THEMA: Der kürzeste Weg vom Kilimanjaro nach Tortola
20 Apr 2020 14:58 #586862
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Wir entspannen, baden ergiebig, erkunden die kleine Siedlung ein wenig und nehmen anschliessend einen „Painkiller Sundowner“, und einen ersten, „direkt aus dem Meer“ frischen Hummer! Hammer!


Das unscheinbare "Ettablissement", Potters by the sea, überzeugt durch schlichte, aber sehr frische Zutaten die einfach aber sehr schmackhaft zubereitet werden


Ankunft am Landesteg von Potters.....Beiboot fachmännisch, natürlich mit Palstek befestigt


Selbst der kleine Landesteg ist traumhaft schön!

Am nächsten Morgen fahren wir mit einem Taxi nach Loblolly Bay, eines der absoluten Highlights Anegadas, nein, des gesammten BVI! Das „Taxi“ ist mehr ein alter, fertiger LKW mit 4 Sitzbänken auf die Ladefläche aufgeschraubt und ein offenes Segeltuch-Dach als Sonnenschutz.
Loblolly Bay ist einfach perfekt…..genau wie man das Paradies bilderbuchmässig darstellen würde; langer, perfekter, weisser Korallensand Strand, vorgelagerte Korallenriffe und absolut kristallklares, „schwimmbad-blaues“, seichtes Badebecken zwischen Strand und Riff…..abgerundet durch eine sehr urige Strandbar hinter den Dünen! Es ist mir, auch bei längerem Nachdenken, und obwohl ich dem Denkprozess mehrfach durch Einnahme des einen oder anderen Caribs nachschub geleistet habe, keine Möglichkeit zur Verbesserung dieses Paradieses eingefallen!


Der (perfekte!) Strand von Loblolly Bay.....


…..mehr Strand.....








Durchgang vom Strand, über die bewachsene Düne zur Strandbar


Hmmmm…..Miami liegt ca. 300 km entfernt.....fliegen oder nicht fliegen, das ist die Frage.....?


Die "Strandbar", typisch für die Karibik, etwas schmuddelig heruntergekommen, aber trotz(oder wegen)dem irgendwie passend und sympathisch


2 Painkiller bitte.....bei dem Gesichtsausdruck auch nicht die ersten des Tages!


Der "Tunnel" ins Paradies





Strandbotanik.....


Kleiner Krebs im seichten, glasklaren Wasser

Abends fahren wir, von der Sonne, Wind und Meer müde, zurück zur Siedlung und gehen, weil es so unglaublich gut war wieder zu Potters Langusten essen….einfach längs halbiert, auf Kohle gegrillt, mit Buttersosse, gekochten Kartoffeln und einem Salat…..gefühlt, die beste Languste die wir je gegessen haben!
[Die Hummer müssen mindestens 6 Stunden im voraus bestellt werden, da lediglich die bestellte Anzahl entnommen wird.....einfach einfallen und bestellen ist nicht!]


Absolut frisch aus dem Wasser!


Antwort auf die blöde Frage: "Wird man von so einem Hummer satt?"


So kamen uns sehr viele der "Locals" vor!


"Potters by the sea" im schönen Abendlicht
Letzte Änderung: 20 Apr 2020 15:13 von busko.
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20 Apr 2020 20:10 #586885
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Am nächsten Morgen geht es los, und zwar nach…..

…..Cow Wreck Bay liegt an der Nordwest Küste von Anegada und ist noch verschlafener als Loblolly Bay, steht der aber ansonsten, oder gerade deswegen, in nichts nach…..es ist wieder mal eine perfekte Bucht, mit Sandstrand, Riff und seichtes, geschütztes Wasser dazwischen. Der Name soll entstanden sein, nachdem ein Viehtransporter hier auf ein Riff aufgelaufen ist.


Der minuziös ausgetüftelte "Hurricane evacuation plan" gefällt uns ausserorentlich…..das nennt man Priorisierung!


