THEMA: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis
05 Jul 2020 00:24 #591516
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Hallo, ihr Lieben,

@ Mika1606:
Vielen Dank für die Fortsetzung. Echt wunderschöne & beeindruckende Bilder.

Gleich wieder ein paar Hinweise von Dir notiert. ;)

Dankeschön :blush: , und ich freue mich, dass du etwas damit anfangen kannst. Dir auch ein schönes Wochenende.

@ Mabe:
Traumhaft! Einfach tolle Bilder!
Schaffst Du am Wochenende noch einen Abschnitt...??? :woohoo:

Danke für dein Fotolob :blush: ! Dieses Wochenende schaffe ich es nicht mehr. Fotos von unserer letzten Etappe habe ich schon ausgesucht, nur Text mäßig habe ich bislang erst 1 Satz zu Papier gebracht. Ich denke bis Mitte der Woche sollte ich diesen Reisebericht zu Ende gebracht haben :whistle: B) .

Euch allen ein traumhaftes Wochenende :kiss: ,
Beate
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11 Jul 2020 20:49 #591915
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Punta Arenas, südlichste Großstadt der Welt

22.2.2020

Leider haben ein paar Fotos im unteren Bereich Flecken. Retuschieren war nicht möglich :( , oder ich kann es einfach nicht :unsure: . Ich bitte das zu entschuldigen!

Obwohl der Nebel noch ziemlich dicht über dem Río Serrano hing, war es schon recht warm an diesem Morgen. Einmalig schön war es hier :woohoo: , nur leider mussten wir heute abreisen :angry: . Der Torres del Paine war definitiv unser Highlight gewesen. Sommerwetter vom Feinsten in dieser Landschaft, das bekommt man nicht alle Tage, denn normalerweise sind von 4 Tagen meistens 2 verregnet. Durchschnittlich fallen im Februar knapp 120 mm Niederschlag, nicht gerade wenig, aber auch nicht so viel, denn in Norwegen z.B. regnet es im Sommer viel mehr.



Es war Samstag, und unser Flug zurück nach Deutschland ging erst am Montag früh morgens ab Punta Arenas über Santiago nach Paris und dann weiter nach Hamburg. Also hatten wir noch etwas Zeit, uns Punta Arenas und Umgebung anzuschauen, zumindest war das unser Plan. Dafür hatte ich ein schönes Programm zusammengestellt, auf das ich später noch zurückkommen werde.

In Punta Arenas würden wir das Auto nicht brauchen, und ich hatte bei unserer Mietwagenfirma einen satten Rabatt aushandeln können, wenn wir den Wagen bis 14.00 Uhr zurückbringen würden.

So hielten wir uns an diesem Morgen nicht lange auf, packten schnell unsere Siebensachen, und bereits gegen 8.00 Uhr waren wir auf der Straße Richtung Punta Arenas. Knapp 4.5 Stunden Fahrzeit lagen vor uns.

Tip:
Wer Zeit hat sollte einen Fotostopp am alten Pier („muelle histórico“) in Puerto Natales machen. Auf den Fotos in den Reiseführern sieht das sehr malerisch aus. Bei uns war die Zeit dafür leider zu knapp :angry: .

Über die Fahrt auf der „Ruta del Fin del Mundo“ gibt es nichts Besonderes zu berichten. Wo das Gelände offen war, war es teilweise sehr windig, so dass man höllisch in den Kurven aufpassen musste.



Gegen 13.00 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, das „Innata Casa Hostal“ www.innatapatagonia.com/en/. Das Zimmer war schon fertig, und so konnten wir schnell unser inzwischen sehr chaotisches Gepäck (zu den Koffern kamen mittlerweile diverse Pappkartons und Tüten mit entsprechendem Inhalt :dry: ) dort verstauen. Flugtauglich machen würden wir es später. Für die 89$, die wir pro Nacht inkl. Frühstück zahlten, war es sehr komfortabel. Wir waren im ruhigen Seitentrakt untergebracht, und zu unserem geräumigen Zimmer gehörte noch eine recht große Küche inkl. gemütlicher Essecke. Teilen mussten wir uns die Küche mit einem deutschen Pärchen und einem Paar von den Fidschi Inseln, die bei unserem Check-in in der Küche gemeinsam am Kochen waren und uns gleich für den Abend zu einer Küchen-Party einluden. Na, das konnte ja heiter werden, fast so ein wenig wie zu WG-Zeiten während unserer Studienzeit. Okay, wir würden sehen, wonach uns der Sinn heute Abend stehen würde :unsure: .

