Neues, Altbekanntes und ein Schock am Ende

Reisebericht 61 Antworten · 12,0k Aufrufe · gestartet 21. Mai 2024 von ALM
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201127. Mai 2024 · #21
Tag 3

Da wir nur zwei Nächte im Nxai Pan Nationalpark zeitlich auf unserer diesjährigen Tour reinpfriemeln konnten, wollten wir keine Zeit verlieren, und pellten uns in aller Herrgottesfrühe um 5 Uhr aus unserer Schlafmontur.
Uns war stinkekalt, sodaß wir ruckzuck unseren Milchkaffee runterkippten, die Morgentoilette verrichteten und Stühle und Tisch im und auf dem Auto verstauten. Trotzdem fuhren wir erst um kurz nach halb sieben vom Hof des Croc Camps.

Nach vorschriftsmäßiger Fahrt, stets auf die Geschwindigkeitsbeschränkungen achtend, auf Asphalt kamen wir um viertel vor neun am Nxai Pan NP-Gate an, reduzierten dort den Reifendruck, checkten für unsere Campsite ein und stachen in das uns vorliegende Sandmeer.
Ungerne erinnerten wir uns sowohl an Hin- als auch Rückfahrt anläßlich unseres ersten Besuches des Nxai Pan NPs im Jahre 2011. Ach was war das eine enge, üble Tiefsandpistentorur damals im August vor 13 Jahren. 38 km lang mit rechts und links hochstehendem Gras, sodaß man gar nix, aber auch gar nix sehen konnte. Jetzt aber sollte die Zufahrt, zumindest die erste 2/3, eine zwar nach wie vor mehr als sandige Angelegenheit werden, jedoch aber schön breit. Die Piste ähnelte fast einen Airstrip, wäre da nicht der Tiefsand gewesen.
Das letzte Drittel bis zum Scout Camp war dann mit kleinwüchsigen Bäumen beiderseits der Piste besetzt. An solches Baumwerk auf den letzten Kilometern konnten wir uns gar nicht mehr entsinnen. Unsere Erinnerungen aus 2011 brachte uns eine kleingestrüppige Savannenlandschaft dort in den Kopf. Das müssen wir jetzt nochmals mit den Fotos von damals überprüfen.
Egal… um 10.25 Uhr fuhren wir auf die uns zugewiesene Campsite 4 des South Gate Camps; eine, die im „Schatten“ von großen Bäumen im „Zentrum“ des Gesamtcampgrounds lag.
Nachdem Tisch und Stühle platziert und Ablution aufgesucht waren, war es für ein Mittagessen zu früh und für eine erste Runde Game Drive eigentlich zu spät. Trotzdem optierten wir für letzteres und machten uns die wenigen Kilometer auf den Weg zum „Main Waterhole“. Strauße, Springböcke und Gnus tummelten sich auf dem Pfad dorthin.
Angekommen sahen wir zwei staatliche, graue Dickhäuter, die schnellen Elefantenschrittes schnurstracks auf das erfrischende Nass zusteuerten. Wir beobachteten die beiden ausgiebigst, waren es doch die zwei ersten Tierchen dieser Art, die wir dieses Jahr treffen durften.
Dadurch, daß das Sonnenlicht um diese Uhrzeit selbstverständlich mehr als ekelhaft war, der übel lebhafte Wind sich nicht anschickte Erbarmen mit uns zu haben und uns die Mägen mit von Bariton in den Bass einschwenkenden Geräuschen beglückten, kurvten wir zurück auf die Campsite und zerrten dort Essbares in fester Form aus dem Wagen. Als wir so da beim Ladismith Cheddar Cheese, Speck und Spiegeleiern sowie salzigen Kräckern um unseren Aluminiumtisch herumsaßen, erblickten wir einen Schakal, der sich dann erdreistete, Meter um Meter zu uns aufzurücken.
Dieses Mitglied der sonst, so hatten wir es immer in Erinnerung, selbst vor ihrem eigenen Schatten erschreckenden Tiergattung, scherte sich nicht um vom Menschen verursachte Geräusche und so beäugten wir den kleinen pelzigen Vierbeiner mit Argusaugen vorrücken und sagten uns: Der steckt bestimmt 100%ig voller Tollwut und Boshaftigkeit – deshalb aufgepaßt!!! Als das Tier quasi, quasi bei uns am Tisch angekommen war, reichte es uns dann vollends und wir verscheuchten es. Dieses, mit zielstrebigem Charakter ausgestattet, begann jedoch die Belagerung unserer Heimstatt. Ging gar nicht, sagten wir uns, und jagten den mehrfarbig pelzbesatzigen, aufdringlichen Fuchsverschnitt im vierten Versuch erfolgreich in die Flucht. Daß wir uns den 100%igen Erfolg des Vertreibens des Schakals jedoch nicht an das eigene Revers heften durften, dessen wurden wir in den folgenden fünf Minuten bewußt, als der erste männliche Elefantenteenager aus dem Nichts sich auf die baumschattige Mitte des Campgrounds zubewegte. Unsere Aufmerksamkeit auf diesen Burschen gerichtet, erblickten wir zunächst nicht, daß, vermutlich, dessen Cousin auf den Hauptzufahrtsweg zu den mittig gelegenen Campsites, sprich auch der unserigen, einbog.
Mucksmäuschenstill verharrten wir hinter unserer weißen Toyotakutsche, als letzterer sich im Walzerschritt an uns und unserem Fahrzeug mit leisem Treten vorbeihievte und im Gebüsch hinter uns begnn, die Äste zu zerbrechen.
Der erste Dickhäuter lief auf eine andere Campsite zu, auf der neben einem ebenfalls weißen Schlitten eine großes Bodenzelt stand. Dies hatte sein Interesse geweckt und so schnupperte er ausführlichst an der Zeltwand, bevor er sich entschied, den dort vorfindbaren Sand zu seiner und der des Zeltes Befriedigung zu verwenden. Er prustete sichtlich zufrieden aus sämtlichen Rohren und es staubte mächtig. Irgendwann machte er sich dann aus dem Staub und lief zur östlichen Ablution, wo bereits der in unserm Gebüsch zuvor floratechnisch zerstörerisch wütende Dickhäuter sich am Wasserbassin den Durst löschte.
Nach geraumere Zeit ließ unser Interesse an den beiden nach und wir gönnten uns einen oder zwei, drei Momente des Lesespaßes.

