THEMA: Tempel, Tiere, Teeplantagen - Sri Lanka 2018
26 Mär 2020 19:34 #584450
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  • Champagner am 26 Mär 2020 19:34
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Guten Abend Sascha,

bei den Dachsreisen bin ich immer gerne dabei :) . Sri Lanka selber kenne ich nicht, war aber vor ca. 35 Jahren etwas westlicher davon zum Schnorcheln. Damals hab ich mich irgendwie in den Indischen Ozean verliebt - war aber seither nicht mehr dort.

Ich schau mir das jetzt mal ganz genau an, was du so zu erzählen und zeigen hast, und dann denk ich drüber nach, ob das noch eine Destination für mich wäre. Momentan sind das ja eh alles nur Tagträume - aber immer noch besser als nichts...

Vielen Dank auf jeden Fall, dass du uns ein bisschen von der momentan harten Realität ablenkst.

Liebe Grüße, auch an deine liebe Frau und die Mädels, von Bele
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27 Mär 2020 10:44 #584501
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  • H.Badger am 27 Mär 2020 10:44
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Liebe Bele,
schön, dass auch du uns nach Sri Lanka begleitest.
Tagträumen ist neben dem Alltagsgeschäft tatsächlich gerade das, was einen über die Zeit hinweghilft.
Dass wir nicht in die Kalahari können, habe ich jetzt so langsam ganz gut verarbeitet...
Ich hoffe, Sri Lanka wird dir auf Basis des Berichts gefallen - es ist eine wirklich sehenswerte Insel. Geschnorchelt haben wir dort übrigens auch - das erste Mal seit vielen Jahren mal wieder und das erste Mal überhaupt im Indischen Ozean - wirklich sehr beeindruckend.

Ganz liebe Grüße von uns allen!
Sascha
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27 Mär 2020 17:21 #584535
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2. Kapitel: Galle – Zeugnis holländischer Herrschaft

Nach einer erholsamen Nacht werden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Ein Blick vom Balkon unseres Zimmers weckt Vorfreude auf den anbrechenden Tag.



Gesättigt von einem rundum wunderbaren Frühstück erkunden wir ein wenig die Hotelanlage und nutzen den Pool. Trotz der Größe der Unterkunft ist es hier überhaupt nicht überfüllt und so sind wir am Strand quasi allein unterwegs.







Am späten Morgen fahren wir dann mit unserem Betreuer-Duo in den historischen Kern Galles. Es geht durch die quirlige 90.000er Metropole, die stark von dem Tsunami 2004 betroffen war. Am Rand des Stadtviertels Fort steigen wir aus dem Wagen. Hier fühlt man sich tatsächlich teilweise ins 17. Jahrhundert versetzt, so gut sind hier die Bauten aus der Zeit der holländischen Besatzer erhalten.
Zuerst führen uns unsere Schritte einmal mehr zum Strand, der in der Nähe des Leuchtturms auf der Point-Utrecht-Bastion liegt. Auch hier finden sich wieder viele gut getarnte Einsiedlerkrebse.







Ganz in der Nähe befindet sich die Meera-Moschee, die wegen ihres Baustils kaum als solche zu erkennen ist.



Dann spazieren wir gemeinsam über die Stadtmauer und genießen den Blick. Links von uns liegt das Meer, rechts von uns die jahrhundertealten weißen Bauwerke, die jedoch nicht museal wirken – hier herrscht reges Alltagsleben. Cricketspieler bevölkern die Wiesen. Auf den Stromleitungen sitzen hübsche Kingfisher, leider ist das große Teleobjektiv im Hotel geblieben – bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit reist man lieber mit leichtem Gepäck.











Von einem Turm des Forts springen junge Männer gegen Geld ins tosende Meer, an den Straßenrändern sitzen vereinzelte Schlangenbeschwörer. Exotisch ist es hier.



Der Spaziergang über die Befestigungsanlagen eröffnet uns immer wieder schöne Blicke und erstreckt sich über etwa vier Kilometer. Er verbindet verschiedene Bastionen miteinander, die damals zur Verteidigung der Festung dienten.







Viele Erklärungen erhalten wir im Laufe des Spaziergangs leider nicht. Mein persönliches Highlight bleibt in diesem Zusammenhang der Hinweis unseres Guides mit Blick in den Himmel: „Guck mal: Ein Flugzeug!“ Unvergessen. :laugh: Um unseren Nachwuchs wird sich aber sehr liebevoll gekümmert – bereitwillig lässt sich unsere kleine auf den noch fremden Armen durch den Tag tragen.

