THEMA: Sri Lanka 2024 Soloreise im Land der vielen Pfauen
29 Okt 2024 22:48 #696273
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21.03.2024 (Birdwatching am Nelum Wewa Lake )

An diesem Morgen heißt es ein letztes Mal früh aufstehen zur Tier- bzw. hier Vogelbeobachtung. Der nicht weit entfernte Nelum Wewa Lake will erkundet werden. Hier sollen sich einige Vögel tummeln. Ich habe keine sonderlich hohen Erwartungen, sondern möchte heute einfach nochmal die schöne Natur genießen. Wenn dabei noch der ein oder andere Vogel herumflattert, bin ich schon mehr als zufrieden.

Wieder erhalte ich einen kleinen Tuk-Tuk-Shuttle-Service von etwa 10 Minuten. Ich hätte auch laufen können, möchte aber nicht den Sonnenaufgang verpassen.

Und das wäre auch wirklich zu schade gewesen! Die frühmorgendliche Atmosphäre am See ist nämlich einfach ein Traum. Wie war das, wenn man nichts erwartet...Ich bin total geflasht von der einzigartigen Stimmung am Nelum Wewa Lake... Dem Licht zum Sonnenaufgang, den intensiven Farben…Der rote Boden und die vielen Seerosen bzw. das satte Grün rund um den See bilden einen tollen Kontrast.









Ich schlendere noch im Dämmerlicht langsam den Weg am Wasser entlang und scheuche dabei eine Gruppe der scheuen Hanuman-Languren auf (und davon).





Unerwartetes Highlight kurz darauf ist eine Brown Fish-Owl. Die große Eule starrt mich mindestens so überrascht an, wie ich sie und flattert direkt davon. Hier zumindest zwei nicht ganz scharfe Beweisbilder. Eulen sind einfach faszinierend und meine absoluten Lieblingsvögel. Wie schön, doch noch eine in Sri Lanka gesehen haben zu dürfen.





Ich bin ganz alleine am See und habe diese tolle Location für mich.





Nur zwei oder dreimal in den Stunden, die ich hier bin fährt ein Mofa-Fahrer auf der Straße am See vorbei. Zu Hause hätte ich mich alleine vielleicht sogar etwas gegruselt an einem einsamen See. Komischerweise habe ich in Sri Lanka die ganze Zeit ein sicheres Gefühl. Vielleicht auch, da ich die Menschen hier als extrem freundlich empfinde. Und wäre es gefährlich alleine am See als Frau gewesen, hätten mich die netten Leute in der Backwaters Lodge sicher gewarnt oder gar nicht erst hinfahren lassen.

Zwischenzeitlich ist die Sonne weiter aufgegangen und ich entdecke verschiedene Reiher im Unterholz am See.





Die Seerosen selbst sind auch immer ein schönes Fotomotiv.





Auf ihnen stolzieren munter Vögel herum und zu meiner Freude sind es für mich zwei Erstsichtungen. Hier eine White-breasted Waterhen



Und noch etwas imposanter aussehend eine Pheasant-tailed Jacana.



Wie spannend ich heute Morgen alles finde! Um mich herum schnattert und krächzt es. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. In den Bäumen sitzt ein Stork-billed Kingsfisher.



Und - wie immer besonders laut - grüne Halsbandsittiche, die es auch in Massen bei uns in Düsseldorf in den Parks gibt. Hier ein Pärchen, das am Balzen ist und sich gegenseitig füttert.





Ich komme kaum vom Fleck am See. Etwas weiter entfernt in den Bäumen entdecke ich Black-headed Ibisse.





Sowie ebenfalls entfernt einen Indian Roller. Das Pendant zur afrikanischen Gabelracke und ebenso schön bunt (was ich allerdings erst sehen kann kann, als er davonfliegt.)



Ich laufe noch etwas den See ab und sauge die Landschaft ganz tief in mich ein. Von Nelum Wewa werde ich zu Hause träumen und mich wieder zum Sonnenaufgang dorthin wünschen. Ein absoluter Sehnsuchtsort.







Meine letzte Sichtung dort, die ich aufs Foto bekomme (es waren noch viel mehr Vögel unterwegs) ist ein Common Tailorbird.



