THEMA: Vom Reich der Jaguare zur Farbenwelt in Nordchile
19 Apr 2021 22:01 #613255
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  • Sabine26 am 19 Apr 2021 22:01
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Liebe Elisabeth,

so schön, dass Du dabei bist.

Über den Salar de Talar gab es eigentlich auch in den Reiseführern seinerzeit wenig bis gar nichts zu lesen. Bei uns war auch nicht viel los und zeitweise waren neben uns nur zwei weitere Autos da. Es war/ist ein magischer Ort für mich. Ich habe neulich auch erst irgendwo gelesen, dass dort gesperrt sei. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man sich so verhalten muss. Weißt Du mehr, was dort passiert ist?

Wir waren auf dieser Reise das dritte Mal in San Pedro, das erste Mal ist mehr als 15 Jahre her und der Tourismus hat bei jedem Besuch enorm zugenommen und leider auch das eine oder andere Negative mitgebracht.

Liebe Grüße
Sabine
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20 Apr 2021 07:40 #613268
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  • speed66 am 20 Apr 2021 07:40
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Hallo Sabine,

freu mich sehr über einen Bericht - normalerweise wäre es diesen Sommer nach Nordchile gegangen... schnief. Allerdings habe ich mich nur eingelesen und a bisserl recherchiert, irgendwann verging mir dann die Lust auf detailliertere Planungen.
Insofern passen deine Erinnerungen super gut, je ausführlicher desto besser ;-)
Vielen Dank im voraus, Nette
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20 Apr 2021 19:05 #613336
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Hallo Nette,

schön, dass auch Du dabei bist!

Viele Grüße
Sabine
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20 Apr 2021 19:08 #613337
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Hallo Beate, Doro, Elisabeth, Friedericke, Gundi, Kathrin, Nette, Ute, (ich hab‘ Euch mal alphabetisch geordnet),
und hallo alle weiteren Mitleser/-innen,

schön, dass Ihr dabei seid. :kiss:

Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass wir eine reine Mädelstruppe sind? :woohoo:
Macht nichts, wir machen es uns schön, müssen im Pantanal nicht ganz so eng zusammenrücken, denn wir werden mit einem Allrad Mercedes Sprinter unterwegs sein, da haben wir Zeit uns einander zu gewöhnen, bevor es dann in Chile heißt, ganz eng zusammenrücken im Subaru Forester. Aber auch das wird klappen! … und falls unterwegs noch jemand zusteigen möchte, ich bin überzeugt, auch da finden wir noch ein Plätzchen.

Zum Prolog und zur Anreise wird es leider keine Fotos geben, weil wir einfach keine gemacht haben :( , aber ich verspreche Euch, danach wird es dann Fotos geben :) .

Wir werden etwas langsamer unterwegs sein als in Ecuador, aber manche Piste gibt nun einmal nicht mehr her.

Ich freue mich auf unsere gemeinsame Reise!

Viele Grüße
Sabine
Letzte Änderung: 20 Apr 2021 19:28 von Sabine26.
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20 Apr 2021 19:11 #613339
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Vom Land der Jaguare zu den Farbenspielen im großen Norden Chiles


Prolog

Vor einigen Jahren hatte ich eher zufällig die Fotografie eines Jaguars an einem kargen, sandigen Flussufer gesehen. Diese Fotografie wurde aus einem Touristenboot aufgenommen. Ich war davon unglaublich fasziniert. Mir war bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst, dass es Orte gibt, an denen man als durchschnittlicher Tourist einen Jaguar beobachten kann.

Meine Neugier war geweckt. So begann ich zu recherchieren, wo dieses Foto aufgenommen wurde. Meine Recherche ergab, dass das Pantanal eine der größten, wenn nicht sogar die größte, Jaguar-Population auf dem südamerikanischen Kontinent beherbergt.

Will man Tiere in Südamerika sehen, denkt man zumeist zuerst an das brasilianische Amazonasgebiet. Ich nehme an, das liegt daran, dass wahrscheinlich nahezu jedem diese grüne Lunge unseres Planeten ein Begriff ist. Zudem ist der Artenreichtum hinsichtlich Flora und Fauna ohne Frage unermesslich, wundervolle Sichtungen sind möglich, auch bestimmte Tierarten, wie einer der Lieblinge vieler Touristen, das Faultier, sind zu beobachten. Leider kann dort aber der dichte Pflanzenwuchs die Tierbeobachtung erschweren.

Wir versprachen uns im Pantanal einen größeren Erfolg auf Tierbeobachtungen. Legt man jedoch seinen Fokus auf Faultiere oder rosa Flussdelfine, dann ist das Pantanal keine Option, denn beide Tierarten kommen im Feuchtgebiet des Pantanals nicht vor.

Das Pantanal ist (noch) nicht sonderlich vielen Touristen bekannt, wie ich immer wieder feststellte, wenn ich von unserem Reiseziel sprach. Das Pantanal gilt als das größte Feuchtgebiet Südamerikas und dehnt sich über die drei Länder Bolivien, Brasilien und Paraguay aus, wobei Brasilien über den flächenmäßig größten Teil und von diesen drei Ländern auch das für den Tourismus am besten erschlossene Gebiet verfügt.