Nach dem Spaziergang über die Wälle soll es wieder zurück ins Auto gehen. Wir würden aber doch noch gern das historische Viertel „von innen“ sehen – immerhin ist es ein UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einer kleinen Intervention wird uns das zum Glück ermöglicht und wir fahren zum New Gate, um von dort die Gassen des Viertels zu erkunden, die im typisch holländischen Stil errichtet sind. Daran, dass wir Entscheidungen absprechen (und ggf. aushandeln) müssen, werden wir uns erst noch gewöhnen müssen... :S
Wir besichtigen die Groote Kerk und werden spontan in einen Montessori-Kindergarten eingeladen. Stolz zeigen die Erzieherinnen das Spielmaterial – da auf den diesbezüglichen Fotos überall prominent die Kinder abgebildet sind, bleibt es hier der reinen Beschreibung.



Nachdem wir das historische Viertel erkundet haben, statten wir dem Basarviertel Pettah einen kurzen Besuch ab. Ein längerer Spaziergang ist unter den klimatischen Bedingungen der Mittagszeit jedoch weniger attraktiv – zumal unsere Kleine auf meinem Arm eingeschlafen ist.



Bevor es ins Hotel zurückgeht, werden wir noch zu einem Holzschnitzergeschäft gefahren. Diese „Butterfahrteinlagen“, die man von geführten Gruppenreisen kennt, hatten wir uns eigentlich nicht gewünscht und so auch im Vorfeld der Agentur kommuniziert. :evil: Wir beschließen aber erstmal gute Miene zu machen – zumal wir ja aus Afrika immer ganz gern Schnitzereien mit nach Hause nehmen. Und so finden wir in diesem Geschäft einen recht interessanten Einblick in die Werkstatt und ein schönes Angebot verschiedener Holzkunstwerke: einige Elefanten und traditionelle Holzmasken wechseln dann tatsächlich auch den Besitzer. Und auch die Kinder haben ihren Spaß.

In der Nähe befindet sich ein kleiner Hindutempel, den wir von außen bewundern – diese Gebäude kennen wir bisher nur von Mauritius und auch dort haben sie uns schon mit ihrer figürlichen Überladenheit ziemlich fasziniert.



Den Nachmittag genießen wir im Außenbereich des Hotels. Es wird geschwommen, spaziert, gefaulenzt.
Der Sonnenuntergang über dem indischen Ozean ist malerisch, das Abendessen wieder grandios.
Insgesamt ein schöner erster Urlaubstag.



Morgen geht’s dann Richtung Yala Nationalpark – eine lange Fahrt liegt vor uns.
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Letzte Änderung: 27 Mär 2020 17:22 von H.Badger.
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30 Mär 2020 17:17 #584898
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3. Kapitel: Eine erste Pirschfahrt im Yala Nationalpark

Den heutigen Tag beginnen wir mit einem letzten Spaziergang am Meer. Wieder ist schönes Wetter.





Bald geht es dann gen Süden. In der Nähe von Kogalla machen wir bald einen ersten Halt bei einigen Brandungsanglern, für die die Region bekannt ist. Überall sieht man Fotos und Wandzeichnungen dieser Fischer, die auf dünnen Holzpfählen in der Meeresbrandung hocken.
Die Männer, die wir auf den Pfählen antreffen, warten jedoch nicht wirklich auf Fische. Ihre Einnahmequelle sind Touristen, die – genau wie wir – hier anhalten, um einige Erinnerungsfotos zu machen. Auch unsere Große darf einen der Pfähle erklettern und mit Angel posieren. Für authentische Fischer-Fotos sind wir aber wahrscheinlich einige Jahre zu spät dran… Recht absurd wird die Situation, als ein Reisebus anhält und der schmale Strandabschnitt bald mit einer großen Zahl Touristen besetzt ist – Zeit für uns, die Weiterfahrt anzutreten.





An der Südküste geht es entlang nach Osten. Die Region rund um die Küstenstadt Matara, die wir durchqueren müssen, ist dicht besiedelt, sodass die Straßen oft sehr voll sind und wir nur sehr langsam vorankommen. Teilweise stecken wir für einige Zeit im Stau fest. Insgesamt dauert die Fahrt bis zu unserem Zielort Tissamaharama über vier Stunden – für ca. 170 Kilometer auf geteerter und gut gepflegter Straße.
In Tissa machen wir einen kurzen Stopp und beziehen unser Hotel für die kommenden zwei Nächte, das direkt an einem großen Stausee (Wewa) liegt. Das Oakray Lake View Resort ist ein kleines und recht einfaches Hotel mit sehr nettem Personal.



