Foto-Setup für Serengeti

18 Antworten · 2'304 Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2025 von stolley
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Themenstarter48 Beiträge · seit 201817. Apr. 2025 · #1
Hallo Ihr Lieben,

Ende des Jahres planen wir einen Urlaub in Nord-Tansania.
Während meiner bisherigen Urlaube in Namibia und Botsuana war ich mit meiner Panasonic FZ
1000 ganz zufrieden. Ich bin auch kein Profi-Fotograf, erkennt man sicherlich auch an der Auswahl dieses Fotoapparates.
Aber für die Serengeti erwäge ich nun, mir eine Vollformat-Lösung mit wechselbaren Objektiven zuzulegen.

Nach einiger Recherche gefällt mir die CANON EOS RP in Verbindung mit einem 100-400mm Objektiv ganz gut. Das Gehäuse ist Anfänger-geeignet und auch nicht so sehr teuer.

Meine Frage ist aber doch: Hätte ich mit dieser Ausrüstung wirklich ein spürbar besseres Setup als mit meiner Panasonic? Wäre es ggf. sinnvoll, zu einem 600mm Objektiv zu greifen?

Mir geht es einfach um die Qualität der Fotos: Hohe Auflösung, wenig bis kein Rauschen, Lichtstärke, Zoom und natürlich die Möglichkeit, in Bewegung befindliche Tiere abzulichten.

Bin gespannt auf Eure Gedanken!

LG
Volker
145 Beiträge · seit 201717. Apr. 2025 · #2
100-400mm ist eigentlich für eine Safari super. Darüber wird es eigentlich nur interessant für Vögel.
Durch die Hitze bzw. das Hitzeflimmern ist der Telebereich > 400 für weit entfernte Großtiere die meiste Zeit des Tages eh problematisch.

Ich würde das Setup noch durch ein etwas weitwinkligeres Objektiv für Landschaften/Übersichten ergänzen. Oder aber dafür konsequent das Handy nutzen. Darf man nur nicht vergessen... Diese Bilder sind beim Fotografieren oft scheinbar langweilig, aber hinterher Gold wert, wenn man ein Fotobuch machen will oder sich die Bilder anguckt.

Die Panasonic ist doch eigentlich auch super. Klar, sie könnte manchmal schneller sein. Geringere Lichtstärke ist bei einer Safari in Afrika nicht das Problem. Dafür ist sie deutlich leichter!
Die Frage ist, welche harten Vorteile ein Umstieg bringt...

Persönlich nutze ich zwar auch eine Vollformatkamera mit Wechselobjektiven, aber man erkauft geringe Vorteile (Geschwindigkeit, Lichtstärke, Bokeh) mit großen Nachteilen (Gewicht, Menge an Kram, Objektivwechsel, Staubgefahr, Kosten).
Kleinerer Tiefenschärfebereich, wäre auch noch so ein Thema für sich, der Vor- oder Nachteil gleichzeitig sein kann.

Ich würde eher über ein Update der Bridge-Kamera nachdenken. Wenn ich das bei meiner Familie so angucke, dann sind die damit fotografisch entspannter unterwegs als ich.
zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2025
229 Beiträge · seit 202218. Apr. 2025 · #3
Hallo Volker.
So wie du deine fotografischen Kenntnisse beschreibst, würde ich nicht! zum Vollformat greifen. Sowohl Gehäuse, aber vor allem lichtstarke Objektive sind teuer.
Ich empfehle dir die Sony A6700, eine APS-C Kamera. Canon und Nikon haben aber etwas Vergleichbares im Angebot.
Warum APS-C?
Deine Wünsche:
Hohe Auflösung: die RP hat 26MP, die A6700 auch. Bezogen auf Sensorgröße löst die Sony weit besser auf.
Wenig bis kein Rauschen: kein Rauschen gibt's nicht. Kenne die Leistung der RP nicht, die A6700 geht auf jeden Fall gut bis ISO 3200.
Lichtstärke: es ist eine Fehlinformation, dass die in Afrika nicht so wichtig sei. Das beste Licht hast du kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang in der "goldenen Stunde". Genau dann brauchst du lichtstarke Objektive, die für Vollformat ein Vermögen kosten. Die sind auch für APS-C gerechnet noch teuer genug, aber günstiger.
Zoom: durch APS-C Crop bildet ein 500mm-Objektiv bei Sony wie 750mm auf VF ab, bei Canon sogar 800mm.
Und natürlich die Möglichkeit, in Bewegung befindliche Tiere abzulichten: die AF-Motiverkennung bei der A6700 ist sehr gut. Bitte die Marketing-Aktionen auch anderer Hersteller bzgl. KI-Motiverkennung nicht mit der Präzision des AF selbst vermischen. Erkennung ist nicht gleich Autofokus-Geschwindigkeit. Für besten AF muss man zu einer Kamera mit "stacked sensor" greifen, also zum Beispiel Sony A1 oder A9. Aber brauchen wir die als Hobbyfotografen? Für einen Vogel, der im Flug auf uns zukommt ja, für einen Geparden, der in größerer Entfernung quer zu uns rennt, nein.
Lange Rede, kurze Empfehlung....
Sony A6700 mit 2 Objektiven.
Einem lichtstarken Tamron 17-70 f/2.8. Entspricht VF 25-105mm. Die offene Blende 2.8 ist schon was wert, sogar für Milchstraße.
Dazu das Sony 70-350mm. Das ist kein 2.8er und auch kein f/4. Aber für den Preis bei 350mm (VF equivalent 525mm) mit Blende 6.3 brauchbar.
Ich habe die A6700 selbst, fotografiere Wildlife allerdings mit meinem VF Tamron 150-500mm. Das 2.8er Tamron habe ich auch, ist auch bzgl. Bildqualität großartig. Für Milchstraße nehme ich allerdings meine A7iv mit 1.8er 20mm oder 1.8er 14mm.
Hoffe, es war hilfreich.
Adrian
384 Beiträge · seit 201218. Apr. 2025 · #4
Hallo Volker