Spätnachmittags machten wir uns dann nochmals auf den Weg zum Hauptwasserloch, verbrachten dort eine lange Weile und kurvten anschließend bei schönstem Fotolicht den Westloop entlang zurück zum Camp.

Es wurde Feuer unter ausreichendem Holz entfacht und das Grillgut über die Glut verfrachtet.
Mit etwas Völlegefühl dann den Abwasch an der Ablution vollzogen, verkrochen wir uns nachfolgend in unsere zeltplanige Nächtigungsbehausung.

Wenn wir so frühzeitig zu Hause in die Federn sprängen, würden unsere Freunde und unsere Familie umgehend den Psychosozialen Notdienst konsultieren, weil sie sich Sorgen um uns machen würden.
Wie gut, daß unsere Mischpoke tausende von Kilometern weit entfernt das Geschehen nicht miterleben durfte.
Und so nahmen wir unsere Bücher, ob in Papierform oder elektronischer Version geartet, und lasen uns in den Schlaf.
Ach was war das schön, mitten in den aufregendsten Zeilen die Beherrschung über die eigenen Augen zu verlieren…


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Unsere Gesamtfahrstrecke betrug inklusive Game Drives 187 km.
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2024
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201127. Mai 2024 · #22
Einschub eines Einschubprologes

Ich war mir unsicher, wie was wann hier im Reisebericht zu präsentieren.
Eigentlich bin ich ja der Verfechter der Chronologie, doch all zu oft kommt dann die Wichtigkeit der Information/en ins Spiel und ich bin mir unsicher, ob auf dem von mir bevorzugten Weg des Timetables zu folgen oder das Wichtige, wirklich Wichtige zuerst zu kommunizieren.

Dringlich Wichtiges gibt es von uns zu berichten, ja, wahrhaftig, und mein anfänglicher Klippenhänger taugt, zumindest meines Dafürhaltens nicht, um als solcher für einen Reisebericht belohnt zu werden; ganz im Gegenteil. So zumindest heute betranchtend.