Bei unserem Autovermieter Seelmann lief alles unkompliziert, ein Schreiben auf Deutsch über unseren gemeldeten Schaden lag bereits bereit. Nach 10 Minuten war schon alles erledigt, und wir hatten nun Zeit genug, die wenigen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt zu besichtigen.

Es war sehr warm und leider auch extrem schwül an diesem Nachmittag. Punta Arenas bei knapp 30 Grad, ich glaube, das ist sehr ungewöhnlich :huh: , und ich nehme es gleich vorweg: diese Stadt hat uns nicht von den Socken gehauen, was auch wohl daran lag, dass sie sehr stark von den jüngsten sozialen Unruhen gezeichnet war. Da war ganze Arbeit geleistet worden: überall lag Dreck herum, Gebäude waren mit Parolen beschmiert, Grabstätten und Denkmäler geschändet, und man rechnete wohl auch noch mit mehr, denn die Mehrzahl der Gebäude in der Innenstadt war verrammelt. Alles in allem nicht sehr einladend :sick: .









Lediglich den Besuch des städtischen Friedhofs, des „Cementerio Municipal“, zugleich Zeugnis der Vergangenheit dieser Stadt als auch öffentlicher Park, kann ich empfehlen, aber man sollte ein wenig von der Geschichte Punta Arenas wissen, denn sonst ist es einfach nur ein schöner Friedhof oder ein hübscher Park, und daher hier, bevor ich Fotos zeige, ein kurzer Abriss:

Punta Arenas ist noch keine alte Stadt. Erst vor gut 150 Jahren hat sie sich aus einem Militärposten und einer Strafkolonie entwickelt und ist heute die südlichste Großstadt der Welt. Der Ort hatte durch die Lage an der Magellan-Straße vor dem Bau des Panama-Kanals eine wichtige Position inne und entwickelte sich bereits nach der Gründung recht schnell, denn schließlich mussten alle Schiffe, die zur Westküste Amerikas wollten, an Punta Arenas vorbei, ganz egal, ob es sich um Handels- oder um Passagierschiffe handelte. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man die Region für die Schafzucht. Die mächtigsten Schaf-Barone dieser Zeit waren José Menéndez und Mauricio Braun. Beiden gehörte sozusagen der gesamte Süden Patagoniens. Durch die Heirat der Tochter von Menéndez mit Braun wurde Menéndez dann zum unangefochtenen „König von Patagonien“.
Der 1. Weltkrieg brachte eine Fülle von Flüchtlingen aus Europa nach Punta Arenas. Die Eröffnung des Panamakanals 1914 führte dann dazu, dass Punta Arenas schlagartig für die internationale Schifffahrt unwichtig wurde.

Zur Blütezeit dieser Stadt wollten die reichen Schafbarone noch nach dem Tod mit ihren Reichtum protzen. 1894 wurde deshalb dieser Friedhof von José Menéndez gegründet.
Im Inneren des Friedhofs haben sich die zu Wohlstand gekommenen Einwanderer üppige Mausoleen bauen lassen mit bronzenen Engeln auf den Dächern und vor allem mit viel Marmor, der zum Teil sogar aus Italien per Schiff herangeschafft wurde. Das imposanteste Mausoleum ist das von José Menéndez. Es war mit blutroter Farbe verschmiert, wohl im Zuge der jüngsten sozialen Unruhen.









Ganze Straßenzüge von prächtigen Mausoleen, und irgendwie wirkte das Ganze gar nicht wie ein Friedhof, eher wie ein schöner Park, in dem viele Menschen an diesem schwül-warmen Nachmittag ein wenig Erholung suchten.



