THEMA: Vom Reich der Jaguare zur Farbenwelt in Nordchile
23 Apr 2021 21:47 #613692
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  • Sabine26 am 23 Apr 2021 21:47
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Liebe Kathrin,

vielen Dank :kiss: :kiss: :kiss:
Ich mag total gerne die Aufnahme des Jabirus.

Es gibt gleich noch einen Tag.

Viele Grüße
Sabine
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23 Apr 2021 21:57 #613693
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Tag 5 – Pousada Rio Claro (Bootsafari & Nachtsafari)
Tapire können schwimmen


Mit dem Ausschlafen wie am Vortag ist es ab heute vorbei. Um 04:00 Uhr klingelt der Wecker. Wer Tiere sehen will, muss da durch. Nach einem Kaffee/Tee und Keksen sitzen wir um kurz nach 05:00 Uhr bereits im Boot. Wir stellen fest, wir sind die einzigen, die so früh bereits unterwegs sind. Adi hat das alles perfekt organisiert, die anderen Gruppen oder Individualreisenden werden erst viel später zu ihren Touren starten und damit sowohl heute als auch morgen für uns Unglaubliches verpassen.









Die Morgenstimmung ist wunderbar. Über dem Wasser haben sich Nebelschwaden gebildet, so fahren wir die einzelnen Kanäle entlang, schauen immer ins grüne Dickicht hinein und erspähen auch riesige Spinnennetze. Es ist herrlich zu sehen und zu hören, wie die Tierwelt erwacht. Und dann für uns ganz unverhofft sehen wir – es ist einfach unbeschreiblich – wie ein Tapir vor uns schwimmend den Rio Claro durchquert. Das hätte ich mir niemals zu erhoffen gewagt, ich war schon glücklich mit dem abendlichen Tapir im Dunkeln. Aber jetzt hier dieser schwimmende Tapir, ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen.











Wir gleiten weiter in immer enger werdende Kanäle, das Grün über uns wächst teilweise schon zusammen. Zwischendurch denke, nein ich hoffe, dass sich nicht eine Schlange ins Boot schlängeln will. Plötzlich ist Adi ganz aufgeregt. Er hat etwas im Dickicht entdeckt, und wir gleiten mit dem Boot noch etwas näher heran. Dann sehen wir ihn auch: einen Speerreiher (Agami Heron). Adi sagt uns, wir hätten enormes Glück. Viele Ornithologen reisten nur seinetwegen ins Pantanal und würden ihn trotzdem nicht zu Gesicht bekommen. Was soll ich sagen, kurze Zeit später sehen wir sogar noch einen weiteren seiner Art.





Agami Heron



















Tief im Schwemmland steigen wir aus dem Boot, hier lebt tatsächlich eine Familie. Diese arbeitet für die Pousada. Adi hat das Frühstück von der Pousada mitgebracht und in dieser tierreichen Umgebung lassen wir uns dieses schmecken.

Über die heiße Mittagszeit haben wir wieder frei, können das tierische Leben auf der Pousada genießen und versuchen ein wenig Schlaf nachzuholen, was nicht leicht ist bei dem Radau, den die Vogelschar im Garten veranstaltet.

Als die Dämmerung einsetzt, starten wir noch zu einer Nachtsafari. Leider ist auch diese wie alle anderen, die ich bisher in Afrika mitgemacht habe, nicht sonderlich ergiebig.








Letzte Änderung: 23 Apr 2021 22:04 von Sabine26.
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23 Apr 2021 22:40 #613701
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Hallo Sabine,
@Beate: Ich hoffe, Du bist mit der Anzahl der Bilder zufrieden? :woohoo:

ich muss kurz überlegen :dry: , aber : ja, natürlich, ich bin sehr zufrieden, und ich kann an Hand dieser Fotos quasi die Geräuschkulisse des Dschungels hören. Ist bestimmt so ähnlich wie in Teilen Costa Ricas im Norden, in der wasserreichen Ecke des Caño Negro. Dort haben wir auch unzählige Vögel gespottet und viele "Reiherbäume", die ich sehr mag, gesehen.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte:
Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: namibia-forum.ch/for...n-pampa-und-eis.html
Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 namibia-forum.ch/for...rika-maerz-2017.html
Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen namibia-forum.ch/for...es-keine-katzen.html
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Hallo Sabine,

das sind ja Wahnsinnssichtungen. Woooow! Und Mega-Foto!
Vielen Dank für die Mühe, die Du Dir machst und fürs Zeigen!

LG
Papa Kenia
Dieter
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24 Apr 2021 15:09 #613763
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Hallo Beate,

ich weiß nicht, ob es so ist wie im Bereich von Caño Negro. Ich war leider nur mal für ein paar Tage kurz in Costa Rica vor über 20 Jahren, weil der Schwerpunkt der Reise Nicaragua war, aber Costa Rica steht bei uns recht weit oben in der Liste für eine längere Reise (Route steht auch grob). Ggf. werde ich dann noch einmal auf Dich zurückkommen.
Bin auf jeden Fall sehr froh, dass Dir die Bilder ausreichen, hab' schon Blut und Wasser geschwitzt :whistle: :woohoo:

Wir sind ja keine Birder, trotzdem freue ich mich immer unglaublich über jeden Piepmatz, der mir vor die Kamera läuft. Interessant war auf jeden Fall, wie Adi so begeistert war, den Agami Heron zu sehen und später wird er noch bei einem anderen Vogel, den wir ohne ihn vielleicht gesehen hätten, Foto gemacht hätten und fertig, komplett aus dem Häuschen sein.



