THEMA: Einreise nach Namibia und Polizeikontrollen
18 Okt 2022 16:34 #653336
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Am Grenzübergang Trans-Kalahari-Highway mussten wir gestern bittere Erfahrungen bei der Einreise nach Namibia machen. Der botswanische Zollbeamte hat unser Carnet falsch bearbeitet. Glücklicherweise haben wir den Fehler sofort entdeckt, der Beamte musste eine neue Seite bearbeiten. So ließ er uns aus- und gleich wieder einreisen, so dass unser Fahrzeug gleich zwei Mal ausgeführt wurde.
Beim namibischen Zoll saß ein völlig unerfahrener Mitarbeiter ohne Uniform oder Legitimation am Schalter. Zwei Kollegen mussten ihm mehrfach assistieren. Letztendlich hat es dann geklappt.
Beim Bezahlen der Straßengebühren für Namibia versuchte die Mitarbeiterin das Wechselgeld nicht herauszugeben. Sie entschuldigte sich dann, nachdem wir mehrfach auf die Herausgabe des Wechselgelds bestanden haben.
Die Kontrollstation an der Ausfahrt des Zollhofs war nicht mehr besetzt, unser Laufzettel wurde nicht abgenommen.
Das war noch nicht alles am ersten Tag in Namibia.
Nach einigen Kilometern in Richtung Windhoek kamen wir in eine Polizeikontrolle. Alle Papiere , Führerschein, Pass, Fahrzeugpapiere, Straßengebühren, Versicherung und Carnet wurden vorgelegt und kontrolliert. Alle Unterlagen waren aus unserer Sicht in Ordnung und wurden auch nicht beanstandet. Es wurde offensichtlich, dass ein Grund für ein Bußgeld gesucht wurde. Mehrfach wurden massiv von 6 Beamten eine Summe von 1500 NAD eingefordert. Anscheinend sollten wir eine namibische Plakette kaufen. Wir haben das vehement und konsequent abgelehnt. Nach etwa halbstündiger Diskussion ließen sie uns passieren. Recherchen ergaben, dass tatsächlich keine solche Plakette für ausländische Fahrzeuge erforderlich ist.
Allein bei der Einreise bekamen wir als Tourist einen sehr negativen Eindruck von Namibia, und wir sind nicht zum ersten Mal in diesem Land. Hat sich Namibia verändert ?
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18 Okt 2022 17:05 #653340
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  • travelNAMIBIA am 18 Okt 2022 17:05
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Solche Vorfälle (also den mit der Polizei) gibt es immer wieder und das schon seit Jahrzehnten. Zum Glück sind es weiterhin seltene Einzelfälle (z. B. gab es zuletzt zw. Tsumeb und Etosha - wurde hier im Forum auch besprochen).

Neueinsteiger im Beruf gibt es auch beim namibischen Zoll. Es hat doch dann alles geklappt, oder? Der Geldwechselmangel ist auch eine gerne genommene Sache, nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei NWR und gar Privatunternehmen. Hatte ich auch gerade beim Nampol in Klein Windhoek. 50 Dollar für den Waffenschein sollte ich zahlen, hatte aber nur 3x20. Bot der Polizistin dann an, dass ich entweder nix zahle und mal eben mit dem Station Commander spreche oder sie auf die Suche nach dem Wechselgeld geht. Schwups, hatte ich 10 Dollar in der Hand.

Das andere ist ein Botswana-Problem, wenn der falsch stempelt.

Ich wünsche noch eine hoffentlich entspannte(re) Reise,
Christian
Vom 9.12.2022 bis 14.01.2023 nicht bzw. nur sporadisch im Forum aktiv!
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18 Okt 2022 19:57 #653364
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Eine Anekdote von einer Zambia-Tour:
Wir wurden an einer der immer wieder vorkommenden Roadblocks angehalten, und ich hatte ich eine lustige Kommunikation mit dem Befehlshabenden an einer Roadblock:
Er frage mich nach dem Führerschein, und bekam den Führerschein. Wir fuhren ein Auto mit NAM-Kennzeichen.
Er fragte nach dem Paß, und bekam den Paß.
Dann brach es lachend aus ihm heraus, und er sagte, daß man sofort bemerkte daß wir aus "Afrika" seien.
Natürlich wurde ich neugierig, und fragte warum er darauf käme.
Mit einer Dose kalter Coke wurde er gesprächig, und erzählte, daß Afrikaner nur die Papiere vorlägen wonach sie gefragt werden.
Am eifrigsten seien Germans, die an jeder Roadblock sofort in einen Redeschwall verfallen und ungefragt Berge Papier hervor zauberten, am liebsten bis zum Stammbaum, der niemanden interessiert. Dann machen manche Polizisten sich natürlich einen Spaß daraus, ganz genau zu kontrollieren, während man den Culprits zumeist ein ängstliches schlechtes Gewissen ansehen könne.

Eine Grundregel für jeden Besucher an einer Roadblock: Schwätze nicht drauflos über Dinge wonach Du nicht gefragt wirst. Lege nur vor wonach Du gefragt wirst. Diese Menschen haben eine andere Mentalität, und richte Dich danach. So wird alles viel einfacher.
Aber jedem bleibt es selbstverständlich selbst überlassen wie er damit umgeht.
Letzte Änderung: 18 Okt 2022 19:59 von Hajo52.
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18 Okt 2022 20:58 #653367
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  • BikeAfrica am 18 Okt 2022 20:58
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Hajo52 schrieb:
Eine Grundregel für jeden Besucher an einer Roadblock: Schwätze nicht drauflos über Dinge wonach Du nicht gefragt wirst. Lege nur vor wonach Du gefragt wirst. Diese Menschen haben eine andere Mentalität, und richte Dich danach. So wird alles viel einfacher.

Das ist je nach Land auch wieder ganz verschieden. Frage den Polizisten in Sierra Leone nach dem Ergebnis des letzten Spiels des FC Bayern und er erzählt Dir alle Ergebnisse des letzten Spieltags und weiß hinterher gr nicht mehr, warum er Dich angehalten hat.
Anderswo stimme ich mit Dir überein. Erst mal abwarten, was die eigentlich wollen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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