Deshalb hier im Folgenden kurz in Worten die important Hardfacts unserer diesjährigen Tour:

• Seit 60 Jahren nicht erlebte Trockenheit im Zentralsüdlichen Afrika mit der Folge, daß wir noch nie so wenige Vögel weder
gesehen noch gehört haben (ein wirklich schlechtes Jahr für Bird-Enthusiasten und Flußpferde sowie Krokodile sowieso) und das deshalb in Sambia der Strom radikal rationiert war

• Wir im letzten Moment unserer Reise 400 m vor Rückgabe unseres Wagens Opfer eines gewalttätigen Raubüberfalles mit halbgutem Ende wurden

• Ungeachtet des letzteren war es eine sensationelle Tour, die ihresgleichen sucht und suchen wird

Der vorletzte Punkt veranlasst mich noch immer darüber nachzudenken, einen separaten Thread hier einzustellen oder nicht. Denn ich möchte eigentlich nicht, daß sich das Schöne, nämlich jenes, welches es in lebhafter Form positiv darzustellen gibt, mit den restlichen 15 Minuten unseres Trips vermischt und dann zu einem sauer vergorenen Etwas mutiert.
Dehalb... Es mal gucken, dann mal sehen.

Mit aufrichtigen Grüßen

Alm
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2024
3'883 Beiträge · seit 201127. Mai 2024 · #23
ALM schrieb:Einschub eines Einschubprologes

• Wir im letzten Moment unserer Reise 400 m vor Rückgabe unseres Wagens Opfer eines gewalttätigen Raubüberfalles mit halbgutem Ende wurden

• Ungeachtet des letzteren war es eine sensationelle Tour, die ihresgleichen sucht und suchen wird

Der letzte Punkt veranlasst mich noch immer darüber nachzudenken, einen separaten Thread hier einzustellen oder nicht, denn ich möchte eigentlich nicht, das sich das Schöne, nämlich jenes, das es in lebhafter Form positiv darzustellen gibt als Reisebericht hier, mit den restlichen 15 Minuten unseres Trips vermischt und ein sauer vergorenes Etwas produziert.
Dehalb... Es mal gucken, dann mal sehen.

Mit aufrichtigen Grüßen

Alm
Nun isses also raus! Eigentlich ein bisschen schade, dass wir nun wissen, was euch den Schock verursacht hat. Aber ich lese trotz entgangener Krimispannung weiter.

Lieben Gruß freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1'250 Beiträge · seit 200928. Mai 2024 · #24
Moin Alm,

danke für Deinen Hinweis bezüglich Flugbuchung. Ich hatte Dich noch gefragt, wo Du den Flug gebucht hast; würdest Du mir das noch 'verraten'? Bin ja mal gespannt, ob wir jetzt auch noch einen günstigen Flug finden, es sind bei uns auch noch acht Monate bis Namibia.

Vielen Dank und Gruß

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201128. Mai 2024 · #25
@freshy

Die Krimispannung wird Dir eiskalt über den Rücken laufen und anschließend wirst Du nie mehr ohne laut vor Dich hinzusingen in Euren Keller gehen 🤨


@Elch

Wo ich unseren Flug gebucht hatte? Ganz einfach mit ein paar Klicks auf der Internetseite der Lufthansa.


Grüße vom Alm
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2024
2'167 Beiträge · seit 200928. Mai 2024 · #26
Hallo Alm,
Der vorletzte Punkt veranlasst mich noch immer darüber nachzudenken, einen separaten Thread hier einzustellen oder nicht.
Ja, mach das separat!
Soviel wie moeglich darueber reden wird dir helfen, das erlebte etwas leichter zu verarbeiten.
denn ich möchte eigentlich nicht, das sich das Schöne, nämlich jenes, das es in lebhafter Form positiv darzustellen gibt als Reisebericht hier, mit den restlichen 15 Minuten unseres Trips vermischt und ein sauer vergorenes Etwas produziert.
Das sehe ich auch so.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201128. Mai 2024 · #27
Hey Maddy,

ja, ich werde einen separaten Thread hier reinstellen und somit über das Geschehene kurz berichten.
Denn ich glaube, daß einzelene Details des Überfalles andere Reisende sensibilisieren können und darüber in unserem Reisebericht erst den letzten Tag zu beschreiben nur unnötig Zeit ins Land gehen lassen würde.

