Familienabenteuer ins Paradies? Seychellen 2023

Reisebericht 53 Antworten · 7'079 Aufrufe · gestartet 18. Sept. 2023 von binca75
549 Beiträge · seit 201622. Sept. 2023 · #21
binca75 schrieb: Ich wollte eigentlich zur Anse Georgette, aber dazu war eine Busfahrt nötig und wir hatten zu Beginn Probleme, eine Buskarte zu bekommen... 😗 Dazu aber später mehr.

Lg
Bianca
Hallo Bianca,

kann man da nicht mehr mit dem Boot hin? Wir haben die Inseln bisher 3 x besucht und die Anse Georgette konnten wir seinerzeit mit dem Boot anfahren.
Ich freue mich hier mitzulesen, werden doch viele Erinnerungen wach, auch wenn unsere Besuche dort schon teils15- 20 Jahre zurückliegen.

lieben Gruß
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201522. Sept. 2023 · #22
Wie angekündigt, möchte ich keinen richtigen RB verfassen, aber dennoch erzählen, was wir gemacht, bzw. erlebt haben. Also komme ich nun zu unseren Aktivitäten auf Praslin. Ich hätte total gerne das Fond Ferdinand Nature Reserve besucht, aber dazu konnte ich weder meine pubertierenden Söhne noch meinen Mann überreden… 😗

Folgendes haben wir gemacht:
- Tagestour nach Curieuse zu den Riesenschildkröten (inkl. Barbecue und Schnorcheln)
- Schnuppertauchen bei Whitetip Divers
- Busfahrt, Spaziergang an der Grande Anse und Besuch von Black Pearl Seychelles
- Besuch des Praslin Museums
- Spaziergang zur Anse Possession und Schnorcheln

Ausflug nach Curieuse:
Wir haben unseren Ausflug über Nora, der Managerin unserer Unterkunft, gebucht. Generell kostet der Bootsausflug wohl um die 100 Euro pro Person. Wir haben 80 Euro bezahlt und würden auch jederzeit wieder über Nora buchen.
Um 9 Uhr werden wir von einer Angestellten zu einem Treffpunkt am Strand gebracht. Es macht den Eindruck, als würden hier alle Tagesausflügler nach Curiouse gesammelt und dann auf einzelne Boote verteilt. Es stellt sich heraus, dass wir Getränke für die Wanderung über die Insel hätten mitnehmen müssen. Das sorgt bei mir nicht unbedingt für Erheiterung, da wir nur eine Flasche Wasser dabei haben und ich schon jetzt schrecklich schwitze… 🙄
Es ist einiges los und alles wirkt hier sehr hektisch. Schließlich werden wir gemeinsam mit einem jungen italienischen Pärchen einem Boot zugeteilt. Jetzt heißt es also Schuhe aus, Hose hochkrempeln und rein ins Boot. Wir haben Glück und einen sehr netten Skipper erwischt.

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Nachdem alle Boote besetzt sind, erfolgt die etwa 20minütige Überfahrt zur etwa einen Kilometer entfernten Insel Curieuse.

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Mittlerweile verdunkelt sich der Himmel…

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Angekommen in der Baie Laraire erklärt unser Skipper das weitere Vorgehen. Während wir die Schildkröten beobachten und die Insel erkunden, wird er gemeinsam mit den anderen Skippern das Barbecue vorbereiten. Vom Strand aus können wir schon die ersten Aldabra-Riesenschildkröten sehen. Angeblich sind sie ganz scharf auf die Blätter eines bestimmten Baumes und mögen es, unten am Hals gekrault zu werden. Bevor wir dies jedoch ausprobieren können, beginnt es zu regnen… Um genau zu sein: Es gießt in Strömen.

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Ein Teil der übrigen Touristen packt Regencapes aus, der Rest stellt sich unter. Wir haben nicht nur kaum Wasser zum Trinken, sondern natürlich auch keine Regencapes dabei… 😗
Es regnet bestimmt eine halbe Stunde, bevor es langsam aufklart. Lennard lässt sich davon nicht beeindrucken und nähert sich behutsam den mittlerweile klatschnassen Riesenschildkröten, die sich hier frei in ihrem natürlichen Lebensumfeld bewegen.

