THEMA: Thailand - Reisebericht und "Workshop" ... ;-)
22 Apr 2021 22:34 #613578
  • BikeAfrica
  • BikeAfricas Avatar
  • Beiträge: 6289
  • Dank erhalten: 6497
  • BikeAfrica am 22 Apr 2021 22:34
  • BikeAfricas Avatar
marimari schrieb:
BikeAfrica schrieb:
Masaman Curry ...
Wolfgang
Mein Lieblingscurry... :laugh: -sieht ja nach einer chilligen Runde aus.
Geht es nachher nach Malaysia zu einem Penang Curry?
khop khun kah

Ich habe zumindest auch davon ein Rezept mitgebracht. In der thailändischen Kochschule wurde es penang neua genannt. Das war im Original mit Fleisch vom Wasserbüffel, aber das könnte man ja durch Rindfleisch ersetzen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
22 Apr 2021 22:43 #613579
  • marimari
  • marimaris Avatar
  • Beiträge: 2208
  • Dank erhalten: 1324
  • marimari am 22 Apr 2021 22:43
  • marimaris Avatar
BikeAfrica schrieb:

... Das war im Original mit Fleisch vom Wasserbüffel, aber das könnte man ja durch Rindfleisch ersetzen.

Gruß
Wolfgang
..lange gesotten, sicherlich ein Schmankerl :laugh:
Ich befinde mich zur Zeit (u. Homeoffice sei Dank) gerade geografisch /kochtechnisch an einem anderen Ort.
Heute gab's: Punjabi-Style Chicken Curry.
Gruss M.
Nächste Reiseziele:
ab 21.08.- 17.10. 2022: Griechenland
2023: Panamericana
Letzte Änderung: 22 Apr 2021 22:43 von marimari.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
22 Apr 2021 22:56 #613580
  • BikeAfrica
  • BikeAfricas Avatar
  • Beiträge: 6289
  • Dank erhalten: 6497
  • BikeAfrica am 22 Apr 2021 22:34
  • BikeAfricas Avatar
Bist Du etwa gerade in Punjab?
Da muss ich unbedingt auch noch hin und bei einem Langar im ein oder anderen Gurdwara mithelfen und bisschen indisches Kochen lernen. Auf jeden Fall steht das Gurdwara im Goldenen Tempel von Amritsar recht weit oben auf der Wunschliste.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
22 Apr 2021 23:10 #613581
  • marimari
  • marimaris Avatar
  • Beiträge: 2208
  • Dank erhalten: 1324
  • marimari am 22 Apr 2021 22:43
  • marimaris Avatar
BikeAfrica schrieb:
Bist Du etwa gerade in Punjab?
Gruß
Wolfgang
leider nein, nur küchentechnisch...ja, da möchte ich auch mal noch hin.
Am Liebsten von Pakistan her kommend: Hunza, Gilgit, Islamabad, Lahore, Amritsar... B)
Mal schauen..
Gruss M.
Nächste Reiseziele:
ab 21.08.- 17.10. 2022: Griechenland
2023: Panamericana
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
26 Apr 2021 17:31 #614015
  • BikeAfrica
  • BikeAfricas Avatar
  • Beiträge: 6289
  • Dank erhalten: 6497
  • BikeAfrica am 22 Apr 2021 22:34
  • BikeAfricas Avatar
... hinter Pai nimmt die Zahl der Touristen deutlich ab. Die meisten kehren wohl wieder um in Richtung Chiang Mai.
Die Strecke bleibt bergig und es ist wieder affenheiß. In einem kleinen Laden am Straßenrand kaufen wir 'ne Cola und ein Bier sowie ein paar Kekse und ich überlege, wer da wohl die ganze Zeit mein T-Shirt so ekelhaft vollgeschwitzt hat, ohne dass ich es bemerkt habe.
Die etwas ältere Besitzerin des Ladens spricht kein Wort Englisch und schenkt uns noch sechs Bananen, die wir direkt vor Ort vertilgen.



Melli muss wieder lange Passagen schieben und hat sozusagen einen Wandertag, weil ihr Fahrrad eine schlechtere Übersetzung hat als meines. Schieben ist bei diesen Straßenverhältnissen und Temperaturen um 40 Grad aber auch wirklich keine Schande.





