THEMA: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis
25 Apr 2020 22:08 #587362
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Und hier geht es weiter.....

Nur sehr vereinzelt kleine Ortschaften, oft nur 3-4 Häuser, dann wieder lange Zeit gar nichts.





Gegen 17.00 Uhr erreichten wir den Eingang zum „Parque Nacional Queulat“.



Übernachtet haben wir in der kleinen Ortschaft Puerto Puyuhuapi (1935 von 4 deutschen Siedlern gegründet) in einem kleinen B&B namens „Los Mañíos Del Queulat“. Das Zimmer war ruhig, sauber und geräumig, der Funke jedoch wollte irgendwie einfach nicht überspringen :unsure: .
Am frühen Abend schönes Licht am Fjord. Dort saßen wir eine Weile und tranken Pisco Sour, das chilenische Nationalgetränk, welches überwiegend aus Traubenschnaps, Limettensaft und geschlagenem Eiweiß besteht.



Irgendwo haben wir leckeren Fisch gegessen und uns danach noch ein wenig die Füße vertreten. Es sah nach Regen aus, blieb aber, bis auf einen ganz kurzen Schauer, zum Glück trocken.







Boote lagen am Strand.



Bei diesem waren die besten Jahre wohl schon vorbei ;) .



Wunderschönes, malerisches Puerto Puyuhuapi :kiss: !

Im nächsten Kapitel werden wir dann die Bekanntschaft mit einem hängenden Gletscher machen. Die mussten wir uns allerdings hart erkämpfen :whistle: .

Gute Nacht!
Beate.
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28 Apr 2020 22:51 #587612
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Der hängende Gletscher - El Ventisquero Colgante

7.2.2020

Heute ging es in den „Parque Nacional Queulat“. Eine Karte und Wanderwege gibt es hier: www.rutadelosparques...ue-nacional-queulat/

Der nächtliche Regen hatte sich zum Glück verzogen, aber immer noch hingen tiefe Wolken über Puerto Puyuhuapi. Das konnten wir gar nicht gebrauchen :angry: , denn wir wollten heute hoch in die Berge steigen, um eine gute Aussicht auf das Highlight dieser Region, einen hängenden Gletscher, den „Ventisquero Colgante“, zu haben. Mit Nebel würden wir leider kein Eis sehen.
So frühstückten wir in aller Ruhe und unterhielten uns dabei angeregt mit ein paar holländischen Bikern, welche die „Panamericana“ von Feuerland hoch bis nach Alaska fahren wollten. Sehr ambitioniert (auch dieses Vorhaben dürfte wohl der Pandemie zum Opfer gefallen sein, ja, in diesem Jahr platzen viele Reiseträume!).
Die Sonne kam langsam heraus, und wir wollten es wagen. Umkehren könnten wir ja immer noch.
Malerisch lag der Fjord in der Morgensonne.



Aktivität des Tages:

Wanderung „Sendero Mirador del Ventisquero“
Knapp 45 Minuten von Puerto Puyuhuapi entfernt bog links ein kleiner Waldweg von der Carretera Austral ab. Mitten durch den Regenwald ging es mit dem Auto bis zur Parkverwaltung, wo wir den obligatorischen Eintritt bezahlten. Das Ganze zog sich leider ein wenig hin, denn auch größere Reisegruppen hatten sich angestellt :dry: . Zum Glück gingen diese Reisegruppen überwiegend an den See um Boot zu fahren, denn den Gletscher kann man auch von da unten sehen, macht aber längst nicht so viel Spaß, denn die perfekte Sicht auf den Gletscher muss man sich erarbeiten :whistle: .
So war es schon fast Mittag als wir endlich loswandern konnten. Die Landschaft entschädigte für die Unannehmlichkeiten im Vorfeld. Schon bald ein schöner Aussichtspunkt, der den Blick auf den Gletscher freigab. Mächtig drängte sich das Eis zwischen zwei Felsen hindurch.



Den eigentlichen Wanderweg erreichten wir über eine Hängebrücke, eine wackelige Angelegenheit :huh: .