Hallo Dieter,

schön, dass Du dabei bist. Ganz, ganz lieben Dank für das Lob zu den Bildern.
Prima finde ich, dass Du Dich zur Mädelstruppe "gewagt" hast. :whistle:

Ja, wir sind mit unseren Sichtungen mehr als zufrieden. Ich versuche heute noch den nächsten Tag einzustellen. Das wäre ein Tag gewesen, um einen Lottoschein auszufüllen.

Viele Grüße
Sabine
Letzte Änderung: 24 Apr 2021 15:12 von Sabine26.
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24 Apr 2021 16:23 #613773
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Tag 6 – Pousada Rio Claro (Bootsafari) – Fahrt nach Porto Jofre
Heute wäre ein guter Tag, um einen Lottoschein auszufüllen …


Vor Sonnenaufgang sitzen wir wieder im Boot. Auch heute früh sind wir weit und breit die einzigen, die unterwegs sind. Wir genießen, wie wir mit dem Boot über den Fluss fahren, wie sich so langsam der Nebel verzieht, die Sonne aufgeht und die Tierwelt erwacht. Adi angelt einen Piranha und wir staunen über das Gebiss, das wir zwar schon aus dem heimischen Fernsehen kennen, aber sieht man es live, ist es noch einmal imposanter. Spätestens jetzt nehme ich mir ganz fest vor, unter keinen Umständen aus dem wackeligen Boot zu fallen.







Die Bootsfahrt ist bis jetzt schon sehr schön und stimmungsvoll mit vielen kleinen Sichtungen inklusive.

… aber dann passiert etwas für uns ganz Spektakuläres. Ich glaube, mein Mann und ich sehen es zuerst. Da es dermaßen unwahrscheinlich ist, diese Sichtung in diesem Gebiet, schaue ich auf die Wasserpflanzen und denke noch, so als sei es der hundertste Vogel der gleichen Art, den wir in den letzten 30 Minuten gesehen haben, Jaguar … dann dauert es einen Moment und ich realisiere, Jaguar! Mein Mann sieht ihn gleichzeitig, dann etwas später auch Adi, der alle anderen, die ihn bisher noch nicht erblickt haben, darauf aufmerksam macht.

Es ist unglaublich, unbeschreiblich, grandios. Unser erster Jaguar. Es ist ein Weibchen und das absolut Perfekte ist zudem die Szenerie. Ein Morgenlicht, das nicht besser sein könnte und dieses Jaguar Weibchen inmitten der schwimmenden grünen Wasserhyazinthen. Sie schaut sogar einmal kurz in die Kamera, dann steht sie auf, wir sind nicht mehr von Interesse, und pirscht sich langsam über den schwimmenden Untergrund an … dann entdecken auch wir das potenzielle Opfer, ein Wasserschwein. Das Wasserschwein entwischt ihr zwar, aber wir können noch eine ganze Weile das Jaguar Weibchen in dem besten aller Morgenlichter genießen. Wir sind sprachlos. Wir haben gehofft, dass wir in Porto Jofre Jaguare sehen werden, aber nicht hier. Was sind wir heute für Glückskinder!


Dieser Capivara hat heute früh großes Glück,







weil er ihr entwischt:






















Überwältigt von diesem Erlebnis fahren wir zurück. Als wir an der Pousada ankommen, sind die anderen noch nicht gestartet. Da wir noch bis zum Mittagessen in der Pousada bleiben, erfahren wir später von anderen Gästen, dass sie allesamt kaum Tiere gesehen haben. Dank Adis Zeitplanung haben wir nicht nur den schwimmenden Tapir, sondern auch unseren ersten Jaguar in perfekter Szenerie gesehen. Danke Adi!!!

Kurz nach dem Mittagessen fahren wir los. Vor uns liegen 110 km sandige Piste, die merklich schlechter wird, ebenso auch die baufälligen Brücken. Bei vielen dieser Brücken fehlen Bretter, immer wieder hoffen wir, dass diese jetzt und auch später auf der Rückfahrt, unser Auto tragen. Nahezu jede dieser Brücken wäre bei uns zuhause höchstwahrscheinlich auch für Fußgänger gesperrt, erst recht, wenn unter diesen die Kaimane warten.


Über fast 130 Brücken dieser Art müssen wir mit unserem Mercedes Sprinter drüber













Unterwegs sehen wir - neben den im Pantanal allgegenwärtigen Rindern – Hirsche und einen weiteren Tapir. Das ist nun schon unser dritter Tapir, hätte mir das jemand vor unserer Reise gesagt, ich hätte es wohl nicht geglaubt.

























Irgendwann erreichen wir dann auch Porto Jofre. Im Grunde genommen besteht Porto Jofre mehr oder weniger nur aus unserem Hotel Pantanal Norte, wo wir die nächsten 3 Nächte wohnen werden. Alle aus der Gruppe erhalten Zimmer in den Doppelbungalows direkt am Fluss. Jeder Bungalow hat eine eigene Terrasse, auf der man es sehr gut aushalten kann. Wunderbar!


Letzte Änderung: 24 Apr 2021 16:57 von Sabine26.
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