THEMA: RB: Boliviens Altiplano & die Pampa Uruguays
20 Sep 2024 17:30 #694144
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  • Sabine26 am 20 Sep 2024 17:30
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Prolog

Bolivien – wie lange wollte ich schon in dieses Land reisen; sicherlich war es schon seit mehr als einem Jahrzehnt eines meiner Reisesehnsuchtsländer. Ein paar Jahre zuvor stand ich bereits kurz vor einer Buchung. Die Route war komplett ausgearbeitet, dann jedoch musste meine Mitreisende von unserer geplanten Tour zurücktreten, sodass es weitere Jahre dauerte, bis es endlich Realität wurde und ich dieses eine von insgesamt nur zwei Ländern Südamerikas ohne Meeresküste bereisen würde.

Diesmal hatte ich die Reiseroute so ausgearbeitet, dass sie auch mein Mann bewältigen würde können. Kurz bevor ich die Reise final buchen wollte, bekundeten unsere Freunde, mit denen wir zuvor bereits in Südamerika unterwegs waren, ihr Interesse und so verdoppelte sich ganz unerwartet die Anzahl der Reisenden. Einmal mehr waren wir mit getrennten Fahrzeugen unterwegs und buchten zwei Autos mit Fahrern.

Lange hatte ich über die möglichen Optionen gegrübelt. Der Flughafen von El Alto liegt auf mehr als 4.000 Metern Höhe und die Wahrscheinlichkeit, dass Soroche von da an unser Begleiter auf der Reise sein könnte, ließ mich ein Start in La Paz ganz schnell verwerfen.

Die für mich sinnvollste Lösung war ein Hinflug nach Santa Cruz de la Sierra, um sich von dort über den Amboró Nationalpark und Samaipata nach Sucre langsam in die Höhe vorzuarbeiten. Nach längerer Recherche jedoch siegte die Vernunft. Die Straßen, die es zu bewältigen gäbe, würden die Reise für meinen Mann unmöglich machen. Einige Jahre später würden sich die Straßenverhältnisse erheblich verbessert haben, auch würden Streckenabschnitte asphaltiert sein, aber das konnte ich seinerzeit nicht wissen.

Dann kam mir die rettende Idee, um die Reise gemeinsam mit meinem Mann erleben zu können. Die Lösung war der Start im Nordwesten Argentiniens. Einige Jahre zuvor waren wir dort bereits als Selbstfahrer unterwegs und so buchten wir erneut einen Flug nach Buenos Aires sowie einen Inlandsflug nach Salta. Von dort würden wir nach Tilcara fahren und uns langsam akklimatisieren, bevor wir in La Quiaca die Grenze nach Bolivien passieren würden.

Unsere Freunde würden am Ende unserer Reise durch Bolivien zwei Tage in Santiago de Chile verbringen, während wir für weitere knapp zwei Wochen in ein uns noch unbekanntes Land auf dem südamerikanischen Kontinent reisen würden. In Uruguay würden wir als Selbstfahrer unterwegs sein. Wir hatten uns in mehrerlei Hinsicht zwei sehr unterschiedliche Länder für unsere 4 ½-wöchige Reise ausgesucht.


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20 Sep 2024 17:51 #694148
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An den Anreisetagen für Buenos Aires muss ich leider auf Fotos von anderen unserer Reisen zurückgreifen. Ich wollte den Text wenigstens etwas auflockern. Ab Salta wird sich das dann aber ändern, da gibt es dann ausreichend Fotos von dieser Reise.


Tag 1 / Tag 2
Eine sehr lange Anreise


Wir sind schon mehrere Male von Frankfurt nach Ezeiza geflogen, leider wird die Flugstrecke dadurch aber nicht kurzweiliger. In der Premium Economy Class der Lufthansa ist sie zwar einigermaßen erträglich, aber die knapp 13 Stunden Flugzeit ziehen sich, bevor wir am nächsten Morgen in Ezeiza, dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Argentiniens, landen.

Die Einreise verläuft wider Erwarten sehr zügig. Das haben wir schon ganz anders erlebt.

Da ich kein Foto an diesem Tag gemacht habe, nutze ich ein paar Fotos von früheren Reisen.

Wir gehen gemütlich frühstücken, schlafen und schlendern später noch ein wenig durch die umliegenden Straßenzüge.

In der Nacht lässt uns ein nicht enden wollendes Gewitter immer wieder wach werden.




























Tag 3
Gewitter und ein platter Reifen


Wir wollten die Anreise entzerren und sind daher einen Tag früher als unsere Freunde geflogen. Am innerstädtischen Flughafen Aeroparque Jorge Newberry werden wir uns für den Weiterflug nach Salta treffen. Zumindest ist das der Plan.

