THEMA: Reisebericht: Mit Fahrrad, Bus und Zug durch Kuba
07 Aug 2020 11:55 #593224
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Chivirico – La Mula

Normalerweise bin ich kein ausgesprochener Frühaufsteher, aber als Radfahrer, insbesonders in Kuba, tut man gut daran, zeitig aufzustehen. Morgens ist die Luft noch angenehm kühl und das goldene Licht der Morgensonne verzaubert die Landschaft. Wenn möglich versuche ich noch vor Sonnenaufgang aufzubrechen.

Mein heutiges Tagesziel ist der Campismo „La Mula“. Campismos sind keine Campingplätze, wie man vermuten könnte, sondern Ferienanlagen, geschaffen für den nationalen Tourismus, also für Kubaner. Inzwischen erlauben manche Campismos auch Ausländer als Gäste. In Campismos kann man einfache Häuschen mieten, für die Verpflegung gibt es ein Restaurant und oft noch eine Devisen-Bar, in der Rum und Bier verkauft wird.

Auf den nächsten 100 km ist der Campismo La Mula die einzige Übernachtungsmöglichkeit.


Der frühe Morgen ist die beste Zeit um Fahrrad zu fahren

Bevor ich aufbreche erwartet mich noch das Frühstück. Die meisten Casas Particulares bieten ihren Gästen für 3 - 5 CUC Frühstück an. Wenn ich nicht mit dem Fahrrad unterwegs bin, ziehe ich es oft vor, in Cafeterias zu frühstücken. Erstens ist es dort deutlich billiger (ca. 0,5 - 1 CUC) und zweitens habe ich morgens meistens noch keinen großen Hunger und da wäre so ein reichhaltiges Casa-Frühstück einfach zu viel.

Aber als Radfahrer ist ein gutes Frühstück essenziell. Wenn man in Kuba in einsameren Gegenden unterwegs ist, weiß man oft nicht, wann und wo und was man als nächstes zu essen bekommt.

Und meine Casa-Wirte wissen was ein Radler braucht. Der Frühstückstisch ist vollgepackt mit gebratenem Schinken, frittierten Bananen, Käse, Eier, Früchten, Kaffee, Saft und Brot. Eines muss man den Chiviriqueños lassen, von Essen verstehen sie etwas. Als ich den letzten Krümel vertilgt habe, befürchte ich fast zu platzen. Heute werde ich keine weitere Nahrung brauchen.


Es geht weiter, immer die Küste entlang

Durch das üppige Frühstück wird es etwas später bis ich losfahre. Die Sonne ist bereits ein ganzes Stück über den Horizont geklettert und deutlich zu spüren. Auch wenn die Luft noch kühl ist, werde ich in ein bis zwei Stunden wieder das Gefühl haben, durch einen Backofen zu fahren.

Da ich von Osten nach Westen fahre, habe ich die Sonne im Rücken, was viel angenehmer ist, als von vorne gebraten zu werden. Um Kopf und Nacken zu schützen setze ich schon bald wieder den alten Hut von La Abuela auf. Der sieht zwar etwas lächerlich aus, erfüllt aber seinen Zweck.


Küstenstraße zwischen Chivirico und Pilon



Die Landschaft wirkt trocken, die Berghänge sind mit dornigen Büschen und gedrungenen Bäumen bewachsen, die winzigen Felder der Campesinos karg und steinig. Entlang der Küste klammern sich stachlige Säulenkakteen an steile Felsen. Das Meer ist nie weit entfernt, die dunklen Strände sind jedoch so steinig, dass es schwierig sein würde, mehr als die Füße im Meer zu baden. Die Menschen wohnen in strohgedeckten Holzhäuschen, die oft von Kakteenhecken eingezäunt sind. Manche winken mir zu, als ich vorbeifahre, andere starren nur ausdruckslos hinter mir her.

Als ich einmal kurz anhalte um ein Foto zu machen, kommt eine junge Frau aus einem der Häuschen gerannt und ruft mir zu:

„Yuma, casate conmigo“. (Ausländer, heirate mich)

Ich fahre schnell weiter. ;)


Strohgedeckte Holzhäuschen

Gegen 10 Uhr erreiche ich einen winzigen Ort namens Uvero. Ein paar Häuser, ein Miniladen, eine Cantina. Wasser kann ich nirgends kaufen, da der Miniladen geschlossen ist. In der Cantina haben sie immerhin Pomos de Naranja (Orangenlimonade) und Cerveza (Bier). In Kuba muss man nehmen, was es gerade gibt. Also trinke ich zwei Flaschen Orangenlimonade, süß und klebrig, aber kalt und um den süßen Geschmack wieder loszuwerden, spüle ich ein Bierchen hinterher.