Die Wanderung wird als "mittelschwer" eingeordnet, und einfach war es wirklich nicht, zudem wieder einmal eine sehr rutschige Angelegenheit, denn durch den Regen der letzten Nacht war alles natürlich noch sehr feucht. Regen tropfte von den Bäumen, und anfangs ging es teilweise richtig steil bergauf. Die Landschaft war jedoch wunderschön. So in etwa stellt man sich einen verwunschenen „Märchenwald“ vor: umgestürzte Bäume, überwachsen mit Moos und Flechten, riesige Farne, große Felsbrocken versperrten den Wanderweg, der als solcher über große Strecken kaum zu erkennen war. Fotos vom Aufstieg gibt es leider wenige, denn mit einer Kamera in der Hand war die Wanderung zumindest bergauf nicht gut machbar.







Nach ca. 2 Stunden erreichten wir eine Aussichtsplattform. Die Mühe hatte sich definitiv gelohnt, denn vor uns, zum Greifen nah, hing der große Gletscher. Das Schmelzwasser rauschte den Berg hinab und speiste den hellblauen Gletscherfluss. Wunderschön!









Auf dem Rückweg haben wir uns ein wenig Zeit zum Fotografieren genommen, und man kann, glaube ich, ganz gut sehen, wie „rustikal“ diese Wanderung war. Sowohl Wanderhose als auch Wanderstiefel waren nach dieser Tour als solche kaum noch zu erkennen :dry: .













Eigentlich wollten wir noch an den See, dort waren aber für unseren Geschmack zu viele Reisegruppen, und so setzten wir uns abseits und verspeisten unser mitgebrachtes Picknick.

Ein weiteres Kapitel gibt es später noch.....
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28 Apr 2020 23:18 #587613
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Und hier geht es weiter.....

Abends gingen wir noch einmal runter an den Fjord. Es war angenehm warm, und der Rauch, der aus den Schornsteinen kam, deutete darauf hin, dass wohl gerade in den Küchen des Dorfes das Abendbrot zubereitet wurde.





Dieses Mal gönnte ich mir nach dem obligatorischen Fisch ein Stück traditionellen chilenischen „Kuchen“ und mein Mann ein Stück „Apfelstrudel“ B) . Ich konnte es auch erst nicht glauben als ich diese chilenischen „Spezialitäten“ auf der Dessertkarte sah :ohmy: .



Ein verträumtes kleines Dorf, kleine bunte Holzhäuser geduckt am Ufer des Fjords, um die Gärten ziehen sich altersschwache Holzzäune, hier und da blühen ein paar Hortensien und Stockrosen, der Abschied fiel mir jetzt schon schwer.








(Das Foto ist vom Tag vorher)









Im nächsten Kapitel wird es bei Kaiserwetter durch wunderschöne Landschaft weiter auf der Carretera Austral nach Coyhaique gehen.

Gute Nacht!
Beate
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30 Apr 2020 22:26 #587788
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Von Puerto Puyuhuapi nach Coyhaique

8.2.2020

Eines der ersten Dinge, die man über Patagonien wissen sollte, ist, dass das Wetter dort absolut unberechenbar ist. Von den Einheimischen haben wir gelernt, dass es wirklich keinen Sinn macht, sich die Wettervorhersage anzusehen, da sie sowieso niemals stimmt. Auf Regen folgt Sonne, auf Kälte Wärme, auf Windstille heftiger Sturm, und das alles an einem Tag. Nun, für die nächsten 4 Tage sollte diese Tatsache erst einmal außer Kraft gesetzt werden: 4 Tage hochsommerliche Wärme, strahlend blauer Himmel, kein Tropfen Regen und absolut windstill, wohl schon sehr selten hier :woohoo: .

Geplant war für heute, zumindest nach meiner PDF-Datei :whistle: , eine zügige Fahrt von Puerto Puyuhuapi nach Coyhaique (ca. 4.5 Stunden Fahrt), dann schnell die Vorräte auffüllen und anschließend wandern im nahe gelegenen „Reserva Nacional Coyhaique“. Ein sehr guter Plan ;) , und ich erinnere mich, dass es mich bei der Vorbereitung dieser Etappe viel Arbeit gekostet hat, für den Nachmittag ein stimmiges Programm von etwa 4 Stunden zu entwickeln. Mehr Zeit hatten wir nicht, denn ich wollte meinen Mann mit einer Buchung bei „Mamma Gaucha“ überraschen und zwar nicht so sehr wegen der Speisen sondern wegen der umfangreichen Bier-Getränkekarte, für die dieses Lokal in dieser abgeschiedenen Ecke wohl berühmt ist :lol: .