Doch auch die einfachere Bevölkerung wollte nicht zurückstehen, ihre Grabstätten sind ebenfalls so aufwendig wie möglich gestaltet. Bunte Plastikblumen liegen auf den Gräbern, und man hat Fotos der Toten in kleine Glasfenster im Grabstein gestellt. Ich hoffe, es ist nicht allzu unanständig, dass ich hier ein paar dieser Gräber zeige :unsure: .











Wenn man durch die Alleen säulenartig gestutzter Zypressen von Grab zu Grab spaziert, kann man an den Namen die Herkunft der Kolonisten ablesen: hier liegen Deutsche, Engländer, Franzosen und vor allem viele Kroaten.

Besonders berührt allerdings hat mich das Grab des „Indiecito Desconocido“ „des unbekannten Indianerjungen“. Ihm werden wohl wundersame Kräfte zugeschrieben, denn unzählige Votivtafeln mit Danksagungen für erfüllte Wünsche und Heilung hat man ihm dargebracht. Wir bleiben stehen und schauen den Menschen zu, die im Gebet verharren, danach die goldene Hand der Statue berühren und schließlich etwas Geld, Blumen oder auch einen Rosenkranz zu seinen Füßen legen. Ein kleines Mädchen schenkte ihm eine kleine Puppe. Sehr rührend! Auch ich habe die Hand berührt, etwas Geld da gelassen, vielleicht ist es ja zu etwas nütze B) .
Wenigstens an diesem Ort wird noch die Erinnerung an die Urbevölkerung Patagoniens hochgehalten. Hier kann man sich ihrer erinnern, denn die indigenen Völker dieser Region wurden im Zuge der Besiedelung durch die Europäer völlig ausgerottet. Wer nicht bereits durch eingeschleppte Krankheiten verstarb, wurde einfach von den „neuen Herren“ umgebracht. Definitiv das traurigste Kapitel der Geschichte Patagoniens!





Die meisten Menschen, die hier beerdigt werden, können sich jedoch noch nicht einmal die Art von Gräbern leisten, wie wir das von unseren Friedhöfen kennen. Ihnen bleiben dann nur die stereotypen Mauernischen, in denen liebevoll von Verwandten oder Freunden die letzte Mitgift drapiert wird.



Später geht es hier noch weiter.....
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Letzte Änderung: 12 Jul 2020 00:01 von Old Women.
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11 Jul 2020 21:24 #591919
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Und hier geht es weiter.....

Gegen 17.00 Uhr verließen wir den Friedhof, um noch einen kleinen Abstecher ins nahe gelegene Zentrum zu machen.
Ein paar prächtige Gebäude aus der Zeit der Schaf-Barone, eine sehr schöne Kirche mit einer hübschen Kuppel, das war es auch schon.







Im Gedächtnis geblieben ist mir lediglich die „Plaza de Armas“, in deren Mitte ein gewaltiges Magellan-Denkmal steht. Auch hier war alles mit blutroter Farbe bespritzt.







Als es zu regnen begann, gingen wir zurück ins Hotel. Unsere Mitbewohner bereiteten gerade das Abendessen vor. Man lud uns ein mitzuessen, aber da auch hier wieder überwiegend Fleisch auf den Tisch kommen würde, lehnten wir dankend ab. Das nahe gelegene Restaurant „La Marmita“ www.marmitamaga.cl/ hatte viel Fisch und Gemüse auf der Speisekarte, und genau danach stand mir an diesem Abend der Sinn. Eine ganz klare Empfehlung.

23.2.2020

An diesem Tag habe ich kaum fotografiert, und ich habe große Schwierigkeiten gehabt, diesen Tag noch entsprechend zu bebildern :dry: .