Liebe Grüße Alm
1'624 Beiträge · seit 201528. Mai 2024 · #28
ALM schrieb: Denn ich glaube, daß einzelene Details des Überfalles andere Reisende sensibilisieren können
Hallo ALM,
genau das. Und schon einmal vielen Dank fürs öffentlich machen. Sollte man jemals in eine solche Situation kommen, reagiert man dann vielleicht "richtig".
Und Danke auch für den unterhaltsamen Bericht.
Viele Grüße,
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201128. Mai 2024 · #29
Tag 4

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Gemütlichkeit. Trotzdem waren wir um kurz nach halb sechs schon auf der Piste.
Auf der Ebene vor dem Campground grüßten uns die ersten Giraffen und ließen uns auf tierische Ausbeute hoffen. Doch an den zahlreichen Wassertümpeln tummelten sich nur vereinzelte Zebras und selbst die sonst so zahlreich vorkommenden Springböcke schienen noch zu schlafen. So beschlossen wir zu unserer Campsite zurückzukehren und einen Lesevormittag mit zweitem Kaffee einzulegen.
Gegen halb zwölf steuerten wir dann nochmals das Hauptwasserloch an und wieder begrüßten uns zuerst das große Giraffengrüppchen, welches sich in den Bauminseln der des Camps vorgelagerten Ebene sichtlich wohlzufühlen schien. Mit stolz erhobenen Häuptern schlenderten die Langhälse in elegantem Schritt vor uns über die Piste und wieder einmal waren wir fasziniert von diesen ästhetischen Tieren.

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Am Waterhole war jetzt etwas mehr Leben in der Bude als vorher. Auch sahen wir von Westen eine achtköpfige Elelefantenmännerrunde das Naß ansteuern und durften dann erleben, daß sich die grauen Eminenzen ohne Neid und Streitigkeiten beim Durstlöschen verlustierten. Geht doch!

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So gegen kurz vor eins kehrten wir mit der Absicht zu unsere Campsite zurück, ein ordentliches Mittagessen einzunehmen. Doch kaum hatten wir die Klappen an unserem Wagen hinten geöffnet, hatten wir auch schon wieder Besuch von einem bettelnden Schabrackenschakal, der trotz unserer mehrfachen Ermahnungen sich nicht vom Acker machen wollte. Im Gegenteil: Stoisch setzte er sich vor uns hin und wartete wie ein treudoof dressiertes Hündchen auf Nagbares aus unseren Händen. Erst wieder nach hartem Durchgreifen mittels Lärmmachens trollte er sich ins Unterholz.


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Daß die Schakale so gar keine Angst und Scheu mehr vor dem Menschen an den Tag legten und alle Hemmungen an der Garderobe abgegeben hatten, lag unseres Erachtens nach 100%ig an Campgästen, die Fleisch- bzw. Essensreste nicht ordentlich entsorgt hatten oder diese sogar mit Intention den Tieren zukommen ließen. Und der gemeine Schakal ist ja kein dummer Einfaltspinsel. Eine andere Erklärung gab es für uns jedenfalls nicht und wir mußten mal wieder ob der grenzenlosen menschlichen Dummheit mächtig mit unseren Köpfen schütteln; wobei ich bezüglich Dummheit später auch noch auf unsere eigene zurückkommen werde.

Nachdem wir nun unsere mittägliche Nahrungsaufnahme absolviert hatten, wollten wir unseren kleinen Geschirrabwasch erledigen. Wurden jedoch von zwei elefantösen Gesellen an letzterem gehindert, da die Burschen sich anschickten, quer durch den Campground zu wandern, um dann an dessen mit Dickicht ausgestattetem Rand ebenfalls einen Imbiß zu sich zu nehmen. Wieder verschwanden wir flugs hinter unserem Fahrzeug, ebenso ein anderes kleines Grüppchen an Campgästen, das hinten auf der Campsite sechs oder sieben untergebracht war. Nach gemütlicher Mahlzeit schlenderten die beiden Zeitgenossen wieder vor das Wasserbassin vor dem östlichen Ablutionblock und spülten großzügig das verspeiste Blattwerk runter.