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Der Regen wird weniger und auch der Rest der Familie traut sich langsam wieder ins Freie. Es wird also fleißig die Baumart gesucht, die uns empfohlen wurde, um den riesigen Schildkröten eine Gaumenfreude zu bereiten. Während die meisten anderen Tagesausflügler sich bereits auf den Weg zur „Barbecue-Bucht“ gemacht haben, begrüßen wir unterschiedliche Schildkrötenexemplare.

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Für mich ist schnell klar: Das Füttern und Streicheln von Riesenschildkröten macht definitiv glücklich!

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Zum Schluss schauen wir noch bei den Jungtieren vorbei, die sich zum Schutz in einem abgetrennten Gehege befinden.

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Dann müssen aber auch wir uns auf den Weg Richtung „Barbecue-Strand“ machen…
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201522. Sept. 2023 · #23
Sorry, Doppelpost... 🙄
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zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2023
547 Beiträge · seit 201722. Sept. 2023 · #24
Guten Morgen liebe Bianca,

dein Bericht weckt schöne Erinnerungen. Auch wir kennen Anse Volbert im August mit ewig langen, schneeweißen Stränden. Sandflöhe gab es beide Male zum Glück nicht. Das scheint, je nach Jahreszeit, aber recht unterschiedlich zu sein. Neu sind auch die Liegen am Strand. Das kennen wir so nicht. Konzentrieren die sich auf einen bestimmten Bereich oder findet man sie inzwischen entlang der ganzen Bucht immer mal wieder?

Der Bootstourismus nach Curieuse hat sich definitiv seit 2016 stark weiterentwickelt. Wir sind damals noch ganz allein mit Mathieu, dem Sohn der Inhaberin vom L'Hirondelle, morgens hinüber getuckert. Auf Curieuse waren wir dann zwar nicht allein, die Anzahl der weiteren Touristen hielt sich jedoch stark in Grenzen und die, die vor Ort waren, verteilten sich prima über die Insel. Den Spaziergang über die Insel zur Barbecue Bucht haben wir als recht gemütlich, auf einem Boardwalk z.T. durch die Mangroven, in Erinnerung.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201522. Sept. 2023 · #25
Dandelion schrieb:Guten Morgen liebe Bianca,

dein Bericht weckt schöne Erinnerungen. Auch wir kennen Anse Volbert im August mit ewig langen, schneeweißen Stränden. Sandflöhe gab es beide Male zum Glück nicht. Das scheint, je nach Jahreszeit, aber recht unterschiedlich zu sein. Neu sind auch die Liegen am Strand. Das kennen wir so nicht. Konzentrieren die sich auf einen bestimmten Bereich oder findet man sie inzwischen entlang der ganzen Bucht immer mal wieder?

Der Bootstourismus nach Curieuse hat sich definitiv seit 2016 stark weiterentwickelt. Wir sind damals noch ganz allein mit Mathieu, dem Sohn der Inhaberin vom L'Hirondelle, morgens hinüber getuckert. Auf Curieuse waren wir dann zwar nicht allein, die Anzahl der weiteren Touristen hielt sich jedoch stark in Grenzen und die, die vor Ort waren, verteilten sich prima über die Insel. Den Spaziergang über die Insel zur Barbecue Bucht haben wir als recht gemütlich, auf einem Boardwalk z.T. durch die Mangroven, in Erinnerung.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Liebe Cordula,
die Liegen am Strand konzentrieren sich wohl hauptsächlich auf den nordöstlichen Bereich. Für uns weiter hinten (wir kamen ja vom Nordende) sind weniger Hotels mit eigenen Liegen, habe ich den Eindruck. Auch die Liegen der größeren Unterkünfte "Paradise Sun" und "Le Duc" waren nie auch nur zur Hälfte belegt, wenn wir vorbeiliefen.
Der Bootstourismus nach Curieuse hat sich bestimmt weiterentwickelt. Es waren doch einige Boote. die zeitgleich mit uns losgefahren sind. Auf der Insel selbst verteilten sich die Menschen jedoch recht gut. Man traf sich dann wieder am "Barbecue-Strand".

