THEMA: Stippvisite im Iran
14 Apr 2021 17:21 #612632
  • marianne2014
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  • marianne2014 am 14 Apr 2021 17:21
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Haha, Du warst zu schnell! Man muss die Bilder ja erst einmal posten und dann erst drehen. Manche sind nämlich auch gleich in der richtigen Position.

Grts
Marianne
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14 Apr 2021 20:48 #612668
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  • mika1606 am 14 Apr 2021 20:48
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Hallo Marianne,

marianne2014 schrieb:
Haha, Du warst zu schnell! Man muss die Bilder ja erst einmal posten und dann erst drehen. Manche sind nämlich auch gleich in der richtigen Position.
Grts Marianne

Alles gut. Freue mich auf Deinen weiteren RB
Gruss, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005 & in Planung 2020-verschoben nach 05/2021
Namibia Dez 2020 (ganz spontan)
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Letzte Änderung: 14 Apr 2021 20:49 von mika1606.
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14 Apr 2021 22:00 #612674
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marianne2014 schrieb:
Wir radeln auf einer belebten Straße zu den Gärten Baq-e Fin. Auf dem Weg verkauft man Melonen direkt aus dem Auto, es gibt auch Gemüsestände usw. Die Leute reagieren sehr nett auf uns, wir sehen nur freundliche Gesichter. Besonders die Frauen lachen mir zu mit meinem Tuch und Fahrradhelm, obwohl von Frauen nicht erwartet wird, dass sie im Iran Fahrrad fahren. Wir sehen wenig Radfahrer und schon gar keine Frau.

Ich habe vor Jahren mal eine Iranerin kennengelernt, die mir erzählte, sie würde im Gefängnis landen, wenn sie im Iran als Frau mit dem Fahrrad fahren würde, Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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14 Apr 2021 22:31 #612676
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Hallo Wolfgang.
Ich bin mir nicht sicher ob sie das dürfen oder nicht. Ich werde dann noch von unserer Radtour in Isfahan berichten. Dort war mir schon vorher bekannt welche Radverleiher einer Frau ein Rad verweigern würden. Also ist es nicht unumstritten aber wahscheinlich mehr nicht gern gesehen als verboten.
Wir waren 2017 dort, wie es jetzt ist?
Dank für Deinen Beitrag!

Grts
Marianne
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15 Apr 2021 11:05 #612711
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  • toumtoum am 15 Apr 2021 11:05
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Marianne hat im Endeffekt Recht. 2017 wurde eine Fatwa ausgesprochen, wo Radfahren für Frauen in der Öffentlichkeit nicht erwünscht ist - ist aber eine Fatwa und kein Gesetz. Per Gesetz ist es im Prinzip nicht verboten. Aber als Frau (iranische) muß man schon etwas abschätzen, wo man Radfahren kann und wo es wahrscheinlich ein Ärgernis werden könnte.
Bei meiner Radtour 2019 habe ich sogar radfahrende iranische Frauen gesehen. Aber wie gesagt, in manchen Gegenden ist es nicht ratsam - so könnte ich mir vorstellen, daß man in Qom in der Nähe vom Schrein der Fatima Masuma es nicht probieren sollte.
Verglichen mit 2014, wo ich das erste Mal durch Iran geradelt bin, war es 2019 viel relaxter. In Isfahan mit Frauen Volleyball gespielt und wenn das Kopftuch runtergerutscht ist, hat man erst einmal weiter gespielt, bevor man es wieder aufgesetzt hat - wäre 2014 nicht so vorstellbar gewesen. Man ist auch 2019 Hand in Hand durch die Straßen geschlendert - habe ich 2014 so nicht gesehen. Aber wie gesagt, daß ist auch von Gegend zu Gegend unterschiedlich.
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15 Apr 2021 21:10 #612824
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  • marianne2014 am 14 Apr 2021 17:21
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Später am Nachmittag gehen wir zum Basar. Er ist sehr schön und es ist so wohltuend hier ruhig bummeln zu können, niemand will uns etwas aufdringen, man nickt uns freundlich zu. Was für eine Wohltat. Das haben wir in anderen Ländern ganz anders erlebt.













