THEMA: Wildlife-Destinationen jenseits von Afrika
18 Jan 2025 19:33 #700922
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  • TanjaH am 18 Jan 2025 19:33
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Hallo Carsten,

wir haben die Tour in drei Wochen gemacht, allerdings inklusive An- und Abreise, d.h. wir hatten nur 18 Nächte vor Ort. Das rührte daher, dass wir uns wegen eines sehr günstigen Flugangebots spontan für die Reise entschieden haben und dementsprechend nicht mehr Urlaubstage zur Verfügung hatten.

Route war grob
- Darwin
- Litchfield NP (tolle Landschaft, viele Vögel und Kängurus, riesige Termitenhügel, viele Wasserfälle, wäre gerne länger geblieben)
- Kakadu NP (Kakadus, Papageien, Störche überhaupt sehr bunte Vogelwelt, Krokodile (teils wirklich riesig), Büffel, Flughunde, usw. Camping unter anderem bei der Cooinda Lodge, da haben wir zwei Bootsfahrten gemacht und viele Tiere gesehen. Wenn man eine Bootsfahrt bucht, ist das Essen in der Lodge dabei, das war super. Würde ich nochmal hinfahren, würd ich auch eine Tour ins Arnhemland anstreben)
- Katherine Gorge/Mataranka (Bootsfahrt im Canyon, abends 100.000e Flughunde, ein unglaubliches Spektakel)
- Alice Springs
- Kings Canyon (Dingos auf der Campsite, erinnert an die Hyänen in Südafrika/Bots. Kings Canyon war mein Lieblingsort der gesamten Reise, aber ich steh auf rote Felsen)
- Uluru NP (auf der Fahrt zw Mataranka Wildpferde, Kängurus, wild lebende Dromedare. Die lange Kata Tjuta Wanderung war mein zweites absolutes Highlight)
- Coober Pedy (würde beim nächsten Mal zwei Nächte bleiben, gibt viel zu entdecken)
- Flinders Range (würd auch hier länger bleiben - unzählige Kängurus, wandern mit und zwischen Emus, Tiere fast schon zahm, mehrfach tolle Echsen- und Vogelsichtungen)
- Winelands nahe Adelaide
- Adelaide
Gefahren sind wir knapp 6000 Kilometer mit dem Campingbus. Unsere Tage bestanden tatsächlich aus wandern, fahren, schlafen, aber das war ok so. Tour in drei Wochen also machbar, vier wären besser. Hätten bei mehr Zeit jedenfalls noch Kangaroo Island vor Adelaide mitgenommen.

Hoffe, ich konnte einen guten Eindruck vermitteln,

liebe Grüße, Tanja
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18 Jan 2025 19:35 #700923
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  • TanjaH am 18 Jan 2025 19:33
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Aja, gereist sind wir die letzten drei Oktoberwochen. Bis auf den Großraum Adelaide war es echt heiß, aber wir sind da nicht so empfindlich. Früh aufstehen und losgehen, dann klappt das schon B)
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19 Jan 2025 13:10 #700966
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  • honeybadger am 19 Jan 2025 13:10
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TanjaH schrieb:
Hallo zusammen,

ich könnte Fragen beantworten (und Fotos herzeigen) zu:

- Orang Utans (und weiteres Getier) im Dschungel von Sumatra

LG, Tanja

Hallo Tanja,
das würde mich sehr interessieren :)
LG
Gruß Honeybadger
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19 Jan 2025 14:37 #700974
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  • Hippie am 19 Jan 2025 14:37
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Hallo Carsten,
wir waren 2016 in Australien, ähnliche Tour wie Tanja. Geplant hatten wir, dass das unsere 1. Reise zum Reinschnuppern und dann weitere folgen sollten. So als Abwechslung zum südlichen Afrika. Der Schlusssatz im Protokoll war dann aber so: wir sind hier mindestens 20 Jahre zu spät dran, und Mary von Tidbinbilla Nature Reserve hatte recht: unsere Erwartungen an Australien werden sich nicht erfüllen. Die Reise, ohne Anreise, dauerte knapp 6 Wochen.
Unsere Route war: Sydney, Tidbinbilla, Cape Otway, Kangaroo Island(6 Übernachtungen), Adelaide, Cooper Pedy, Uluru, Kakadu NP, Darwin, und von da dann nach Hause.
Unsere Route haben wir bewusst so gewählt, wir wollten uns den Westen für später aufheben. Wir wollten Nationalparks besuchen, die von ausländischen Besuchern nicht so frequentiert sind. Der Osten kam deshalb nicht in Frage, auch sind wir keine Wasserratten bzw. Taucher. Kangeroo Island hatten wir persönlichen Kontakt und daraus eine Empfehlung für ein Blockhaus das ziemlich in der Mitte der Insel und völlig im Busch lag. Ist dem großen Feuer zum Opfer gefallen.
In Uluru und Darwin hatten wir intensiven Kontakt zur indigenen Bevölkerung, was sehr heftig war.
Warum wir nicht mehr hingeflogen sind: das lag, liegt an den Australiern. Wir hatten da völlige Fehleinschätzung, wir dachten sie sind Naturbezogen und um ihren Kontinent besorgt, bzw. Naturschützer. Für uns war das so, sie sind ähnlich wie US-Amerikaner. Die Natur ist für Party da. Im Kakadu NP und auf Kangaroo Island war es extrem. Dort war die Natur für uns wirklich ein Erlebnis, da ja total unterschiedlich zu Afrika oder Europa. Aber was da am Wochenende abging. In einer Nacht auf Kangaroo Island auf einer Strecke von nicht einmal 50 KM (Teerstraße), 7 tote Kangeruhs und Wombat.
Viele Grüße Wolfgang
Letzte Änderung: 19 Jan 2025 14:44 von Hippie.
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19 Jan 2025 15:44 #700978
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  • Chris42 am 19 Jan 2025 15:44
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Was Wolfgang (Hippie) beschreibt empfand ich teilweise auch so. Dass unsere Erwartungen enttäuscht wurden kann ich nicht sagen, im Gegenteil, ich empfand es als grandioses Land mit phantastischer Natur und extrem netten Leuten und würde jederzeit wieder hin.
Aber, und das sehe ich wie Wolfgang:
Natur und das Gefühl dafür ist den Aussies größtenteils egal, Hauptsache Party, Bier, remmidemmi. Rücksicht: ach iwo. Dagegen sind die Amis wahre Naturliebhaber.
Und die Aboriginals: also zu denen fällt einem nach einem Australienurlaub v a im Northern Territory (höchste Population in Australien, v a Darwin, Alice Springs und Uluru usw.) nichts mehr ein. Schwer, zu diesem Völkchen was zu schreiben, ohne massiv politisch inkorrekt zu werden 😉.
Aber nichts kirre machen lassen: Australien empfanden wir als traumhaft, mit Abstrichen, aber wo gibts schon das Paradies, das jeden anspricht. Also hinfliegen und erleben, es lohnt sich.
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19 Jan 2025 16:41 #700981
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  • CarstenS am 19 Jan 2025 16:41
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Danke all für die Australienhinweise, sehr hilfreich.
Da es zu groß ist, alles zu sehen, muss man eben gut planen.
Denke mal, statt Ostkste wird es dann Norden und Zentrum nächstes Jahr. (Darwin - Zentrum - Cairns, denn ich muss auf jeden Fall die Baumkängurus sehen).
Und für alle Naturliebhaber, die noch nicht da waren, scheint richtig zu sein: Geht nach Tasmanien! Viele, viele Tiere, kurze Strecken, überschaubar, herrliche Landschaft!

@Hippi: Nun, was ich in Tasmanien gesehen habe, hat sich die Mentalität vieler Australier gegenber der Natur sehr verbesert, verglichen zu dem Buch von Grzimik vor 60 Jahren. Nur: Bei denen, wo sich nichts getan hat, hat sich absolut gar nix getan!
@Tanja: Überall viele Kängurus. Welche Arten waren das denn, es gibt ja 65 Arten!
Letzte Änderung: 19 Jan 2025 16:48 von CarstenS.
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