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25.12.2022 FFM - Maskat mit Oman Air Nach 6 Stunden Flug von Frankfurt a. M.(+ 3h Zeitverschiebung) kommen wir in der Hauptstadt Maskat an. Zunächst müssen wir durch die Einreisekontrolle, die sich über 1 Stunde hinzieht und anschließend das Gepäck abholen. Wir kaufen am Flughafen für das nicht eSIM fähige Handy eine SIM-Karte. Das funktioniert über den Omantel Schalter sehr simpel und nach wenigen Minuten sind die mobilen Daten nutzbar (15GB für 12 OMR). Der Handyempfang über diesen Anbieter war die gesamte Reise über sehr gut. Mit einem der draußen wartenden Taxis geht es dann los ins Abenteuer Oman. Unsere ersten zwei Nächte verbringen wir in der Lana Villa , einem Gästehaus am Stadtrand mit Meerblick, direkt am Strand. Das Gästehaus wird von einem Deutschen betrieben, der viele nützliche Tipps parat hat. Zudem vermietet er uns auch das Fahrzeug mit Dachzelt mit dem wir die Rundreise starten. 26.12.2022 Maskat Morgens erwartet uns ein gutes Frühstück und eine liebevoll gestaltete Lounge zum ausruhen und eine Dachterrasse mit wunderbaren Ausblick. Da wir das Auto erst am Folgetag anmieten geht es heute mit dem Bus (der dem deutschem ÖPNV sehr ähnlich ist) über mehrere Umstiege bis in den wichtigsten Teil der Hauptstadt, in den Bezirk Muthra. Für unsere Wahl den ÖPNV auszuprobieren werden wir ziemlich schräg angeschaut, der deutlich üblichere Weg wäre einfach ein Taxi zu nehmen. Busfahrt von der Lana Villa aus: MWASALAT – Bus 8 (300 Baisa p. P.) + Bus 1 (500 Baisa p. P.) + Bus 4 (300 Baisa p. P.) = ungefähr insgesamt 5,50€ für zwei Personen insgesamt one way zum Muthra Souq. Angekommen am Hafen von Muthra stärken wir uns in einem kleinen Straßenrestaurant (Grills Shawrma juice&grill) mit einem kleinem Snack bestehend aus Kebab und Falafel, die sehr gut sind. Anschließend geht es für uns durch den bekannten Muthra Souq, die Marktstraßen des Bezirks. Der Souq ist überdacht und zieht sich wie ein Labyrinth durch viele Gassen. Es gibt allerlei Souvenirs zu kaufen, dabei sind viele Chinawaren vertreten, aber auch Weihrauchstände und einzelne authentische Läden. Dennoch ist dieser Markt für uns eher eine Enttäuschung. Die Mengen an zugekaufter Ware und entgegen der Berichte sehr aufdringliche Geschäftsleute, die auf Kreuzfahrttouristen warten, sind eher abschreckend und anstrengend. Der Aufstieg zum Fort Muthra (2 OMR p. P.) lohnt sich hingegen sehr! Die Besichtigung und Aussicht vom Fort sind wunderbar und wir genießen den Sonnenuntergang über der Stadt. Ihren Namen, Maskat – Ort des Fallens, verdankt sie sowohl den im Hafen fallenden Ankern der Schiffe, als auch den Steil abfallenden Berghängen rund um die Stadtteile. Mit dem Taxi geht es zurück zur Unterkunft. Für Taxifahrten ist die App Otaxi sehr praktisch. Den Abend lassen wir in unserem Viertel ausklingen. Ein indisches Fischrestaurant (Grilled Fish & Seafood), das sehr versteckt und unscheinbar ist, serviert uns sehr leckeren frisch gefangenen, gegrillten King Fish, Humus, Brot und Salat für 7 OMR. Begleitet uns durch unseren Tag in Maskat: |
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27.12.2022 Maskat - Wadi Al Arbeieen - Fins