Um 15 Uhr beginnt unsere erste Fahrt in den ca. 20 Kilometer von Tissamaharama entfernten Yala Nationalpark. Man muss in Tissa einen Fahrer samt Jeep mieten, da individuelle Fahrten im Park nicht erlaubt sind – es wird sich herausstellen, dass die Qualität der Gamedrives maßgeblich vom Engagement dieser Guides abhängen… :S
Die Anfahrt zieht sich im offenen Jeep durchaus in die Länge, Bodenwellen in der Straße machen alles nicht unbedingt besser…



Am Nationalparkeingang geht dann alles sehr schnell. Zu dieser Tageszeit sind kaum andere Jeeps hier – das wird morgen früh ganz anders aussehen – und auch im Park begegnen uns nur recht wenige andere Autos.
Die Landschaft des befahrbaren Teils des Parks gefällt uns auf Anhieb: Trockenwald direkt am Ozean, durchbrochen von malerischen Lagunen, Seen und fotogenen Felsen.











Eine Rast machen wir an der Küste direkt an einem Denkmal für die Tsunami Katastrophe 2004. Vordem gab es hier einige Häuser, deren Grundmauern man noch sehen kann. 47 Menschen ließen an dieser Stelle ihr Leben.





Im schönen Licht des Nachmittags haben wir in den drei Stunden der Ausfahrt einige Sichtungen, die uns als Sri-Lanka-Neulinge sehr freuen. Leider bremst unser Jeepfahrer oft recht ruppig, sodass wir die Kinder immer wieder festhalten müssen und nicht ganz entspannt genießen können.

Wir beobachten viele Pfauen, einige tief im Busch verborgene Axishirsche (die Springböcke bzw. Impalas der Sri Lankischen Nationalparks…), einige Wildschweine, Wasserbüffel, Languren und unsere ersten asiatischen Elefanten in freier Wildbahn, über die wir uns sehr freuen. Trotz, dass wir ihre afrikanischen Verwandten ja recht genau kennen, ist diese Begegnung für uns etwas Besonderes und sorgt für Gänsehaut.

















Neben den Pfauen treffen wir auf Vögel, die nahe Verwandte auf dem afrikanischen Kontinent haben: Buntstörche, einen Sunda-Marabu und Braunlieste.







Auch ein erstes Sumpfkrokodil können wir entdecken.



Kurz vor dem Gate begegnen uns leider bei schlechtem Licht noch weitere Elefanten und ein Sambarhirsch.





Das Abendessen im Hotel ist gut – sehr reichlich und lecker. Die Kellner sind ungemein freundlich. Am Ende des Tages haben wir noch eine Diskussion. Unser Guide will morgen erst um 5.30 Uhr los, wir aber schon um 5 Uhr, um nicht ganz hinten in der Jeepschlange vor den Toren des Yala Nationalparks zu stehen – denn in den Morgenstunden soll hier sehr viel mehr los sein… Am Ende wird unserem Wunsch entsprochen – ein Widerwille ist aber durchaus spürbar.
Trotzdem freuen wir uns über einen weiteren Tag im Yala Nationalpark.
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30 Mär 2020 17:59 #584899
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  • fiedlix am 30 Mär 2020 17:59
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Hallo Sascha,

jetzt musste ich direkt nachsehen da mich deine Elefantenbilder etwas irritiert hatten und weiß nun, dass die asiatischen Elefantenweibchen keine bzw. nur ganz kurze Stoßzähne haben. Das war mir gar nicht bekannt.
Ich freue mich auch sehr über deinen Bericht, Sri Lanka stand schon mal ganz oben auf unserer Liste und musste damals aus familiären Gründen abgesagt werden und irgendwie rutschte es dann nach hinten.

lieben Gruß
Elke
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31 Mär 2020 16:43 #584993
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Hallo Elke,
schön, dass auch du uns begleitest! In Sri Lanka haben sogar die wenigsten männlichen Elefanten große Stoßzähne - menschliche Auslese sei Dank. Wirklich große Tusker sieht man vor allem alsTempelelefanten… :S

Lieber Gruß
Sascha
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