THEMA: 2020 Bangkok/Kambodscha oder you never walk alone
21 Jun 2021 19:17 #619215
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18.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Tuktuk-Tour Teil 3

An der Kasse der Killing Fields erhalten wir einen Audio Guide und laufen mit gemischten Gefühlen los.



Hier wurde unter den Roten Khmer unfassbares Grauen verursacht und unzählige Menschen ermordet. Der Audio Guide führt uns Stück für Stück zu den unterschiedlichen Stätten des Grauens.



Selbstredend werden wir schnell sehr nachdenklich.





Aber so etwas gehört eben auch zu solch einer Reise dazu.



Ab und zu sind auf dem Rasen sogar noch menschliche Überreste aus den Massengräbern zu sehen.



An einigen Gedenkstellen wurden die menschlichen Überreste auch ganz bewusst so gelassen, wie sie aufgefunden wurden. Absolut grausam.



Besonders grausam ist ein mit bunten Bändern verzierter Baum, an dem regelmäßig Säuglinge erschlagen wurden.





Aber an einem solch grausamen und stillen Ort entdecken wir einige interessante Tiere und Vögel.













Am Ende schauen wir uns das Beinhaus an, in dem menschliche Schädel aufgestapelt sind.





Mit flauem Gefühl im Magen werden wir von Visal zu einem kleinen Restaurant geführt. Das Curry ist ganz OK.



Danach geht es weiter ins Genocid Museum. Die Fahrt dorthin, es liegt in Pnom Penh, bringt uns wieder etwas auf andere Gedanken. Ganz kurz gehen wir in den russischen Markt. Das überdachte Gebäude hat etwas von einer Sauna.



Das Warenangebot ist deutlich auf Touristen zugeschnitten.



Lange halten wir es hier nicht aus. Schwitz ! Stöhn!



Das Genocid Museum befindet sich in einer ehemaligen Schule, die von den Roten Khmer zu einem brutalen Foltergefängnis umgebaut wurde.



Ich weiß gar nicht, was ich hier schreiben soll. Es war so grausam, dass ich hier nicht zu viel davon schildern möchte. Auf zwei, drei Stockwerken hat man nach der Befreiung die Räume in etwa so gelassen, wie sie aufgefunden wurden. In jedem der kleinen Schulräume steht ein Stahl-Bettgestell auf dem die Gefangenen bis zum Tode gefoltert wurden. An der Wand dann ein ganz leicht unkenntlich gemachtes schwarzweiß Bild der Situation, die die Befreier damals vorfanden.





Im weiteren Teil des Museums besichtigen wir die Gefängniszellen,



allerlei Folterinstrumente, persönliche Gegenstände der Gefangenen



und viele Bilderwände mit den Fotos, die bei der Aufnahme der Gefangenen gemacht wurden. Jedem einzeln sieht man an, das die armen Menschen Todesangst hatten. Ganz furchtbar.





An einem Galgen vorbei verlassen wir das Museum. Jetzt ist es genug mit den Grausamkeiten.



Direkt nebenan wird eine Hochzeitsfeier vorbereitet. Welch ein Kontrast !







Es ist inzwischen später Nachmittag. Visal bringt uns zurück zum Hotel. Wir bedanken uns herzlich und können diesen tollen Fahrer nur von Herzen weiter empfehlen. Er ist in FB und im Netz unter Visal Tuktuk Fahrer zu finden.

Das Hotelpersonal hat unser Gepäck schon in die für diese Nacht gebuchte Pool-Villa umgezogen.





Mit zwei Cocktails am Beckenrand tauchen wir in das erfrischende Nass und reden noch einmal über die Erlebnisse dieses Tages.





Was für ein Wechselbad der Gefühle ! Am Pool essen wir ganz ordentlich zu Abend. Das Templation Hotel wird den guten Bewertungen im Netz gerecht. Es liegt zentral. Der Pool-Bereich im Garten ist total schön angelegt. Gerade Abends sitzt man hier ganz toll.
Letzte Änderung: 21 Jun 2021 19:42 von casimodo.
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21 Jun 2021 20:46 #619226
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Danke, Carsten, fürs Zeigen und Teilen dieser nicht einfach zu verdauenden Eindrücke.

Ich weiß zu wenig über die Gräueltaten und mir war bisher nicht bewusst, dass auch viele Kinder Opfer wurden. Schlimm, schlimm …

Viele Grüße
Sabine
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21 Jun 2021 21:12 #619229
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Danke dir, dort waren wir auch. Nich leicht über solche Grauen zu schreiben und zu zeigen. Auch uns hat der Kontrast von Tod und Leben in und dann um die Killing Fields heftig erschrocken und erschüttert. Aber so geht es mir immer wenn ich aus einem Holocaust Museum oder Konzentrazions Lager herauskomme. Und es macht mich körperlich zum übergeben krank.
Übrigens, warst du schon mal in Dachau oder Auschwitz? Fürchterlich und grausam, aber näher.
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route

Meine RBs
Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
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22 Jun 2021 07:10 #619245
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Hallo Carsten,

ja... Das S 21 (Tuol Sleng Genocide Museum) ist sehr schwer zu verdauen.
Und das schrecklich Kuriose... Es liegt inmitten der Stadt... Unscheinbar grausam zwischen ganz normalen Geschäfts- und Wohnhäusern.