LG
Bianca
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Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201523. Sept. 2023 · #26
Wir sollen spätestens um 12 Uhr bei den Ruinen der alten Leprakolonie sein, weil dann das Mittagessen vorbereitet wird. Also heißt es nun den leicht versteckten Zugang zum Weg finden.

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Früher konnte man wohl auch quer über die Insel an die Anse Badamier wandern. Das ist zur Zeit verboten. Wir sollen uns links Richtung Wasser halten.
Es geht leicht bergauf über Stock und Stein bei dichter Vegetation in den Mangrovenwald.

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Ich bin froh, dass wir festes Schuhwerk tragen, denn durch den Regen ist der steinige Boden glitschig.

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Schließlich geht es weiter über einen Holzsteg. Hin und wieder kann man hier eine vereinzelte Riesenschildkröte beobachten.

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Was es hier aber zu Tausenden gibt, sind diese wunderhübschen Schneckenhäuser der Art Terebralia Palustris, der Riesigen Mangrovenwellhornschnecke.

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Der komplette Boden scheint übersät damit.
Es lohnt hier ein Blick links und rechts vom Steg,

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denn am Boden, der wohl je nach Tide auch überschwemmt wird, tummelt das Leben. Krabben unterschiedlicher Arten sitzen versteckt in Löchern im Sand oder zwischen Baumwurzeln:

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Neosamartium Meinerti („Deutschlandkrabbe“)


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Uca Chlorophthalmus („Mangroven Winkerkrabbe“)

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Cardisoma Carnifex (Riesen Landkrabbe)

Nach links hat man nun einen schönen Blick aufs Wasser. Man muss aber echt gut aufpassen, wohin man tritt,

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denn es ist nach wie vor recht rutschig und uneben.

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Schließlich kommt der Strand in Sicht…
Fortsetzung folgt…
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zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2023
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201524. Sept. 2023 · #27
Fortsetzung...

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Hier wird also gegessen:

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Sämtliche Bootsführer stehen jetzt am Grill oder decken die Tische ein. An jeder Ecke scheint es eine separate Grillstation samt Buffet zu geben. Wir entdecken unseren Skipper und dieser zeigt uns unseren Platz.

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Eine annehmbare Toilette gibt es hier auch. Einige Touris nutzen die Zeit und springen vor dem Essen nochmal ins Meer.

Bei uns ist mal wieder „Hunger“ angesagt und die Eröffnung des Grillbuffets wird sehnsüchtig erwartet. 😄

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Gegrillt werden Jobfish, Hähnchen und Bockwürstchen. Dazu gibt es Reis, unterschiedliche Salate und Obst. Getränke gibt es glücklicherweise ebenfalls. Ich freue mich riesig über die Cola… 😗 Wir sitzen mit dem italienischen Paar aus unserem Boot und einigen Fremden gemeinsam am Tisch.
Während die Bootsführer sich nach dem Essen um das Geschirr und die Reste kümmern, ist noch einmal Zeit, den Strand und das Meer zu genießen.

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Eine Riesenschildkröte hat sich an diesen Strand verirrt und kaut genüsslich an Melonen- und Bananenschalen und schließlich auch der blühenden Tischdeko herum...
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Wo sich heute die Touristen zum Speisen versammeln, warteten vor etwa 150 Jahren die Leprakranken auf ihre Behandlung im Doktor Haus. Dieses befindet sich direkt hinter dem großen überdachten Grillplatz.

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Curieuse war zur Zeit, als die Seychellen zur britischen Kronkolonie Mauritius gehörten, Quarantänestation für Leprakranke der gesamten Region im afrikanischen Teil des Indischen Ozeans. 1873 errichtete der Mediziner Sir William MacGregor eine im kreolischen Landhausstil gebaute medizinische Station.

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Ich ging davon aus, dass man dieses Haus besichtigen könne und darin ein Museum untergebracht sei. Leider wird es wohl zur Zeit restauriert und darf nicht betreten werden.

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Gegen 14 Uhr geht es zurück in die Boote und Lennard darf kurzerhand mit unserem Skipper den Platz tauschen. 🤩

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Unser Skipper sucht uns bei der recht unruhigen See einen relativ ruhigen Ort zum Schnorcheln aus. Wir entdecken dabei unter anderem einen Trompetenfisch und einige andere schillernde Fischarten.
Danach fahren wir am kleinen Eiland St. Pierre vorbei, das sehr dekorativ vor der Côte d´Or liegt.