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Jetzt konnten wir am westlichen Toilettenduschenküchenabwaschhäuschen endlich unser weniges Mittagsgeschirr säubern und uns anschließend wieder unseren Büchern widmen.
Zwischendurch statteten wir zwei anderen Dickhäutern einen Fotobesuch ab. Diese verlustierten sich am Wasserbassin vor dem Westablutionsblock und gaben wirklich gute Figuren zum Ablichten ab.
Die, vermutlich, vom DWNP realisierte Problemlösung der in der Vergangenheit elefantösen Inanspruchnahme der Ablutionblöcke mittels der vor diese gebauten Wasserbassins ist wirklich als sehr gute Idee zu erachten und zwar in mehrfacher Hinsicht. Denn erstens können die Campgäste die Ablutions jetzt quasi mühelos erreichen, ohne daß diese von Dickhäutern blockiert werden. Zweitens erleiden die Ablutiongebäude keine durch Elefanten verursachten Schäden mehr und drittens tragen die Wasserbassins zur geistigen Entspannung der grauen Großtiere bei. Ferner kann der gemeine Gast dann auch deren relaxtes Verhalten nutzen, um von ihnen Nahaufnahmen in Porträtqualität zu schießen. Eine Win-Win-Lösung also.

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Zu einem spätnachmittäglichem Game Drive hatten wir heute keine Lust mehr und so verweilten wir buckelbreit auf unserer Campsite, die dann so gegen fünf Uhr wieder, dieses Mal von drei Elefanten, besucht wurde. Die Kerle wieder verschwunden, kam der nächste Schakal auf die Bühne und wir fingen erneut an mit Kochlöffeln und den Aluminiumtöpfen ein Konzert des Verschreckens zum Besten zu geben.

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Feuer wurde heute nicht entfacht, denn auf unserem Menüplan stand für diesen Abend ein Griechischer Salat. Auch grenzenlose Fleischliebhaber, wie wir, müssen sich einmal mit Erfolg in Zurückhaltung üben, so unser heutiges Motto.
Das letzte Tageslicht war von der Natur ausgeknipst worden und so saßen wir mit unseren Funzeln an unserem Tisch und genossen das Resultat unseres Veggiedays.

Zu einem Griechischen Salat gehören unbestrittenermaßen ja auch Kalamataoliven. Diese hatten wir in großen Mengen im Superspar der Maerua Mall eingekauft und ließen, trotz des wie immer ziemlich trockenen Feta-Käses mit südafrikanischer Provenienz, den Salat schmackhaft werden.
Generell erwerben wir ausschließlich Kalamataoliven mit Steinen, und so kommt es, daß beim Verzehr der eine Daumen und der andere Zeigefinger zum Mund wandern muß, um den darin befindlichen, abgekauten Olivenkern zu entfernen.
Wohin damit, wenn in freier Natur? Klar doch, links oder rechts über die Schulter werfen, so wie am Trevi-Brunnen in Rom die Münzen rücklings geschleudert werden. Deshalb flogen nach der dritten Gabelportion unsere ersten Kerne durch die Dunkelheit ins Dickicht. Der Salat war noch nicht fertigvertilgt, als wir ein Knacken hörten. Dann abermals. Und noch einmal und dann erblickten wir im Licht unserer Lampen, daß sich ein Schakal wie ein Nußknacker in der Vorweihnachtszeit an den Olivenkernen labte. So viel im Nachgang also zu menschlicher Dummheit und unserer eigenen Teilhaberschaft an dieser.
Die Kerne der restlichen Oliven unseres Salates wurden dann sorgfältig von uns konserviert und gemeinsam mit unserem anderen Müll entsorgt. Amen.

Auch heute gingen wir zeitig in die Heia, denn der nächste Tag sollte uns bis zum Senyati Camp bringen; also stand kein langer, aber doch ein ordentlicher Fahrtag auf unserer Agenda.
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2024
4'984 Beiträge · seit 201628. Mai 2024 · #30
Hi ALM,

bin mit Begeisterung dabei!
Aber, den vertreibt nichts mehr, der war schon 2022 kaum loszuwerden. 😉

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Gruß Gina
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201128. Mai 2024 · #31
Hi Gina,

wenn es ja nur ein einziger gewesen wäre.

Nee, nee... Schon am ersten Tag balgten sich zwei zur mittäglichen Stunde um die Vorherschaft auf unserer Campsite und der dritte Schakal lachte sich vom Dickicht aus die Szene betrachtend ins Hemd .
Es kam uns vor, als wenn wir unverhofft auf einem Hundeaustrittsplatz wären, so ein Gejaule, oder wie auch immer man das nennen konnte, war das.