Der erste Tag unseres Roadtrips startet anders als erwartet: Das erste Mal wachen wir um 4 Uhr Nachts auf. Wir können unseren Ohren und Augen kaum trauen. Es schüttet wie aus Eimern und auf den Straßen bilden sich erste Pfützen. Der Regen hat sich auch einige Stunden später noch nicht beruhigt. Eigentlich war für diesen Vormittag der Besuch der Sultan-Qaboos-Moschee geplant. Mittlerweile haben sich die Pfützen haben in Überflutungen mancher Straßenabschnitte ausgeweitet. Nur durchschnittlich 9 Tage im Jahr regnet es überhaupt im Oman, und schon seit Monaten nicht mehr so stark. Leider sind dementsprechend weder die Infrastruktur noch die Omanis darauf so wirklich eingestellt. Der Verkehr ist zum Erliegen gekommen, die Seitenstraße sind teilweise nicht mehr befahrbar. Mit einiger Verspätung kommen wir gegen Mittag doch zu unserem 4×4 Fahrzeug mit Dachzelt. Übergabe und Einkauf klappen sehr gut, und wir verlassen die Region rund um Maskat auf der Autobahn, bevor der Regen wieder beginnen soll. Es startet unser erster Offroad Abstecher: Rein in das Wadi Al Arbeieen. Erst durch Gerölllandschaft immer tiefer in den Canyon, bis man dann zwischen Palmen an einem Felsenpool mit kleinem Wasserfall ankommt. Auch ein paar Wasserläufe queren wir dabei. Ein perfekter Vorgeschmack auf alles was wir in den nächsten Tagen erleben werden. Gegen Abend kommen wir nach Fins und schlagen unser Dachzelt erstmals auf. Direkt am Meer an den Stränden von Fins werden wir die Nacht verbringen. Ein Lagerfeuer spendet uns während des Abendessens noch ein wenig Licht und wir genießen die gute Luft am Meer. Die entsprechende Bebilderung zu den geschilderten Eindrücken findet ihr hier: |
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28.12.2022 Fins - Wadi Shab - Wahiba Sands
Recht früh am Morgen geht es zum nur wenige Kilometer entfernten Wadi Al Shab. Dort stellen wir das Auto unter der großen Brücke ab und werden für zwei Minuten mit einem Motorboot zur anderen Uferseite des Wadis gebracht. Dort beginnt dann eine knapp einstündige Wanderung in den Wadi hinein. Entlang der Felskanten führt der Weg durch den Canyon. Am Ende der Strecke kommt man zu Pools in denen man schwimmen kann. Wir schwimmen durch die verschiedenen Becken bis ganz zum Ende etwa 20 Minuten bis wir an einer engen Felsspalte ankommen. Durch den engen Spalt kann man bedenkenlos schwimmen und erreicht am Ende eine Höhle mit Wasserfall. Überall wird darauf hingewiesen, dass dieses Abenteuer nur für gute Schwimmer gestattet sei. Für uns - nur mittelmäßig sportlich - war es auf jeden Fall kein Problem die Strecke schwimmend zurück zu legen. Zurück am Auto geht es zwei Stunden lang von der Küste in die Wüste Wahiba Sand Desert. Auf dieser Strecke überspringen wir aus unterschiedlichen Gründen einige Sehenswürdigkeiten (Schildkrötentour - viele negative Erfahrungsberichte; Sur - gerade keine Lust auf Stadt; Wadi Bani Khalid - unsicher, ob die Zeit dafür reicht, da wir ein anderes Ziel noch erreichen müssen). Um unser Wüstencamp zu erreichen lassen wir an einer Tankstelle den Reifendruck ab und fahren - im Konvoi mit einem Angestellten des Camps - mit 4x4 Unterstützung tief in die Sandwüste. Wir bewältigen die ein oder andere Düne erfolgreich bevor wir unser gebuchtes Camp erreichen. Auf dem Weg sehen wir immer wieder Kamele vereinzelt in den Dünen stehen. Wer sich die Fahrt durch den tiefen Sand mit 4×4 nicht zutraut kann auch am Büro des Camps in der Stadt das eigene Auto stehen lassen und mit dem Fahrer in dessen Fahrzeug zum Camp gelangen. Als wir ankommen erwartet uns ein luxuriöses Zelt mitten in der Wüste. Das Zelt hat ein eigenes Bad mit WC und Dusche, das wiederum in einem weiteren kleinen Zelt untergebracht ist. Alles ist mit viel Liebe gestaltet, sehr stilvoll und traditionell eingerichtet. Wir machen einen Spaziergang über die Dünen und genießen die absolute Einsamkeit. Der Sand fühlt sich unter den nackten Füßen unglaublich weich an und das Farbspiel des orangenen Sandes und der beginnenden Abenddämmerung ist fantastisch! Um 19 Uhr wird uns ein traditionelles