THEMA: Natur pur: Zwischen Aras und Affen in Costa Rica
14 Apr 2021 08:01 #612582
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  • Reinhard1951 am 14 Apr 2021 08:01
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picco schrieb:
Hoi Betti

Die Fotos sind ein Traum!
Ich geh mal davon aus (hoffe es zumindest) dass die Bilder bearbeitet sind...wenn ja, würde sich Dein Mann mal etwas in die Karten schauen lassen?

Hallo Betti,
so einem Blick würde ich gern folgen! ;)
Gruß
Reinhard
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14 Apr 2021 17:55 #612639
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  • Beatnick am 14 Apr 2021 17:55
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Pura Vida, ihr Lieben (dass isses schon wieder ;) ),

Sabine26 schrieb:
Die Königsgeier sehen ja sehr interessant aus, fast schon schön. Wenn ich es richtig verstanden habe, habt Ihr die während Eures Aufenthaltes in der Laguna del Lagarto Lodge aufgenommen?

Doch doch, sie sind tatsächlich schön; und sehen auch ein bisschen schräg aus (es kommen ja noch ein paar Bilder später). Ja, das war dort. Details folgen.

Sabine26 schrieb:
Wir haben auch einmal im Oman Schildkröten bei der Eiablage beobachtet und auch wir waren nicht begeistert davon. Die Tiere haben uns leid getan, weil ich das Gefühl hatte, sie werden durch uns gestört.

Ja, so ging es uns auch :(

Sabine26 schrieb:
Zur Rangerstation im Corvovado ist es weit zu laufen, oder? Wie weit ist es? Bin gespannt, was Du zu berichten hast, auf jeden Fall habt Ihr schon mal einen Tamandua gesehen, toll! Wir haben mal einen im Pantanal gesehen. Im Corcovado soll es auch noch den großen Ameisenbär geben, hattet Ihr da auch Glück?

Es gibt vier Rangerstationen im Corcovado. Zur Sirena zu laufen (nur geführt möglich) dauert mehrere Stunden. Normalerweise reist man per Boot an. Dann sind es noch rund 20 bis 30 Minuten zu Fuß. Den großen Ameisenbär haben wir noch nie gesehen, nicht im Corcovado (gibt es ihn dort, ich bin nicht sicher) und nicht im Pantanal, wo er ja definitiv vorkommt.

Gabi-Muc schrieb:
Schade, dass Ihr soweit von München weg wohnt, sonst würde ich Deinen Mann mal ein paar Stunden buchen.

Nur zu, Gabi B)

Katma1722 schrieb:
Das war wieder beste Abendunterhaltung mit grandiosen Bildern. Wooooooow

Das freut mich sehr, Kathrin!

Giselbert schrieb:
ALSO...EURE FOTOS SIND SOOO TOLL.

Danke! :blush:

Old Women schrieb:
da spendierst du beiden ein Spitzen- Hotel am Starnbergersee, natürlich als Geschäftsreise getarnt (anders geht es ja gerade nicht), ein bisschen Wellness für Betti kann es bestimmt auch noch sein, da sagen die bestimmt nicht nein zu einem Private Booking.

Nein, sagt sie nicht B) ;)

picco schrieb:
Die Fotos sind ein Traum! Ich geh mal davon aus (hoffe es zumindest) dass die Bilder bearbeitet sind...

Vielen Dank, Picco! Ja, das sind sie.

Reinhard1951 schrieb:
so einem Blick würde ich gern folgen!

Kein Problem, ihr Zwei. Was möchtet ihr den wissen? (Thomas ist der Fotograf, aber ich bearbeite bei uns die Bilder.)

1000 Dank für euer Interesse und für das viele tolle Lob, wir freuen uns sehr darüber. Und es motiviert natürlich. Genauso wie die "Dankies". Bleibt gesund,

Betti

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Letzte Änderung: 14 Apr 2021 17:58 von Beatnick.
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15 Apr 2021 07:29 #612689
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  • picco am 15 Apr 2021 07:29
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Hoi Betti
Beatnick schrieb:
Kein Problem, ihr Zwei. Was möchtet ihr den wissen? (Thomas ist der Fotograf, aber ich bearbeite bei uns die Bilder.)
Super!
Z.B. Die Bilder haben so kräftige Farben, wirken aber trotzdem nicht übertrieben farbenfroh sondern natürlich. Kommen die schon so farbenfroh als RAW-Datei aus der Kamera?
Wenn nein, wie stellst Du es an dass die Farben so leuchten und trotzdem nicht unnatürlich wirken?
Wenn ich das im Lightroom mittels 'Dynamik' und 'Sättigung' versuche wirds nie so leuchtend, dafür schnell unnatürlich...
Hast Du mal ein Beispielbild unbearbeitet/bearbeitet? Z.B. das von den Geiern?
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15 Apr 2021 12:07 #612727
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  • Monokelkobra am 15 Apr 2021 12:07
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Das sind wirklich viele schöne Fotos aus Costa Rica, da kann man nicht meckern. Die Qualität ist sehr gut, die Bildgestaltung klasse, was will man mehr in einem Reisebericht? :woohoo:

Zu Piccos Fragen, ohne Betti zu fest vorgreifen zu wollen:

Dynamik u Sättigung Regler haben sich leider ein wenig zu inflationären Anfängerreglern entwickelt. Leider nutzen diese immer alle und jederzeit, und dann auch meist bei jedem Foto gleich intensiv weil man zu faul ist dies individuell anzupassen. Gleiches gilt für den Kontrastregler, den ich eigentlich fast nie auch nur anfasse sondern den Kontrast anders steuere in Lightroom oder PS.

Des Weiteren ist es so, dass es sich dabei stets um einen globalen Regler handelt. Heisst er wirkt sich auf dein GANZES Foto aus ob du willst oder nicht. Daher macht es häufiger Sinn dies entweder lokal via Korrekturpinsel oder aber auch farbspezifisch via HSL/Farbe oder Color-Grading Tool anzugehen. So kann man das eine "poppen" lassen ohne das Andere zu übertreiben und kitschig wirken zu lassen.

Die RAW kommen im übrigen bei ALLEN Kameras relativ flau aus der Kamera, egal ob Olympus, Canon, Nikon etc. Worin sie sich unterscheiden ist eigentlich Hauptsächlich Color Science, Weissabgleich und in der Bearbeit- oder Rettbarkeit der Tiefen/Höhen bzw. des Dynamikumfangs

Cheers
Letzte Änderung: 15 Apr 2021 18:55 von Monokelkobra.
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15 Apr 2021 20:47 #612821
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Ihr Lieben,

ich versuche mich dann mal an Erklärungen, möchte aber vorweg betonen, dass ich über keinerlei professionelles Wissen an dieser Stelle verfüge, mich also in diesem Zusammenhang nur nicht-professionell ausdrücken und auch keine echten Empfehlungen abgeben kann. Ich kann nur beschreiben, wie ich vorgehe. Meine "Methodik" ist eine über die Jahre eigenentwickelte und steht mutmaßlich an vielen Stellen zumindest partiell im Widerspruch zur "reinen Lehre".

Zunächst einmal wie gewünscht die beiden Bilder, unbearbeitet und bearbeitet, im Vergleich.





Bevor ich ins Detail gehe: Wir fotografieren zwar beide auch in RAW, haben damit aber noch nie etwas angefangen. Ich bearbeite alle Fotos als jpg in Photoshop.

Wie man sieht, ist das Ausgangsmaterial schon sehr gut. Die hohe Auflösung gibt die Möglichkeit, einen relativ nahen Ausschnitt zu wählen. Das ist für mich ehrlich gesagt schon das erste K.o.-Kriterium: wenn aus Bildern von nicht besonders guter Qualität zu kleine Ausschnitte gewählt werden. Das Foto sieht dann immer matschig, rauschig und unscharf aus. Nichts geht über scharfe Bilder.

Wir hatten außerdem Glück mit der Lichtsituation. Leicht bedeckt, aber hell. Bei gleißender Sonne wäre das weiße Gefieder schnell aufgerissen und keine Zeichnung im Federkleid mehr erkennbar gewesen. Dasselbe kann leicht in der Nachbearbeitung passieren, wenn zum Beispiel zu viel aufgehellt oder an der Tonwertkorrektur geschraubt wird. Schlechtes Licht wäre aber natürlich auch nix gewesen. Überhaupt dreht sich ja beim Fotografieren alles ums Licht, aber das ist ja bekannt.

Im Grunde schneide ich die Fotos zu (goldener Schnitt, näher ranholen etc.), schärfe, gehe evtl. an die Tonwertkorrektur und bringe dann noch ggf. Filter aus der Nik-Collection zum Einsatz (mehr bei Landschaft, weniger bei Tieren). Dann zum Beispiel, wenn ich Licht rausholen oder Kontrast einsetzen will (Color Efex Pro4). Diese Filterkollektion ist umfangreich und es gibt eine Menge Spielereien. Am Anfang habe ich jede Menge rumprobiert und die Filter sind toll, aber man kann leicht übertreiben. Überhaupt kann ich nur raten, bei der Bildbearbeitung mit viel Fingerspitzengefühl vorzugehen. Übertriebene Bearbeitung sieht schnell unnatürlich aus und das Foto ist verhunzt.