Um zensusartig vorzugehen, hätten wir eigentlich Graffity-Spraydosen verschiedener Farben zur Hand haben müssen, um die einzelnen Individuen farblich in einem Überraschungsangriff kennzeichnen zu können.
Dann hätten wir zumindest einen Pi-mal-Daumen-Überblick über die Menge an diesen pelzigen Kerlen gehabt, die uns belagerten.

Liest sich jetzt vielleicht alles ganz süffisant, doch in Ordnung ist das nicht. Bettelnde Schakale wie die Zirkushunde vor einem rumlungern sehen. Nein, das geht gar nicht.
Jetzt stell sich mal einer vor, da kommen Campgäste mit kleinen Kindern, die man ja auch nicht immer 1000%ig unter visueller Kontrolle haben kann. Ruckzuck werden dann die kleinen Händchen dem Tier entgegengestreckt. Ist ja so putzig, nicht?!?!

Aber das Sensibilisieren der Campgäste betreffend des Schakalproblems steht vermutlich nicht in den Stellenbeschreibungen; weder in denen von DWNP noch in denen von Xomae Group, die das South Camp unter ihren Fittichen hat.
😗

LG Alm
391 Beiträge · seit 200802. Juni 2024 · #32
Vielen Dank für deinen interessanten Reisebericht. Die Tour ist sehr interessant für uns. Könnte man noch im November Richtung Sambia fahren, oder ist dann schon die Regenzeit im vollem Gange?
Camperreise in die tasmanische Wildnis https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306857-camperreise-in-die-tasmanische-wildnis.html?start=0 Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar https://www.namibia-forum.ch/forum/164-diverses/306553-mora-mora-langsam-langsam-auf-nord-madagaskar.html
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201105. Juni 2024 · #33
fahrinurlaub schrieb:Vielen Dank für deinen interessanten Reisebericht. Die Tour ist sehr interessant für uns. Könnte man noch im November Richtung Sambia fahren, oder ist dann schon die Regenzeit im vollem Gange?
Hi,

da die alten Regeln betreffend Regen- und Trockenzeiten in den letzten Jahren immer mehr aus den Angeln gehoben wurden, ist es schwierig, hierfür eine abschließende Beurteilung zu erteilen.

LG Alm
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201107. Juni 2024 · #34
Tag 5

Um halb sechs war Ende Gelände mit Schlafen an diesem Tag. Schließlich hatten wir einen halben Fahrtag vor uns und wollten zeitig im Senyati Camp ankommen. So sagten wir dem South Camp um 6.40 Uhr Arrivederci und fuhren los.

Nach 64 Minuten erreichten wir das Nxai Pan National Park Gate, trugen uns dort vorschriftsmäßig aus, gönnten unseren Reifen wieder mehr Luft und schon waren wir auf dem Asphaltband, welches uns zunächst nach Nata bringen sollte.

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Dort angekommen, tankten wir erst einmal kräftig mit Diesel auf, denn die Hin- und Rückfahrt auf der tiefsandigen Strecke zur Nxai Pan hatten an unseren beiden Tanks genagt.
Nach dem Volltanken wollten wir zunächst eine uns bekannte Metzgerei aufsuchen, doch fanden wir diese leider nicht mehr. Umgezogen, hieß es. Ok, dann eben eine Alternative. Fehlanzeige. Natas Schlachtermeister und -gesellen hatten die Schotten dicht und wir blieben ohne Fleisch. Dies war dann also von uns notgedrungen in Kazungula/Kasane käuflich zu erwerben.

Nun mußten wir aber auch etwas elementar Festes zwischen die Zähne bekommen, doch da bot sich uns in Nata auch nicht wirklich etwas Ansprechendes an. Somit begnügten wir uns mit Burgern, die wir an der Engen Filling Station zu uns nahmen. Dann ging es auf der A 33 gen Norden, einer meiner Lieblingstrecken im südlichen Afrika.
Aus welchem Grund Lieblingsstrecke?, das weiß kein Mensch und noch weniger ich selbst. Keine Ahnung, warum mir dieser geographische Streckenabschnitt so ans Herz gewachsen ist.

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Vorbei am Abzweig zu dem von uns stoisch gesnobten Elephant Sands gurkten wir auf dem Teerband dahin, immer auf der Suche nach einer Radiofrequenz, die etwas lebhafte Musik bot. Leider wurden wir diesbezüglich bis kurz vor Kazungula enttäuscht.

