THEMA: Ein Jahr danach – noch mal ans Nordkap
22 Apr 2021 21:51 #613571
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  • Papa Kenia am 22 Apr 2021 21:51
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@Annick
Schön, dass Du dabei bist! Hatte ich auch nicht anders erwartet. Deine Berichte lese ich auch immer mit viel Freude. Morgen früh geht es hier weiter!



@sabine26
Dann willkommen an Bord. Die Vernünftigen sitzen im hinteren Teil des Busses. Da war auch noch Platz.

Die erste Tour – meine allererste überhaupt –, war noch länger als diese und ging Kiel – Oslo – Stockholm – Helsinki. Dann durch Finnland bis zum Norden durch Lappland. Dann wieder rüber nach Norwegen bis zum Nordkap. Ab da aus gibt es teilweise Parallelen.
Oslo ist m. E. sehr schön. Vier bis fünf Tage kann man dort gut und gerne aushalten. An Sehenswürdigkeiten gibt es genug.

Ich schätze, allein im neuen Nationalmuseum kann man einen Tag verbringen.

Alles Gute Euch Beiden!

Bleibt gesund!

LG
Papa Kenia
Dieter
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22 Apr 2021 21:59 #613575
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Hallo Papa Kenia,

ich fahre auch sehr gerne mit und lese deinen Bericht mit großer Begeisterung. Wir haben Oslo auch bei so schönem Wetter erlebt und fanden es sehr sehenswert. Sind dann allerdings mit der Bergenbahn nach Bergen und auf ein Hurtigruten Schiff (war auch traumhaft und nicht so langweilig, wie ich erwartet hatte).
Ach ja, so Leute im Bus, wie du sie humorvoll beschreibst, kennen wir auch. Ich bin ein sehr geduldiger Mensch, mußte aber schon einige Male sehr höflich aber bestimmt meine Meinung sagen.
Freue mich aufs Weiterlesen.

Liebe Grüße aus Bayern
Silvy
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22 Apr 2021 22:01 #613576
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Papa Kenia schrieb:
Danach ging es in großem Bogen durch die Stadt zurück zum Bus. Hier war zwischenzeitlich Mister Wichtig eingestiegen. Er und Frau (sie war eigentlich ganz in Ordnung) waren von Düsseldorf geflogen und dann hier in Oslo zu uns gestoßen. Man ist ja schließlich was Besseres.

Der Kerl saß noch nicht ganz, da hatte er die vordersten Reihen unter Kontrolle nach dem Motto: ‚Alles hört auf mein Kommando‘.

Gut, dass zwischen ihm und mir noch 8 Sitzreihen waren und ich das Getöse nicht mitbekam.

Solche Leute braucht man in einer Reisegruppe genauso dringend wie ein Loch im Kopf.
Meine erste Reise außerhalb Europas war auch mit einer Reisegruppe. Da waren gleich zwei von der Sorte dabei. Die haben sich bei jeder erstbesten Gelegenheit so benommen, dass man sich schämte, zu dieser Gruppe zu gehören. Dieses Erlebnis hat dazu geführt, dass ich eine Gruppenreise erst wieder machen würde, wenn ich es mir eines Tages alleine nicht mehr zutraue oder in einer bestimmten Region nicht anders möglich ist.

Deine Beschreibung ist ja lustig zu lesen, aber live braucht man das einfach nicht, finde ich.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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23 Apr 2021 07:53 #613589
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@Silvy
Hallo Silvy,
auch Dir vielen Dank, dass Du dabei bist. Wir hatten von traumhaftem bis zum katastrophalen Wetter alles dabei. Mit der Bergenbahn sind wir auch gefahren. Ich war immer ein Gegner von Kreuzfahrten. Mittlerweile setzt ein Umdenken bei mir ein. Vielleicht auch mal Hurtigruten.


@BikeAfrica
Hallo Wolfgang,
Urlaub mit Reisegruppe ist ein Risiko. Ein oder zwei Typen können die ganze Truppe ‚runterziehen‘. Gott sei Dank ist der überwiegende Teil wirklich vorzeigbar‘ und benimmt sich wie zivilisierte Menschen.

LG
Dieter

Gleich geht's weiter!
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23 Apr 2021 08:33 #613592
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Klammheimlich wischte ich mir die erste Träne aus den Augen.
Das habe ich soeben (weniger heimlich) auch gemacht. :lol:
Klasse Bericht und ich freu mich jetzt schon auf die weiteren Smalltalks...
Danke Dieter fürs Zeigen und Berichten,
VG, Nette
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23 Apr 2021 08:44 #613596
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Tag 3
Ohne Wecker oder Handyalarm wurde ich um 5 Uhr wach. Kurz stylen und dann mit der Kamera bewaffnet bereits um 5.30 Uhr vor die Tür, um die nähere Umgebung ein wenig zu erkunden.

