THEMA: Natur pur: Zwischen Aras und Affen in Costa Rica
08 Mai 2021 00:32 #615339
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  • CuF am 08 Mai 2021 00:32
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Als Teetrinker ist es mir allemal lieber, anderswo schlechten Kaffee zu trinken als schlechten Tee :P
Gruß
Friederike
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08 Mai 2021 18:40 #615378
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  • franzicke am 08 Mai 2021 18:40
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Hey mein Betti,
das sieht ja mal ganz nach einem relaxten Tag aus - eine tolle Zwischenetappe!
Allerdings hast du mich mal wieder in Staunen versetzt - denn "gemütlich frühstücken" und "um Zehn haben wir genug gesehen"würden wir wahrscheinlich niemals hinkriegen. Ich fürchte, wir sind einfach Eulen :woohoo: und verpassen mit "nochmal umdrehen" und Trödelei immer wieder eine ganze Menge.
Dass es mit dem Regenwald auch mal genug ist, kann ich total nachvollziehen - in der Lirio Lodge auf der Karibikseite waren wir noch voll enthusiastisch, aber später dann auf der Pazifikseite waren dann auch die Kopfkissen klamm - das fanden wir auch ziemlich grenzwertig.
Ganz liebe Grüße und hoffentlich auf ganzganz bald
Ingrid - mal wieder zwischen Plan A und B :silly:
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09 Mai 2021 09:00 #615407
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  • yp-travel-photography am 09 Mai 2021 09:00
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Trotz supertoller Fotoausbeute empfinde ich persönlich die Schilderung der asiatischen Fotogruppen beim Birden grenzwertig.
Ich weiß nicht, ob mich das nicht nerven würde, wenn so viele Menschen dort versuchen den besten Shot hinzukriegen.
Das würde vielleicht doch eher für die Maquenque Lodge sprechen.
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09 Mai 2021 10:16 #615410
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Good morning an diesem endlich einmal sonnigen Sonntag,

Gabi-Muc schrieb:
München ist immer eine Reise wert

Das ist wahr...

Gabi-Muc schrieb:
Nimmst Du denn keinen Tee von zu Hause mit?

Selten. In Island hatte ich welchen dabei. In Costa Rica nicht. Da gibt es überall frischgepresste Säfte, und das reichte mir dann eigentlich auch in aller Regel. Aber gute Idee auf jeden Fall!

Gabi-Muc schrieb:
Von der Seite: eine reiche Teeauswahl ist in meinem Küchenschrank vorhanden.

Earl Grey bidde mit viel Milch ;)

Gabi-Muc schrieb:
Wahrscheinlich war die Stimmung im Auto dann erstmal nicht so gut.

Also das kann man so - SAGEN!!! :laugh: :evil: :laugh:

Enilorac65 schrieb:
Unglaublich tolle Fotos, grosses Kompliment!

Dankeschön!!! :blush:

CuF schrieb:
Als Teetrinker ist es mir allemal lieber, anderswo schlechten Kaffee zu trinken als schlechten Tee

Nachvollziehbar :) Ich mag allerdings keinen Kaffee, weder guten noch schlechten, einfach gar nicht. Brrrr... Thomas liebt ihn. Schlechten, aber ganz besonders den guten ;)

franzicke schrieb:
Allerdings hast du mich mal wieder in Staunen versetzt - denn "gemütlich frühstücken" und "um Zehn haben wir genug gesehen"würden wir wahrscheinlich niemals hinkriegen. Ich fürchte, wir sind einfach Eulen

Yo, dear, sind wir eigentlich auch. Außer im Urlaub. Strange... Zur Erklärung: Wir hatten eigentlich vor, schon um 6 auf dem Vulkan zu sein. Das ging ja dann eben nicht. Also haben wir stattdessen um 6 in Ruhe eine Stunde lang gefrühstückt; was bei uns wirklich die absolute Ausnahme ist, denn ich frühstücke praktisch nie.

franzicke schrieb:
Ingrid - mal wieder zwischen Plan A und B :silly:

;) Haben jetzt Mallorca gebucht. In 2 Wochen geht's los. Sonne tanken, andere Tapete. Statt Namibia. Immerhin...

yp-travel-photography schrieb:
Ich weiß nicht, ob mich das nicht nerven würde, wenn so viele Menschen dort versuchen den besten Shot hinzukriegen. Das würde vielleicht doch eher für die Maquenque Lodge sprechen.