In der Nik-Collection gibt es eine Funktion, die ich sehr schätze, sie heißt Dfine 2. Man kann damit Rauschen im Bild reduzieren, was ein echter Segen ist zum Beispiel bei vielen Vogelbildern mit rauschigem Hintergrund. Mit dem Zauberstab markieren, mit Dfine 2 Rauschen vermindern, fertig. Das "glättet" nicht nur, sondern lässt zudem das Motiv im Vordergrund schärfer erscheinen. Bei den Geiern war das nicht zwingend nötig (aber angewendet auch beim unscharfen Vordergrund), aber das ist tatsächlich etwas, das ich regelmäßig anwende, und es ist ein bisschen wie Zauberei für mich.

Ich hoffe, das hilft euch weiter. Wenn ihr weitere Fragen habt oder Dinge unklar geblieben sind, fragt bitte gerne!

Liebe Grüße,
Betti

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17 Apr 2021 11:44 #612974
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Ein Hauch von Hummeldumm

Am 29. Dezember steigen wir in Hamburg in den Flieger nach Frankfurt und dann in den Flieger nach Costa Rica. Ein Direktflug - eine Wohltat. Für einen geringen Aufpreis hatten wir zudem Plätze in der Premium Economy ergattert, wenn auch nur für eine Strecke. Wir entschieden uns für den Hinflug. Zurück kommt man ja irgendwie immer und wir hofften, nicht allzu erschlagen nach den schlappen zwölfeinhalb Stunden Flug am Zielort zu landen.

Ein langer Flug bleibt ein langer Flug, aber diese etwas bessere Kategorie machte tatsächlich einen Unterschied. Vor allem deshalb allerdings, weil sie anscheinend kaum jemand bucht (das erklärt das tolle Angebot). Was zur Folge hatte, dass ich meine langen Gräten (1,82 m) problemlos durch die breite Spalte zwischen den beiden leeren Vordersitzen und auf die breite Armlehne bugsieren konnte. Ich hatte also sozusagen einen Business-Liegesitz. Ich bin schon schlechter gereist. ;) Den normalen Mehrpreis würde ich allerdings ehrlicherweise nicht zahlen.

Klammeraffen im Tortuguero


Trotz einer guten Mütze Schlaf kommen wir abends ziemlich fertig am internationalen Flughafen Juan Santamaria an, werden dort abgeholt und zum Hotel Radisson im benachbarten San Jose gefahren, wo wir für erneut nur wenige Stunden in einen tiefen Schlaf sinken. Früh klingelt der Wecker, denn wir werden früh abgeholt. Ich hatte keine Ahnung, wie das laufen würde, und bin erstaunt über den fetten Reisebus, der uns nach einem hastigen Frühstück einsammelt. Ein Reiseleiter greift nach einem knackenden Mikro, und mir schwant Böses. Eine Butterfahrt, ich bin starr vor Schreck - habe ich das etwa ernsthaft gebucht??? Ein Hauch von "Hummeldumm" durchweht Costa Rica. Das Wetter ist so lala, ein gutes Zeichen, berichtet er fröhlich. Wenn es hier so ist, ist es auf der anderen Seite sonnig.

Die andere Seite ist die Karibikseite, wir fahren über den Continental Drive, wo die Pazifische auf die Karibische Platte trifft, mitten durch die sattgrünen, wilden Hügel des Braulio Castillo Nationalparks. Hier soll es tatsächlich noch Terra Incognita geben, und wäre Tarzan real, dann könnte das sein Zuhause sein.

Dahinter ist es mit der unberührten Natur erst einmal vorbei. Riesige Bananenplantagen wohin man schaut, schlimmste Monokultur, ein trauriger Anblick. Auch ich esse Bananen für mein Leben gern, das halte ich mir selbst vor Augen.

Irgendwo dazwischen biegen wir in eine lange Zufahrt ab, ein kleines Stück Wald, ein Restaurant, viele Reisegruppen. Sie wissen, wie Tourismus geht, die "Ticos", das muss man wirklich sagen, und sind organisatorisch ganz weit vorne. Wir werden zu einem Tisch geführt, sollen uns am Buffet bedienen, in einer Stunde geht es weiter. Aha. Wir tun wie geheißen, vertreten uns dann draußen die Beine - und entdecken ein Faultier. Nicht nur eins, sondern zwei, eine Mutter mit Jungtier, die Mittagspause ist gerettet und Thomas packt etwas unverhofft, aber begeistert erstmals die Kamera aus.





Ich frage mich, wie das eigentlich genau laufen soll mit der Fahrzeugübergabe in ein paar Tagen, und verwerfe den Gedanken wieder, wir folgen einfach unseren Papieren bzw. den Anweisungen des von uns nicht gerade herbeigesehnten Reiseführers. Der Bus spuckt uns schließlich am Ende der Straße aus, dahinter ist Schluss. Im Park gibt es keine Autos, nur Wasserstraßen, und so steigen wir in Boote um, die uns zur jeweiligen Unterkunft bringen.