Dann heißt es schweren Herzens Abschied nehmen, denn es wird langsam sehr warm und ich laufe den ca. 25 minütigen Weg zurück. Mein Frühstück wartet auf mich und ich merke
so langsam verstärkten Hunger und wohl auch Nachholbedarf von der knappen Schonkost der letzten Tage.

An Tieren mangelt es auch auf dem Rückweg nicht. Dieser ist regelrecht mit Hunden "gepflastert"



und in einer Plantage unterwegs tollen erneut Hanuman-Languren herum.



Ich entdecke auch eine weitere Taube, die ich bisher noch nicht in meiner Sammlung hatte. Eine Orange-breasted Green-Pigeon. Sie dreht mir aber nur die Seite zu und so bleibt die orangene Farbe versteckt.



Mitten auf der Straße wird hier in Sri Lanka übrigens Reis getrocknet.



Ich laufe in der ländlichen Gegend an einigen Höfen entlang zurück und werde dabei neugierig von den recht mager aussehenden Kühen beäugt.





So richtig zunehmen kann ich vom Frühstück, dass mich heute Morgen erwartet allerdings auch nicht. ;) (Aber selbst so bestellt. Ich bin vorsichtig, da noch immer etwas angeschlagen.)



Äußerst schade, denn das normale Essen in der Backwaters Lodge muss köstlich sein, wenn die Schonkost schon so gut schmeckt…Neben der fantastischen Natur rundum noch ein Grund wieder zu kommen. :)

Fortsetzung mit den letzten Tagen an der Westküste folgt!
Anhang:
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit
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Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen
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Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche
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Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons
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15 Nov 2024 18:18 #697353
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21.03.2024 (Elements Beach & Nature Resort)

Nach dem späten Frühstück wartet bereits der gebuchte Fahrer auf mich, der mich Richtung Meer zur nächsten Unterkunft bringen wird. Ich bin richtig wehmütig, da die Safari und Tierbeobachtungsphase des Urlaubs nun endgültig zu Ende ist und auch, da ich die Backwaters Lodge nur allzu ungern verlasse. Es tröstet mich jedoch der inzwischen gefasste Entschluss, dass ich hierher so bald wie möglich wiederkommen möchte.

Ein letzter Tag am Meer, um die vielen Erlebnisse etwas zu verarbeiten und endlich mal wieder baden gehen zu können, ist zur Abwechslung ja auch nicht schlecht. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt ist die Lodge auf der Halbinsel Kalpitiya an der Westküste gegen Mittag erreicht. Das schicke Elements Beach & Nature Resort mit seinen Bungalows liegt direkt am schönen einsamen Sandstrand und auf der anderen Seite grenzt es an die Flachwasserlagunen von Kappalady. Von der Lage her wirklich ein Traum.

Hier finden Kite-Surfer beste Bedingungen vor und daher zieht es vor allem sie auf die Halbinsel. Ich merke schnell, dass die ganze Anlage auf Kite-Surfer und Taucher und das Anbieten von entsprechenden Kursen ausgerichtet ist. Diese finden hier sicherlich auch ihr Paradies. Mich interessiert das jeoch weniger. Es reicht mir bewegungsmäßig völlig im warmen Meer zu liegen und etwas zu schwimmen. Zum Glück kann hier jeder einfach seins machen.

Kaum bin ich an der Rezeption der Anlage zum Einchecken angekommen, schlägt das Wetter um. Es war vorher schon bedeckt, aber nun türmen sich dunkle Wolken auf und es fängt doch tatsächlich an in Strömen zu gießen. Was für eine Frechheit an meinen Badetag! Ich bestelle mir daher im netten, halboffenen Restaurantbereich um die Ecke erstmal ein paar Nudeln mit Gemüse zum Mittag und warte essend das Ende des Regens ab. Die sind sehr lecker, schwimmen aber leider ziemlich in Öl, statt in der erwarteten Tomatensauce. Mein noch empfindlicher Magen wird es mir später übel nehmen.





Als der Wolkenbruch vorüber ist laufe ich durch die Anlage zu meinem Bungalow an den Lagunen. Alles ist schön grün und naturnah hier.



Und es gibt sogar einen großen Pool. Aber wer will schon in den Pool steigen, wenn das warme Meer nur ein paar Schritte entfernt ist.