Aber der Reihe nach…..

Vorab zur Info:
Rund 80% der Straße von Puerto Montt nach Puerto Puyuhuapi sind heutzutage asphaltiert. Südlich von Puerto Puyuhuapi trifft man auf Schotterstraßen und viele Baustellen, und dieser Teil ist wesentlich weniger angenehm zu fahren. Baustellen bedeuten im Süden Chiles, dass man häufig während der Woche zwischen 13.00 und 17.00 Uhr die Straße einfach mal eben so dicht macht. Es bilden sich lange Schlangen, und dann geht in der Tat lange Zeit gar nichts :dry: .


(Das Foto ist am nächsten Tag zwischen Coyhaique und Puerto Guadal entstanden)

Wir waren nicht davon betroffen, denn es war Wochenende, und wir konnten entspannt losfahren (tatsächlich habe ich diese beiden Tage, die Fahrt nach Coyhaique und die Weiterfahrt am folgenden Tag zum Lago General Carreras, so gelegt, dass sie auf ein Wochenende fallen).

Gegen 9.00 Uhr fuhren wir los. Der Fjord kurz hinter Puerto Puyuhuapi lag in der Morgensonne, und wir setzten uns eine Weile auf einen Baumstamm ans Ufer und genossen das herrliche Panorama.







Die Straße wurde zunehmend schlechter. Viele Kurven, viele Schlaglöcher, viel Staub, und wir kamen nur langsam voran. Die Landschaft entschädigte.









Kurze Abschnitte der Straße waren geteert, schneller wurden wir dadurch aber nicht :whistle: , denn die grandiose Landschaft begeisterte nach wie vor, und so hielten wir öfter an und lauschten den Geräuschen dieser einsamen Region. Vogelgezwitscher überall. Bienen summten, die Sonne wärmte angenehm, ganz wunderbar :woohoo: ! Wir hätten stundenlang dort bleiben können.







Ungezähmte Wildnis, schneebedeckte Berge.





In der Ferne der Rio Cisnes.



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30 Apr 2020 23:06 #587789
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Gegen Mittag erreichten wir die „Laguna de las Torres“, und wer daran vorbeifährt, dem ist nicht mehr zu helfen. Kein Mensch weit und breit, und wir setzten uns auf dicke Felsen, die dort überall herum lagen und verspeisten unser mitgebrachtes Picknick. Am Ufer lag ein langer Baumstamm, auf den legte ich mich und lies mich von der Sonne bescheinen.











Wir vergaßen komplett die Zeit, und erst nach einer langen, sehr langen :whistle: Pause konnten wir uns losreißen und fuhren weiter.
Man wünschte uns sogar eine „gute Reise“ ;) !



Eine Zeit lang waren die Hänge noch bewaldet,





doch je mehr wir uns der Stadt Coyhaique näherten umso stärker lichtete sich der Wald. Hier sah man noch deutlich die verheerenden Folgen der Waldbrände, die hauptsächlich in den 1940 er Jahren gelegt wurden um das Land für die Viehzucht vorzubereiten.









Gegen 16.00 Uhr erreichten wir das Städtchen Coyhaique, das 1929 als Versorgungsstützpunkt für die Arbeiter der verschiedenen Sociedades, die damals das Land bewirtschafteten, gegründet wurde.
Und genau das ist es auch noch heute. In den großen Supermärkten der Stadt findet man all das, was es auf dem Weg in den Süden oder auch Norden dann für längere Zeit nicht mehr, bzw. nicht in dieser Auswahl gibt.
Übernachtet haben wir im „Borde Simpson Boutique Hotel“, einem sehr modernen kleinen B&B mit hübschen Zimmern. Uns hat es dort sehr gut gefallen.