arabisches Abendessen serviert. Gemeinsam mit den Zeltbewohnern des anderen Zeltes genießen wir vielfältige Vorspeisen: Salat, Humus und Teigfladen werden gereicht. Der Hauptgang lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig – neben traditionellem Kamelfleisch gibt es Hühnchen, Gemüse, Reis und Linsensoße. Mit den anderen Gästen sind nette Gespräche entstanden und wir haben uns viel über das Reisen im Oman und auf der ganzen Welt ausgetauscht. Ein weiteres Highlight wartet bereits auf uns: Draußen vor den zelten wird ein Lagerfeuer entzündet und so lassen wir den Abend unter einem grandiosen Sternenhimmel am Lagerfeuer ausklingen. Unsere Eindrücke aus der Wüste: |
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29.12.2022 Wahiba Sands - Duqm
Auf dem Highway Richtung Süden bei Sinaw entdecken wir am Straßenrand des Highways mehrere tote Kamele am Straßenrand, offensichtlich an- und überfahren, während diese versuchten (Nachts?) die vielbefahrene Straße zu queren. Dann geht es auf die weniger eintönige Strecke an der Küste entlang. Einen kurzen Abstecher zum Strand Al Khaluf Beach inklusive Offroad-Fahrt mitten auf dem Strand wagen wir an den Sugar Dunes kurz vor Duqm. Am Abend erreichen wir bei wunderschönem Sonnenuntergang nach langer Fahrt unsere Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Salalah: Die aufstrebende Hafenstadt Duqm – erkennbar daran, dass es eigentlich eine einzige Baustelle ist. Hier übernachten wir in einem Stadthotel. 30.12.2022 Duqm - Salalah Das Hotel verlassen wir früh am Morgen, mit dem Ziel noch kurz einkaufen zu gehen. Anschließend geht es weiter Richtung Süden. Bis eine Stunde vor unserer Stellplatz-Suche für die Nacht verläuft die Strecke sehr ereignislos durch langweilige Steppe. Aber immerhin begegnen uns immer wieder Kamele, die uns erfreuen. Doch dann ändert sich die Landschaft schlagartig: Eine traumhafte Straße von der Ebene hinunter zur Küste durch das Gebirge und dann an der Küste entlang mit Kamelherden auf der Straße direkt am Meer. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir unseren Stellplatz den wir über die App iOverlander gefunden haben. Der Platz liegt direkt am Meer zwischen Dünen. Ein wunderschöner Ort an dem wir uns sofort wohl fühlen und komplett alleine sind. Leider ist es an diesem Abend sehr windig, weshalb das kochen sich etwas umständlich gestaltet. Wir erleben erneut einen fantastischen Sternenhimmel und genießen es beim Meeresrauschen einzuschlafen. Den Roadtrip gen Süden könnt ihr hier miterleben: |
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31.12.2022 & 01.01.2023 Salalah
Wir werden von einer wunderschönen Morgensonne über dem Arabischen Meer geweckt. Es geht an diesem Tag an der Küste entlang in die Region rund um Salalah, immer wieder begegnen uns Kamele am Straßenrand oder auf der Straße. Zunächst fahren wir auf den 1800m hohen und beeindruckenden Jabal Samhan mit Weitblick in die Ebene, dann zu einem allgemein enttäuschenden Sinkhole (Tawi Atair), und schließlich zum Wadi Derbat. Dort ist es sehr grün und türkisene Wasserbecken und Wasserfälle die terrassenförmig hinabstürzen begeistern uns und wirken unreal in dieser so kargen Landschaft. Dort gibt es außerdem reichlich Kamele die ebenfalls von den Wassermengen zehren und tolle Fotomotive darstellen. Um 15 Uhr checken wir in unserem Silvester-Hotel Belad Bont in Salalah ein. Pool, Dinner und ein großes schickes Zimmer (2fach-Upgrade auf „Super Deluxe“, wie der Rezeptionist betont) warten auf uns. Das Silvester Buffet ist grandios und übertrifft alle Erwartungen – traditionelle Speisen, die sehr schön angerichtet sind warten