Hatten wir am Vortag noch einen unserer ruhigsten Flüge nach Buenos Aires, sieht es einen Tag bzw. Nacht für unsere Freunde ganz anders aus. Ich komme gerade aus der Dusche, als ich von meiner Freundin eine SMS erhalte mit der Nachricht, dass sie gerade in Asunción gelandet sind. Ich teile meinem Mann erstaunt mit, dass die beiden in Paraguay sind. Kurze Zeit später folgt schon die nächste SMS mit einer Erklärung. Wegen des Unwetters, das in der Nacht mit aller Macht über der Stadt niedergegangen war, wurden beide Flughäfen in Buenos Aires geschlossen. Nun tankt der Kranichflieger in Paraguays Hauptstadt für 45 Minuten auf und will anschließend in 90 Minuten nach Ezeiza fliegen.

Ein wenig zeitlichen Puffer haben die beiden, aber ob dieser ausreichen wird, um sich nach der Landung ein Taxi zu organisieren und zum innerstädtischen Flughafen zu gelangen?

Wir frühstücken derweil gemütlich und lassen uns zum Flughafen bringen. Dort lesen wir auf der Anzeigetafel, dass unser Flug mit der LATAM mehr als eine Stunde Verspätung haben wird. Normalerweise ist eine solche Nachricht kein Quell der Freude, heute jedoch schon.

SMS gehen hin und her. Wir erfahren, dass bei der Einreise ein einziges Chaos vorherrscht. Die Transportunternehmen sind völlig überlastet, Wartezeiten von einer Stunde und mehr sind normal. Nichtsdestotrotz schaffen es die beiden, sich ein Taxi zu organisieren, das sie in Windeseile zu uns bringen soll.

Als dann noch die Nachricht auf meinem Handy aufleuchtet, dass das Taxi einen Platten mitten auf der Autobahn hat, können wir es kaum glauben. Wer schon einmal diese Strecke in Buenos Aires zurückgelegt hat, kann sich sicher vorstellen, dass dies nicht unbedingt ein Ort ist, an dem man am Straßenrand einen Reifen wechseln möchte. Zu zweit, in einer argentinisch-deutschen Kooperation, gelingt dieser dann aber sehr zügig. Sprichwörtlich auf die allerletzte Minute schaffen es die beiden und erreichen den Flug nach Salta. Rückblickend gesehen können wir über diese Situation herzlich lachen, aber währenddessen war uns weniger danach.

Im Hotel in Salta angekommen erhalten wir ein Upgrade in eine Suite, während unsere Freunde im moderneren Teil untergebracht sind. Uns gefällt es im Design Suites recht gut, auch wenn wir durch die nicht richtig schließende Balkontür recht viel vom Straßenlärm mitbekommen.

Endlich sind wir angekommen.


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21 Sep 2024 17:45 #694179
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Tag 4
Farben im UNESCO Welterbe


Zum vereinbarten Zeitpunkt fahren morgens zwei VW Amarok Pickups vor. Wir werden heute bis Tilcara fahren, das in der farbenprächtigen Quebrada de Humahuaca liegt. Waren wir vor sieben Jahren hier bereits auf einer Reise unterwegs und wählten damals Purmamarca als Übernachtungsort, entschieden wir uns diesmal für das auf 2.460 Metern Höhe gelegene Tilcara, um uns langsam zu akklimatisieren.

Nach einiger Zeit erklimmen wir kaum merklich Höhenmeter um Höhenmeter, die Landschaft um uns herum wird karger, aber auch farbenprächtiger – genau so, wie ich es liebe. Die Straße ist wenig befahren, noch ist diese Gegend von großen Touristenmassen verschont geblieben.

Der Friedhof des Ortes Maimará liegt mit seinen für das Hochland typischen kleinen Grabhäuschen pittoresk vor einer der vielfarbigen Felswände, die hier den so passenden Namen Paleta del Pintor trägt. Obwohl ich schon einmal hier stand und Fotos machte, bin ich erneut von diesem Anblick entzückt.

Nachmittags erreichen wir Tilcara, wo wir die nächsten drei Nächte bleiben werden.











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21 Sep 2024 17:54 #694180
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Tag 5
Ein beschaulicher Ort


Nach einem gemütlichen Frühstück gehen wir ins Zentrum von Tilcara. Der Nordwesten Argentiniens gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Die Straßen sind blitzeblank sauber in diesem verschlafenen Ort. Einige Souvenirstände zeugen davon, dass die Ausflugsbusse von Salta auf ihrer Reise durch die Quebrada de Humahuaca in Tilcara einen Stopp einlegen.

Das Licht in dieser Höhe und dieser Trockenheit hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Es ist nicht gleißend, aber alles ist regelrecht lichtdurchflutet in einer Art und Weise, die mir schwer fällt zu beschreiben; etwas, das mich immer wieder in dieser Ecke der Erde begeistert.

