Erste Namibiareise mit Kind 3 Jahre

37 Antworten · 5'526 Aufrufe · gestartet 19. Okt. 2023 von opossum
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Themenstarter31 Beiträge · seit 202329. Dez. 2023 · #21
Update: Die Flüge sind jetzt gebucht 😁
Themenstarter31 Beiträge · seit 202311. Jan. 2024 · #22
Hallo zusammen,

ein gutes Neues Jahr euch allen!
Die Route steht jetzt und die Vorfreude ist groß 🙂 durch Verfügbarkeiten und andere Gründe haben sich nochmal ein paar Verschiebungen ergeben.
zur Info, so sieht es jetzt aus:

Reisezeitraum: 10.09.2024 - 02.10.2024

1 ÜN südlich Windhoek (Monteiro Self-catering and camping)
2 ÜN Barkhan Dune Retreat
2 ÜN Desert Camp
1 ÜN Bushmans Desert Camp & Self Catering
3 ÜN Swakopmund (Mylas Cottage)
3 ÜN Omandumba
3 ÜN Etosha Safari Camp (Camping2go Zelte)
2 ÜN Halali
1 ÜN Namutoni
2 ÜN Otjiwa Safari Lodge
1 ÜN Windhoek Game Camp.

Vielen Dank nochmal an alle, die hier Tipps geben, Reiseberichte schreiben und über Erfahrungen berichten, das ist alles unglaublich hilfreich 🙂

Ein Punkt noch zum Thema Mietwagen: ich denke, für die Route benötigen wir kein 4x4, ich habe vorläufig einen SUV (Toyota Corolla Cross o.Ä. - CFAR) über den ÖAMTC (ADAC) reserviert. Was meint ihr? Sollte das passen? (zur Erinnerung: wir sind zwei Erwachsene und eine fast Vierjährige) Oder würdet ihr bzgl. Fahrkomfort eher in Richtung Fortuner gehen?

Viele liebe Grüße
74 Beiträge · seit 202312. Jan. 2024 · #23
opossum schrieb:
Was meint ihr? Sollte das passen?
Für die Strecke reicht ein 2x4. Wir sind zur Dritt mit einem RAV4 zurecht gekommen. Kommt auf das Gepäck an und aber der Toyota Cross scheint noch minimal kleiner zu sein.

Letztes Jahr hatten wir einen Fortuner und waren damit sehr zufrieden. Dort ist deutlich mehr Platz vorhanden. Gute Bodenfreiheit, geräumiges Fond und ein sehr großer Kofferaum. Auch mit Einkäufen passt immer alles rein.
708 Beiträge · seit 201513. Jan. 2024 · #24
Du hast eine schöne Rundreise zusammengestellt! Einzig 2N Halali und 1N Namutoni hätte ich wie ursprünglich angedacht belassen (1N Halali, 2N Namutoni). Halali hat wohl ein tolles Wasserloch früh morgens und spät abends, aber nicht ganz so viele rundherum. In Namutoni hat es dafür viele tolle Wasserlöcher rundherum, wo man sooo viel entdecken kann. Und das Camp (und die Unterkünfte) finde ich am schönsten von allen. Aber auch so werdet ihr eine schöne Zeit haben!

VG trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
Themenstarter31 Beiträge · seit 202314. Jan. 2024 · #25
Danke für die Rückmeldungen!

@NamTraveler, ja ich habe auch gerade nachgeschaut, der Rav4 ist wirklich etwas grösser als der Corolla Cross. Gepäck werden wir nicht allzu viel haben, aber stimmt, die Einkäufe kommen ja noch dazu - ich muss noch überlegen und schau mich mal nach guten Angeboten für etwas größere Autos um. Danke!