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Das Inselchen wird umkreist von einigen Fregattvögeln.

Eigentlich wird hier ein Schnorchelstopp gemacht, aber das Meer ist zur Zeit sehr kabbelig und unser Skipper rät uns vom Schwimmen hier ab.

Fazit:
Für unsere Tagestour haben wir insgesamt 240 Euro bezahlt.
Ich fand die Vegetation, die unzähligen unterschiedlichen Krebstiere, den Weg durch die Mangroven und nicht zuletzt die hautnahe Begegnung mit den Aldabra-Riesenschildkröten sehr interessant und spannend. Dass das Museum geschlossen war, war wirklich sehr schade. Unser Skipper war sehr nett und lustig und hat uns einiges erklärt und gezeigt. Das Essen war okay. Es sitzen beim Essen halt alle Gäste versammelt an diesem Grillplatz. Das machte irgendwie eine seltsame Atmosphäre. So habe ich es empfunden.
Matthis fand die Schildkröten „cool“. Im Grunde hätten unsere Söhne den Tag aber auch genauso gerne am Strand mit Schnorcheln verbracht.
Matthias fand die gesamte Tour überteuert. Ich weiß nicht, ob in den teureren Tagestouren ein Guide „inkludiert“ ist, der den Spaziergang über die Insel begleitet. Für Gäste, die La Digue nicht besuchen und damit wahrscheinlich keinen Kontakt zu frei lebenden Riesenschildkröten haben, ist ein Besuch von Curieuse unbedingt empfehlenswert.
Bei einem zweiten Besuch auf die Seychellen würden wir wahrscheinlich ein Taxi-Boot ohne „Schnickschnack“ nutzen, da man damit zeitlich einfach deutlich flexibler ist.
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zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2023
2'191 Beiträge · seit 201625. Sept. 2023 · #28
Hallo Bianca,

wenn man nur mehr Urlaubstage zur Verfügung hätte, dann wäre ich auch schon mal auf den Seychellen gewesen. Aber so kann ich zumindest virtuell mitreisen. Sehr cool.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
547 Beiträge · seit 201725. Sept. 2023 · #29
Hallo Bianca,

das Doktor Haus sah bereits 2016 sehr ähnlich zu deinem Foto aus und wurde angeblich damals schon renoviert. Viel scheint sich in der Zeit leider nicht getan zu haben.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201525. Sept. 2023 · #30
Dandelion schrieb:Hallo Bianca,

das Doktor Haus sah bereits 2016 sehr ähnlich zu deinem Foto aus und wurde angeblich damals schon renoviert. Viel scheint sich in der Zeit leider nicht getan zu haben.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Moin Kordula,
ich dachte, dass es sich bei der Renovierung und der Schließung des Museums um eine akute und vorübergehende Situation handelt... Schade! 😵
Man könnte soviel aus dem Haus, seiner Geschichte, ein paar Fotos und den bekannten Informationen machen. Dieser Gedanke kam mir tatsächlich öfter in den Sinn während unserer Reise in verschiedenen Situationen.
LG
Bianca
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201525. Sept. 2023 · #31
tiggi schrieb:Liebe Bianca,
nachdem ich in diesem Jahr viele Fotos mit grüner Landschaft und Bergen von Freunden sah, schaute ich mich während unseres Aufenthalts in BOT und Sambia um, und ich sah Grau-Braun 🤩 🤩 Mein Mann meinte nur, "dafür haben die anderen nicht diese Tierwelt." Ich hatte eine richtige Krise, weil wir auch immer nur in den Ferien unterwegs sein können. Es ist nicht unbedingt die supertolle Jahreszeit für BOT oder Sambia. Natürlich beschwere ich mich nicht über die Länge des Aufenthalts. So ist das eben mit den Vor- und Nachteilen. 🤪
Das Ergebnis längerer Diskussionen ist nun tatsächlich ein Inselurlaub bevor wir nach Jo`burg im Juli 24 fliegen.
Nein, es sind nicht die Seychellen. Dazu muss ich mir noch Inspirationen von dir holen. Mein Kollege hat mich von Mauritius überzeugt und mein Mann muss mit. 😈
Nun freue ich mich auf euren Bericht.