Auch wenn ich selbst gerne mit meiner DSLR und schweren Teleobjektiven unterwegs bin, würde ich dir ganz ehrlich raten bei deiner Panasonic FZ 1000 zu bleiben. Mit bis zu 430mm KB äquivalenter Brennweite bei F4,0 und einem 1 Zoll-Sensor (Crop-Faktor 3.0) ist die Kamera technisch gesehen eigentlich schon ziemlich gut.
Und das Wichtigste auf einer Safari ist, dass man seine Kamera möglichst Blind beherrscht. Jetzt sich noch bis zum Urlaub in eine neue Menüführung einzuarbeiten könnte am Ende nach hinten los gehen. Es sei denn du möchtest dich auch in Zukunft ernsthaft in das Thema DSLR-Fotografie einarbeiten.

Und lichtstarke Objektive braucht man meiner Erfahrung nach auch nicht, solange man zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang draussen fotografiert. Ich habe das nach meiner ersten Naimbia-Reise mal hier im DSLR-Forum für mich analysiert.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
6'369 Beiträge · seit 201118. Apr. 2025 · #5
Hoi zämä

'Ende des Jahres' kann vieles bedeuten, in der Region der Serengeti dürfte das in oder zwischen der kleinen (Ende Oktober-Mitte Dezember) und grossen Regenzeit (Mitte Februar-Ende Mai) sein, da ist der Himmel vielfach bedeckt.
Hitzeflimmern kenn ich aus Nordtansania nicht.
Auch ist es nicht wie Namibia oder Botswana Wüste oder wüstenähnlich sondern wohl eher feuchter Boden.
Es wäre gut wenn man hier schreiben würde ob man seine Erfahrungen auch in Ostafrika über rund 1400müM zu der Jahreszeit gemacht hat oder aus anderen Gebieten und Zeiten.
Ich bin wirklich kein Fotoexperte und nutze das MFT-System mit Cropfaktor 2 und bin damit sehr zufrieden.
Auf unserer 2016er Tour durch Ruanda/DR Congo/Tansania & Sansibar hatte Sven eine Vollformatkamera dabei und ich mein MFT-System. Sein grosses Objektiv war etwa so schwer wie meine komplette Ausrüstung und der Unterschied in der technischen Fotoleistung (man sieht dass ich kein Experte bin) war recht gering.
Er konnte am Morgen und am Abend wenige Minuten länger fotografieren als ich. Definitiv weniger als 5 Minuten Differenz, eher 1-2 Minuten Differenz.
So nahe am Aequator geht die Sonne recht schnell auf und unter, das ist nicht wie bei uns oder im südlichen Afrika.
Die Dämmerung ist wirklich kurz.
Schon aus diesen Gründen würd ich nicht speziell für diese Reise eine Wechselobjektivkamera kaufen. Wenn dann für mehrere Reisen!
Ich habe mir nach der ersten Kamera noch zwei Bodys dazugekauft und lasse die Objektive fast immer dran.
Nicht wegen dem Staub sondern wegen der Reaktionsgeschwindigkeit!
Nichts ist blöder als eine dynamische Situation fotografieren zu wollen und ein ungeeignetes Objektiv drauf zu haben.
Was die Pixel angeht: Mir reichen 16MPixel locker aus.
Aus all den Gründen und weil Du die neue Kamerabedienung ja auch noch begreifen musst würd ich Dir raten bei Deiner Kamera zu bleiben.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2025
Themenstarter48 Beiträge · seit 201818. Apr. 2025 · #6
Herzlichen Dank für Eure konstruktiven Antworten!
Ich werde mich nun erst einmal näher damit befassen und halte Euch auf dem Laufenden!