In der Anlage laufen außerdem Tiere herum, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Eine Gruppe wilder Esel bevölkert die Wiesen der Lodgeanlage. Das gefällt mir doch schon mal sehr.



Genauso wie der gebuchte, riesige Bungalow an den Lagunen mit eigenem Steg.







Am Ende nochmal etwas Luxus kann nicht schaden. :) Hier die Innenansicht. Mit etwas überdimensionerten Räumlichkeiten für eine Person hatte ich zu Beginn der Reise ja auch schon Erfahrung gesammelt.





Dann endlich gegen 15 Uhr geht es über den Strand Richtung Meer zum Baden.





Der wolkige Himmel ist gar nicht mal so schlecht schlecht, denn so ist es nicht so heiß am Nachmittag wie sonst. Man kann herrlich im warmen Meer baden, ohne dass man sich einen Sonnenstich holt. Das genieße ich hier dann auch lange und in vollen Zügen. Ich bin gerade die einzige an dem ganzen Strandabschnitt. Die einsame Lage der Lodge macht es möglich. Nur einig wenige andere Touristen sind gerade auf Ihrer Strandliege. Herrlich, das Meer gefühlt für sich zu haben. Ich mag gar nicht wieder raus. Einzig ein süßer Hundi besucht mich am Strandabschnitt.



Ich schlürfe danach noch eine Cola auf meiner Strandliege und beobachte lange die tollen Wolkenformationen im Abendlicht. Herrlich! So kann man es aushalten.







Das Abendessen gibt es heute in Form eines Buffets mit italienischen Speisen. Nicht gerade authentisch sri-lankisch, aber vermutlich sehr lecker. Ich kann nämlich nichts davon essen, da ich wohl zu schnell nach der strikten Schonkost wieder die öligen Nudeln und dann auch noch die Cola hatte. Das war ein recht kurzes Vergnügen. Es rumort bei mir und die alten Problemchen sind wieder da. :S Irgendwie soll es in der letzten Woche nicht sein, mit dem richtig essen. Ich bestelle nur trocken Toast und Tee und sehe etwas neidisch den anderen beim Gang zum Buffet zu. Heute falle ich dann ganz schnell ins Bett, da ich außerdem sehr müde und erschöpft bin. Das frühe Aufstehen vor Sonnenaufgang zur Vogelbeobachtung macht sich bemerkbar. Morgen geht es schon zurück Richtung Negombo, wo auch der Flughafen liegt.

Letzter Teil mit dem Fazit folgt nächste Woche.
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21 Nov 2024 01:49 #697723
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21.03.2024 (Letzer Tag in Negombo – Ayubowan Guesthouse)

Heute kann ich herrlich lange Ausschlafen. Nach dem frühen Aufstehen sämtlicher letzten Tage ist das genau das Richtige. Ich trödele nach Herzenslust und bestelle mir - als ich es endlich aus dem Zimmer geschafft habe - magenfreundlich Porridge mit Banane zum Frühstück. Dann heißt es gegen 11 Uhr schon wieder Abschied nehmen vom kleinen Paradies am Meer und bei einem neuen Fahrer einsteigen. Mein letzter längerer Transfer nach Negombo nahe dem Flughafen steht an. Hier werde ich noch eine Nacht übernachten, bevor es morgen Richtung Heimat geht. Der Fahrer spricht zum Glück gut Englisch und so kommt eine rege Unterhaltung zustande. Er ist Muslim und berichtet mir bald, dass er fastet, da Ramadan ist. Es muss heftig sein bei der schweißtreibenden Hitze von mehr als 35 Grad derzeit den ganzen Tag nichts zu trinken. Etwas verschämt packe ich zwischendurch meine Wasserflasche aus, da ich es keine Stunde ohne Wasser aushalte.

Die Fahrt dauert ca. drei Stunden und es herrscht viel Verkehr, da Freitag ist und schon Feierabendverkehr unterwegs. Dazu an der ganzen Straße Häuser, Shops, bunte Reklame und viele Menschen. Nach der idyllischen Ruhe der einsamen letzten Stationen fast ein Kulturschock für mich. Ich fühle mich ein bisschen wie aus einem schönen Traum gerissen und wieder unsanft in der Realität angekommen.

