An den Anreisetagen für Buenos Aires muss ich leider auf Fotos von anderen unserer Reisen zurückgreifen. Ich wollte den Text wenigstens etwas auflockern. Ab Salta wird sich das dann aber ändern, da gibt es dann ausreichend Fotos von dieser Reise.
Tag 1 / Tag 2
Eine sehr lange Anreise
Wir sind schon mehrere Male von Frankfurt nach Ezeiza geflogen, leider wird die Flugstrecke dadurch aber nicht kurzweiliger. In der Premium Economy Class der Lufthansa ist sie zwar einigermaßen erträglich, aber die knapp 13 Stunden Flugzeit ziehen sich, bevor wir am nächsten Morgen in Ezeiza, dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Argentiniens, landen.
Die Einreise verläuft wider Erwarten sehr zügig. Das haben wir schon ganz anders erlebt.
Da ich kein Foto an diesem Tag gemacht habe, nutze ich ein paar Fotos von früheren Reisen.
Wir gehen gemütlich frühstücken, schlafen und schlendern später noch ein wenig durch die umliegenden Straßenzüge.
In der Nacht lässt uns ein nicht enden wollendes Gewitter immer wieder wach werden.
Tag 3
Gewitter und ein platter Reifen
Wir wollten die Anreise entzerren und sind daher einen Tag früher als unsere Freunde geflogen. Am innerstädtischen Flughafen Aeroparque Jorge Newberry werden wir uns für den Weiterflug nach Salta treffen. Zumindest ist das der Plan.
Hatten wir am Vortag noch einen unserer ruhigsten Flüge nach Buenos Aires, sieht es einen Tag bzw. Nacht für unsere Freunde ganz anders aus. Ich komme gerade aus der Dusche, als ich von meiner Freundin eine SMS erhalte mit der Nachricht, dass sie gerade in Asunción gelandet sind. Ich teile meinem Mann erstaunt mit, dass die beiden in Paraguay sind. Kurze Zeit später folgt schon die nächste SMS mit einer Erklärung. Wegen des Unwetters, das in der Nacht mit aller Macht über der Stadt niedergegangen war, wurden beide Flughäfen in Buenos Aires geschlossen. Nun tankt der Kranichflieger in Paraguays Hauptstadt für 45 Minuten auf und will anschließend in 90 Minuten nach Ezeiza fliegen.
Ein wenig zeitlichen Puffer haben die beiden, aber ob dieser ausreichen wird, um sich nach der Landung ein Taxi zu organisieren und zum innerstädtischen Flughafen zu gelangen?
Wir frühstücken derweil gemütlich und lassen uns zum Flughafen bringen. Dort lesen wir auf der Anzeigetafel, dass unser Flug mit der LATAM mehr als eine Stunde Verspätung haben wird. Normalerweise ist eine solche Nachricht kein Quell der Freude, heute jedoch schon.
SMS gehen hin und her. Wir erfahren, dass bei der Einreise ein einziges Chaos vorherrscht. Die Transportunternehmen sind völlig überlastet, Wartezeiten von einer Stunde und mehr sind normal. Nichtsdestotrotz schaffen es die beiden, sich ein Taxi zu organisieren, das sie in Windeseile zu uns bringen soll.
Als dann noch die Nachricht auf meinem Handy aufleuchtet, dass das Taxi einen Platten mitten auf der Autobahn hat, können wir es kaum glauben. Wer schon einmal diese Strecke in Buenos Aires zurückgelegt hat, kann sich sicher vorstellen, dass dies nicht unbedingt ein Ort ist, an dem man am Straßenrand einen Reifen wechseln möchte. Zu zweit, in einer argentinisch-deutschen Kooperation, gelingt dieser dann aber sehr zügig. Sprichwörtlich auf die allerletzte Minute schaffen es die beiden und erreichen den Flug nach Salta. Rückblickend gesehen können wir über diese Situation herzlich lachen, aber währenddessen war uns weniger danach.
Im Hotel in Salta angekommen erhalten wir ein Upgrade in eine Suite, während unsere Freunde im moderneren Teil untergebracht sind. Uns gefällt es im Design Suites recht gut, auch wenn wir durch die nicht richtig schließende Balkontür recht viel vom Straßenlärm mitbekommen.
Endlich sind wir angekommen.