@trsi, danke, ich freu mich schon sehr! Ja, das war auch ein längeres Hin und Her mit Halali und Namutoni... schlussendlich waren es praktische Gründe, dass wir die Aufteilung so gewählt haben (die Hütte in Halali mit Küche, Grill etc. ist deutlich günstiger als ein Zimmer in Namutoni ohne Küche/Kühlschrank/Grill - und wir kochen am liebsten selbst). Wir werden versuchen, das Beste aus der einen Nacht Namutoni zu machen und ich bin gespannt, ob die Entscheidung richtig war 😉
24 Beiträge · seit 202414. Jan. 2024 · #26
Kein Problem als Selbstfahrer, haben wir schon mit x verschiedene KfZ gemacht inclusive. VW-Bus oder einem Duster.
Quasi problemfreie Route mit Handy Empfang überall.
Bei gesundheitlichen Problemen (Kleinkind, Dehydrierung bei Durchfall usw.) ist schnell Hilfe erreichbar.
Kann man so machen 😁
Themenstarter31 Beiträge · seit 202315. Jan. 2024 · #27
Danke für die Info, CyranoB, sehr beruhigend, gerade mit Kind 🙂
Gut auch zu hören dass die Route mit verschiedenen Wagen problemlos zu fahren ist.
2'192 Beiträge · seit 201615. Jan. 2024 · #28
Ich finde Deine Route gerade mit Kind auch sehr gut und vor allem nicht zu streßig. Ich wünsche Euch viel Spaß.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter31 Beiträge · seit 202317. Jan. 2024 · #29
Danke, Gabi, das freut mich 🙂
Themenstarter31 Beiträge · seit 202319. Jan. 2024 · #31
Hallo Illmi,
Oje, welche Erfahrungen hast du denn mit Halali gemacht?
16,9k Beiträge · seit 201219. Jan. 2024 · #32
opossum schrieb:
Oje, welche Erfahrungen hast du denn mit Halali gemacht?
Halali ist staatlich (nicht stattlich, das ist etwas vollkommen anderes) und das sagt im Grunde schon alles.

LG
Logi
Themenstarter31 Beiträge · seit 202317. Aug. 2024 · #33
Hallo zusammen,

Unsere Reise rückt näher und ich wollte euch nochmal unsere finale Route vorstellen und ein paar Detailfragen dazu stellen.

Reisezeitraum: 10.09. - 03.10.

Mietwagen: wir haben uns jetzt doch einen Toyota Fortuner 4x4 gemietet

Unsere Route:

1 ÜN südlich Windhoek (Monteiro Self-catering and camping)
2 ÜN Barkhan Dune Retreat
2 ÜN Desert Camp
1 ÜN Bushmans Desert Camp & Self Catering
3 ÜN Swakopmund (Mylas Cottage)
3 ÜN Omandumba
3 ÜN Etosha Safari Camp (Camping2go Zelte)
2 ÜN Halali
1 ÜN Namutoni
2 ÜN Otjiwa Safari Lodge
1 ÜN Windhoek Game Camp.

Bei einigen Punkten sind wir uns noch unsicher und hätten gern eure Expertise/Meinung dazu:

Swakopmund
- ich habe mir die Living Desert tour notiert, bin aber noch unsicher, ob wir eine so lange geführte Tour mit unserer Kleinen machen sollen. Sie findet alle Tiere generell toll, kann sich aber nicht lange auf Erklärungen etc. konzentrieren. Ev. ist Muscheln sammeln, Sandburgen bauen, Kristallgalerie, Goanikontes etc. für sie schöner und eine gute Abwechslung. Wie würdet ihr das mit Kind handhaben?

- wir würden gern einen Ausflug zur Oase Goanikontes machen. Wie ich das verstanden habe, benötigen wir dafür (wenn wir von Süden über C28/B1991 anfahren) ein Permit, mit dem wir auch die Mondlandschaft befahren können, korrekt? Wo in Swakopmund können wir das Permit besorgen?

- auf dem Weg von Swakopmund nach Omandumba möchte ich gern einen Umweg zur Spitzkoppe fahren, die Bridge und ein paar andere Felsformationen sehen. Mir ist bewusst, dass die Tageszeit nicht ideal ist, würde aber trotzdem gern hin. Wie läuft ein Kurzbesuch dort ab bzw. wo müssen wir als Tagesbesucher genau hin? Ist das Gate beim Spitzkoppe Camping?

- Erongo: hier würden wir gern zu den San. Da wir direkt auf Omandumba übernachten, frage ich noch direkt an wg. Touren / Startzeiten. Habt ihr ev. hier noch Empfehlungen?