Das Ayubowan Guesthouse in Negombo liegt zum Glück in einer ruhigen Nebenstraße. Die britischen Gastgeber Brenda und Ron, ein älteres Pärchen, die sich hier niedergelassen haben, sind sehr nett und heißen mich herzlich willkommen. Er hat den typisch, britischen trockenen Humor, den ich so mag. Ihre schöne Hausanlage gefällt mir sofort.



Das Zimmer im Erdgeschoss ist gepflegt und gemütlich und hat dankenswerterweise Klimaanlage. Ich kann von dort aus direkt auf die große Terrasse und in den schönen Garten mit Pool gehen.





Nachdem Einchecken möchte ich erstmal etwas Negombo in Richtung Strand erkunden. Dieser ist vom Guesthouse nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Ich kehre jedoch ziemlich schnell und ernüchtert wieder zurück. Der Strand gefällt mir gar nicht und wirkt schmuddelig. Im Hintergrund sind teils höhere Häuser und an der lauten Straße überall Restaurants und Shops. Nicht gerade idyllisch. Da bin ich wohl zu sehr verwöhnt worden bisher auf der Reise.





Dann lieber die heißen Stunden des Tages noch auf der Terrasse des schönes Guesthouses verbringen.



Auf dem Grundstück sind erfreulicherweise sogar Vogelbeobachtungen möglich! Denn tatsächlich stolziert hier gerade ein Vogel im Garten herum, den ich bisher in Sri Lanka noch nicht gesehen hatte. Der Greater Coucal ist gar nicht scheu und lässt sich gut ablichten





Genauso wie ein Red-wattled Lapwing, dem es scheinbar sehr am großen Pool gefällt. Er dreht dort beständig seine Runden und nimmt ab und an ein Bad.





Ron erzählt mir später, dass die Beiden hier Dauergäste sind und täglich kommen. Das hört man doch gerne. Die Zeit vergeht schnell. Das Abendessen mit strikter Schonkost ohne Gewürze in einem Restaurant um die Ecke ist wie erwartet nicht schmackhaft, aber stillt immerhin den Hunger. Am nächsten Morgen freue ich mich kein sri-lankisches Frühstück zu bekommen, sondern bei Brenda auf Wunsch ganz stilecht britisch Porridge.



Vorm Flug am frühen Nachmittag drehe ich nochmal eine Runde im Viertel des Guesthouses in entgegengesetzter Richtung zum Strand. Hier ist es ruhiger und man sieht, dass es eine christliche Gegend ist mit Kirchen und kleinen Kapellen. Hier sind fast nur Einheimische unterwegs.







Dann heißt es Abschied nehmen von Sri Lanka. Hier im nicht so attraktiven Negombo fällt mir das zum Glück nicht ganz so schwer. Brenda schmiert mir noch ganz lieb ein paar Toasts zum Mitnehmen, falls ich das Flugzeug-Essen nicht vertrage. Ich komme mir hier so betüddelt und umsorgt vor wie bei meinen Eltern. Ein schönes Gefühl. :) Den Taxifahrer zum Flughafen organisiert Ron ebenfalls. Den langen Umsteige-Flug mit Etihad über Abu Dhabi nach Düsseldorf überstehe ich wieder recht gut dank Beinfreiheit am Notausgang und mit Vorfreude auf meinen Freund zu Hause.

Ende meiner Soloauszeit und Ende des Berichts.
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Fazit zu 3 Wochen Sri Lanka:

Die nächste Reise nach Sri Lanka für Februar 2025 ist bereits gebucht. Brauche ich eigentlich noch mehr schreiben? ;) Das Land hat mich völlig begeistert und in seinen Bann gezogen. Es gibt noch so viele Regionen, die ich dort entdecken möchte und doch reicht auch eine weitere Reise noch lange nicht dafür aus. Ich hatte beim Buchen erneut die Qual der Wahl und habe mich schwer getan mit der Entscheidung, wohin es gehen soll. Potential für eine dritte Reise wäre also sicher auch noch gegeben.