Um zwei Uhr am frühen Nachmittag fuhren wir an der tiefsandigen Zufahrt zum Senyati Camp vorbei, um dann gleich zu Shoprite Kasane zu düsen. Das dortige Einkaufssortiment ließ jedoch bei uns nur müdes Gähnen aufkommen. Aber es half ja nix, denn Lust, zum Spar nach Kasane-City zu fahren, kam nicht bei uns auf. Somit begnügten wir uns mit dem, was wir ergattern konnten.

Auf dem Weg dann zum Senyati Camp suchten wir zunächst Bushlore auf, denn dort sollten wir, nach Auskunft der Windhoeker Bushlore-Staff, ein weiteres Schreiben erhalten, um die Grenze nach Sambia überschreiten zu können.
Unsere auf unseren Smartphones befindliche OsmAnd-App brachte uns, so wie bisher, in exzellenter Art und Weise zu der von uns gesuchten Adresse; anders als Tracks4Africa, welches sich als nicht unbedingt up-to-date erwies und sich in Sambia noch zum Schlechteren präsentieren sollte.
In der Bushlore-Filiale Kasane/Kazungula ließen wir einige Dokumente zum Übertrag auf wiederum andere Dokumente und vereinbarten, daß wir am übernächsten Tag wiederkämen, um den ganzen Schriftkrimskrams in Empfang zu nehmen.
Nett war die Belegschaft dort… Wirklich sehr, sehr nett, aufgeschlossen und vor allem kompetent. Chapeau!!!

Auf unserem letzten Weg an diesem Tag zum Senyati Camp machten wir noch einen Einkehrschwung beim „neuen“ Choppies, doch auch dieser Supermarkt konnte uns mit seinem Sortiment nicht befriedigen.
Gegen 16 Uhr nahmen wir dann die Tiefsandzufahrt zu Senyati, wobei wir es aus Bequemlichkeitsgründen unterließen, den Reifendruck für den kurzen Weg zu reduzieren.

In der kleinen Receptionhütte des Senyatis tummelten sich bei unserer administrativen Anmeldung so einige andere Touristen und es kam uns vor, als befänden wir uns am Eingangsschalter von Africa Disney Land. Ja, ja… Senyati hat so einige Veränderungen davongetragen, seitdem wir das erste Mal vor Jahren dort unser Dachzelt aufschlugen.
Wie von uns gebucht, wurde uns die Campsite 15 beim Check-In zugewiesen.
Nachdem wir unser Vehikel dort in einer für uns angenehmen horizontalen Ausrichtung geparkt hatten, machten wir uns zunächst auf den äußerst kurzen Fußweg zur Waterholefront. Dort stehen jetzt links neben dem Baraussichtsguckhide zwei Sofas mit eisernen Gestellen und dicken Polstern. Wir nahmen eine der Couch in Beschlag und beobachteten ein wenig das Geschehen am und um das Wasserloch.
Zu uns gesellte sich eine Mangustengroßfamilie, die mindestens aus 30 Einzelindividuen bestand. Mit lautem Ziepen nahm diese die vor den beiden Couchmöbeln vorhandene Grasfläche in Beschlag und das eine oder andere Mitglied dieser kleinen Teufelchen erdreistete sich, bis an unsere beschuhten Füße vorzudringen, um dann feststellen zu können, daß da nichts esstechnisch Verwertbares war.

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Um sechs stiegen bereits unsere Flammen aus dem angezündeten Holz und ein knappes Stündchen später lag das gegrillte Rinderfilet gemeinsam mit einem Avocado-Tomaten-Durcheinander auf unseren Tellern.

Nach dem Abendessen sowie zwischen Abwasch und dem Besuch der Dusche hörten wir immer mal wieder ein paar Elefanten sich am Wasserloch bedienen und nach wenigen Runden des Umblätterns unserer Buchseiten verschwanden wir selig in unserem Dachzelt.

Die Gesamtmenge an Kilometern, die wir heute hinter uns gebracht haben, lag bei 494 und kam uns eigentlich gar nicht so heftig vor, obwohl dieser Tag zwischen Fahren, Tanken, Metzgersuche, Burgeressen, Einkaufen und Bushlore-Aufsuchen doch so ziemlich ausgefüllt war.
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2024
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201107. Juni 2024 · #35
Tag 6

Unsere Devise des heutigen Tages lautete: Extreme Relaxing aus Senyati.

