecker und knusprig. Dann hieß es auch schon packen für die Rückfahrt nach Al Wazir. Auch die Kamele haben sich von uns verabschiedet. Jetzt ging die Fahrt los Richtung Jebel Akhdar. Dort werden wir die nächsten beiden Nächte verbringen. Auf dem Weg dorthin haben wir die alte verlassene Stadt Manah besucht und sind durch die Gassen geschlendert an den verlassenen Häusern vorbei. Die Menschen haben die Häuser einfach verlassen und sich direkt neben der alten Stadt eine neue gebaut. Jetzt werden die alten Häuser saniert und wahrscheinlich als Museum später genutzt werden. Es hat Spaß gemacht in die alten Gebäude hineinzugehen und sich anzuschauen wie die Menschen früher gelebt haben. Mittlerweile war es auch bereits Mittag, wir haben uns eine Kleinigkeit zu essen gekauft, Wasser hatten wir ohnehin immer im Auto. Dann haben wir uns ein ruhiges, nettes Plätzchen gesucht und eine kurze Pause gemacht bevor die Fahrt weiter ins Gebirge zum Jebel Akhdhar ging. Nach vielen Serpentinen und an einem Militäposten vorbei sind wir an unserem Hotel angekommen. Es heißt Hanging Terraces und der Name stimmt absolut. Das Hotel ist ein Traum und die Lage ist grandios. Hier folgen ein paar Bilder. Das war einmal ein altes Dorf. Die Bewohner haben sich in der Nähe ein neues Dorf gebaut und die Idee entwickelt ihr altes Dorf als Hotel zu betreiben. Sie haben das sehr geschmackvoll saniert. Das ist unser Zimmer und der Eingang. Jetzt ein Blick auf die Terrassenfelder. Wenn man da seinen Garten erreicht hat, muss man erst einmal eine Pause machen. Auf jeden Fall bleibt man fit. Im Hotel wurde abends auch ein Dinner als Buffet angeboten. Essen und Unterkunft waren ausgezeichnet.
Anhang:
|
|
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
fldegen.jimdo.com/
Letzte Änderung: 04 Apr 2025 11:31 von Elde.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Sanne, speed66, tiggi, mika1606
|
05 Apr 2025 11:59
#704756
|
25.02. Wanderung am Jebel Akhdhar auf dem Saiq-Plateau
Wir wollten den heutigen Tag nutzen und etwas durch die schöne Landschaft wandern und uns dabei ein paar Dörfer ansehen. Als erstes sollte es durch die Terrassengärten zum Dorf Al Ayn gehen. Da ging es schon jede Menge Stufen den Hang hinab. Vonwegen Plateau, das war schon ziemlich anstrengend. Die Landschaft ist aber grandios und bietet viele Fotomotive. Die Omanis haben ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem für diese Terrassenfelder was bereits viele Jahrhunderte alt ist und immer noch gut funktioniert. Jede Familie bekommt für seinen Garten entsprechende Wassermengen zugeteilt die ein beauftragter des Dorfes dann an bestimmten Zeiten auf die Felder leitet. Zu diesem System gehören auch Pools und Becken wie der Pool auf diesem Bild. Wir sind dann weiter die Stufen zum nächsten Ort gelaufen bis ich irgendwann gesagt habe das mir das jetzt reicht. Die ganzen Stufen, die wir bis dahin gelaufen sind, mussten wir alle wieder zurück gehen, da unser Hotel ziemlich weit oben am Berghang liegt. Da es wie fast alle Bergdörfer hier terrassenförmig in den Berghang gebaut ist, hat es seinen Namen " Hanging Terraces". Wir sind dann wieder zu unserem Hotel hochgeklettert und haben anschließend noch ein paar benachbarte Wadis, wie das Wadi Bani Habib, mit ebenfalls verlassenen Bergdörfer erwandert. Zum Glück waren die über weniger Treppen erreichbar und man musste nicht ganz soweit zu seinem Auto zurück. Trotz