Auch andere Tipps zu unserer Route (bes. mit Kind) nehme ich gern noch auf 🙂

Vielen Dank und viele Grüße.
925 Beiträge · seit 201617. Aug. 2024 · #34
Living Desert Tour unbedingt machen. Gerade auch mit kleinen. Unsere Kinder waren 3 u 1. Es war natürlich nur für den großen interessant, aber all die Tiere so nah sehen, in nem großen fremden Auto durch die Wüste kurven etc war schon sehr spannend. Wir hatten uns aber bewusst für einen der kleineren Anbieter (Batis Birding) entschieden und waren letztlich nur mit einer anderen Familie untwerwegs (aber im April). Wir hatten auch erst Bedenken und diese auch kommuniziert, war für sie aber kein Problem.

Flamingos in Walvis Bay waren auch super spannend. Goanikontes hat nen schönen Spielplatz und eine nette Atmosphäre, aber Preisleistung stimmt überhaupt nicht. Der Spielplatz nach der Mole ist auch ganz nett.

Spitzkoppe: Der Plan ist gut machbar. Für die kleine auch sicher toll zum klettern und erkunden. einfach zum Campsite Eingang fahren u da an der Rezeption den Eintritt als Day Visitor zahlen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter31 Beiträge · seit 202319. Aug. 2024 · #35
Danke, fidel! Gut zu hören, wie die Tour für euch war und danke für den Tipp mit den kleineren Anbietern, kann mir gut vorstellen, dass das einen Unterschied macht!
Zu den Flamingos nach Walvis Bay und zum Spielplatz an der Mole möchten wir auch gern 🙂
Super, dann machen wir das so mit der Spitzkoppe.
Themenstarter31 Beiträge · seit 202311. Okt. 2024 · #36
Hallo liebe alle,

Wir sind seit ein paar Tagen zurück von unserer Reise und hatten eine wunderschöne Zeit in diesem tollen Land. Wir haben unglaublich viel Schönes gesehen und erlebt und ich möchte hier ein kurzes Fazit und Feedback zu unseren Erfahrungen und Stationen geben. Vielen Dank an alle, die hier Tipps geben!

- Reisen mit kleinen Kindern in Namibia:
es hat wunderbar und problemlos geklappt und ist meiner Meinung nach auch mit kleinen Kindern (unsere Tochter wird bald 4) absolut empfehlenswert. Es ist offenbar aber unüblich, wir haben außer uns kaum Familien mit kleineren Kindern gesehen (zur Ferienzeit vielleicht anders), demnach hatte unsere Tochter auch kaum Kontakt zu anderen Kindern. Dafür hat sie oft von sich aus Kontakt zu anderen Erwachsenen aufgenommen und wir sind oft dadurch ins Gespräch mit anderen Reisenden oder Einheimischen gekommen.
Highlights für unsere Tochter: Tiere aus der Nähe sehen, Tiere bei der Unterkunft (auch Haustiere), Pools, Spielplätze, Spielen bei der Unterkunft (wir haben längere Pausen eingeplant und auch gebraucht)
Schwierigkeiten: aufgrund Schlangen/Skorpione/Dornen draußen nicht barfuß laufen, keine Steine aufnehmen, beim Spazieren nicht abseits der Wege voraus rennen etc. - das mussten wir ca. 1000x am Tag erklären und wiederholen, war auch oft sehr anstrengend.

- Route:
Für uns war die Route nahezu perfekt. Wir hatten genug Zeit und es war fast immer entspannt.
Ev. im Nachhinein ändern würden wir
○ Bushmans Desert Camp: eigentlich als reiner Zwischenstop Sesriem - Swakopmund gedacht, hätten wir hier auch gut zwei Nächte bleiben können.
○ Swakopmund: hier hätten uns 2N statt 3N gereicht, da wir uns kurzfristig entschieden haben, die Living Desert Tour nicht zu buchen. Ansonsten wären 3N perfekt gewesen. Swakopmund hat uns am wenigsten gefallen und war auch sehr kalt zu dieser Zeit. Andererseits waren Strandspaziergänge, Muscheln sammeln, bummeln auch mal eine gute Abwechslung zur restlichen Route.
○ Omandumba: sehr schöne Unterkunft und Gegend, aber auch hier hätten uns 2N statt 3N gereicht auch inkl. Besuch bei den San, Sundownerfahrt. Hat so aber auch gepasst, hatten somit einen sehr gemütlichen Pausentag.
○ Etosha: unsere Aufteilung war 3N Etosha Safari Camp, 2N Halali, 1N Namutoni --> beim nächsten Mal würden wir 2N Etosha Safari Camp (auch wenn es nicht weit zum Gate ist, hat uns die Lage davon abgehalten, spätnachmittags nochmal eine kleine Runde zu drehen), 1N Okaukuejo/Halali (Wasserloch!) und 2N Namutoni einplanen (das Camp und auch die Umgebung hat uns am besten gefallen - wie einige Foriker schon vor unserer Reise geahnt haben :))