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Dies vorausgeschickt gibt es eigentlich wenig zu berichten, außer, daß das Wasserloch den ganzen lieben Tag einsam und tierlos vor sich hin lag. Erst am späten Nachmittag tauchte animalisches Leben mit dem Besuch von zwölf Giraffen auf. Nachdem diese vor unseren Linsen verschwunden waren, rückte eine große Büffelherd an, um sich den Durst zu stillen. Auch diese von dannen gezogen machten diverse Elefantengrüppchen ihre Aufwartung. Tja, man sah doch wieder einmal… Selbst wenn sich den ganzen lieben langen Tag keine Seele blicken läßt, dann ist es doch gewiß, daß zu vorgerückter Stunde sich das Leben ans erfrischende Naß begibt.

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Aufgrund der noch vorhandenen Gurke, den Tomaten und des angebrochenen Trockenschafskäses entschieden wir uns wieder für einen Griechischen Salat als abendliches Gericht. Dieses Mal jedoch ohne Kalamata-Oliven, auch wenn wir nicht damit rechnen mußten, daß unbedarft weggeschleuderte Olivenkerne heute zwischen Ober- und Unterkiefer eines Schakals enden könnten.

Zurückgelegte Kilometer per Fahrzeug heute 0; jene per pedes mit aller Mühe und Not sowie viel Übertreibung gerade einmal vielleicht 300 Meter.
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2024
1'068 Beiträge · seit 201307. Juni 2024 · #36
Hallo Alm,
ich lese auch gerne mit 🙂
Ist das doch ne prima Vorbereitung für unsere Sambiatour im Oktober - wenn sich auch nur wenige Überschneidungen ergeben.

Danke auch für deine Schilderung des Zwischenfalls an anderer Stelle. Das rüttelt wieder etwas wach und hilft IMMER aufmerksam zu sein bzw. sein zu wollen

Eine Frage hätte ich: Gab es bei der Übergabe in Windhoek noch nicht die Grenzpapiere für den Übergang nach Sambia? Hatte das einen Grund?

Schön zu hören, dass sich Bushlore Kasane wieder von seiner besten Seite zeigt. Wir waren im letzten Jahr nicht sehr begeistert...angefangen von der schlampigen (ja, das muss ich so sagen) Übergabe bis zum Vergessen des Rückgabetreffpunkts am Ende der Reise in Kasane Flughafen 🙄
Deine Erfahrungsschilderung lässt hoffen...im April wart ihr dort, gelle?

Viele Grüße
Mabe
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2024
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201107. Juni 2024 · #37
Hi Mabe,

in Windhoek hatte uns Bushlore einen Letter of Permission zur urlaubsmäßigen Verwendung des Auto in versichiedenen afrikanischen Staaten übergeben.
Wir sollten jedoch bei Tebby in der Kasane/Kazungula Branch von Bushlore vorsprechen und uns ein weiteres Dokument für die Autoverwendung in Sambia und Zimbabwe geben lassen. Dies tate wir auch und erhielten von Tebby einen weiteren Letter of Permission, der aber auch bestätigte, daß das Fahrzeug nicht und noch nie als gestohlen gemeldet ist bzw. war.
Diesen Wischs hatte sich dann auch der Zambian Customs bedient, um zollbehördliche Vorgänge für die Fahrzeugeinfuhr, etc. anzustoßen.

Liebe Grüße Alm
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2024
1'068 Beiträge · seit 201309. Juni 2024 · #38
Ah, okay, danke!
Ich gehe mal davon aus, dass wir das in Kasane bei Abholung automatisch bekommen...oder ich frag doch mal vorsichtshalber nach...
Salü
Mabe
4'382 Beiträge · seit 201530. Juni 2024 · #39
Hallihallo Andreas,
geht's hier auch noch mal weiter?????

Gruß
Friederike
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Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201116. Juli 2024 · #40
Hi Frau CuF,

yes, Madam, es geht weiter heute.

Man darf doch aber mal anderweitig beschäftigt sein... als noch arbeitender Zeitgeselle... 😉 😛

Herzlichste Grüße vom Alm
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2024