der Anstrengungen und der Wärme hat es Spaß gemacht. Uns überrascht immer wieder wie grün und fruchtbar die Wadis sind. Zur Zeit haben wir hier gerade die Mandelblüte. Das Gebiet am Jebel Akhdhar ist auch das große Rosenanbaugebiet des Oman. Hier wird alles Mögliche aus Rosenblüten hergestellt, zB auch Rosenwasser. Das Rosenwasser aus roten Rosen riecht und schmeckt sehr rauchig und wird von Europäern nicht so gerne verwendet. Da die Orte keine Ortsschilder haben ist die Navigation nicht ganz so einfach, da das Navi einem sagt das man angekommen ist, man selbst sich aber nicht sicher ist ob der Ort wirklich der richtige ist. Die Schreibweisen sind doch sehr unterschiedlich und man ist sich nie sicher das man auch den richtigen Ort eingegeben hat. Bis jetzt haben wir zum Glück immer noch alles gefunden, manchmal auch nach etwas suchen. Direkt neben unserer Unterkunft befindet sich ein kleines Museum zum Thema Rosenwasser. Das haben wir besucht. Sehr interessant und im Eintrittsgeld ist auch ein Getränk auf der Dachterrasse inkludiert. Dort hat man eine tolle Aussicht. Zuerst das Bild aus der Rosenwasserdestillerie. |
|
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
fldegen.jimdo.com/
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, mika1606
|
06 Apr 2025 16:37
#704794
|
26.02. Weiter geht es nach NIzwa.
Heute mussten wir unser uriges Hanging Terraces Hotel verlassen. Über viele Serpentinen ging es steil wieder den Berg hinunter. Nach etwa 1,5 Stunden sind wir in Nizwa, der historischen Hauptstadt des Oman angekommen. Wir waren noch früh genung um die Moschee zu besichtigen. Wenn die überhaupt für Nichtmuslime zu besichtigen sind, ist das immer von 8 - 11 Uhr. Es war aber nicht so spektakulär, da ist die von Muscat sicherlich im Oman nicht zu übertreffen. Anschließend sind wir durch die Souqs geschlendert. Die sind hier etwas ursprünglicher als in Muscat wo die Kreuzfahrer zu tausenden hindurchgelotst werden, obwohl Nizwa auch schon einiges an Touristenaufkommen hat. Diese Souqs sind immer wieder schön anzusehen. Im Oman ist das Angebot natürlich häufig Produkte aus Weihrauch und Myrrhe, daher riecht es auch häufig nach Kirche da überall Weihrauch verbrannt wird. Wir haben uns eine leckere Mischung unterschiedlicher Cashewnüsse gekauft. Die gibt es hier in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Wie ihr sehen könnt, bekommt man da auch Sachen zu kaufen die man auf einem deutschen Markt nicht finden würde. Die Araber haben halt ein anderes Verhältnis zu Waffen als wir. Kurzfristig habe ich mir überlegt ein Gewehr zu kaufen da ich mich in Deutschland zunehmend von Flüchtlingen aus arabischen Ländern bedroht fühle. (Scherz) Habe ich dann aber doch nicht gemacht, es wäre wohl beim Rückflug etwas komplizierter geworden. Direkt neben dem Souq befindet sich das Fort von Nizwa. Es ist das größte im Land und wurde vor einigen Jahren vollständig restauriert. Das Besondere ist ein riesiger runder Turm mit 24 Metern Durchmesser und einer Höhe von 40 Metern. Der Eintritt mit 12,50€ pro Person ist allerdings auch nicht günstig, aber wir machen Urlaub und da geht das ab und zu. Das Bild oben wurde auf dem Turm gemacht. Das nächste Bild zeigt den Blick vom Turm auf Nizwa und das Hadjar Gebirge an dessen Rand Nizwa liegt. Plötzlich hörten wir trommeln und singen. Wir sind vom Turm abgestiegen und sahen im Innenhof eine Gruppe Beduinen singen, trommeln