THEMA: Wildlife-Destinationen jenseits von Afrika
19 Jan 2025 17:29 #700983
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  • D und M am 19 Jan 2025 17:29
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Wir waren 2019 drei Monate in Australien mit einem Hilux und Dachzelt im dortigen Frühling von Anfang Sept bis Anfang Dez, genau die 3 Monate, die man bleiben kann ohne Visum.
Wir sind von Darwin über Kakadu, Litchfield, Nitmiluk, Limmen NPs, Devils Marbles, East MacDonnell, Alice Springs, Kings Canyon, Palm Valley, West MacDonnell, Chambers Pillar NP, Rainbowf Valley NP, Tanami Desert, Purnululu NP, Windjana Gorge, Broome, Karijini NP, Mt. Augustus, Kennedy Ranges, Cape Range NP, Francois Perron NP, Kalbarri, Goldfields, Esperance Coast (div. NP), Albany, Soth West Coast, Margaret River, Perth. Foto-Galerie
Wir sind viel gewandert, mal geschnorchelt, mit dem Boot gefahren, in Höhlen gestiegen, viiieeel gefahren und hatten mehrheitlich tolle Campsites, zum Teil Bushcamps. Ab und zu mal einen Caravan Park wegen der Wäsche, aber sonst einfache NP-Campsites und eben "wild". Nur in Darwin und Perth haben wir je 2 Nächte im Hotel verbracht.
Mit Afrika ist Australien nicht zu vergleichen, eher mit dem Westen der USA. Teilweise, vor allem in den Nationalparks, phantastische Landschaften, zwischendurch absolut langweilige gerade Strecken. Unterwegs ist es im Westen der USA landschaftlich spannender.
Tiere:
Buschfliegen!!!! zu tausenden!!! Ohne Kopfnetz ging zum Teil gar nichts mehr.
Säugetiere: verschiedene Känguruhs/Wallabys (auch tot am Strassenrand), Flughunde, Fledermäuse, Dingos, Kamele.
Vögel waren phantastisch. Praktisch alles endemische Arten.
Reptilien: Krokodile (Salzwasser und Austral.) div. Warane, Echsen, Schlangen (auch tot auf der Strasse)
Insekten und Spinnen: Hübsche Käfer, schnelle Jagdspinnen, die zwar ungefährlich, aber gruselig sind, weil so schnell, Termiten resp. deren phantastische Bauten
Meerestiere: Mantarochen, div. bunte Fische, Krebse, Muscheln etc.

Sehr eindrücklich war die Flora, eigentlich auch alles endemisch, da Frühling war, zum Teil auch noch in Blüte.

Ursprünglich hatten wir Uluru auch eingeplant, aber es war der letzte Monat, als man den Fels noch besteigen konnte und gefühlt 3/4 der Australier wollten noch dahin und ihn besteigen. Da haben wir ihn ausgelassen.
Es war extrem trocken, eine schon länger anhaltende Dürre. Auf den Weiden lagen verendete Rinder, die zu verkaufen sich wegen der Preise nicht gelohnt hat. Die Weiden waren kahl, kein Baum nix. Auch wenn keine Dürre herrscht, wo können die Rinder Schatten finden? In Northern Territory und Western Australia legen Sie gezielt Feuer, um das Unterholz auszudünnen. Dadurch gibt es dann keine so grossen Feuer wie in Queensland die letzten Jahre. Eine sinnvolle Massnahme, aber wir konnten ein paar Dinge nicht unternehmen wegen der Feuer.
Gemäss unserer Erfahrung sind die Australier noch sehr unbeschwert, was die Umwelt angeht. Es hat ja Platz, Profit ist wichtig und das Outback ist nichts für Sissies (O-Ton Australier). Die Minen arbeiten im Tagbau und zerstören riesige Flächen. Was es längerfristig mit der Umwelt macht - wohl nichts gutes. Die mit denen wir näher Kontakt hatten, z.B. Campnachbarn oder Hosts waren durchwegs freundlich und hilfsbereit. Einzelne Aborigines Guides waren super kompetent und auch freundlich, die Leute, die in den Ortschaften herumlungerten nicht ansprechbar wegen Alkoholkonsum. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Fazit:
Ein phantastischer Kontinent mit vielen verschiedenen Facetten. Wir haben die Einsamkeit gesucht und zum Teil auch gefunden, vor allem weil wir off-season da waren. Im dortigen Winter sind die Europäer und Amerikaner dort, im dortigen Sommer ist wegen der Einheimischen der Teufel los, v.a. an den Küsten.
Wir haben nicht erwartet, dass es wie in Afrika sei. Uns hat es gut gefallen, aber Afrika berührt uns doch mehr. Direkt nach der Reise haben wir gesagt, dass Australien für uns "erledigt" sei, zumal der Osten uns zu rummelig ist. Mittlerweile könnten wir uns vorstellen, noch Tasmanien und ein paar andere Regionen zu bereisen, auf dem Weg von oder nach Neuseeland.
Viel Spass bei der Planung
Fotos auf Flickr: Alben
Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht --- Namibia 2015: Reisebericht --- Uganda 2015: Reisebericht --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
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20 Jan 2025 09:18 #701022
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@ D und M: hab Dir eine PN geschickt
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20 Jan 2025 09:48 #701025
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  • sphinx am 20 Jan 2025 09:48
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vielen Dank Sascha für diesen Vorschlag und Dank an alle die schon mitgemacht haben.