Hi yvy, ich weiß es einfach nicht. Vielleicht musst du Menschen fragen, die dort waren, auch hier im Forum sind das ja einige. Es kommt wohl ganz darauf an, was du willst. Insgesamt ist es sehr ruhig da. Aber eben vor allem Fotografen. Das hat natürlich einen Grund. Macht aber auch eine bestimmte Atmosphäre. Thomas hat sich zum Beispiel mit den Engländern auch wunderbar austauschen können. Aber es wird schon fast den ganzen Tag fotografiert. Von uns aber ja auch. Platz ist genug, die Lodge ist ja nicht sehr groß, das Gelände aber schon, und es verteilt sich sehr. Vögel sind erst recht genug da. Es schart sich also nicht ein Pulk um einen einzigen Vogel, ganz im Gegenteil. Aber wenn dich das Klicken der Kameras beim Frühstück vielleicht nervt, dann ist es wahrscheinlich nicht der richtige Ort für dich und in der Maquenque geht es mutmaßlich weniger um dieses Thema.

Liebe Grüße, genießt die Sonne, morgen oder übermorgen geht es weiter,
Betti

Reisebericht Namibia 2019

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Letzte Änderung: 09 Mai 2021 10:18 von Beatnick.
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12 Mai 2021 20:05 #615809
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Auf der Suche nach dem Göttervogel

Am zweiten Morgen in der Orosi Lodge lassen wird es langsam angehen. Wieder so ein tolles Frühstück, wieder Sonne, wir haben nur rund zwei Stunden Autofahrt vor uns und alle Zeit der Welt.

Schließlich verlassen wir das malerische Tal, in dem wir uns so wohl gefühlt haben, und nehmen die knapp 100 km auf der südliche Panamericana nach San Gerardo de Dota unter die Räder. Das Dorf am Fuße der Talamanca-Bergkette in einer Höhe von 2.200 m war ein Tipp unserer Reiseagentur, wieder ein ganz anderes Klima, wieder eine völlig andere Gegend, wir sind gespannt, was uns erwartet.





Wir sind noch nicht lange unterwegs, da fahren wir mitten hinein in die Berge und den Nebelwald. Die Straße ist perfekt ausgebaut, doch kommen wir zuweilen nur schleppend voran, weil dicke LkW auf dem Weg nach Panama die Steigungen hinaufächzen und nicht überholt werden können.

Schließlich biegen wir rechts ab in eine kleine Straße, in Haarnadelkurven geht es steil bergab nach San Gerardo de Dota.
Die Trogon Lodge liegt idyllisch am Anfang des engen Tals nahe des Nationalparks Los Quetzales und mitten im Grünen. Eine wunderbar gepflegte Anlage, ziemlich groß, aber nur wenige Gäste. Die Gegend gilt als relativer Geheimtipp unter Natur- und Vogelliebhabern, und bleibt von Touristenmassen (noch) verschont.

Blick auf die Hauptgebäude der Trogon Lodge


Blick von der Trogon Lodge in den Nebelwald, der seinen Namen auch verdient.




Die Luft ist frisch und klar, ein krasser Gegensatz zur Schwüle zu Beginn unserer Reise und auch zum Orosi-Tal, wo es zwar trocken, aber warm war. Tagsüber reicht ein T-Shirt, wir lesen in der Sonne und gehen im Garten und im angrenzenden Regenwald auf Fotopirsch.





Hm, lecker... :pinch:






Doch kaum verschwindet die Sonne hinter den Bergen, wird es knackig kalt. Zu kalt für meinen Geschmack, brrrr. Ich sehne den Einheizer herbei, der in unserer urigen Cabana, die mit weitem Blick in den Berghang gebaut ist, allabendlich den kleinen Gasofen anschmeißt. Alleine dürfen wird das nicht.

Nicht gerade hoch im Kurs stehen bei mir die Mahlzeiten morgens und abends im zwar schönen, aber viel zu kalten Restaurantbereich. Die wenigen Kaminöfen sind zu klein, um ernsthaft etwas auszurichten, und so kommen wir beim Essen um dicke Jacken nicht herum. Gemütlich geht anders.

An beiden Tagen haben wir allerdings noch vor dem Frühstück ein Highlight schon hinter uns: Die Gegend wirbt mit einer 100-prozentigen Quetzal-Garantie - und hält dieses Versprechen auch. Dieser Vogel ist allerdings ein besonders früher. Und so schälen wir uns morgens weit vor Sonnenaufgang aus dem warmen Bett; ziehen in vielen Lagen über, was uns in die Finger kommt und machen uns nach einem hastigen Kaffee/Tee auf, den Göttervogel zu finden. An Tag eins mit, am zweiten ohne Guide.