und tanzen. Das war ein schöner Abschluss unserer Stadtbesichtigung. Wir wollten nun unbedingt noch die neue Moschee etwas außerhalb von Nizwa in Richtung Bahla besichtigen. Wir haben sie auch gefunden. Es ist ein imposantes Bauwerk, leider für Nichtmuslime innen nicht zu besichtigen. Im Anschluss haben wir uns noch eine Kleinigkeit zum Abendessen besorgt und sind zu unserem Hotel gefahren. Das war nicht ganz einfach, denn immer wenn das Navi sagte "Ziel erreicht" standen wir vor einer Straßenbaustelle an der es nicht mehr weiterging. Wir sind einige Male rundgefahren und standen immer wieder an der gleichen Stelle. Von einem Hotel war weit und breit nichts zu sehen. Wir haben uns an den Straßenrand gestellt um einen vorbeikommenden Menschen zu fragen. Der sagte uns dann das die Straße gesperrt ist da sie neu gemacht wird und das man das Hotel daher mit dem Auto nicht anfahren kann. Da wir ohnehin bei den häufigen Hotelwechseln unser Gepäck im Auto lassen und alles in unsere Rucksäcke packen was wir unbedingt brauchen, war das für uns problemlos machbar die Rucksäcke bis zum Hotel zu tragen. Das Valley Cliff Hotel ist ein sehr schönes Hotel. Unser Zimmer ist riesig und das Bad ebenso. Das Gegenteil der letzten beiden Tage, aber genau so lieben wir es immer wieder anders. Das Hotel hat einen wunderschönen tropischen Garten mit Mangos, Papayas und vielem mehr. Hier hat es uns wieder sehr gut gefallen. |
|
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
fldegen.jimdo.com/
Letzte Änderung: 06 Apr 2025 16:44 von Elde.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, speed66, mika1606
|
08 Apr 2025 17:38
#704924
|
27.02. Weiter geht es nach Misfah
Heute sind wir zuerst von Nizwa zum Jabrin Castle, etwa 40 Kilometer von Nizwa entfernt gefahren. Der Stadtkern von Nizwa hat uns gut gefallen. Er hat irgendwie Charme. Jabrin Castle ist ein Schloss in dem ein Scheich mit Familie und Anhang gewohnt hat. Das was wir bisher gesehen haben waren Forts, also reine Verteidigungsanlagen. Es ist eine recht imposante Anlage und sehenswert. Das folgende Bild zeigt die Aussicht von einem der Türme und den schönen Palmengarten im Tal. Wir sind dann weitergefahren in einen Ort Al Hamra. Der besteht, wie eine Reihe Dörfer in diesem Land aus einem aufgegebenen, schon ziemlich verfallenden Ort und einem neueren Teil. Einige Menschen wohnen allerdings auch noch im alten Ort und betreiben zum Beispiel ein sehr schönes, interessantes Museum und ein sehr schönes Cafe. Die alten verfallenden Gebäude bieten natürlich Unmengen an Fotomotiven. Im Museum durfte man auch fotografieren, sogar Menschen. Dafür muss man sonst jeden vorab fragen, besonders Frauen darf man nicht fotografieren, das gilt als unhöflich. Im Museum wurde gezeigt wie aus pistazienartigen Nüssen Öl gewonnen wird das für Cosmetica genutzt wird. Ich habe es probiert, es schmeckte sehr gut. Auf meine Frage ob man das Öl auch fürs Kochen nutzen kann, wurde nur gesagt das die Herstellung zu langwierig sei und der Ertrag an Öl zu gering sodass es zu teuer würde. Weiter wurde vorgeführt wie Omanibrot gebacken und Kaffee geröstet und mit Gewürzen fermentiert wird. Der Rohkaffee kommt aus dem Jemen. Mir war bisher unbekannt das der Jemen ein Kaffeeanbaugebiet ist. Ziel dieser Vorführung ist es natürlich das wir Touris die Produkte auch anschließend kaufen. Interressant fanden wir auch die Info das für die Bevölkerung das