Mittlerweile hatten wir es aufgegeben, an eine Wanderung im nahe gelegenen "Reserva Natural Coyhaique“ www.conaf.cl/parques...-nacional-coyhaique/ auch nur zu denken, dazu hätte es mehr Disziplin unterwegs bedurft :whistle: .
Das Thermometer zeigte gut 30 Grad an, und daher entspannten wir uns erst eine Weile im klimatisierten Gemeinschaftsraum bei ein paar Keksen und einem Aufguss Matetee. Ich mag den Geschmack, der Tee wirkt belebend, und er wird in Chile und Argentinien zu jeder Tages- und Nachtzeit eigentlich überall getrunken.



Dann noch ein Großeinkauf im nahe gelegenen Supermarkt.

Am Abend gingen wir in die Innenstadt, fühlten uns dort allerdings nicht sehr wohl. Als Folge der sozialen Unruhen waren alle Geschäfte, Banken etc. verrammelt und mit Parolen besprüht, man schien sich noch auf Größeres vorzubereiten :ohmy: .
Der Abend im „Mamma Gaucha“ dagegen war ein voller Erfolg, nicht wegen des Essens, denn das habe ich vergessen, aber die Bier-Karte, die war wirklich sehr umfangreich :P , und ich erinnere mich, dass wir uns da ganz tapfer „durchprobiert“ haben :whistle: .


(Leider nur ein unscharfes Handyfoto :( )

Am nächsten Tag geht es weiter an den Lago General Carrera, ein sehr langer Fahr-Tag weiter gen Süden durch grandiose Landschaft. Am Ende des Tages werden wir uns einem Problem stellen müssen :huh: .

Gute Nacht!
Beate
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Auf dem Weg zum Lago General Carrera

9.2.2020

Wenn wir uns im südlichen Afrika aufhalten beginnen wir den Tag immer sehr früh. Schon vor dem Morgengrauen stehen wir auf, ein kurzes Frühstück, und bei Sonnenaufgang sind wir dann meistens schon auf der Straße. Abends ist 21.00 Uhr, allerspätestens 21.30 Uhr Bettruhe. In Südamerika ist das etwas anders, denn dort wird eigentlich vor 21.00 Uhr (in Chile) und 22.00 Uhr (in Argentinien) kein Abendbrot gegessen. Im Sommer ist es lange hell, man geht spät ins Bett.

Gestern war es spät geworden :whistle: , es war Sonntag und entsprechend entspannt gingen wir den Tag an. Frühstück gibt es in den B&Bs entlang der Carretera Austral vor 8.00 Uhr in der Regel nicht, und so war es schon deutlich nach 9.00 Uhr als uns die Straße gen Süden endlich wieder hatte.

Der erste Teil der Carretera Austral hinter Coyhaique war asphaltiert, und wir kamen gut voran.
Die Landschaft, zum Niederknien schön! Im Morgenlicht die „Laguna Chiguay“.









Wildbäche, an den Ufern wuchsen Wildblumen, in der Ferne schroffe, kahle, mit Schnee überpuderte Berge.





Es ging hoch in die Berge.









Gut 80 km von Coyhaique entfernt führt die Carretera Austral ein Stück durch das Gebiet des „Parque Nacional Cerro Castillo“. Serpentinen führen den Berg hinab zum Aussichtspunkt „Mirador Cuesta del Diablo“. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf den „Cerro Castillo“, dessen Basaltwände doch tatsächlich ein bisschen an ein Märchenschloss erinnern.













Weiter ging es, bergab, bergauf.











Tipp:
Wer Zeit hat sollte unbedingt mindestens 1 Nacht hier bleiben um zu wandern. Hier gibt es umfangreiche Informationen zu den Wanderwegen: www.parquenacionalcerrocastillo.cl/. Wir mussten hier leider schweren Herzens den Rotstift ansetzen, sehr schade :( .

Kurz hinter der Ortschaft Villa Cerro Castillo ist leider auch Schluss mit dem asphaltierten Teil der Carretera Austral, und bis auf ganz kurze Abschnitte wie etwa in kleineren Ortschaften fuhren wir jetzt nur noch auf einem staubigen Etwas, welches den Namen „Straße“ nicht verdiente :dry: (für Leute mit geschädigten Bandscheiben nur bedingt zu empfehlen :huh: ).

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