Liebe Grüße
Biggi
Liebe Biggi,

irgendwie habe ich dir noch gar nicht geantwortet und hole das jetzt schnell nach. Sorry...
Tja, mit der Abhängigkeit von den Ferien kennen wir uns ja auch sehr gut aus. 😗
Tatsächlich war es uns fast zuviel Grün... Uns fehlte eindeutig die gesamte Palette der zarten Silber-, Grau-, Braun-, Gold und Beigetöne... Aber dazu später mehr...

Freut euch auf Mauritius! Wir waren 2006 dort und haben nur gute Erinnerungen an diese Reise. 🤩 Die Vielfalt, das friedliche Nebeneinander der Religionsgemeinschaften und vor allem die Freundlichkeit der Menschen haben uns damals sehr beeindruckt.

Liebe Grüße
Bianca
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Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201525. Sept. 2023 · #32
Abenteuer „Busfahren“

Bereits im Vorfeld hatten wir gelesen, dass das Busfahren auf den Seychellen ein besonderes Erlebnis sein soll. Im Inselguide Seychellen wird eine Busfahrt hier folgendermaßen beschrieben: „Entweder ist der Bus alt und fällt halb auseinander (mittlerweile wurden bereits einige Busse gegen neue getauscht), total überfüllt oder der Busfahrer fährt wie ein Geisteskranker.“ Wir haben tatsächlich alle genannten Varianten erlebt… Aber nun erstmal von vorne…

Auf Praslin haben wir keinen Mietwagen und der öffentliche Bus ist hier ein sehr günstiges Fortbewegungsmittel. Zu Beginn unseres Aufenthaltes gehen wir noch davon aus, dass man als Gast sein Busticket möglichst passend mit Kleingeld vorne im Bus zahlen kann, aber weit gefehlt. 😗 Wir sind froh, dass uns Nora so gut aufgeklärt hat.

Busfahren funktioniert auf den Seychellen nämlich so:
Man kauft im Vorfeld in einem der kleinen Supermärkte eine Plastikkarte, auf der bereits ein bestimmtes Guthaben geladen ist. Als Familie benötigen wir nur eine einzige solche Karte. Steigt man nun in den Bus, hält man die Karte vorne ans Lesegerät (die übrigen Passagiere helfen dabei in der Regel gerne) und es werden 10 Rupien (etwa 70 ct) abgebucht. Wir müssen die Karte also 4 mal vors Lesegerät halten und bekommen dann auch 4 Tickets ausgedruckt. Mit dem Ticket kann man dann so weit fahren, wie man möchte – also theoretisch ein Mal fast bis um die ganze Insel von „Anse Boudin“ bis „Montplaisir“ (den Nordzipfel kann man nur erwandern). Es gibt zwei Linien: Eine, die die komplette Küste entlangfährt, und eine, die „via Vallee de Mai“ fährt. Darauf sollte man bei der Wahl des Busses unbedingt achten (steht vorne dran). Steigt man aus und wieder in einen neuen Bus ein, wiederholt sich das ganze Prozedere mit der Plastikkarte. Busfahren auf diese Art gestaltet sich dadurch also eigentlich sehr einfach.

Bei uns beginnt das Problem jedoch schon mit dem Kauf der Plastikkarte, denn diese sind leider ausverkauft, als wir sie erstehen möchten. Wir probieren es also in einem weiteren Supermarkt, aber auch dort erhalten wir die gleiche Antwort. Auf ganz Praslin gibt es nicht eine einzige Buskarte mehr zu kaufen. 🙁 Wir müssen bis zum nächsten Tag auf eine Kartenlieferung aus Mahé warten. Dadurch verschieben sich unsere Pläne, denn ohne diese Karte ist keine Busfahrt möglich. Am kommenden Tag gelangen wir schließlich in den Besitz der wertvollen Busfahrkarte, die übrigens auch auf Mahé gültig ist.
Bushaltestellen erkennt man in der Regel an der Beschriftung auf der Straße.