Schöne Ostern allerseits!
873 Beiträge · seit 201420. Apr. 2025 · #7
Arbeite auch mit MFT, Olympus Om-1. Eine super Kamera und mein 150-600 mm Objektiv hat dann 300-1200 mm.
Habe auch eine Sony Alpha 7 III die ich nur noch sehr selten benutze (für Lowlight). Viel schwerer und wenn dir ein 100-400 reicht (200-800mm Kleinbild äquvalent), dann hast du eine extraleichte und kompakte Ausrüstung.
Anbei noch drei Fotos von der Olympus...
(img) https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18222493_1349849328384214_3849567912357826533_n.jpg?oh=66475f5e6b6160dd3f01b721ab03299a&oe=5A8B63AD (/img)
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2025
Themenstarter48 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #8
Hi Du,
herzlichen Dank für Deine Anregung und die Fotos! Die sind wirklich toll geworden!
Ich habe jetzt so viele Optionen, dass ich mich wirklich erst einmal schlau machen muss. Habe aber sehr viele tolle Anregungen erhalten!

Die Reise soll übrigens von Mitte bis Ende Oktober dauern.

Anbei für alle Interessierten mal der entsprechende Vergleich, den mir ChatGPT dazu erstellt hat.
387 Beiträge · seit 202121. Apr. 2025 · #9
Falls Du doch wieder mit einer Bridge-Kamera liebäugeln solltest: es ist vor Kurzem die Nikon Coolpix P1100 rausgekommen. Preislich und vom Gewicht sicherlich einiges angenehmer als Vollformat. Ich habe allerdings schon seit vielen Jahren keine Bridge mehr in den Händen gehalten, keine Ahnung was die heutzutage können. Auch bei Bridge sollte die Entwicklung nicht stehen geblieben sein, die FZ1000 kam 2014 raus, inzwischen sind also 11 Jahre vergangen.

Ich fotografiere mit Olympus und habe bei der OM-1 Mark II jetzt erstmals einen Autofokus, der auch fliegende Vögel zuverlässig verfolgen kann. Das ist ein Mega Sprung für mich, Vollformat konnte das wohl schon länger.
6'369 Beiträge · seit 201121. Apr. 2025 · #10
Hoi zämä
stolley schrieb:Die Reise soll übrigens von Mitte bis Ende Oktober dauern.
Dann wirst Du am Ende der Trockenzeit unterwegs sein, also wohl kein Regen und dafür eher warm und trocken.
Aber trotzdem: auf der Höhe der Serengeti und erst recht auf dem Ngorongoro ist es nachts kühl bis kalt, dementsprechend auch am Morgen eher kühl.
stolley schrieb:Anbei für alle Interessierten mal der entsprechende Vergleich, den mir ChatGPT dazu erstellt hat.
Vergiss das mal ganz schnell wieder!
Es kommt nicht nur auf die Grösse an, sagen nicht nur die Damen sondern auch Leute, die sich mit den unterschiedlichen Foto-Sensoren und deren Entwicklung beschäftigen. 😉
Dein Vergleich beruht aber nur auf der Grösse.
Hier auch von mir ein paar Beispiele der Olympus OM-D M5 Mk.II mit dem Panasonic 100-400mm:

Und davon ein Ausschnitt 1zu1 herangezoomt, also bis ins letzte Pixel:

Dann zwei schnelle Vögel im Flug, 400mm mit Crop 2 (entspricht 800mm Brennweite bei Vollformat), auch das sind Bildausschnitte, ich meine auch hier 1zu1 herangezoomt, bin mir aber nicht mehr ganz sicher:


Und hier noch was Grösseres:

Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter48 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #11
Herzlichen Dank für die Fotoauswahl!
Und generell allen hier für die Unterstützung!
Ist sehr inspirierend und hilfreich - ich halte Euch auf dem Laufenden! Deine Olympus OM-D M5 schaue ich mir auf jeden Fall mal an! 🙂
135 Beiträge · seit 202321. Apr. 2025 · #12
Hallo Stolley,
noch eine Variante, die bisher nicht erwähnt wurde: Falls du im Alltag auch gerne fotografierst, die großen Brennweiten aber nur für den Urlaub brauchst, kannst du dir auch Objektive ausleihen. Ich habe Body und Objektiv mit Brennweiten für den Alltag zu Hause und leihe mir für den Urlaub dann ein gutes Zoomobjektiv aus. Ich habe bisher gute Erfahrungen damit gemacht 🙂

Liebe Grüße
Johanna
Themenstarter48 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #13
Hi Johanna,

das habe ich tatsächlich auch schon in Erwägung gezogen - ist ja doch keine so kleine Investition. 🙂
Kannst Du mir da einen Verleiher empfehlen?

LG
Volker
7 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #14
Ein Umstieg von Deiner Kamera auf eine Vollformat (Kleinbildkamera) wird vermutlich etwas Zeit in Anspruch nehmen, die Ausrüstung zu verstehen und zu beherrschen.
Aber dann wirst Du es lieben. Ich selbst fotografiere seit vielen Jahren mit einer Pentax K-1. Ein Panzer und mit lichtstarken Gläsern schwer. Doch für Tierfotos eher ungeeignet. Dann habe ich mit 2024 eine Canon R6 MKI als Auslaufmodell zugelegt. Dazu ein gebrauchtes EF 100-400 L II. Seither habe ich kaum technischen Ausschuss. Die Treffgenauigkeit, die Autofokusgeschwindigkeit sind Lichtjahre besser. Somit auch Die Bildergebnisse.

Es gibt gute Kameras und Objektive im Gebrauchtmarkt. Keiner sagt, Du brauchst an einer spiegellosen Canon die teuren RF Objektive zu kaufen.

Eine solche Kamera kannst Du problemlos bis ISO 12800 benutzen. Das verschafft Dir in Zeiten der Dämmerung mehr Möglichkeiten.
Und ich war oft auf Game-Drive. In den Zeiten, in denen die Jäger aktiv sind; also nicht in der Mittagssonne unter der Akazie pennen, kommst Du schnell bei Blende 4.0 ISO 6400 und 1/ 50 Sekunde Belichtungszeit ran.
Dann helfen Dir gute Kamerasystem mit den IBSI Bildstabilisatoren technischen Verwacklungsausschuss zu vermindern.

Dazu kommt das Thema Lichtstärke. Bei vielen immer wieder nicht bedacht ist die visuelle Freistellung der Tiere. Viele denken nur an die Lichtbedingungen. Doch bei Mittagslicht mit f 8.0 Fotos zu machen wird wenige Ästhetik darin enthalten. Der Umgang mit der Freistellung und dem Verständnis der Ausrüstung ist wichtig zu verstehen.

Schau, dass der Hintergrund weit vom Tier entfernt ist. Dann bekommst Du mit offener Blende und hoher Verschlusszeit sehr gute visuelle Ergebnisse hin. Dazu haben moderne Kleinbildkameras einen herausragende Augenautofokus, der klebt auch bei weniger gutem Licht auf dem Tier.

Wenn Du Lust hast kannst Du mal stöbern:









Viel Spaß.

Raik
7 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #15
Was ich noch hinzufügen möchte ist die Sache mit der sensorabhänigen Freistellung. Deine Panasonic sollte einen MFT Sensor haben. Eine Vollformatkamera hat einen doppelt so großen Sensor. Das bedeutet, um die selbe Freistellung vom Hintergrund zu erhalten, braucht es am Vollformat f/4.0 und im Gegensatz am MFT f/2.8.
Ich habe beruflich mit Kamerasystemen zu tun und kann Dir aus eigener Erfahrung bei zahlreichen Workshops von Kameras der Sony Serie 6000 usw abraten. Diese Kameras sind von der Bedienung und Anwenderfreundlichkeit nicht durchdacht. Aber 5 Fotografen=6 Meinungen.
229 Beiträge · seit 202221. Apr. 2025 · #16
Raik schrieb:Was ich noch hinzufügen möchte ist die Sache mit der sensorabhänigen Freistellung. Deine Panasonic sollte einen MFT Sensor haben. Eine Vollformatkamera hat einen doppelt so großen Sensor. Das bedeutet, um die selbe Freistellung vom Hintergrund zu erhalten, braucht es am Vollformat f/4.0 und im Gegensatz am MFT f/2.8.
Ich habe beruflich mit Kamerasystemen zu tun und kann Dir aus eigener Erfahrung bei zahlreichen Workshops von Kameras der Sony Serie 6000 usw abraten. Diese Kameras sind von der Bedienung und Anwenderfreundlichkeit nicht durchdacht. Aber 5 Fotografen=6 Meinungen.
Das stimmt so nicht mehr. Die neuen Sonys (A6700 oder A7iv) haben eine viel bessere Menüführung als zuvor (A7ii oder A6400). Ich habe alle genannten und zusätzlich die A7iii.