Dann sitze ich ein Weilchen im Schatten eines akazienähnlichen Baumes und betrachte das Leben von Uvero. Viel gibt es da allerdings nicht zu sehen, ein paar Leute schlurfen die Straße entlang, andere chillen im Schatten der Veranden ihrer Häuser, oder der Bäume. Niemand bewegt sich schnell, oder eilig, kein Fahrzeug, kein Motorengeräusch stört die Stille. Nur ein paar Grillen zirpen und etwas weiter weg, das Rauschen der Brandung. Die Szenerie wirkt so einschläfernd, dass ich tatsächlich fast eingeschlafen wäre, hätte mich nicht ein älterer Campesino angesprochen. Wie fast jeder Kubaner, mit dem ich mich unterhalte, fragt er mich zuerst, woher ich komme und wohin ich gehe. Als er hört, dass ich Deutscher bin, erzählt er stolz, dass seine Tochter in Deutschland lebt:

„Mi hija vive en Alemania, Dusseldoff“ (Meine Tochter lebt in Deutschland, Düsseldorf)

Wie in ländlichen Gebieten nicht ungewöhnlich, mündet unser Gespräch in eine Einladung. Er erwähnt seine Frau, die eine gute Köchin sei und sein Haus, das „muy fresco“ und „muy tranquilo“ (sehr kühl und sehr entspannt) sei. Ich könne dort auch übernachten und erst morgen weiterfahren.

Ich bin immer wieder erstaunt über die Gastfreundschaft dieser einfachen Landmenschen. Der Mann macht nicht den Eindruck, als wolle er aus der Einladung irgendwelche materiellen Vorteile ziehen, er ist einfach nur freudlich und einen Ausländer im Haus zu haben, ist in dieser abgelegenen Gegend eine Abwechslung. Einen Moment überlege ich die Einladung anzunehmen. Aber nur einen Moment, dann erwidere ich, dass ich heute noch nach La Mula fahren möchte. Vielleicht das nächste Mal?

Er schreibt seine Adresse auf einem Papierfetzen und geht seines Weges. Und ich fahre meines Weges.

Kurz hinter Uvero treffe ich auf eine ziemlich kaputte Brücke. Sie wurde schon vor Jahren bei einem Hochwasser zerstört, aber nie repariert. Trotzdem wird sie von Fußgängern und „leichteren“ Fahrzeugen weiterhin benutzt. Für die anderen gibt es eine Umfahrung durch das Flussbett. Aktuell ist der Fluss knochentrocken, aber ich könnte mir vorstellen, dass zu bestimmten Jahreszeiten Wasser fließt und es dann nicht einfach ist, durchzukommen.


Die zerstörte Brücke bei Uvero






Je weiter ich Richtung Westen komme umso einsamer und wilder, aber auch schöner wird die Gegend. Die Bergzüge der Sierra Maestra werden schroffer und steiler, manchmal stürzen fast senkrechte Felswände zur Küste hinab.

Ich muss ein paar Anstiege bewältigen, aber nichts Dramatisches. Für die 45 km von Chivirico nach La Mula benötige ich zwar fast 5 Stunden, aber das liegt nicht am Schwierigkeitsgrad, sondern an den vielen Stopps, die ich einlege. Ich halte oft, fotografiere, genieße die Landschaft, unterhalte mich hier und da mit einem Campesino.


Null Verkehr


Einsame Playas
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07 Aug 2020 12:00 #593225
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Campismo La Mula

Gegen Mittag erreiche ich den Campismo La Mula. Die Anlage liegt zwischen einem steinigen Strand und dem Rio La Mula. Auf dem schattigen Gelände verteilen sich etwa zwei Dutzend Cabañas (Hütten, Häuschen). Die meisten werden für Moneda Nacional (CUP) an Kubaner vermietet. Sie sind sehr spartanisch eingerichtet, die Gäste müssen Bettwäsche, Ventilator, Geschirr etc. selber mitbringen. Dafür kostet die Übernachtung nur ein paar Pesos.