Tip:
Für unseren letzten Urlaubstag hatte ich ein kleines Programm zusammengestellt.
Sehr beliebt ist der Besuch der Pinguin-Insel „Isla Magdalena“. Bei der Agentur „Solo Expediciones“ www.soloexpediciones.com/ hatte ich im Voraus zwei Tickets für die 10-Uhr-Fahrt gebucht. Nachmittags hätten wir dann noch Zeit, ein wenig auf der Promenade von Punta Arenas zu bummeln.
Alternativ kann man auch das nahegelegene „Reserva Nacional Magallanes“ besuchen. Dort gibt es einen schönen Rundwanderweg „Circuito las Lengas“ (14 km, 4 Std.). Wenn man kein Auto mehr hat, kann man sich mit einem der sehr preiswerten Taxis hinbringen lassen. Das ist allemal billiger als eine Mietwagen-Tagesmiete. de.wikiloc.com/route...-magallanes-21752147

Leider regnete es nach wie vor an diesem letzten Tag unserer Reise. Egal, wir hatten wetterfeste Bekleidung und diese noch nicht wirklich auf dieser Reise austesten können (müssen) :whistle: . Punkt 10 Uhr waren wir bei der Agentur von „Solo Expediciones“. Dort wurde uns dann leider mitgeteilt, dass alle Fahrten an diesem Tag wegen des Windes ausfallen müssten. Das scheint dort öfter vorzukommen, und daher bezahlt man die Tickets auch erst bei Abholung.

In der Kathedrale fand an diesem Sonntagvormittag ein Gottesdienst statt. Junge Leute spielten Gitarre, man sang gemeinsam dazu, und das war allemal schöner, als bei Regen weiter durch die Straßen Punta Arenas zu laufen.
Punta Arenas bei Regen ist wirklich sehr, sehr trist :( !



Danach machten wir unser Gepäck flugtauglich und gönnten uns einen ausführlichen Mittagsschlaf :woohoo: .
Gut genutzte Zeit, denn am frühen Nachmittag hatte sich das schlechte Wetter überwiegend verzogen, und wir konnten uns noch ein wenig die Beine auf der Promenade vertreten. Die Promenade ist jetzt nicht besonders schön, aber es war Sonntag, und viele Familien nutzten den Nachmittag für einen Spaziergang.





Vielleicht noch erwähnenswert sind die bunt angemalten Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite.







Der Ozeanriese „Queen Victoria“ lag vor Anker. Deren Passagiere hatten bei dem schlechten Wetter an diesem Tag auch wohl nicht so viel Freude an dieser Stadt und waren sicher froh, wenn es weiter ging.



Kormorane auf der alten Mole, das ist immer ein hübsches Fotomotiv.









So verbrachten wir ein paar letzte entspannte Stunden.

Das „La Marmita“ hatte am Sonntag leider geschlossen, und daher gingen wir an diesem Abend ins Restaurant „La Luna“ www.laluna.cl/ essen. Leckere Fischgerichte in gemütlicher Atmosphäre, auch hier eine klare Weiterempfehlung.

23.2./24.2.2020

Gegen 6.30 Uhr kam unser vorbestelltes Taxi und brachte uns zum Flughafen. Die Heimreise verlief sehr entspannt, auf der Langstrecke haben wir überwiegend geschlafen.
Am Flughafen in Paris fiel uns dann auf, dass auch viele Menschen nicht asiatischer Herkunft mittlerweile Masken trugen :ohmy: . Bislang hatten wir das Problem „Corona“ erfolgreich verdrängt, aber hier braute sich definitiv etwas zusammen. „Covid-19“ hatte während unserer Reise auch Europa erreicht. Noch lief alles normal, und wir kamen problemlos nach Hause. 4 Wochen später hätte das anders ausgesehen. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Reise noch völlig unbeschwert haben machen können.
Mittlerweile hat die Pandemie uns fest im Griff. In Deutschland und in weiten Teilen Europas geht es uns relativ gut, wenn ich aber nach Chile und Argentinien blicke, dann sieht das dort ganz anders aus. Nach wie vor gibt es strikte Ausgangsbeschränkungen, in Chile ist das Gesundheitssystem mittlerweile völlig überlastet, Wirtschaft und Politik brechen unter der Last des Virus zusammen.