Während wir durch den etwas mehr als 5.000-Seelen-Ort schlendern, begegnen uns Schulkinder. Unter ihren Jacken ragen die weißen Schulkittel hervor.














Der kleine Ort kann sage und schreibe gleich mit vier Museen aufwarten.

Wir entscheiden uns, dem Museo Arqueológico Dr. Eduardo Casanova einen Besuch abzustatten. Im Innenhof des schönen historischen Gebäudes sind Menhire ausgestellt, während wir uns innen Exponate aus präkolumbianischer Zeit anschauen können. Die Ausstellungsstücke, Materialien und manchmal auch Repliken beziehen sich auf zahlreiche Kulturen dieser Gegend, wie aus dem Andenhochland von Jujuy, aber auch darüber hinaus bis hin nach Tiahuanaco in Bolivien, den Chimú in Peru und der Diaguita Kultur von der nördlichen Küste Chiles.





Alles in diesem kleinen Museum ist liebevoll aufbereitet. Da tragen wir mit unserem Eintritt gerne zum Unterhalt bei.

Mich überkommt eine starke Müdigkeit und im Laufe des Nachmittags meldet sich mein Magen. Ich muss etwas Falsches gegessen haben.



Tag 6
Ein unfreiwilliger Tag im Hotel


Leider geht es mir heute nicht gut, daher entfällt die für heute geplante Tour zur Pucará und der Garganta del Diablo, die unsere Freunde alleine unternehmen.

Wäre ich nicht schon einmal in dieser Gegend gewesen, würde ich mich sehr ärgern. Ich tröste mich damit, dass ich mich besser jetzt mit dieser Unannehmlichkeit befassen muss als später auf der Reise durch Bolivien und so genießen wir den Tag in unserem sehr schönen Hotel Boutique Las Marias, bevor wir morgen die Grenze nach Bolivien passieren werden.

Wir haben die Suite gebucht und fühlen uns in diesem Haus rundum wohl.














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21 Sep 2024 18:26 #694181
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Tag 7
¡Hasta la próxima vez, Argentina!


Pünktlich werden wir um 09:00 Uhr von unseren argentinischen Fahren abgeholt, die uns bis zur Grenze bringen werden.

Während der Fahrt sehen wir unzählige Lamas. Kann ich Guanakos und Vicuñas unterscheiden, fällt es mir bei Lamas und Alpakas regelmäßig schwer. Ich erfahre von unserem freundlichen Fahrer, dass es in dieser Region keine Alpakas gibt, so kann ich nun getrost von Lamas schreiben.

Vorbei an der ummauerten Kirche in Uquía mit dem separat stehenden Glockenturm fahren wir nordwärts. Nur etwas mehr als 500 Einwohner verzeichnet der kleine Ort, die Kirche wurde im Jahr 1691 erbaut und bekannt ist sie vor allem für die Darstellung der Engel, die eine Waffe in der Hand halten. Fotografieren im Innern ist nicht gestattet.

Hinter dem Ort Humahuaca beginnt Neuland für uns. Die nun folgenden Felsformationen und deren Farben, die sich wie eine Kette entlang der Strecke aneinanderreihen, sind sehenswert und als einer der Altiplano Friedhöfe ins Sichtfeld gelangt, bitte ich den Fahrer, einen weiteren Stopp einzulegen.

















La Quiaca liegt auf etwa 3.500 Metern Höhe. Wäre hier nicht der Grenzübergang nach Bolivien, wüsste ich nicht, was einen in diesen Ort verschlagen könnte. Wir werden mit einem Schild begrüßt, das uns die Entfernungsangabe nach Ushuaia anzeigt. 5.121 Kilometer müssten wir nun zurücklegen, um das Schild „Ushuaia – Fin del Mundo“, das wir vor knapp vier Jahren auf Speicherkarte gebannt haben, zu erreichen.








Leider müssen wir ein wenig warten, die Grenze ist zur Mittagspause geschlossen. Neben den einheimischen Händlern sind wir dann die einzigen Gringos, die die Grenze passieren. Die Aus- und Einreise verläuft ein wenig chaotisch, es wird gedrängelt, wir werden „überholt“, aber dennoch alles in allem vollziehen wir den Länderwechsel problemlos und setzen um 14:00 Uhr unsere Füße auf bolivianischen Boden.





In Villazón, dem bolivianischen Gegenstück zu La Quiaca, suchen wir eine Weile, bis wir unsere Begleitung für die nächsten Tage finden. M. begrüßt uns herzlich und wir finden sie sofort sympathisch. Nicht ganz so sympathisch finden wir das Gefährt, das uns nach Tupiza bringen soll; wenigstens haben wir und unser Gepäck ausreichend Platz. Die Klimaanlage funktioniert nicht, der Tacho ebenso wenig. Dass sich die Bremsen nicht mehr im allerbesten Zustand befinden, können wir hautnah bei einem Stopp zur Kenntnis nehmen. Zur Sicherung des Vehikels reicht auch ein Stein, der kurzerhand vor den Reifen gelegt wird. ¡Bienvenidos a Bolivia!