@Carsten S vielleicht noch nicht bekannt. Baumkängurus kann man gut im Malanda Falls Conservation Park sehen. Im Visitor Center fragen wo die aktuell sind. Schnabeltiere hast Du vermutlich in Tasmanien schon zu Hauf gesehen. Ansonsten ist der Petersen Creek, Ortsausgang Yungaburra eine gute Möglichkeit.
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20 Jan 2025 10:59 #701033
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Hallo Carsten!

Wenn du bei der Nord-Süd Durchquerung auch die Stuart Highway (zwischen Darwin und Adelaide) fahren willst, dann kannst du dir ein Paar, vielleicht nützliche Hinweise in meinem Bericht:
"Australien - 12000 km, oder einmal um den Südosten"*,
zumindest zum Teil zwischen Tennant Creek und die Südspitze Australiens holen.

*Der Bericht ist auf Seite 3 in der Rubrik "weitere Länder" zu finden.

Gerne kann ich bei Bedarf auch weitere Fragen versuchen zu beantworten.

Liebe Grüße,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Letzte Änderung: 20 Jan 2025 11:02 von busko.
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20 Jan 2025 12:47 #701046
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  • BikeAfrica am 20 Jan 2025 12:47
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Als Radreisender sind Tierbegegnungen ja nicht meine erste Priorität, auch wenn ich vier der Big Five schon mit dem Rad begegnet bin, ein Krokodil angefasst habe, einen Königspython im Arm hatte, eine Ginsterkatze auf mir herumkletterte und mich ein Schakal gebissen hat (Mistvieh, das …).

In diesem Jahr soll es mit dem Rad über den Alaska Highway gehen. Den bin ich 1995 schon mal geradelt, also wird es eine Art „Revival-Tour“ zum 30-jährigen Jubiläum.
Damals kamen Bären, Elche, Wapitis, Stachelschweine, Koyoten, Squirrels, Stinktiere und Waschbären ziemlich nahe. Ich weiß, dass man Wildtiere nicht anfassen sollte, aber bei einem Waschbären konnte ich nicht anders. Ich habe die Waschbären etwa drei Stunden lang beobachtet und fotografiert. Sie haben die Angst verloren und ziemlich neugierig sind sie sowieso. Irgendwann machte sich die Mutter mit vier Jungen auf den Weg und ihr Trampelpfad führte in meine Richtung. Ich hockte mich 20 cm daneben und schaute, was passiert. Ich ging davon aus, dass sie mit ihren Jungen jetzt einen Bogen um mich läuft, aber sie lief direkt auf ihrem gewohnten Pfad an mir vorbei. Dem letzten der Jungtiere hielt ich meine geschlossene Faust vor die Nase mit dem Handrücken nach unten. Natürlich drehte ich mich um, um zu sehen, wie das Muttertier reagiert. Es schaute entspannt zu. Das Jungtier schnüffelte neugierig an meiner Hand und fing dann an, mit seinen kleinen Pfoten neugierig nacheinander meine Finger aufzubiegen. Als es erkannte, dass sich nichts in der Hand befand, trottete es weiter.

Ein anderer Waschbär war ebenfalls sehr neugierig. Damals fotografierte man noch analog. Als ich einen Film wechseln wollte, steckte der Waschbär seine Nase direkt in die geöffnete Kamera. Ich musste aus der Hocke aufstehen, weil ich fürchtete, dass der Waschbär den Verschlussvorhang der Kamera beschädigt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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20 Jan 2025 14:29 #701054
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  • sphinx am 20 Jan 2025 09:48
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Kein Geheimtipp,



aber vielleicht doch noch nicht allen bekannt.

Delfinbeobachtung (Schottland) vom Chanonry Point vom Land aus. Die Delfine sind gezeitenabhängig dort zum Fischen. Bei uns sind sie leider nicht gesprungen ..... trotzdem war es schön



Letzte Änderung: 04 Mai 2025 16:55 von sphinx.
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