Für ausländische Touristen gibt es spezielle ‚Devisenhäuschen‘, die mehr kosten und etwas mehr Komfort bieten. Für 8.50 CUC (mit Frühstück) bekomme ich eines der „Luxus“häuschen. Der Luxus besteht aus einer Toilette/Dusche, einem Ventilator, der Bettwäsche und einem Kühlschrank. Und der Hammer: Der Kühlschrank ist bis zum Rand mit kaltem Bier gefüllt. :woohoo: Was das bedeutet, kann nur nachvollziehen, wer schon mal mit dem Fahrrad nach La Mula gefahren ist.


Die Devisen-Cabaña


Mit kaltem Bier gefüllter Frio - Luxus pur

Leider funktioniert die Dusche nicht. Als ich die Rezeptionistin entsetzt anschaue meint sie mit einem Blick auf mein verschwitztes Äußeres:

„Chico, báñate en el río! El agua es muy rica“ (Junge, wasch dich im Fluß, das Wasser dort ist sehr gut.)

In Kuba gibt es für jedes Problem eine Lösung. :laugh:

Unweit des Campismo gibt es zum Baden geeignete Stellen im Fluss. Das Wasser ist klar und angenehm kühl. Der Rio La Mula dient den Einheimischen als Wasch- und Badeplatz. Ein Campesino schrubbt gerade sein Pferd, als ich dort ankomme. Dann seift er sich selber ein und springt zu seinem Pferd ins Wasser. Andere waschen ihre Kleider, oder planschen im Wasser herum. Ich habe meine Kernseife dabei und tue ebenso.

Dabei komme ich mit einem der Wäscher ins Gespräch. Er stammt aus Santiago und ist auf Familienbesuch in La Mula.

Nachdem ich ihm erzählt habe, wer ich bin und woher ich komme, was ich in Kuba mache, welchen Familienstand und wieviel Kinder ich habe, warnt er mich sehr eindringlich vor der Gefahr, überfallen und beraubt zu werden. Er sagt, dass es in dieser Gegend sehr wenig Polizisten gibt, und so ein Yuma (Ausländer) mit Fahrrad wäre eine attraktive Beute für die örtlichen Räuber. Er rät mir, mich nie allzuweit von meinem Fahrrad, oder meinen Sachen zu entfernen.

„Ten mucho cuidado“ (Sei sehr vorsichtig), sagt er mehrmals.

Diese Warnung passt irgendwie nicht in diese friedliche Landschaft, ich nehme mir trotzdem vor aufzupassen.


Campismo La Mula, Sonnenuntergang

Zum Sonnenuntergang setze ich mich an den Campismo-Strand. Er ist so steinig, dass es fast unmöglich ist, sich bequem hinzusetzen. Während die Sonne malerisch hinter den Ausläufern der Sierra Maestra verschwindet, versuche ich die zahlreichen Moskitos zu ignorieren, die sich hungrig auf mich stürzen. Außer dem Zirpen der Grillen, dem Summen der Insekten und dem gedämpften Donnern der Brandung, ist es ruhig und friedlich. Offensichtlich bin ich der einzige Gast im Campismo. Selbst die Angestellten sind längst nach Hause gegangen.

Dass es bisweilen lebhafter zugehen muss, beweisen die Abfälle, die am Strand herumliegen: leere Bierdosen, Rumflaschen und Verpackungen von Kondomen.

Schnell wird es dunkel. Ein bisschen unheimlich ist es schon, ganz alleine auf dem unbeleuchteten Gelände zu sein. Da ich heute bereits vor Überfällen gewarnt wurde, bin ich etwas sensibilisiert. Als ich zurück zu meinem Häuschen gehe, sehe ich immerhin im Eingangsbereich einen Wächter herumsitzen.

Leider hat meine Luxushütte kein Moskitonetz. Überall wo ich hinschaue, krabbelt geflügeltes und ungeflügeltes Getier herum. Als ich in einen Keks beiße, habe ich plötzlich Mund und Hand voller winziger Ameisen, die mich schmerzhaft attackieren.

Ich erschlage ein paar der fettesten Moskitos, die als blutiger Matsch an der Wand kleben bleiben. Als ich ein paar Minuten später nachschaue, sehe ich, dass die sterblichen Überreste der Moskitos von Miniameisen abgebaut werden, die in langen Kolonnen die Wände überqueren. Noch ein paar Minuten später, ist nichts mehr da. Perfektes Recycling. B)

