21.02. Ins Wadi Shab und nach Sur
Heute sollte es ein sehr anstrengender Tag werden. Wir sind schon kurz nach 7 Uhr in unserem Motel aufgebrochen da es sinnvoll ist den Trail ins Wadi Shab bereits vor 8 Uhr zu starten damit man vor den Touribussen auf dem Weg bzw in den Pools ist. Das haben wir auch geschafft und gehörten mit zu den Ersten die vom Parkplatz aus von Einheimischen mit Booten auf die andere Seite des Flusses gebracht wurden und dann ging es los. Der erste Teil geht durch Palmengärten, dann wenn das Wadi enger wird, wird es auch felsiger, aber immer noch gut zu gehen. Nach etwa einer Stunde erreicht man die Stelle an der man ins Wasser muss. Wir hatten unsere Badekleidung bereits unter T- Shirt und Hose, sodass wir nur noch Schwimmschuhe und -brille und einen Schwimmsack für die Kamera anziehen brauchten. Dann ging es ins Wasser.
Der Weg ist traumhaft schön und da wir so früh waren, hatten wir auch noch keinen Gegenverkehr.
Das ist jetzt die Stelle von der aus es nur noch schwimmend weitergeht. Docht zieht man sich um und lässt die andere Kleidung am Ufer zurück.
Was wir total unterschätzt hatten ist der Algenbewuchs in den Pools. Selbst wo du hättest stehen können war es so rutschig das man ständig ins Wasser stürzte. Man musste höllisch aufpassen auch bei den Übergängen von einem Pool in den nächsten. Nach einer guten halben Stunde schwimmen erreicht man den Höhleneingang der sehr eng ist. Man muss hineintauchen. Da mir das zu eng war, habe ich mich nicht getraut. Bei meinem dritten Anlauf hat Friederike mich unter Wasser hindurch geschoben. Es ist so eng das man auch keine Schwimmbewegungen mehr machen kann. Aber der Mut hat sich ausgezahlt wie man hier sehen kann.
Neben dem Wasserfall ist ein dickes Seil am Felsen befestigt. Dort klettern die Jungs die Felsen hoch und springen vom Felsabsatz in den Pool. Viele von denen haben auch Schwimmwesten an. Ich vermute das die dann beim Sprung nicht so tief ins Wasser eintauchen und die Verletzungsgefahr geringer ist. Die Bilder dieser Tour haben wir mit Friederikes Kamera gemacht. Bei diesem letzten Bild ist die wohl zu nass geworden und hat ihren Geist aufgegeben. Man kann dort nirgends stehen und fotografieren bei gleichzeitigem Schwimmen muss ich noch üben. Wenn wir Pech haben, werden wir eine neue Kamera benötigen. So ist es auch gekommen. Zum Glück konnten wir die Speicherkarte retten. Aus diesem Grund gibt es keine Fotos vom Rückweg. Die Tour hat gut 3,5 Stunden gedauert. Wir sind stolz es geschafft zu haben. Ich denke jüngere Menschen tun sich da leichter. Für die ist das eine grandiose Gaudi. In unserem Alter sollte man vielleicht nicht mehr so leichtsinnig sein. Stolz sind wir aber trotzdem das wir uns das noch getraut haben.
Man muss allerdings sagen das es ziemlich bevölkert ist. Die Boote bringen die Menschen ab 7 Uhr auf die andere Flussseite. Dann sollte man auch dort sein bevor die Reisebusse anrücken.
Anschließend sind wir zu unserem heutigen Übernachtungsort Sur weitergefahren. Die restlichen Bilder unserer Rundreise sind dann ausschließlich mit meiner Kamera gemacht.