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Manchmal gibt es auch ein hübsches Wartehäuschen dazu.

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Einen Busfahrplan sehen wir nirgends. Man wartet einfach auf den nächsten Bus, der in die Richtung fährt, in die man möchte. Wir haben beim ersten Mal 50 min. gewartet. Die anderen Male ging es schneller.
Schwieriger ist es, die richtige „Aussteige-Bushaltestelle“ zu finden, wenn man erst einmal im Bus sitzt. Beschriftet ist hier nichts. Man kann natürlich wieder die anderen Passagiere fragen, aber zuerst probiert man es natürlich ohne zu fragen. Das heißt, wir orientieren uns mit der Inselkarte in der Hand und immer einem Blick nach draußen, wo eventuell eine markante Stelle auftaucht, die man entweder wiedererkennt (z.B. den Hafen) oder beschildert auf der Karte findet. 😗 Das gleicht wirklich einem Abenteuer…
Hier seht ihr übrigens unseren ersten Bus, ein älteres Modell…

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Ich traue es mich kaum zu schreiben, aber beim zweiten Mal Busfahren haben wir uns im Vorfeld die „Mapsme“-Karten für die Seychellen heruntergeladen und können dadurch mitverfolgen, wo wir gerade sind… 😄 Das erleichtert das Busfahren für uns immens…

In jedem Fall kann ich empfehlen, Praslin mit dem Bus zu entdecken! Wir finden, dass man hier nicht unbedingt einen Mietwagen braucht.
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zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2023
5 Beiträge · seit 202326. Sept. 2023 · #33
Hallo Bianca,

… kleiner Tipp für das nächste Mal:
- die Busfahrpläne für Mahe und Praslin findest du hier https://sptc.sc/timetable
- in den Bussen kannst du auch ganz einfach bar bezahlen, abgezähltes Kleingeld empfiehlt sich

Gruss
Ranger1968
449 Beiträge · seit 201026. Sept. 2023 · #34
Moin Ranger,
nur zur Info: Barzahlung in den Bussen ist nicht mehr möglich!

VG
Sille
5 Beiträge · seit 202326. Sept. 2023 · #35
Hallo Sille,
danke für die Richtigstellung. Im letzten November war das noch kein Problem…dann wissen wir für das nächste Mal Bescheid…

Gruss
Ranger1968
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201526. Sept. 2023 · #36
@Ranger:
Tatsächlich ist Barzahlung in den Bussen nicht möglich. Ohne jene Buskarte hast du keine Chance... 😗 Ich würde jedem empfehlen, der Busfahren möchte, diese Karte gleich nach Ankunft im ersten Supermarkt zu kaufen, wo es möglich ist. Wir haben zu Beginn mehrere Leute Karten kaufen sehen und noch überlegt. Wenn die Dinger auf Praslin ausverkauft sind, hast du keine Möglichkeit einen Bus zu nutzen.

@Sille:
Danke für deine Info und Richtigstellung! Ich war jetzt schon kurz am Überlegen, ob wir uns das Theater mit dem Kartenkauf hätten sparen können... 😗
Solche Infos sind der Grund, warum ich hier überhaupt von unseren Erfahrungen schreibe. In den Reiseführern wird die Karte nämlich noch gar nicht erwähnt. Wenn man beispielsweise nur 3 Tage auf der Insel zur Verfügung hat, kann das Wissen um die eventuell knappe Verfügbarkeit der Buskarten durchaus wichtig sein... 😉

Gruß
Bianca
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Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201527. Sept. 2023 · #37
Von der Grande Anse zur Black Pearl Ocean Farm

Auf Praslin befindet sich die Black Pearl Ocean Farm, die einzige Perlenzuchtfarm im Indischen Ozean, in der schwarze Perlen gezüchtet werden. Ich habe mir im Vorfeld in den Kopf gesetzt, die Perlenfarm zu besuchen und hier eine Perle zu kaufen.
Dafür sind wir mit dem Bus zur Grande Anse gefahren. Hier wollen wir nach einem Einkauf im Supermarkt am Strand essen und dann weiter zur Perlenfarm laufen.

