THEMA: Seychellen - eine Woche tropische Farben
10 Jan 2023 22:08 #659302
  • rik m.
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  • rik m. am 10 Jan 2023 22:08
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Fs

Was fehlt dem Tag noch? Ja, richtig! Der Sonnenuntergang! Und der war wirklich von der feinsten Sorte! :kiss:


Anfangs lenkten mich die Vögel ab, die sich auch den warmen Felsen ausgesucht hatten...





Aber dann wurde das Spektakel immer besser:









Als der Ball versunken war, verließ ich den Platz und suchte mir eine neue Stelle für das, was danach noch kam:





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10 Jan 2023 22:59 #659307
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  • Gabi-Muc am 10 Jan 2023 22:59
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Sehr schöne Bilder, vielen Dank!

LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
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21 Jan 2023 10:38 #659944
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4.11.

Den Tag ging ich ähnlich an wie den vorherigen: Herumstreifen in der Lagune, weitere Mückenstiche, aber totale Begeisterung über die Vegetation. Leider muss ich aber auch eines sagen: Dieses kleine Palmenwäldchen mit dem Brackwassertümpel war total vermüllt. Es stand mal ein Haus hier, von dem nur noch Grundmauern zu sehen sind, aber mehr oder weniger die ganze Einrichtung liegt in größeren oder kleineren Plastikfetzen zerrissen herum. Nur durch geschicktes Auswählen der Perspektive sieht man das auf meinen Bildern nicht. Über diesen Müll war und bin ich echt entsetzt. Am Strand selbst ist davon nicht zu sehen, aber nur ein paar Meter hinein ins Wäldchen ist es aus mit dem paradiesischen Schein.







Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg in den Jardin du Roi, das ist ein botanischer Garten bzw. ein Gewürzgarten in der Inselmitte. Zunächst musste ich den sehr steilen Anstieg und Weg bis zur Bushaltestelle hinter mich bringen. Kein Problem, ich hatte ja Zeit. Trotzdem freute ich mich, als mich ein kleiner LKW überholte, anhielt und anbot, dass ich auf der Ladefläche bis zur Straße mitfahren konnte. Dass ist die Art der Seychellois, zu trampen. Gerne nahm ich das Angebot an und grinste über beide Ohren, als mich so chauffieren ließ. An der Kreuzung sprang ich hinunter und dankte. Lange musste ich nicht bis auf den Bus warten. Die Fahrt kostete wieder 12 Rupies. An der nächsten Haltestelle stieg ein ganzer Schwung Leute ein und eine telefonierende Frau setzte sich neben mich. Auch jetzt musste ich wieder in mich hinein lachen. Wir saßen echt auf Tuchfüllung und sie hatte keinerlei Hemmung, sich über mich hinweg (oder eigentlich direkt vor meinem Gesicht) am Haltegriff festzuhalten. Neben dieser fülligen Frau kam ich mir wie ein kleines Krisperl vor. In einer ihrer Telefonier-Pausen sprach ich sie an und sagte ihr, dass ich bis zum Jardin du Roi fahren wolle und bat sie, mir doch ein zu sagen, wann ich dafür das Stopp-Klingelsignal geben müsse. Das tat sie dann auch und ich als einzige aus. Nun musste ich wieder sehr steil hochgehen, da der Garten oben in den Bergen liegt.

Der Eintritt kostete 150 Rupies, also ca. 10 Euro, und man bekommt eine Karte incl. Übersicht über die Pflanzen in die Hand gedrückt. Der Besuch eines kleinen Museums wäre auch inkludiert, aber dort war ich nicht.



Nachdem ich mich am Aussichtspunt direkt beim Restaurant etwas erholt hatte und das Makro-Objektiv auf die Kamera gesteckt und das Stativ ausgepackt hatte, begann ich meine Runde. Bald ließ ich es bleiben, überall nachzulesen, wie die Pflanzen heißen. Ich ließ mich einfach treiben und genoss die Farben und Formen der unterschiedlichen Pflanzen.


















Ab und an kamen Pärchen oder kleine Gruppe vorbei; einmal hörte ich einen sehr vertrauten Dialekt und siehe da, die Familie wohnt im Nachbarlandkreis. Einmal begegnete ich auch einer Führung und hörte ein wenig zu, aber irgendwie war ich doch lieber alleine unterwegs und fotographierte in Ruhe, was mir gefiel.





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21 Jan 2023 10:45 #659945
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Fs













Als ich die Hauptwege auf diese Weise einmal abgegangen war, traf ich zwei Frauen, die ich beim Frühstück im Hotel gesehen und gesprochen hatte. Gemeinsam aßen wir einen kleinen Lunch – und da war ich echt über den Preis schockiert. Für einen Thunfischsalat (also ein paar grüne Salatblätter mit Zwiebeln und Thunfischstückchen), der nur mittelmäßig schmeckte und meiner Meinung nach aus der Dose kam, zwei Toastscheiben, zwei kleine Bier und einen Crepes mit Eis , der mit etwas Takamaka-Rum bespritzt war, zahlte ich umgerechnet 50 Euro. Irre. Nun gut. Die beiden Hotelbekannten fuhren mit ihrem Mietauto weiter und boten an, mich ein Stückchen mitzunehmen. Nettes Angebot, aber ich wollte nochmals durch den Garten wandern. Dieses Mal mit dem normalen Objektiv.


