Aber mal von Anfang an. Ich hatte vor der Reise nicht viel erwartet und Asien überhaupt nie im Fokus gehabt. Es waren immer Kontinente wie Afrika, Australien oder Mittelamerika, die für mich einen größeren Reiz hatten, was Natur und Tierbeobachtungsmöglichkeiten angeht. So kann man sich täuschen. Sri Lanka kann da meiner Meinung nach gut mithalten mit seiner großen Artenvielfalt auf kleinem Raum, den vielen Safarimöglichkeiten und der wunderbar grünen Natur. Dazu kommen noch die kulturelle Vielfalt und die vielen Tempel und Relikte aus vergangener Zeit. Das alles ergibt einen spannenden Mix.

Besonders auch das recht gute Preis-Leistungs-Verhältnis macht eine Reise nach Sri Lanka für mich attraktiv. Costa Rica oder auch Uganda in den beiden Vorjahren waren dagegen insgesamt deutlich teurer. Und dies übrigens auch noch, wenn man in Sri Lanka ein Auto mit eigenem Fahrer für die drei Wochen genommen hätte. Auch etwas luxuriösere Unterkünfte waren hier noch gut erschwinglich. Übernachtet man dazu noch ab und an in den sehr preisgünstigen Home-Stays, sind die Kosten insgesamt gut überschaubar.

Das sichere Gefühl, das ich als allein reisende Frau überall hatte und die extrem freundlichen und offenen Menschen, die mir begegnet sind, waren weitere große Pluspunkte der Reise. Die Übernachtungen in den kleinen von Einheimischen geführten Unterkünften / Homestays fand ich besonders spannend und boten viele individuelle Eindrücke. Ich würde dort immer wieder zu einem Teil der Reise übernachten. Auch wenn das einheimische Frühstück zumeist nicht ganz so meins war. Aber das ist ja Geschmackssache. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, dort einmal zu übernachten, denn es bietet Erfahrungen abseits des Mainstreams. Mit den Kindern vom Gastgeber in ihren kleinen Haustempel zu schauen oder sich von Ihnen ihr Baumhaus am einsamen See zeigen zu lassen, waren besondere Momente, an die ich gerne zurückdenke.

Es stimmt ansonsten, dass manche Nationalparks in Sri Lanka überlaufen sind und bei einem großen Autokonvoi vor einem Tier kommt bei mir auch kein richtiges Safari-Feeling auf. Aber diese Parks kann man zum Glück meiden und dafür lieber andere besuchen. Wilpattu im Nordwesten oder der Sinharaja Forest waren deutlich ruhiger und hier kam echtes Wildnisgefühl auf. Gegenden wie den Yala NP und Ella im Hochland habe ich dagegen bewusst ausgelassen, da ich von zu vielen Touristen dort gelesen hatte. Ob dies der Wahrheit entspricht, kann ich ohne eigenen Besuch nicht beurteilen, aber es hat gereicht, um mich abzuschrecken. In den Touristenorten an der Küste - wie dem von mir besuchten Hikkaduwa -war erwartungsgemäß mehr los. Aber auch da kann man die Unterkunft etwas abseits wählen, so dass man dem Rummel entgeht. Günstige Tuk-Tuks in den Ort oder an den Strand gibt es überall.

Insgesamt fand ich Sri Lanka aber überraschend wenig überlaufen. Sogar in der Stadt Galle oder am Sigiriya Felsen, die zu den besonders beliebten Touristenzielen im Land gehören, waren bei Weitem nicht so viele Touristen unterwegs, wie vorher erwartet. Dies kann daran gelegen haben, dass viele Reisende noch von den Unruhen im Jahr 2022 abgeschreckt waren und der Tourismus im Land erst langsam wieder anläuft. Mal sehen, wie es im Februar 2025 sein wird bzw. wo die Entwicklung hingeht. Ich bin gespannt und freue mich schon jetzt auf eine gemeinsame Reise mit meinem Freund ins Land der vielen Pfauen. Auch wenn meine Soloreise ein wunderbares Erlebnis war, das ich als Erfahrung nicht missen möchte.

Vielleicht auch, weil ich nichts erwartet habe, war die Reise nach Sri Lanka eine meiner schönsten überhaupt. Ich zähle schon die Tage, bis ich wieder dort sein darf. :)

Danke für Euer Interesse und dass ihr mich virtuell begleitet habt! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Liebe Grüße, Tina
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