Der Basar besteht schon seit 800 Jahren, die Hauptgebäude sind aus dem 19. Jh. Wir betrachten eine ehemalige Karawanserei mit einer schönen Kuppel, das Badehaus tut nun Dienst als Teestube.



Hier gibt es keinen Touristenkitsch, Kashan ist keine Stadt in der viele Touristen bleiben. Das ist schade, denn die Stadt hat viel zu bieten. Die meisten Touristen reisen durch und schauen nur schnell in eines der Bürgerhäuser und den Hamam.

Der Basar hat viele schöne Nebengebäude, wie auch eine Gewürzmühle mit riesigen Mühlsteinen. Der Müller lädt uns ein sie zu betrachten.








Leider dürfen wir nicht mehr auf das Dach, aber später spricht ein junger Mann uns an, während wir uns eines der Nebengebäude des Basars ansehen und bieten uns eine Tour auf dem Dach an. Natürlich gehen wir mit! Es macht Spaß um all diese Kuppeln mit den Licht- und Luftlöchern zu sehen, wir sehen unter uns die Menschen durch den Basar laufen. Wir sehen auch die Moscheen und Minarette, im Hintergrund (leider ist es diesig) die Berge.






Er erzählt, dass er im Teppichhandel beschäftigt ist. Seine Eltern haben 35 kg Safran nach China geschickt, aber noch kein Geld erhalten ... das Tolle ist, dass er das ohne Hintergedanken erzählt. Er will uns weder einen Teppich verkaufen noch Geld für Safran von uns. Für die Tour müssen wir natürlich eine Kleinigkeit zahlen.

Unser nächstes Ziel ist das Mausoleum von Habab Ibn Musa.




Auf dem Weg machen wir ein Foto vom Laden eines Kamelfleischers, er lädt uns sofort zum Tee ein. Er spricht nur Farsi, lädt uns aber ein, bei ihm zu schlafen. Aber ja, wir haben schon ein Hotel! Wir machen ein Foto mit ihm und seinem Sohn und er schreiben seine Adresse auf. Was heißt aufschreiben: er schreibt einen Bogen voller Farsi! Ich mache ein Foto eines Briefumschlags, den er aus Deutschland mit der Adresse darauf erhalten hat. Das ist einfacher! So können wir ihm später das Foto schicken.









Das Mausoleum hat eine schöne Kuppel. Überall sitzen Gruppen von Menschen auf dem Boden, manchmal mit Blumen und laufen mit einer Schüssel Baklava herum. Wir bekommen natürlich auch etwas angeboten. Warum sie hier sitzen bleibt ein Geheimnis für uns und wir wollen auch nicht fragen.




Dann zurück zum Hotel, wir haben ein Restaurant auf dem Weg entdeckt, aber der Koch ist noch nicht wach und wir haben keine Lust, später zurück zu kommen. Also dann essen wir wieder im Hotel. Es ist wieder lecker (heute wählen wir Hühnchen). Wir haben nur wenige Restaurants in Kashan gesehen.






Später verdunkelt sich der Himmel und fallen einige Regentropfen.
Wir hören später von einem Schweizer Ehepaar, dass ein Sandsturm in der Wüste in der Nähe tobte. Sie waren dort und auch ihre Kamera war nicht begeistert und hat das nicht überlebt.
Sie waren auf dem Weg zu einem grossen Salzsee in der Nähe von Kashan. Da wir im Jahr vorher den phantastische Salzsee in Bolivia bei Uyuni besucht hatten stand dieser Ausflug hier nicht auf dem Programm.
Letzte Änderung: 16 Apr 2021 00:05 von marianne2014.
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