Die Landschaft bietet aufgrund der hügeligen Topografie immer wieder nette Ansichten und am späten Nachmittag erreichen wir ein größeres Dorf, in dem wir übernachten.



Den Namen des Ortes habe ich vergessen, aber zum Glück das Ortsschild fotografiert. So wissen jetzt alle, wo wir waren.



Wir suchen uns ein kleines Lokal und begegnen einem der häufigen Knoblauchtransporte in dieser Gegend, die von einem lieblichen Geruch umgeben werden.



Wir kehren ein, studieren aufmerksam die Speisekarte ...



... und bestellen irgendwas. Kurz später essen wir dann irgendwas. Manchmal weiß man hinterher nicht so genau, was man da eigentlich gegessen hat und manchmal stellt man sich auch die schlaue Frage, ob man es überhaupt so genau wissen möchte.
In diesem Fall kann die Bedienung Englisch, aber das ist halt nicht immer so. Dann muss man halt irgendwas bestellen, was in Thai-Schrift schön aussieht und man deshalb vermutet, dass es lecker schmecken könnte. An Garküchen kann man auch normalerweise in die Töpfe schauen. In Lokalen, in denen jedes Gericht auf Bestellung einzeln frisch zubereitet wird, ist das natürlich witzlos. Da würde man ja in einen leeren Wok schauen.
In diesem Fall wissen wir aber tatsächlich, was wir da bestellen und essen.


Dann gehen wir wenige Hundert Meter zurück zur Unterkunft, sind -kaum dort- schon wieder hungrig, kehren zurück und essen nochmal was.
Die haben in Thailand aber oft auch nur Seniorenteller mit Kinderportionen oder Vorspeisen.


Da der Teil des Berichts mit Essen endet, gibt es hier das Rezept für Masaman Curry mit Huhn (masaman gai) und die zugehörige Chilipaste (namprik gaeng masaman)
Das Gericht stammt angeblich zur Hälfte aus Indien und aus Thailand. Es ist nicht so scharf wie grünes oder rotes Curry.


Zuerst mal die Herstellung der benötigten Paste nach dem Rezept der Kochschule. Im Internet finden sich natürlich zahlreiche verschiedene.

Zutaten:

1/4 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1/4 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
1/2 Teelöffel Koriandersamen
1/4 Teelöffel Nelken
1/2 Teelöffel Zimt
1/4 Teelöffel Kardamom
1/2 Teelöffel Salz
3-5 große rote getrocknete Thai-Chilis, jeweils halbiert, Samen entfernt und 10 Minuten in Wasser eingeweicht
1/2 Teelöffel Ginza (Galgant) oder Ingwer (jeweils Haut entfernt) klein gehackt
1/2 Esslöffel Zitronengras, klein geschnitten
1/2 Esslöffel Knoblauch, klein gehackt
1/2 Esslöffel Schalotten, klein gehackt
1/4 Esslöffel Korianderwurzel, gehackt
1 Teelöffel Shrimppaste oder Fischsauce. Bei der vegetarischen Variante ohne Shrimppaste stattdessen noch 1/4 Teelöffel Salz hinzugeben


Zubereitung:

- Pfefferkörner, Kreuzkümmelsamen, Koriandersamen, Nelken, Zimt und Kardamom ohne Öl auf kleiner Flamme erhitzen. Sobald der Geruch der Gewürze spürbar wird, wird der Brenner unter dem Wok ausgestellt oder die Pfanne vom Herd genommen.

- alles mit dem Salz in einen Mörser geben und zerreiben.
- Ginza, Zitronengras und Korianderwurzeln dazu und weiter zerreiben.
- Knoblauch, Schalotten, Chilis und Shrimppaste hinzu und weiter zerreiben.


Weiter gehts mit dem Curry. Wir benötigen:

1 Teelöffel Soyabohnenöl
1 gehäuften Teelöffel der zuvor gemachten Currypaste
200 Gramm Hühnerbrust, klein geschnitten - vegetarisch: stattdessen Tofu verwenden
1-2 Kartoffeln, in etwa 1 cm große Würfel schneiden
1 braune Zwiebel, in Scheiben geschnitten
1/2 Tasse Kokosnusscreme
1 Teelöffel Salz
1-2 Esslöffel Kokosnusszucker
3 Esslöffel geröstete Erdnüsse
2 Tassen Kokosnussmilch
2-3 Esslöffel Tamarind-Paste oder Limonensaft