Nach dieser zweiten Runde kehrte ich im Souvenirshop ein und kaufte etliche Gewürze; auch hier war es unheimlich teuer. Da ich aber sonst keine Gelegenheit hatte, Mitbringsel einzukaufen, musste ich die teure Kröte schlucken.

Nun war mein Plan, den Garten hinten zu verlassen und über die Berge zur Baie Lazare zu wandern. In der Karte war ein entsprechender Weg eingezeichnet. Ich fragte nochmals an der Kasse nach und ließ mir den Weg erklären.







Es war ein schöner Waldpfad, teils sehr steil, aber wirklich schön. Oben am „Pass“ kommt man auf eine Lichtung und hat freien Blick aufs Meer. Nun ging es wieder steil bergab. Blöderweise rutschte ich einmal aus und griff instinktiv an eine Pflanze am Wegesrand, um mich festzuhalten. Das war echt sehr blöd, denn ich griff in Stacheln bzw. dünne Dornen, was wenig angenehm war. So gut es ging, versuchte ich, die Stacheln herauszuziehen und sprühte Desinfektionsspray drauf. Ein paar saßen etwas tiefer, die ich nur mühsam herausholen konnte. Dann ging es weiter, vorsichtiger und bedächtiger.



Je tiefer ich kam, umso lauter vernahm ich Musik. Mehrmals gabelte sich der Weg, einmal ging ich falsch und kam auf ein Feld, wo Früchte angebaut wurden. Also kehrte ich um und folgte weiter der Musik, bis ich auf einmal hinter dicht stehenden Hütten und Baracken stand. Das sah alles sehr privat aus, irgendwie wollte ich nicht durch den Hinterhof fremder Leute trampeln. Aber umkehren kam nun auch nicht mehr in Frage. Zwischen Blechwänden und Mauern zwängte ich mich beinahe schon durch und stand plötzlich einer Frau gegenüber, die in einem kleinen Hinterhof Wäsche aufhing. Ich grüßte und fragte, ob das der Weg nach Baie Lazare sei. Sie war sehr freundlich und bejahte dies und zeigte mir, wo ich weitergehen musste. Ich traf noch auf eine Gruppe von Männern, die quasi im Stuhlkreis auf einem freien Platz saßen, und kam auf eine asphaltierte Straße. Hier sah ich auch ein sehr modernes, großes Haus, aus dem diese irrsinnig laute Partymusik tönte. Welch ein Gegensatz zu der ärmlichen Siedlung, die ich gerade passiert hatte.

Nun musste man nur noch der Straße folgen, die sich gemächlich den Berg hinabwand. Rechts und links gab es immer wieder Häuser. Fußgänger und Autos begegneten mir, ich war nicht mehr allein. Am Straßenrand fand ich ein wunderschönes Palmblatt, das sich schon gelb verfärbt hatte. Ich schleppt es eine Zeitlang mit, bis ich es auf einem passenden Stein ablegte.



In einem kleinen Shop, der von Indern geführt wurde, kaufte ich mir noch 3 Seybrew (die 3 kosteten zusammen weniger als 1 im Hotel) und war dann gerade rechtzeitig zu Dämmerung wieder am Hotel, ziemlich erschöpft, aber sehr glücklich, weil ich so viel Schönes gesehen hatte.
Letzte Änderung: 21 Jan 2023 10:46 von rik m..
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21 Jan 2023 13:28 #659956
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  • CuF am 21 Jan 2023 13:28
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Was für eine Überraschung, liebe rik.m, daß Du hinter "Seychellen - eine Woche tropische Farben" steckst :laugh:
Ich hatte immer nur den Titel, nicht aber den Verfassernamen gelesen und gelangweilt weitergescrollt ("schon wieder so ein Schicki-Micki-Urlaubsbericht........."). Was mir bis heute entgangen ist, sind Deine wunderschönen Impressionen und nun ist die Reise fast wieder vorbei! Vielen Dank bis hierher!
Schöne Grüße
Friederike
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21 Jan 2023 14:59 #659958
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  • Botswanadreams am 21 Jan 2023 14:59
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Wunderschöne Bilder, Du weckst Erinnerungen. Der Jardin du Roi ist wirklich sehenswert. Wir fanden ihn damals interessanter als den Botanischen Garten in Victoria. Nun bin ich gespannt, ob Du die Wanderung um die Südspitze noch in Angriff genommen hast?

Danke und LG
Christa
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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