Nach Loblolly Bay hatten wir nicht geglaubt, dass es einen zweiten solchen Strand geben kann, aber.....


Idylle pur


Der nächste "Versenkungsversuch"! Diesmal, im seichten Wasser, nicht erfolgreich


Keine Worte.….









Wir fahren zurück. Der Wind kommt auf, die Wolken sehen recht ominös aus, aber es ist nicht von Dauer und wir verbringen einen schönen Abend an Bord, feiern den sehr beeindruckenden Sonnenuntergang gebührend und gehen relativ früh in die Kojen, da wir am Morgen ein gutes Stück Strecke vor uns haben.


Der Fregattvogel; mein Lieblingsvogel neben Zaunkönig und Kiwi!
Der Fregattvogel ist mehrfach rekordverdächtig.....fest steht, dass er bei einer Spannweite von 2,4 m und dabei ein Gewicht von 1,5 kg das niedrigste Verhältnis von Körpergewicht zu Flügeloberfläche in der gesamten Vogelwelt aufweist. Einen derartigen Flugkünstler haben wir noch nie gesehen.....Man kann staunend zusehen wie er mühelos anderen Vögeln die Beute in der Luft abjagt.....daher der Name


Sieht recht gefährlich aus, dazu kommt noch ordentlich Wind auf





Mangroven am Rande der Bucht


Saumriff bei Ebbe


2 mal volle Zufriedenheit! Was für ein Urlaub!


Das Unwetter hat sich schnell verzogen, es geht nur noch eine laue Brise


Die untergehende Sonne und die dekorativen Wolken geben sich noch mal richtig Mühe uns unseren letzten Abend in Anagada zu versüssen
Letzte Änderung: 21 Apr 2020 09:01 von busko.
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21 Apr 2020 13:15 #586939
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Wir verabschieden uns schweren Herzens von Anegada; es war traumhaft schön und viel zu kurz!.....aber, wir kommen wieder!
Die Segel werden gehisst, die Flagen die die Kinder (unter hefigem Protest von Frau busko!) aufgezogen hatten wabern fröhlich im Ostwind und wir fahren direkt vorm Wind nach West-Südwest zu unserer heutigen Destination, Marina Cay. Das kleine Eiland, idyllisch zwischen Beef Island und Scrub Island gelegen, umgeben von einem Korallenriff und mit einem Restaurant, eine Strandbar und ein „Pussers“ Shop am Anlegesteg.
Wir finden eine Boje, vertauen uns (das geht mittlerweile bereits fast wie das „Mäuse Melken“!), fahren mit dem Beiboot zum Anlegesteg und erkunden die Insel ein wenig; hierbei erfahren wir, dass es in der kleinen Bar an der Spitze der Insel am Abend live Musik gibt…..Reggae natürlich! Bei unserer Entdeckungsreise sehen wir dann zufällig am Ende der kleinen Mole eine alte englische Telefonzelle?! Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass hier eine Livecam installiert ist…..wir bringen uns also in Stellung, merken uns Datum und Uhrzeit und finden dann tatsächlich bei unserer Rückkehr die Bilder im Netz!


Die Segel werden wieder gehisst.....


…..die Flaggen fliegen im stetigen Wind.....


.....die Segel sind nun, da wir vor dem Winde segeln, je eines nach Steuerbord und Backbord ausgerichtet. Da wir keinen Bullenstander haben ist dieses Manöver ein wenig kniffelig denn, wenn der Wind, durch das in dieser Lage vorprogrammierte Schaukeln, hinter das Grosssegel kommt, dann geht der Baum um ca. 120 Grad rüber und man reisst sämtliche Taue vom Baum ab!.....also dauernd aufpassen und bereit sein, den Baum blitzschnell festzuzurren, wenn nötig!


…..und das Beiboot folgt uns brav!


Im Pussers Store auf Marina Cay.
Pussers ist eine uralte, englische, maritime Handelsgesellschaft, die auch den hervorragenden Pussers Rum (hell, dunkel und in verschiedenen Altersklassen) destilliert und an die englische Marine verkauft hat.....es gab damals für jeden Seemann, sage und schreibe 2 Pint, d.h. fast einen Liter Tagesration! Wie die danach noch irgendwo hingefunden haben ist mir ein Rätsel?