Alm
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10 Jul 2021 09:27 #620740
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@Sabine26
Danke, Carsten, fürs Zeigen und Teilen dieser nicht einfach zu verdauenden Eindrücke.
Danke für Deinen Kommentar. Ich war mir gar nicht so sicher, was ich hier Schreiben und Einstellen soll. Die grausamsten Bilder habe ich nicht gepostet :unsure:
Ich weiß zu wenig über die Gräueltaten und mir war bisher nicht bewusst, dass auch viele Kinder Opfer wurden. Schlimm, schlimm …
Ich werde es niemals begreifen, wie Menschen so grausam werden können :dry:

@Sadie
Danke dir, dort waren wir auch. Nich leicht über solche Grauen zu schreiben und zu zeigen. Auch uns hat der Kontrast von Tod und Leben in und dann um die Killing Fields heftig erschrocken und erschüttert. Aber so geht es mir immer wenn ich aus einem Holocaust Museum oder Konzentrazions Lager herauskomme. Und es macht mich körperlich zum übergeben krank.
Tja, echt heftige Erfahrung. Aber auch eine wichtige !
Übrigens, warst du schon mal in Dachau oder Auschwitz? Fürchterlich und grausam, aber näher.
Wir waren in Buchenwald.... :(

@ALM
ja... Das S 21 (Tuol Sleng Genocide Museum) ist sehr schwer zu verdauen.
Und das schrecklich Kuriose... Es liegt inmitten der Stadt... Unscheinbar grausam zwischen ganz normalen Geschäfts- und Wohnhäusern.
Und dann noch in einer ehemaligen Schule. :pinch:
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10 Jul 2021 09:28 #620741
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19.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Siem Reap Angor Rural Boutique Hotel

Gespannt stehen wir auf, packen unsere Sachen, checken aus und gehen zum Frühstück.



Heute bringt uns ein gebuchter privater Fahrer nach Siem Reap. Unterwegs machen wir einen Stopp in Sambor Prei Kuk. In fröhlicher und erwartungsvoller Stimmung genießen wir das leckere Frühstück. Hier hätten wir es auch noch etwas länger ausgehalten.
Der Fahrer ist ein ganz netter. Vor allen Dingen fährt er recht zurückhaltend. In einem klimatisierten Van beobachten wir das Leben links und rechts der Straße. Es dauert etwas länger, bis wir von Pnom Penh aus etwas ländlichere Gebiete erreichen. Es ist flach und landschaftlich nicht ganz so reizvoll. Ziemlich zersiedelt ist die Gegend.

Wir biegen auf eine Nebenstraße ab, erreichen große Waldflächen und irgendwann einen leeren Parkplatz. Unser Fahrer übergibt uns an eine Guide-Frau, die uns sofort sehr sympathisch ist.



Sie erklärt uns in gut verständlichem Englisch einige geschichtlich Fakten.



Es ist natürlich mal wieder ziemlich schwül. Obwohl die Tempel bereits ziemlich verfallen sind, gefällt es uns ausgesprochen gut.



Wir sind meistens ganz alleine. Die Bäume spenden willkommenen Schatten und die geheimnisvollen Geräusche des Urwaldes geben dem Ort eine fast mystische Atmosphäre.





Immer wieder finden sich schöne Fotomotive.





An einer Stelle treffen wir doch tatsächlich auf eine Reisegruppe.





Dann sind wir wieder fast alleine.









Im letzten Teil unserer Runde kommen wir zu einiger ziemlich überwucherten Pagode.



Urig !



Sehr zufrieden verabschieden wir uns von unserer wirklich sehr netten Guide-Frau. Das war ein lohnenswerter Abstecher und eine kleine Vorbereitung auf Angkor Wat.



Die Vorfreude wächst, aber dort wird es ganz sicher nicht so beschaulich zugehen.
Die Gegend um Siem Reap ist dann wieder dicht bevölkert. Der asiatische Verkehr sorgt dafür, dass es im Auto niemals langweilig wird.
Über einen rumpeligen Feldweg kommen wir zum Angkor Rural Boutique Hotel. Es wird von einer kleinen lokalen Community unterhalten. Das Konzept hatte uns angesprochen. Der Empfang ist sehr herzlich und persönlich. Die Anlage selbst ist etwas in die Jahre gekommen.



Auf den Bildern im Netz sah das etwas schicker aus. Zuerst sind wir etwas enttäuscht.



Das Chalet wirkt innen dunkel und etwas abgewohnt.



Unter einem Vordach befindet sich ein nettes Tagesbett mit Blick über die Felder. Es sollte so eine Unterkunft werden, in die man sich zuerst „einwohnen“ muss.
Wir sind die einzigen Gäste und gehen zum Dinner a la Carte. Die sehr, sehr nette Angestellte vom Empfang bedient uns auch. Das bestellte Curry ist ohne Schnickschnack, aber richtig köstlich. Man kocht hier viel mit selbst angebautem Gemüse und lokalen Produkten.



Gespannt gehen wir ins Bett. Morgen haben wir (ausnahmsweise mal ich) über Getyourguidewithlocals eine Tagestour mit Tuktuk und Guide mit Interesse am Fotografieren nach Angkor gebucht. Es geht um 05:00 Uhr los ! Fast wie Safari !
Letzte Änderung: 13 Jul 2021 20:34 von casimodo.
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