- Unterkünfte:
○ Monteiro Self Catering: super zum ankommen, gute Lage, sehr ruhig, schönes und gut ausgestattetes Häuschen, einige Vögel zu entdecken, günstig, freundliches Team --> sehr empfehlenswert für Anfang/Ende der Reise
Barkhan Dune Retreat: wie schon viele andere geschrieben haben, die Lage und die Aussicht ist einfach traumhaft. Wir hatten das Okanti Selbstversorgerhäuschen und haben es geliebt. Auch der Pool, die Erdmännchen und die schöne Umgebung mit Möglichkeiten für kleine Wanderungen sind toll.
Desert Camp, Sesriem: perfekter Ausgangspunkt zum Sossusvlei, schöne Aussicht von der Terrasse, Häuschen gut ausgestattet, auch mit Klimaanlage, schöner Pool
○ Bushmans Desert Camp: eine der schönsten Unterkünfte, die wir je hatten. Direkt vor der Terrasse laufen rund um die Uhr Oryx und nachts Bergzebras zum kleinen Wasserloch, die kleinen Häuschen sind wunderschön, es gibt bei der Rezeption eine Bar, einen kleinen Pool und sogar einen Spielplatz, Hühner und Küken laufen herum. Der kleine Spaziergang zum "Desert garden" lohnt sich sehr.
○ Mylas Cottage: gute Lage zum Strand und zur Innenstadt. Nachts ruhig, sehr geräumig und gut ausgestattet. Wir haben allerdings sehr gefroren.
○ Omandumba: wunderschön im Erongo gelegen, die Landschaft ist toll, auch unser Häuschen war sehr angenehm, hatte eine schöne Terrasse und Mückengitter an allen Fenstern, man kann von der Terrasse aus oder auf Spaziergängen viele Tiere sehen (Springböcke, Giraffen, Warzenschweine, Oryx, Vögel,…) Der Sundowner Drive mit wunderschönen Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang hat uns sehr gut gefallen.
○ Etosha Safari Camp: Wir waren in einem Camping2Go-Zelt und fühlten uns sehr wohl. Die ganze Anlage ist im Vergleich zu anderen Unterkünften etwas trubelig und auch die Straße hört man, aber Pool & Bar sind schön, die Zelte haben alles, was man braucht und die Dikdiks kommen bis zur Terrasse!
○ Halali: das Camp und unser Bush Chalet haben uns nicht sehr gefallen (vieles war kaputt bzw. fehlte, der Grill war kaum zu benutzen, auch nachdem wir einen Grillrost angefragt haben, das Camp ist groß und war sehr staubig), aber das Wasserloch war natürlich toll - ab Sonnenuntergang quasi pausenlos mehrere SN! Tagsüber haben wir hier hingegen wenig Tiere gesehen.
○ Namutoni: die Übernachtung war hier deutlich teurer als in Halali (weswegen wir schlussendlich zwei Übernachtungen Halali hatten) und es gab keine Küche oder Grill, aber das Häuschen war sehr schön und hat auch neu renoviert gewirkt. Das Camp war ruhiger und gemütlicher als Halali, in schöner (und etwas grünerer) Umgebung gelegen mit mehr Tieren. Der Sonnenuntergang vom Turm war schön, schade, dass die Burg doch sehr vernachlässigt wirkt. Beim Wasserloch waren tagsüber viele Tiere zu sehen (Zebras, Giraffen, Gnus, Antilopen), nachts habe ich nichts gesehen - aber Löwen gehört.
○ Otjiwa Safari Lodge: besonders mit Kindern top - es gibt einen schönen Spielplatz, einen Pool und die verschiedenen Antilopen, Warzenschweine und Perlhühner kommen überall ganz nah, da sie auch gefüttert werden (was natürlich nicht mehr viel mit freier Wildbahn zu tun hat, aber nicht nur für unsere Tochter schön zu sehen war). Die Breitmaulnashörner sind hier die Attraktion, wir haben sie auf einem gemeinsamen Sundowner Drive gesehen und dann mein Mann und ich abwechselnd auf dem morgendlichen Rhino Tracking, wo man zu Fuß ganz nahe herankommt - sehr beeindruckend.
○ Windhoek Game Camp: war ideal für die letzte Nacht. Nahe an Windhoek, aber ruhig, schöne geräumige Zelte, freundliches Team und Hunde, die Giraffen und Oryx kamen morgens zur Fütterung an den Pool - so nah kommt man einer Giraffe sonst kaum.