"Zerfledderling"!





Auch hier wieder unser alter Freund, der Einsiedlerkrebs


Krokodil oder doch nur Eidechse?


Das Beweisfoto der Livecam aus dem Netz runtergeladen, mit Datum, Uhrzeit und sogar Aussentemperatur.....man denke sich nahezu 100% Luftfeuchtigkeit dazu!
Letzte Änderung: 21 Apr 2020 13:25 von busko.
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21 Apr 2020 13:52 #586943
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Am nächsten Tag geht’s weiter, durch die Meeresenge zwischen Tortola und Guana Island.
Unser Ziel ist eigentlich Sydneys in einer kleinen Bucht am Ostende von Jost van Dyk (JvD), wir machen aber kurz vor Sydneys noch einen langen Stop an der winzigen Insel, Sandy Cay. Diese besteht wirklich nur aus herrlichem, leicht pinken Sand der fast ausschliesslich aus zerriebenen Muscheln besteht - daher die Farbe. Dazu einen kleinen Tupfer Grün ganz oben drauf und 2 Palmen…..Ja, erinnert ein wenig an: „eine Insel mit 2 Bergen…..“. Wir verbringen einen Grossteil des Tages mit faul-im-Wasser-herumliegen, schnorcheln, die Insel erkunden (5 Minuten!) und ausgiebiger Mittagspause mit anschliessenden Nachmittagsdrinks.


Wir haben vor Sandy Cay Anker geworfen.....alles wird nochmal überprüft.....wir legen Wert darauf, dass das Boot auch noch bei unserer Rückkehr dort ist!


In der Mitte des Bildes, hinter dem Katamaran, liegt das idyllische Inselchen


Beide Palmen sind gut zu sehen!


Papageifisch am Werk.....


Meeresjungfrau.....na ja, 50% ist auch nicht so schlecht!








Welche ist wohl die vorherrschende Windrichtung.....?




Auf der windabgelegenen Seite sieht es schon ganz anders aus.....hier sind die Beiboote mit Sandanker sicher


Höchste Zeit sich ein grösseres "Haus" anzuschaffen.....




Oh nein! Eine Jumbie!


Seele baumeln.....


.....lassen!


Ich denke Picasso und Braque worden hier zu ihren verzerrten, entgliederten Figuren inspiriert!
Letzte Änderung: 22 Apr 2020 18:07 von busko.
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21 Apr 2020 14:44 #586947
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Hallo buskos

Zuerst herzlichen Glückwunsch zur Killi Bezwingung.....das werde ich nicht mehr schaffen.
Zufällig lese ich momentan das Buch über Joan und Alan Root, das in Kenia spielt. Die beiden überquerten als 1. den Killi im Heissluftballon.
Ich gab mein Herz für Afrika!!! Heisst das Buch, falls sich jemand dafür interessiert.
Grüessli
Malbec
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21 Apr 2020 14:44 #586948
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  • BMW am 21 Apr 2020 14:44
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Komm Uli.......GIB ES ZU.....!!!!!!!!

Du kannst segeln und hast schon Ahnung......wer "vor dem Wind" segelt ,weiss ziemlich genau

was er tut.....so ganz fremd ist Dir das Metier nicht..... :laugh: :laugh: :laugh:

der Fisch ist allerdings kein "Drücker"....weil diese Spezies (Riesendrücker ... olivegrün) kenne ich

als ziemlich unangenehme Zeitgenossen und mache sowohl beim Tauchen wie auch beim

Schnorcheln einen grossen Bogen.......meine Flossen zeigen noch heute die Bissspuren dieser "Mistkerle" !!!!!!!!!!!!!

denke das ist eine Unterart der Papageienfische.....

LG......................BMW
Letzte Änderung: 21 Apr 2020 16:50 von BMW.
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