Eine echte Pier gibt es nicht, nur ein sandiges Ufer. Sehr schön eigentlich, aber es ist die Hölle los. Wo wollen all die Menschen hin? Es geht drunter und drüber und ich bin erstaunt, dass am Ende offenbar alle im richtigen Boot landen. Noch komme ich nicht auf die simple Erklärung, woher dieser Ausnahmezustand rührt, von dem ich inständig hoffe, dass er einer ist und nicht die Regel.

Dann geht es los, und ich bin aufgeregt. Im Schneckentempo und in Schlangenlinien schippern wir vor allem anfangs durch die Kanäle, der Wasserstand ist trotz ergiebiger Regenfälle in den vergangenen Wochen niedrig und zunehmend ein Problem, berichtet der Bootsführer.



Viel ist zu lesen von einem "fast unberührten Regenwald", was aber so nicht stimmt. Gegen 1940 wurde in Tortuguero ("Platz, an den die Schildkröten kommen") mit dem Abholzen des tropischen Regenwaldes begonnen, die Flussarme wurden zu Kanälen ausgebaut, um den Rohstoff leichter Abtransportieren zu können. Die Vegetation entlang des Wasser ist dicht und wunderschön, besteht aber überwiegend aus Sekundärwald. Seit Mitte der 1970er-Jahre steht das Gebiet unter Schutz.

Knapp 45 Minuten sind wir bis zu unserer Unterkunft unterwegs, ein erster "Gamedrive" durch eine grüne, stille Wasserlandschaft, die Sonne strahlt vom blauen Himmel und ich kann kaum abwarten, mehr davon zu entdecken. Basilisken, Affen, Kaimane und Vögel, schon nach wenigen Metern bin ich im "Safari-Modus".









Die Pachira Lodge liegt schräg gegenüber vom winzigen Dorf Tortuguero, das wir theoretisch leicht per Wassertaxi erreichen könnten, praktisch aber nicht besuchen werden, direkt an einem der Hauptkanäle und nur wenige Meter vom Eingang des Nationalparks entfernt, den wir auf dem Weg hierher durchquert haben.

Die Anlage ist schön, aber riesig - und offenbar ausgebucht. Ein Welcome-Drink am Pool und nochmals Koffer-Chaos, die Butterfahrt, da ist sie wieder. Im großen, schlichten, aber auch schönen Zimmer in unserem rustikalen Chalet veflüchtigt sich der Eindruck, und wir kommen an. Stille, Vogelgezwitscher und summende Insekten, die Gartenanlage ist herrlich, die Lage direkt am Wasser auch und die Lodgeanlage so großzügig, dass sich die vielen Menschen darauf weit verteilen.





Ingwerblüte


Erst abends beim mittelmäßigen Buffet gibt's wieder großes Palaver. Die Fröhlichkeit der "Ticos", die allesamt als Großfamilie angerückt sind, ist allerdings ansteckend. Und so langsam dämmert selbst mir, warum die Dinge sind, wie sie sind: Am nächsten Tag ist Silvester - und die Einheimischen sind über die Feiertage ins Grüne gefahren. Hätte man natürlich drauf kommen können. :pinch: Am 1. Januar ab 10 Uhr wird die Situation jedenfalls schlagartig eine völlig andere sein.

An unserem Ankunftstag im Tortuguero steht nachmittags die erste, im Paket enthaltene Bootsfahrt an. Der Andrang ist nicht so groß wie gedacht, die "Ticos" bleiben mit Kind, Kegel und Tupperdose am Pool.





Perfekte Tarnung




Zwei Neuseeländerinnen, Mutter und Tochter, sitzen mit uns im selben Boot und wir verbringen in den nächsten Tagen viel Zeit miteinander. Einige Wochen später wird uns Rachel (die Tochter) per Whats's App geschockt berichten, dass sie in Christchurch nur 600 Meter von einer Moschee arbeitet und dort Schüsse gehört hat. Im Tortuguero ist aber auch ihre Welt noch in Ordnung und gemeinsam genießen wir die ebenso entspannte wie entspannende Tour durch eine Kulisse wie bei Indiana Jones.







Krächzend fliegen die leuchtend grünen Aras über uns hinweg, in den Bäumen turnen die Affen. Es ist einfach zu schön.






Reisebericht Namibia 2019

Reisebericht Kenia (Masai Mara) 2018

Reisebericht Südafrika (Krüger) 2017

Reisebericht Tansania Februar 2016

Reisebericht Namibia 2015

Unsere Afrika-Reisen: Tansania 2010, Namibia/Südafrika 2012, Madagaskar 2014, Botswana/Simbabwe 2014, Namibia 2015, Tansania 2016, Südafrika 2017, Kenia 2018, Namibia 2019
Letzte Änderung: 17 Apr 2021 14:33 von Beatnick.
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