In Suipacha halten wir für einen kurzen Rundgang. Die Kirche ist verschlossen und wir erfahren, dass dies bei fast allen Kirchen des Landes der Fall. Zu groß sei die Gefahr, dass etwas abhanden kommt.





Butch Cassidy und Sundance Kid sollen sich eine Weile in der Gegend rund um Tupiza versteckt haben. Ob sie diese Gegend wählten, weil sie einen gewissen Wild-West-Charme versprüht? Ich weiß es nicht, aber tatsächlich gefällt mir sehr gut, was ich hier sehe. Wir halten an einem Aussichtspunkt, von dem man auf eine Brücke der Zugstrecke schaut, die von Uyuni via Tupiza bis nach Villazón führt. Genau diesen Blick kenne ich von einer der Sendungen Eisenbahnromantik, die mehrere Bahnstrecken Boliviens vorstellt.















Kurz vor Tupiza sehen wir dann das erste Tuk Tuk. Diese Tuk Tuks verkehren seit vier Jahren in Tupiza und bisher (noch) in keinem anderen Ort des Landes.
Letzte Änderung: 21 Sep 2024 18:29 von Sabine26.
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22 Sep 2024 16:43 #694211
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Tag 8 – Tupiza
Tu(k) Tu(ks) in Tu(piza)


Ich kann nicht sagen, dass ich unser gestriges Vehikel, das in punkto Sicherheit besondere Maßstäbe setzte, vermisse. Es war ein einmaliges Gastspiel und diente lediglich dazu, uns von der Grenze nach Tupiza zu bringen.

Das Besondere an Tupiza ist seine Umgebung und möglicherweise auch, dass diese Ecke Boliviens alles andere als von Touristen überrannt ist. Bizarre Felslandschaften und Schluchten, nicht selten in Rot gehalten, prägen die Landschaft. Manche Felsformationen erinnern mich unwillkürlich an die beiden geologisch „verwandten“ Nationalparks Parque Nacional Talampaya und Parque Nacional Sierra de las Quijadas. Viele Felsformationen in dieser Gegend weisen von Farbe und Struktur für mich eine große Ähnlichkeit auf.

In dieser Felslandschaft findet man das Puerto del Diablo, gleich zwei eigentümlich in der Landschaft platzierte Felsen, tragen den Namen Teufelstor.

La Poronga mit seiner Felsnadel und dem daneben stehenden breiteren Felsen von 50 Metern Höhe und der Cañon Delinca sind ebensolche Anziehungspunkte für die spärlichen Touristen, die hier unterwegs sind.
























Tupiza hat ca. 27.000 Einwohner und liegt auf 2.964 Metern Höhe. Die Recherche nach einer Bleibe für zwei Nächte hat mich ziemlich schnell zum Hotel Mitru geführt. Wir buchten die beste Zimmerkategorie, die mit einem kleinen Vorraum aus Kaktusmöbeln aufwarten kann. Das Hotel ist sehr sauber, aber doch eher einfach. Die Familie, die das Hotel führt, und die Angestellten sind sehr freundlich.

Ungewöhnlich ist, dass wir mittags in ihrem privaten Bereich bekocht werden. Es gibt das gleiche Essen, wie die Familie zu sich nimmt, eine Suppe als Vorspeise, gefolgt von Hühnchen, Kartoffeln und Gemüse. Es klingt so einfach, aber es ist dermaßen köstlich, die Nahrungsmittel schmecken so rein, so gut. Ein Geschmackserlebnis, das mich an die Küche meiner Oma in meiner Kindheit denken lässt.

Am Nachmittag schauen wir uns Tupiza auf einem Spaziergang an. Die Stadt verfügt trotz der Höhe und der Trockenheit über ein angenehmes Klima. Die allgegenwärtigen Tuk Tuks tragen ihre Nummern in großen Lettern auf ihrer zumeist blauen Seite. Es hält sie und andere nicht davon ab, dort zu parken, wo es ausdrücklich nicht gestattet ist.

In einem kleinen Laden kaufen wir Malbücher und Buntstifte. Sicher werden wir auf der Reise Gelegenheit haben, dem einen oder anderen Kind damit eine Freude zu bereiten und auch der Verkäufer freut sich über den Umsatz. Bolivien gilt als das ärmste Land auf dem südamerikanischen Kontinent und obwohl wir noch nicht lange im Land sind, haben wir den Unterschied zu den beiden südlich gelegenen Nachbarn sehr schnell bemerkt.

















Letzte Änderung: 22 Sep 2024 16:51 von Sabine26.
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