Kolibri mit Nachwuchs in der Nachbarschaft


Die Guides wissen genau, wo die Vögel zu finden sind. Weit laufen müssen wir nicht. Hinter der Lodge rund 300 m die Straße hoch wächst ein Avocadobaum und damit ein Zielobjekt allererster Güte für den Quetzal, der bei den Azteken das Symbol der Freiheit war. Deshalb, weil er in Gefangenschaft nicht überleben kann und schon nach wenigen Tagen eingeht.

Dummerweise liebt dieser prächtige Vogel nicht nur die Freiheit, sondern auch seine Privatsphäre. Ein weißer Strich auf der Straße markiert, wie nah wir ran dürfen an den Avocadobaum und damit im besten Fall an den scheuen Vogel. Sehr nah ist das nicht, ein Hoch aufs Tele, doch das Problem ist das Licht. Das ist bestenfalls schummrig, ich beobachte die Sonne, nur noch ein bisschen, dann steigt sie über die Bergkante, die ersten Strahlen - und schon ist er weg.



Am nächsten Morgen dasselbe Spiel: Wir laufen hoch, wenn auch diesmal ohne Guide, gehen auf den - pardon - bis zum Strich. Immerhin, es ist einen Tick heller, der Quetzal kommt, die Sonne auch - das war's. Wer den Vogel besser beobachten und ablichten will, sollte die Nistzeit wählen. Doch trotz seiner Schüchternheit war die Begegnung ein tolles Erlebnis für uns.



Zumal es mehr zu sehen gibt. Im Regenwald drumherum und im Dorf entlang des Savegre-Flusses. Eine Handvoll Häuser, ein friedliches Idyll mit herrlichen Gärten, vereinzelten Lodges und einer Vielzahl von Kolibris, die uns umschwirren.







Grüne Kolibris,...



...bunte Kolibris,...



...Kolibris mit XXL-...



...und mit XXS-Schnäbeln...



...und Kolibris mit Spoiler.



Man hört sie weit bevor man sie sieht, das Surren der flinken Flügel klingt wie das einer Hummel oder einer Biene.





Die unberührte Schönheit, die Ruhe und Abgeschiedenheit gefallen uns und auch die reiche Vogelwelt, die hier in den Bergen so ganz anders ist.









Nach zwei kühlen und ruhigen Abenden mit Hüttenfeeling sind wir aber auch bereit für neue Abenteuer - und den erhofften Höhepunkt dieser Reise: die Osa-Halbinsel mit dem Nationalpark Corcovado.


Reisebericht Namibia 2019

Reisebericht Kenia (Masai Mara) 2018

Reisebericht Südafrika (Krüger) 2017

Reisebericht Tansania Februar 2016

Reisebericht Namibia 2015

Unsere Afrika-Reisen: Tansania 2010, Namibia/Südafrika 2012, Madagaskar 2014, Botswana/Simbabwe 2014, Namibia 2015, Tansania 2016, Südafrika 2017, Kenia 2018, Namibia 2019
Letzte Änderung: 12 Mai 2021 22:51 von Beatnick.
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12 Mai 2021 21:02 #615816
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  • Sabine26 am 12 Mai 2021 21:02
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Hallo Betti,

super, dass Ihr einen Quetzal gesehen habt und überhaupt ist die Vogelwelt rundum die Trogon Lodge auch sehr schön. Das mit den Temperaturen im Restaurant hatte ich schon öfter als Kritikpunkt gelesen, daher hab‘ ich für uns auch noch die Dantica Lodge auf dem Plan.
Ich habe aber schon gesehen, dass auch zumindest ein Reiseveranstalter mit Gruppen dorthin reist, aber prima, dass es Euch gefallen hat und es nicht voll war bei Euch.
Jetzt bin ich gespannt, wie die nächsten Tage werden, weil diese Gegend bei uns für eine Reise nach CR gesetzt ist.

Toll finde ich auch die Gegend vom Orosital und Vulkane find ich ohnehin super. Das hatte ich auch bereits auf unserem Plan, auf den Irazu wollte ich auf alle Fälle, wenn er nicht gesperrt ist.
Das Haus mit den Holzschnitzereien ist allerdings komplett neu für mich, das würde ich auf alle Fälle für uns noch aufnehmen, danke für den Tipp.

Die Bilder sind wieder einsame Klasse!

Viele Grüße
Sabine
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