- Reisezeit:
Die Temperaturen waren meist sehr angenehm, ca. 30°C trockene Hitze tagsüber, nachts bis auf 10-15°C abgekühlt. Ausnahmen waren Swakopmund (gefroren bei feuchten windigen 15°C) und zwei Tage im Etosha bei bis zu 36°C, (mittags sind wir dann drin geblieben). Natürlich war alles sehr trocken und dürr, wir haben Handcreme und Bodylotion nachgekauft und viel Bepanthencreme für die trockenen Lippen gebraucht. Besonders die Gegend um Okaukuejo war richtig grau und staubig, was sehr traurig aussah. Die ersten Tage sahen wir hier auch sehr wenige Tiere, später dann an den Wasserlöchern teils riesige Tieransammlungen mit vielen verschiedenen Arten. Ich kann mir vorstellen, dass auch der Beginn der Trockenzeit, ev. Mai, eine sehr schöne Reisezeit sein muss, mit mehr Grün (wenn auch ev. weniger Tiersichtungen).

- Autofahren:
Wir haben versucht, die Strecken relativ kurz zu halten, was im Grunde auch gut funktioniert hat. Einigermaßen gern Autofahren ist wohl eine Voraussetzung für eine solche Reise, bei der man doch auch einiges sehen will. Die Fahrtzeiten waren auch kein Problem, die Teerstraßen und viele Schotterstraßen waren super in Schuss und gut zu fahren. Einige Straßen, insbesondere im Etosha und da v.a. zwischen Okaukuejo und Halali, waren aber in so schlechtem Zustand und so holprig, dass die Fahrt sehr unangenehm war und zumindest der Fahrer sich nur auf die Straße konzentrieren musste, um Schäden zu vermeiden. Das hat auch nicht ganz geklappt, wir hatten einen Reifen mit Druckverlust - das Loch war immerhin so klein (an der Tankstelle Okaukuejo gefunden), dass wir noch aus dem Park fahren konnten und den Reifen bei der Etosha Trading Post repariert haben (sehr schnell und günstig, danach keine Probleme mehr).
Navigiert haben wir mit Google Maps Offline Karten, was gut geklappt hat - wir haben alles Gesuchte gefunden. Auf die dort angegebenen Fahrtzeiten haben wir uns nicht verlassen.
Unsere Tochter hat auf den längeren Fahrten oft auf ihren Kopfhörern Hörbücher und Hörspiele gehört, was für uns alle sehr entspannend war.

- Tierbeobachtung:
Es war sehr schön, dass die ganze Reise über immer wieder verschiedene Tiere entlang der Straßen oder bei den Unterkünften zu sehen waren, nicht nur in den Nationalparks. Wie überall geschrieben, war es eine gute Aufteilung, den Etosha ans Ende der Reise zu setzen, da man sich so anfangs noch sehr über einzelne Oryx, Strauße oder Vögel freuen konnte.
Das Tollste für uns im Etosha waren einerseits die Tierversammlungen an einigen Wasserlöchern - wenn überall verschiedene Antilopen, Zebras, Strauße, Giraffen und Vögel stehen und dann noch eine Elefantenherde zum Trinken oder Baden kommt, das ist einfach unglaublich beeindruckend. Auch die vielen Nashornbegegnungen v.a. nachts am Wasserloch, aber auch tagsüber - toll. Katzen haben wir wenig gesehen (einmal schlafende Löwen nahe der Straße, einmal Geparde relativ weit weg zufällig gefunden), aber mehrmals Hyänen und viele Schakale, auch über Mangusten, Greifvögel, mehrere Riesentrappen, einen Sekretär, für uns neue Antilopenarten wie Kuhantilopen, Dikdiks oder Eland haben wir uns sehr gefreut. Unsere Tochter war vor bei allen Tieren, auch kleinen, begeistert, hatte dann aber nicht viel Geduld für lange Beobachtungen 😉