Mir bleibt nur noch, mich bei allen, die sich für unsere Reise interessiert haben, zu bedanken. Der Austausch mit euch hat mir viel Freude bereitet und geholfen, meinen Fernweh-Blues etwas zu lindern :kiss: .
Bleibt alle gesund!

Herzliche Grüße
Beate
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Letzte Änderung: 12 Jul 2020 03:16 von Old Women.
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Och nööö, da freut man sich, dass es weiter geht…und dann ist die Reise plötzlich zu Ende :(

Die Mole von Puerto Natales will ich dann aber doch der Vollständigkeit halber mal hier einstellen- wenn auch wieder mal bei trüben Wetter.



Überhaupt hat uns PN ganz gut gefallen. Ein schnuckeliger Ort, der natürlich davon lebt, das Tor zum Torres del Paine Park zu sein. Aber alles fußläufig, viele nette Cafes, Restaurants und unzählige Touranbieter.
Es gibt von dort tatsächlich Tagestouren zum Perito Moreno – was ein Spass?!

Wenn man von Süden kommt und zum Torres del Paine will, muss man sich zwangsläufig mit Lebensmitteln etc hier eindecken. Der Supermarkt hat ein zum Teil sehr begrenztes Angebot, dafür bekommt man „Wandernahrung“ wie Müsliriegel. Allerdings gibt es in PN zahlreiche kleine Läden, die eine deutlich bessere Frischwarenauswahl haben. Wie so oft muss man einfach mehrere Läden aufsuchen bis man alles zusammen hat.

Punta Arenas war ja unser Startpunkt und auch wir wollten von hier zu der Isla Magdalena, allerdings mit tabsa. Nunja, auch unsere Tour wurde wetterbedingt abgesagt und so hatten wir ebenfalls unverhofft mehr Zeit in der Stadt.

An einem Sonntag dort angekommen, war es gar nicht so einfach einen Geldautomaten zu finden. Die Banken alle verrammelt (auch an Werktagen kaum als solche zu erkennen), haben wir uns zu einer kleinen Einkaufspassage durchgefragt.

Die Spuren von den Herbstunruhen fanden wir auch irgendwie bedrohlich. Nirgendwo sonst ist uns das im chilenischen Patagonien so aufgefallen.

An der Plaza de Armas ist an dem Denkmal auch eine Indianerstatue. Man soll den Fuss küssen, dann kommt man auf jeden Fall wieder – so heisst es.
Aufgrund der ausgefallenen Tour haben wir mehrere Stunden dort verbracht. Es war einfach interessant, weil offensichtlich jeder Touri – insbesondere die Kreuzfahrer- dort vorbeigeschleust werden.

Absolut empfehlen können wir zudem den mercado municipal, den lokalen Fischmarkt, wo man auch hervorragend – wenn auch in einfachem Ambiente- Fisch essen kann. Leider machen sie dort schon gegen 18.00 Uhr zu.

Wer nach Punta Arenas kommt und noch ein paar Tage Zeit hat…ein Abstecher nach Feuerland lohnt sich absolut. Wir haben uns knapp eine Woche gegönnt. Es gibt eine direkte Fähre nach Porvenir (nicht montags) und eine etwas entferntere Überfahrt bei Primera Angostura/Punta Delgada. Auch letztere, die kürzere Überfahrt wurde bei uns wetterbedingt zunächst ausgesetzt, nach ein paar Stunden dann aber doch wieder aufgenommen. Damit muss man da unten einfach rechnen. Highlight sind die Königspinguine in der Bahia Inutil, Ushuaia, der Beagle Kanal, die Isla Martillo (Pinguine) und der NP Tierra del Fuego.


Vielen Dank, Beate, für deinen schönen und kurzweiligen Bericht. Ich habe es sehr genossen, noch mal einen Teil unserer Reise zu erleben. Tolle Bilder, tolle Erlebnisse!

Viele Grüße
Mabe
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Moin,
besten Dank für den schönen Bericht und den vielen Fotos. Allerdings macht es mich dann auch wieder etwas traurig, wird doch meine 1. Südamerikareise im November wohl ausfallen. Sollte ja mit dem Motorrad durch Peru gehen.
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