Sensorgröße der seiner bisherigen Kamera ist 13,2mmx8,8mm. Ergibt 116 Quadratmillimeter.
Vollformat ist etwa 36mmx24mm. Ergibt 864 Quadratmillimeter, also das 8-fache, nicht nur das Doppelte. Die Freistellung vom Hintergrund ist aber leider nicht auf das Verhältnis der Sensorgröße zu reduzieren. Da gibt's viele weitere Faktoren wie zum Beispiel die Art des Sensors, den Abstand der einzelnen Pixel voneinander, ganz wesentlich das Objektiv!, etc.
Ich bleibe dabei, eine Sony A6700 wäre eine ausgezeichnete Wahl. Wenn's dann noch mehr Brennweiten sein darf, sind die Olympus MFT-Kameras eine sehr gute Wahl.
Themenstarter48 Beiträge · seit 201821. Apr. 2025 · #17
Wow... so viel Input auf einmal!
Echt herzlichen Dank für Eure Beiträge! Ich muss mich da jetzt wirklich erst einmal in die Materie einarbeiten und einlesen!

🙂

LG
Volker
260 Beiträge · seit 200722. Apr. 2025 · #18
Ich bin als Wildlifefotograf und Foto-Coach viel in Afrika und Asien unterwegs und biete Reisen und Work-Shops dahin an. Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich dir nun bedingt dazu raten dir ein neues Kamerasystem zu zu legen. Es sei denn du hast reichlich Zeit über dich damit eingehend bis zur Reise zu beschäftigen.

Ein Vollformat Setup ist für die meisten Leute schlichtweg Blödsinn und wird einem halt einfach gerne verkauft weil aktuell ja irgendwie die Devise gilt ohne Vollformat würden keine guten Fotos möglich sein. Dass zumindest wird einem suggeriert und gerade Anfänge springen dann schnell mal auf diesen Dampfer auf und investieren Unmengen an Geld in Technik die sie weder verstehen noch wirklich bedienen können, aber davon erwarten es würden dann 300% bessere Fotos bei rumkommen als mit der Kamera davor.

Schöne Fotos macht der Fotograf, nicht die Kamera, diese ist nur ein Werkzeug auf dem Weg zum Foto und kann uns gewisse Dinge erleichtern. Aber eine gute Kamera macht KEINE guten Fotos wenn man vorne eine Billiglinse drannschraubt und weder die Fototechnik noch die fotografischen Prinzipien & Regeln blind versteht und beherrscht. Nicht zu vergessen eine Auge für Bildgestaltung, Erfahrung in Tierverhalten und dem Umfang und ausnutzen von Licht für seine kreativen Zwecke.

Ich an deiner Stelle würde es mir 2x überlegen ob du dies wirklich machen willst und selbst wenn ja, frag dich ob ein MFT System wie beispielsweise Olympus (neu OM System) oder eine vernünftige APSC Kamera mit einem Sensor in der Grösse zwischen MFT und Vollformat nicht eine geeigneter Alternative wäre?

Bezüglich Kameras, Systeme etc. findest du übrigens viele Informationen und Tests auf meiner Webseite aber auch meinem Youtubekanal.

Webseite

Youtube


Allerbesten Dank und viele Grüsse
Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2025
127 Beiträge · seit 202422. Apr. 2025 · #19
Ich würde mich an deiner Stelle fragen wie sehr du dich selber mit der Kamera und dem Fotografieren beschäftigen willst.

Ich fummel mich gerne in Sachen rein und habe mir eine APSC mit diversen Objektiven für die verschiedenen Situationen gekauft. Ich probiere gerne Sachen aus und werde so langsam besser in dem was ich mache und fühle mich als Amateur in dem was ich mache wohl.

Meine Freundin kommt eigentlich aus dem Bridge Lager und hat sich als ich mir eine APSC Kamera zugelegt habe auch für eine APSC Kamera entschieden. Mittlerweile ist das Überlegen, welches Objektiv für welche Situation, wie stelle ich was ein, welches Equipment nehme ich mit usw zu viel für sie geworden und sie verliert nach und nach die Lust. Für sie wäre eher ein Umstieg auf eine moderne Bridge Kamera z.b. die Nikon Coolpix besser gewesen.
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