wichtigste immer noch Datteln sind. Die werden überwiegend zu Sirup verarbeitet und ist dann etwa 2 Jahre haltbar. Früher in den lehmverputzten Gebäuden wurde mit dem Sirup den man nach 2 Jahren noch übrig hatte, die Wände gestrichen. Der Sirup machte den Putz hart und abwaschbar. Zum Schluss saßen wir im Gästeraum und wurden mit Omanikaffee, Ingwertee und Datteln bewirtet. Dazu wurden informative Gespräche geführt. Das hat uns gut gefallen. Diese Frau backt Omanibrot auf dem Stein. Omanibrot sind ganz dünne Fladen durch die man hindurchsehen kann. Vom Museum aus sind wir in ein nettes Cafe gegangen und haben, da mittlerweile Mittagszeit war, etwas gegessen und getrunken. Dann ging es weiter nach Misfah. Dort wohnen wir 2 Tage im Basmat Guesthouse. Es hat nur 5 Gästezimmer. Wir haben wieder ein sehr schönes Zimmer, Altbau dieses Mal, mit toller Aussicht von der Dachterrasse. Auf der Dachterrasse gibt es auch das Abendessen und Frühstück. Wir haben uns sofort aufgemacht und sind durch die Palmengärten gewandert. Die sind auch wieder terrassenmäßig angelegt und werden durch Kanäle, hier Falaj genannt, bewässert. Wir sind ins Wadi abgestiegen und natürlich auch wieder in den Ort hoch. Trotz 27 ° macht das uns hier weniger aus da die Palmen hoch sind und man meistens im Schatten geht. Das ist ein blühender Mangobaum. Der Eigentümer unserer Unterkunft hat ebenfalls solche Gärten mit Mangos und Papayas, aber auch Gemüse. Er kocht hervorragend. Wir ihr sehen könnt, geht es auch wieder ordentlich über Felsen und Stufen bergauf und bergab. Morgen müssen wir sehr früh aufstehen, denn es ist Freitag und wir wollen zum Viehmarkt nach Bahla. Peter Franzisky hat uns empfohlen nicht zum Viehmarkt nach Nizwa zu fahren, der viel größer ist aber mittlerweile von Touristen übervölkert ist. In Bahla soll das alles noch viel ursprünglicher sein. Wir sind gespannt. |
|
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
fldegen.jimdo.com/
Letzte Änderung: 08 Apr 2025 17:43 von Elde.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, Sanne, ANNICK, speed66, mika1606
|
09 Apr 2025 09:22
#704936
|
Wir konnten damals nicht in den Wadi Shab herein, da durch einen Tropensturm alles gesperrt war.
Im Bani Khalid war es nicht so voll, so das wir in den Pools gebadet haben. Ja und dann die Bergdörfer, Nizwa usw., ach ist das lange her und war so schön. Daher freue ich mich, das ich mit Deinem Reisebericht wieder an meine Reise erinnert werde. |
|
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) www.stenders-reisen....22/Namibia_2022.html
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
|
09 Apr 2025 16:42
#704946
|
Hallo Schneewie,
von dem Tropensturm habe ich gelesen. Da waren auch noch andere Wadis stark betroffen. Ich glaube auch das Wadi Tiwi. Hoffen wir das solche Katastrophen das Land nicht mehr treffen. Trotzdem das die Reise jetzt etwa einen Monat her ist, denken wir noch häufig daran. Ich mache von allen Reisen Fotobücher, so auch zur Zeit von der Omanreise, sodass wir immer wieder uns gemeinsam auch frühere Reisen ansehen können. Es macht einfach Spaß gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Wir hoffen das wir noch einige Reisen gemeinsam machen können. Wir gehören ja mittlerweile auch zu den älteren Semestern. LG Lothar |
|
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
fldegen.jimdo.com/
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
|