- An- & Abreise:
Die An- und Abreise war doch jeweils relativ anstrengend, auch weil mein Mann und ich im Flugzeug nicht schlafen konnten (unsere Tochter zum Glück schon, wenn auch nicht lange). Es hat aber tatsächlich alles geklappt, die Züge und Flüge waren pünktlich, niemand hat gestreikt, nichts ist schiefgegangen - wunderbar.

So, nun ist es doch eine etwas längere Zusammenfassung geworden 🙂 wenn ihr noch Fragen habt, gerne fragen.

Danke nochmals an alle, für unsere Reiseplanung haben wir hier unglaublich viel wertvolles Wissen und Ratschläge gefunden und konnten so eine wirklich wunderschöne Reise planen. Ich denke, Namibia sieht uns irgendwann wieder.

Liebe Grüsse,

opossum
58 Beiträge · seit 202313. Okt. 2024 · #37
Hallo Opossum,
wir haben 2 Übernachtungen Barkhan Dune Retreat für Anfang November 2024 gebucht und bereits viele Berichte hier im Forum gelesen. Immer wieder wird die schöne Lage und Aussicht gelobt, gerade zum Sonnenuntergang 🤩
Vor Ort werden ja Wanderungen, E-Bikes und auch ein Sundowner Farm Drive angeboten.
Würdest du einen Farm Drive zum Sundowner empfehlen können oder sollte man den Sundowner lieber von der schönen Unterkunft selbst genießen. Auf den Bildern sieht das ja wirklich schon super genial aus - alleine bei den Chalets selbst oder dem eigenen Hausberg.
Ich glaube es wurde auch nur in einem oder zwei Berichten auf einen durchgeführten Drive verwiesen, sonst meist immer Wanderungen oder E-Bike, die immer positiv bewertet wurden.

Die Frage ist halt: Hat der Sundowner Drive bei Barkhan wirklich einen "Mehrwert" und sollte man den eigentlichen Unterkunfts-Ort für eine andere Sundowner-Stelle verlassen oder kann man dort auch guten Gewissens darauf verzichten? 😮 Wir überlegen ansonsten diesen Driver vorzubuchen, weil wir nicht wissen, ob dies dann auch spontan noch möglich ist. Barkhan ist ja nicht groß (was gut ist) und da könnte dann auch spontan vielleicht nichts mehr buchbar sein, wenn wir ankommen.

LG,
Thorsten
Themenstarter31 Beiträge · seit 202314. Okt. 2024 · #38
Hallo Thorsten,
da könnt ihr euch wirklich drauf freuen!
Einen Sundowner Drive bei Barkhan haben wir nicht gemacht, kann mir aber schon vorstellen, dass es sich lohnt.
Von unserer Terrasse aus (wir waren im Okanti-Häuschen) hatten wir zwar einen wunderschönen Ausblick, auch bzw. besonders in der schönen Morgen- und Abendstimmung, den Sonnenuntergang selbst haben wir aber nicht gesehen, denn die Sonne geht hinter dem Hügel unter.
Da wäre es sicher schön, entweder mit einem Drive einen tollen Spot für den Sonnenuntergang anzufahren oder auch gegen Sonnenuntergang auf den Hügel laufen (Abstieg danach aber ev. schwierig, hier muss man schon genau schauen, wo man läuft).
Den Sonnenaufgang konnte man schon eher von der Terrasse beobachten (auch hier über einem Hügel, aber einem niedrigen :))
Ich versuche, mal, zwei Bilder einzufügen:
- Abendstimmung von der Terrasse aus
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- Sonnenaufgang von der Terrasse aus
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zuletzt bearbeitet 14. Okt. 2024