Zubereitung:

Soyabohnenöl in den Wok (Pfanne) und Hitze auf gering.
Currypaste hinzu, bis es duftet.
Huhn, Kartoffeln und Zwiebeln hinzu für eine Minute.
Kokosnusscreme und Salz hinzu für eine weitere Minute.
Kokosnussmilch, Kokosnusszucker, Erdnüsse und Shrimp-Paste hinzu und Hitze auf "Mittel" stellen-
Rühren, bis alles kocht und dann Hitze wieder auf "Niedrig" stellen. Für 10 min köcheln lassen.
Tamarind-Paste (oder Limonensaft) hinzugeben.
etwa 10-15 min weiter köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Das Ergebnis lässt sich zu Reis oder Chapati-Brot essen.

Guten Appetit wünscht
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Letzte Änderung: 26 Apr 2021 18:38 von BikeAfrica.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: speed66, Reisehummel, Papa Kenia, adriana, fiedlix, mika1606, Katma1722
27 Apr 2021 21:15 #614160
  • BikeAfrica
  • BikeAfricas Avatar
  • Beiträge: 6289
  • Dank erhalten: 6497
  • BikeAfrica am 22 Apr 2021 22:34
  • BikeAfricas Avatar
... direkt nach der Übernachtung im letzten Ort geht es wie immer gleich mal einige Kilometer bergauf und dann hinunter in ein kleines Tal. Das sieht nett aus, ist aber -wie gesagt- nur klein. Ich vermute, dass man dort Reis anbaut und ob die kleine "Hütte" ein Unterstand oder ein Geisterhaus ist, weiß ich nicht. Ich denke aber, es ist ein Unterstand für die Arbeiter für die Mittagspause (falls es dort so etwas gibt).
Es ist noch ziemlich diesig am Morgen.



Dann gehts ausnahmsweise wieder etliche Kilometer hoch und zwischendurch nutzen wir den Schatten irgendwelcher Marktstände, die nur an bestimmten Tagen verwendet werden.



Einer der Gipfel beinhaltet einen sehenswerten Aussichtspunkt.
"Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Warum Sie nichts sehen, sehen Sie gleich."



Es ist ein Aussichtspunkt in ein Tal, in dem üblicherweise immer Nebel ist.
Das ist schon irgendwie abgefahren. Man sitzt hier bei Affenhitze in der Sonne auf einem Berg und schaut in ein Tal, das man nicht sieht.
Autofahrer halten kurz an und fahren gleich weiter. Gibt ja schließlich auch nichts zu sehen. Nach einer Stunde Arbeit mit dem Fahrrad macht man aber gerne eine Pause und genießt auch den nicht vorhandenen Ausblick bei einem Kaffee.







Nach dem Aussichtspunkt geht es wieder bergab, aber anschließend warten erneut viele Kilometer Steigung auf uns.
Die Kehre auf dem Foto kann ich nur hochfahren, weil ich "schummle" und die falsche Straßenseite benutze. Das Stück auf der Kurveninnenseite wäre wohl zu steil gewesen.
Melli muss natürlich wieder schieben und diesmal ist es stellenweise so steil, dass sie es kaum schafft, will sich aber auch nicht helfen lassen.



Als wir Mae Hong Son erreichen, suchen wir die erstbeste Unterkunft und beschließen, einen Pausentag einzulegen.
Auf dem Weg zum Zimmer der Unterkunft entdecken wir Fußspuren von Mellis Verwandten ... ;-)



In der Tourismuswerbung hätten Profis die Unterkunft mit "in zentraler verkehrsgünstiger Lage" beschrieben. Etwa 200 Meter weiter (würde ich aus der Erinnerung sagen) liegt nämlich ein kleiner Flughafen und wenn hier ein Flugzeug zur Landung ansetzt, dann wird es ziemlich laut, zumal die Dinger in sehr geringer Höhe direkt über die Unterkunft fliegen. So viele Flugzeuge landen hier zum Glück aber nicht und ansonsten liegt die Unterkunft in einer ruhigen Seitenstraße, aber dennoch nah zum Stadtzentrum. Das ermöglicht es uns, zu Fuß loszuziehen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Letzte Änderung: 27 Apr 2021 21:52 von BikeAfrica.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Flori, speed66, Reisehummel, Papa Kenia, adriana, fiedlix, Makra, Katma1722