auf uns und so lassen wir das Jahr 2022 gemütlich ausklingen. Während unsere Unterkunft auch für die Neujahrsnacht die gleiche bleibt, erholen wir uns nur wenig, sondern starten die nächste Erkundungstour. Die Stadt Salalah selbst hat nur wenig zu bieten, aber allein die Pflanzenwelt und das damit einhergehende reichhaltige Früchteangebot sind sehr schön und werden von uns genutzt. Hier gibt es riesige Palmenplantagen mit Kokospalmen und Bananenstauden und in der As Sultan Qaboos Street kann man an zahlreichen Obstständen köstliche Früchte und frische Kokosnüsse zum trinken kaufen. Unser Ausflug heute geht noch ein Stück weiter in den Süden, viel südlicher geht es im Oman nicht mehr. Am Mughsail Beach begegnen wir vielen Kamelen direkt am Strand. Es ist ein einmaliges Erlebnis für uns und diesmal trauen wir uns auch auszusteigen und auf Fellfühlung zu gehen. Die anschließenden Felsfontänen sind leider wegen einer Baustelle gerade nicht zugänglich, dafür geht es über die Zig-Zag-Route über die Berge bis in die Grenzregion zum Jemen. Nirgends kommen sich auf der Arabischen Halbinsel Krieg und Frieden so nahe. Einerseits der Oman, das westlichste und sicherste Land, andererseits der Jemen, in dem seit Jahren Krieg herrscht und man keinesfalls der Grenze zu Nahe kommen sollte. Gerade hier finden wir einen wunderschönen Ort, wenn nicht sogar den schönsten Camping Spot der Reise: Offroad geht es eine steile Schotterpiste hinunter zur Küste, zu den Stränden von Fayazah. Einsam, türkisblaues Meer, feinsandiger Strand. Perfekt. Als wir unten am Strand ankommen wollen wir direkt schwimmen gehen, so paradiesisch schön sind die Strände. Hier stehen ein paar Camper in den versteckten Buchten. Einige Offroadfahrzeuge mit deutschem Kennzeichen haben hier ein kleines Campingparadies entdeckt. Der Abstecher hier her lohnt sich auf alle Fälle und eignet sich für einen schönen Strandtag sowie zum Campen hervorragend! Alles rund um Salalah seht ihr hier im Video: |
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02.01.2023 Salalah - Nizwa
Genau 888km zeigt das Navi für die heute zurückzulegende Strecke, die uns wieder in den Norden führen soll, an. Eine Planänderung sorgt dafür, dass wir sie in einem Stück zurücklegen und nicht zwischendrin nochmal zur Übernachtung halt machen. Doch wir trauen es uns zu. 3 Fahrerwechsel, 3 halbe Tankauffüllungen (zur Sicherheit, falls die nächste Tankstelle sehr weit weg ist) und sehr viel „Nichts“ später kommen wir in Nizwa an. Dort verpflegen wir uns noch an der warmen Theke des hiesigen Supermarkts und finden nach einem längeren Umherirren in den Gassen der Altstadt unsere Unterkunft in einem traditionellen Bait, einem Lehmhaus. Nach der Ankunft machen wir noch einen Nachtspaziergang um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. 03.01.2023 Nizwa Das Bait – unsere Unterkunft im Altstadtbereich von Nizwa – ist wirklich sehr traditionell mit einer tollen Aussicht von der Dachterrasse auf das Fort. Am Morgen besichtigen wir die Stadt Nizwa mit seinem Fort und dem Souq. Das Fort schauen wir uns eigenständig ohne die angebotene Führung an und entdecken den wunderschönen Palmenhain, und die alten Gemäuer. Auch kann man hier der Zubereitung des Omani Bread zuschauen. Der Souq ist viel schöner als der Muthra Souq in Maskat. Gewürze, Tonkunst, omanische Spezialitäten, so hatten wir uns das gewünscht. Wir fühlen uns hier sehr wohl, auf dem Markt wird man komplett in Ruhe gelassen und kann gemütlich in den Läden nach schönen Souvenirs stöbern. Außerdem findet man hier fantastische Foto- und Videomotive: |
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