Der Großteil dieses Gebietes befindet sich allerdings in Privatbesitz, zumeist von bewirtschafteten Rinderfarmen. Der brasilianische Bereich ist wiederum unterteilt in das nördliche und das südliche Pantanal. Je nachdem, welchen Bereich man besuchen will, wählt man unterschiedliche Zielflughäfen aus. Für den südlichen Teil bietet sich Campo Grande an, für den nördlichen Teil Cuiabá. Von Cuiabá führt eine asphaltierte Straße bis nach Poconé, nicht weit entfernt vom Eingang des nördlichen Pantanals. Ab hier führt dann eine Sandpiste bis zum Ort Porto Jofre, diese trägt den vielversprechenden Namen Transpantaneira. In Porto Jofre endet die Transpantaneira und man kommt nur noch auf Wasserwegen voran.

Porto Jofre gilt als ausgesprochen guter Standort, um von dort mit Booten zur Beobachtung von Jaguaren aufzubrechen. In dieser Gegend ist auch die Fotografie entstanden, die einige Jahre zuvor mein Interesse geweckt hatte.

Nicht alle Touristen bereisen die gesamte Transpantaneira bis zu ihrem Ende in Porto Jofre. Ich nehme an, ein wesentlicher Grund dafür könnte der nicht gerade günstige Preis für solche Jaguarbeobachtungen sein. Das ist schade, denn nicht nur Jaguare tummeln sich in diesem Gebiet. Für mich stand fest, wenn wir ins Pantanal reisen, dann ist Porto Jofre gesetzt. Natürlich sind wir hier in der Natur und nicht im Zoo, sodass keine Gewähr besteht, auch tatsächlich Sichtungsglück zu haben.

Ein Punkt, der meinem Mann und mir nicht ganz so gut gefiel, war, dass wir uns zwar ein Auto hätten mieten können, um die Transpantaneira individuell zu bereisen, wie wir es bevorzugen, dann aber die Möglichkeiten äußerst eingeschränkt gewesen wären. Wir hätten im Grunde genommen nur die Transpantaneira sowie die Zufahrtsstraßen zu den Unterkünften befahren können, um Tiere zu beobachten. Vor Ort hätten wir darüber hinaus dann doch auf die angebotenen Touren zurückgreifen müssen.

Das gesamte Land befindet sich in Privatbesitz und man darf dort nicht einfach nach eigenem Gusto herumfahren oder -laufen. Somit waren wir uns sicher, mit unserer bevorzugten Reiseart, wir alleine in einem Mietwagen, würden wir hier nicht glücklich werden. Daher entschieden wir uns gegen die von uns bevorzugte Reiseart.

Eine Reise alleine mit Guide wiederum war uns in diesem Jahr zu kostenintensiv, weil wir bereits wenige Monate zuvor ein weiteres Mal für 4 Wochen Chile bereist hatten. So suchte ich nach einer Tour in einer kleinen Gruppe, in der unbedingt Porto Jofre mit mehreren Übernachtungen eingeschlossen sein musste. Kleinere Pakete, die man über die bekannten Veranstalter buchen kann, führen oft nur bis zu etwa der Hälfte der Transpantaneira. Diese Variante kam für uns nicht in Frage, denn wir wollten eine große Wahrscheinlichkeit auf Jaguarsichtungen haben. Ich wurde dann schließlich fündig bei einem kleinen Veranstalter mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem waren die enthaltenen Unterkünfte einige der besten entlang der Transpantaneira, wobei wir aber an die Unterkünfte selbst nicht die höchsten Erwartungen hatten.
Insgesamt sollten wir 9 Nächte im Pantanal verbringen.

Da wir jedoch nicht nach weniger als zwei Wochen und einem solch langen Flug nicht direkt wieder nach Hause reisen wollten, überlegten wir, was wir als Anschlussprogramm machen könnten. Sicher war, wir wollten ein Zielgebiet bereisen, wo wir wieder alleine mit Mietwagen unterwegs sein konnten. Aufgrund des Reisemonats fiel schon einmal das eine oder andere weg, aber schnell hatten wir uns wieder auf Chile oder Argentinien festgelegt und entschieden uns letztendlich für den großen Norden Chiles, wo wir im Anschluss an das tierreiche Pantanal für weitere 2 1/2 Wochen stillgelegte Salpeterminen, Vulkane und Lagunen besichtigen wollten.
Wir wählten ein Kontrastprogramm. 


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Letzte Änderung: 20 Apr 2021 19:34 von Sabine26.
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20 Apr 2021 20:35 #613342
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Liebe Sabine!
Endlich geht es los!!! :) :) Habe gestern den Pantanalfilm im Ersten gesehen! So schön! Bin schon sehr gespannt, wie eure Tour war und was ihr alles gesehen habt. Kann man eigentlich auch im August ins Pantanal? Wann wart ihr da?
Viele Grüße,
Kathrin
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