Lecker Frühstück gab es ab 7 Uhr. Mit dem ein oder anderen kam man nun so langsam ins Gespräch. Das war vorerst ein leichtes Abtasten. Im Großen und Ganzen schien es durch die Bank weg alles nette Leute zu sein.

Das Auschecken aus dem Hotel war ein Erlebnis. Kurt hatte die Koffer verstaut und nun saßen fast alle im Bus. Nur drei Ehepaare fehlten. Dann meinte einer der Reisenden, „wenn die noch nicht da sind, gehe ich auch noch kurz zur Toilette“.

Unser Fahrer Kurt stand mit dem Bus im Halteverbot und saß auf heißen Kohlen. ‚Knöllchen‘ müssen Fahrer aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Reiseleiter Sören wurde von Minute zu Minute unruhiger. Ursprüngliche Abfahrt war 8 Uhr. Viertel nach 8 Uhr kam der Pinkler wieder zurück und meinte, die fehlenden Gäste kämen nicht mehr an ihre Koffer, die noch in den Zimmern waren.

Dann ging Sören los.

Was war passiert? Diese achsosupertolle Elektronik hatte unsere komplette Reisegruppe für 7.45 Uhr ‚ausgecheckt‘. Wenn nun 7.46 Uhr noch jemand auf sein Zimmer wollte, um seinen Koffer zu holen, blockierte das System alles. Denn man hatte ja schon ausgecheckt. Und Unbefugte sollten nun mal nicht in die Zimmer. So standen die sechs Leutchen also mit ihren Karten am Aufzug, wollten auf die Zimmer um die Koffer zu holen und nix ging mehr. Keiner sprach englisch und an der Rezeption keiner deutsch.

Bis Sören dann alles klärte.

8.30 Uhr kamen wir dann endlich los.

Noch eine kleine Stadtrundfahrt, dann ging es nach Maihaugen. Maihaugen ist ein Open-Air Museum mit vielen rund 100 Jahre alten Gebäuden. Es ist eines der größten Freilichtmuseen in Norwegen. Zunächst bekamen wir im Museumsgebäude einen Eindruck von der Welt von vor damals. Danach ging es in die Außenanlagen. Maihaugen ist weitläufig, hier könnte man wohl einen ganzen Tag verbringen um alles zu sehen.

Wir hatten nicht diese Zeit zur Verfügung. Und einsetzender Nieselregen vermieste uns sowieso die Laune.















Dann nach steuerte Kurt unseren Bus wenige Kilometer weiter nach Lillehammer. Hier fanden 1994 die Olympischen Winterspiele statt. Die Skischanze war zwar nicht so beeindruckend wie die auf dem Holmenkollen. Interessant war es trotzdem.





Dann Weiterfahrt bei Regen. Sören überbrückte die Zeit, indem er einiges aus seinem Privatleben erzählte. Er gab uns jede Menge Informationen über Norwegen, die in keinem Reiseführer stehen. Sören ist ein wandelndes Lexikon und weiß auf jede Frage die richtige Antwort.

Eine Stunde vor Ankunft in Trondheim meinte Sören, dass er mit unserem Hotel telefoniert habe. In Trondheim wäre angeblich Sonnenschein und 25 Grad. Schlagartig verbesserte sich unsere Laune.

Wir kamen tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein in Trondheim an. Das Hotel war der Oberhammer. Für mich das beste der ganzen Reise.

Zimmer super. Essen super! Tolles Ambiente! Und eine geniale Lage direkt am Wasser.





Sören hatte angekündigt, dass wir heute Abend nach dem Abendessen um 21.30 Uhr noch gemeinsam einen Spaziergang Richtung Altstadt unternehmen. Gott sei Dank war es ein wirklich gemütlicher Abendspaziergang. Und keine Rennerei. Sören kann ja auch anders. Von diesem Rundgang waren wir gegen 22.30 Uhr zurück. Ich habe mit drei Leuten – Ehepaar und ihrer Schwester (kamen aus Oberhausen) noch auf ein Bier zusammengesessen. Total nette Leute. Wir waren die restlichen Tage fast immer zusammen. Nur morgens nicht. Die Drei genossen es, morgens auszuschlafen. Sofern man bei dieser Rundreise überhaupt von ausschlafen reden konnte.

23.45 Uhr war der Tag dann auch für mich vorbei.


Bis bald
Papa Kenia
Dieter
Letzte Änderung: 23 Apr 2021 08:46 von Papa Kenia.
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