Bevor ich ins Bett gehe, öle ich mich äußerlich dick mit Autan, und innerlich mit einer ordentlichen Portion Rum, ein. Dann stelle ich den Ventilator auf volle Pulle und versuche zu schlafen.
Letzte Änderung: 07 Aug 2020 12:04 von Gu-ko.
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07 Aug 2020 22:22 #593248
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Hallo Guko,

herzlichen Dank für Deinen Reisebericht der anderen Art. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt, die so reisen. Wenn ich mir Dein Avatar anschaue, dann bist Du auch keine 20 mehr. Für mich wäre das schrecklich: zum einen per Fahrrad in einem Land wie Kuba und dann in Unterkünften wo es vor Spinnen, Ameisen und Käfern wimmelt und duschen in irgendeinem Bach. Deswegen ziehe ich meinen Hut vor Dir, dass Du so etwas machst. Ich gehöre da eher zur Luxusfraktion: schöne Unterkünfte, gutes Essen, gut motorisiertes Auto.... B)

Umso spannender Dein Reisebericht. Ich freue mich auf Fortsetzung.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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Gabi-Muc schrieb:
Hallo Guko,

herzlichen Dank für Deinen Reisebericht der anderen Art. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt, die so reisen. Wenn ich mir Dein Avatar anschaue, dann bist Du auch keine 20 mehr. Für mich wäre das schrecklich: zum einen per Fahrrad in einem Land wie Kuba und dann in Unterkünften wo es vor Spinnen, Ameisen und Käfern wimmelt und duschen in irgendeinem Bach. Deswegen ziehe ich meinen Hut vor Dir, dass Du so etwas machst. Ich gehöre da eher zur Luxusfraktion: schöne Unterkünfte, gutes Essen, gut motorisiertes Auto.... B)

Umso spannender Dein Reisebericht. Ich freue mich auf Fortsetzung.

LG

Gabi

Hi Gabi, ich danke dir für den Kommentar und für dein Interesse an meinem Reisebericht. :)

Mit Luxus und Komfort kann ich auch gut leben und ich reise nicht immer und überall hin mit dem Fahrrad. Aber da mein normales (Arbeits-)Leben, wie wohl bei den meisten Mitteleuropäern, in geregelten und gesicherten Bahnen verläuft, genieße ich es, Urlaube etwas abenteuerlicher und spontaner zu gestalten. Beim Fahrradfahren kommt dann noch die sportliche Komponente dazu, es ist einfach ein tolles Gefühl, eine schwierige Strecke aus eigener Kraft zurückgelegt zu haben. Je nachdem wie man Luxus definiert, kann auch Verzicht Luxus sein. Aber ich verstehe natürlich auch, dass nicht jeder so reisen möchte. Was das Alter anbelangt, ich habe auf meinen Fahrradreisen auch schon über 70-jährige B) getroffen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Solange man körperlich gesund ist, ist das Alter kein Hindernis.

LG Gu-Ko
Letzte Änderung: 08 Aug 2020 12:23 von Gu-ko.
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08 Aug 2020 12:57 #593261
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  • picco am 08 Aug 2020 12:57
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Hoi Gu-Ko

Erstmal danke für den tollen Reisebericht mit den wunderschönen Fotos!
Fotografierst Du noch immer mit Deiner MFT-Kamera?
Wenn ja, wie bearbeitest Du die Bilder dass die alle so wunderschön rauskommen?
Hast Du da ein Lightroom-Preset oder bearbeitest Du jedes Bild einzeln?
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08 Aug 2020 17:07 #593270
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picco schrieb:
Hoi Gu-Ko

Erstmal danke für den tollen Reisebericht mit den wunderschönen Fotos!
Fotografierst Du noch immer mit Deiner MFT-Kamera?
Wenn ja, wie bearbeitest Du die Bilder dass die alle so wunderschön rauskommen?
Hast Du da ein Lightroom-Preset oder bearbeitest Du jedes Bild einzeln?

Hoi Picco,

die meisten Fotos sind mit meiner inzwischen schon betagten mft-Kamera (Lumix GX7) entstanden. Parallel dazu fotografiere ich auch mit einer APS-C-Kamera, der Sony a6000. Qualitätsunterschiede sind jedoch nur in höheren ISO-Bereichen zu sehen. Da hat APS-C die Nase leicht vorne.
Bearbeiten tue ich jedes Foto, das es verdient hat, individuell, keine Presets. Die Bearbeitung in Lightroom beinhaltet i.d.R. Weißabgleich, Belichtungskorrekturen, Kontrast, Schärfe, Rauschreduzierung und Bildausschnitt. Da ich in RAW fotografiere, kann ich in der Nachbearbeitung z.B. ausgefressene Lichter oder zugelaufene Schatten gut korrigieren und auch den Weißabgleich erst am PC einstellen.
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