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Der „gemütliche“ Spaziergang dauert länger als erwartet. Und wir haben das Gefühl, wir sind die einzigen Menschen hier am Strand.
Vielleicht ist es die falsche Inselseite zur falschen Jahreszeit…? Trotz der Einsamkeit und paradiesischen Umgebung ist die Stimmung irgendwie seltsam.

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Das Unternehmen wird begleitet vom Murren und Fluchen unserer Söhne… 😗 Ich muss zugeben, dass ich die Entfernung und natürlich auch das feucht-warme Klima am Mittag unterschätzt habe. 😐 Zudem sind wir einfach zu früh aus dem Bus ausgestiegen…
Die Perlenfarm befindet sich direkt am Flughafen. Wir betreten den kleinen Shop und sind auch hier die einzigen Gäste.

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Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass man Eintritt zahlt, um etwas über die Zucht der Black Lip Oyster zu erfahren. Wir brauchen keinen Eintritt zu bezahlen, erfahren aber auch nichts über die Perlenzucht. 🤨 Hm, das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt, aber es besteht immer noch der Plan, eine Perle zu kaufen. Natürlich präsentieren sich sämtliche der gezeigten Perlen in verschiedenen Grau- und Silber-Nuancen. Was ja kein Wunder ist, da es sich hier schließlich um eine Zuchtfarm von schwarzen Perlen handelt. 😉 Nur blöd, dass mir das „Gräuliche“ überhaupt nicht steht und ich tatsächlich gehofft hatte, hier auch eine echte weiße Perle zu bekommen. So muss die Dame Kästchen um Kästchen voller Perlen zeigen, und ich kann leider immer nur mit dem Kopf schütteln. Matthias ist leicht genervt, Lenni und Matthis sitzen schon draußen vor dem Laden und warten nur noch darauf, dass wir endlich zurückfahren. Schließlich holt sie einen letzten Kasten hervor, in dem tatsächlich zwischen all den silbrig-dunklen Perlen eine einzige helle und für mich wunderschöne, champagnerfarbene Perle schimmert. 🤩 Die muss es sein! Klar, es ist das Kästchen mit den größten und damit auch teuersten Perlen, aber das ist mir egal. Wir müssen noch auf das Echtheits-Zertifikat warten und ich darf mir als Geschenk noch eine weitere Perle aussuchen, die ich meiner Freundin schenken möchte.

Im Anschluss werfen wir noch schnell einen Blick auf die Aquakulturanlagen für die Riesenmuschel „Tridacna Maxima“, die hier für den Export nach Europa und USA gezüchtet wird. Informationen gibt es leider auch dazu nicht.

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Glücklicherweise gibt es hier am Airport eine Bushaltestelle und wir müssen nicht allzu lange auf einen Bus zurück Richtung Côte d´Or warten.

Fazit:
Meine Erwartung, hier etwas über die Perlenzucht zu erfahren, hat sich leider nicht erfüllt. Wer auf der Suche nach Schmuck oder einzelnen Perlen ist, die es hier ab 25 Euro gibt, der kann hier fündig werden.
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2'191 Beiträge · seit 201627. Sept. 2023 · #38
Hallo Bianca,

was hast Du denn mit der Perle gemacht? Hast Du die in Deutschland fassen lassen? Falls ja, vielleicht magst Du von der Kette/Ring ein Bild schicken. Würde mich interessieren.

Was hat denn Deine Perle gekostet? 25 EUR finde ich jetzt nicht so wild.

Ich liebe auch Perlenketten und meine waren immer wesentlich teurer.... Aber ich habe null Plan von Perlen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201528. Sept. 2023 · #39
Hallo Gabi,

meine Perle habe ich tatsächlich direkt nach unserer Reise zum Goldschmied gebracht und ganz klassisch in Gold einfassen lassen. Ich werde morgen mal ein Foto machen... 😉
Meine Perle hat das Zehnfache von den kleinen, günstigen Perlen gekostet. 😗 Es ist aber auch meine erste echte Perle...
Aber man bekommt dort Perlen ab 25 Euro.
LG
Bianca
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Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201528. Sept. 2023 · #40
Liebe Gabi,
das ist aus der Perle geworden:
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Liebe Grüße
Bianca
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