mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201302. Nov. 2022 · #21
Ein Stück geht heute noch... wir sind ja noch nicht am Ziel angekommen. Am frühen Abend liegt dann endlich völlig offen in der Landschaft das Zeltcamp vor uns.
Und bietet einen herrlichen Blick in die Weite ...
... und den Sonnenuntergang. Wir lieben es jetzt schon!
Auch wenn es "einfach" ist und kein Luxuscamp, so fehlt es an nichts.
Nach dem Essen haben sich die Wolken weitgehend verzogen. Die Sterne zeigen sich und ich packe mein Stativ und das nötige Equipment aus. Einer der Camp Mitarbeiter erklärt sich bereit, mit mir in die Dunkelheit zu gehen und auf mich aufzupassen - tatsächlich bewaffnet mit Gift-Pfeil und Bogen! (wirklich! 🤩 ) Nach einigem Justieren und einer Reihe von Bildern war ich erst mal zufrieden. Die eigentliche Arbeit aus rund 30 Fotos eines zu machen, kam dann erst daheim und ich muss sagen, dass ich im Nachhinein nicht nur froh bin, die dafür nötigen 2-3 kg zusätzliches Gepäck mitgeschleppt zu haben, sondern auch, dass ich diesen Abend dafür genutzt habe! Der Abend sollte auch noch seine Tücken haben, aber das ist eine Geschichte, die ich später erzähle, evtl. auch außerhalb des eigentlichen Reiseberichts. Hier ist erstmal der Sternenhimmel über der Serengeti:
picco6'372 Beiträge · seit 201103. Nov. 2022 · #22
Hoi Mike
mike303 schrieb:Hier ist erstmal der Sternenhimmel über der Serengeti:
Was für ein wunderschönes Bild! Das würd ich mir gern auf 1,5m-Leinwand übers Bett hängen... Hast Du noch etwas Infos wie Du das mi welcher Ausrüstung gemacht hast?
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201303. Nov. 2022 · #23
Hallo Picco, Danke für das Lob! Zum Bild: Eos R5 (es geht aber mit jeder modernen Kamera mit großem Sensor, idealerweise Vollformat) und ein lichtstarkes Ultraweitwinkel wie z.B. Samyang 14mm f/2.4. Das Objektiv muss gut zentriert sein und für solche Zwecke geeignet. Viele Weitwinkelobjektive zeigen störende Effekte wie Abberationen oder Coma. Wichtig sind natürlich die Bedingungen, wie klare Luft, fehlende Lichtverschmutzung, gute Sicht auf die Milchstrasse und Dunkelheit. Es gibt einige Apps, die bei der Planung hilfreich sind. Das ganze aufs Stativ, manuell scharf gestellt und dann hintereinander eine Bilderserie gemacht (hier ca. 15]. Belichtung: je 15sec bei ISO3200 und Blende 2.8 (oder ganz ähnliche Daten), dabei sollten sämtliche Kamerafunktionen zur Rauschunterdrückung aus sein! Rawformat ist dabei natürlich Pflicht. Danach nochmal so eine Serie mit gleichen Einstellungen unter gleichen Bedingungen mit Objektivdeckel als Dunkelbilder. Die Bilder wurden dann ohne große Bearbeitung nach Tiff konvertiert und mit Sequator gesteckt. Das Ergebbnis wurde danach in Lightroom bearbeitet und zur Qualitätsverbesserung der Vordergrund in Photoshop mittels separater Ebene durch eines der Einzelbilder ersetzt, der war nach dem Stacken nicht optimal. Es ist also nicht einfach nur hinhalten und Abdrücken 🙂 Aber man bekommt mit etwas Mühe auch mit kleineren Kameras beeindruckende Ergebnisse hin. Übrigens eignet sich Leinwand meiner Meinung nach nicht so gut für ein solches Bild, da wird zu viel verschluckt.
Zum Camp: Was genau möchtest du Wissen? Am einfachsten nenne ich das Reisebüro: ServicePlus Reisen. Der Chef, Volker Schmidt hat das Camp mit aufgebaut und kann vermutlich die besten Infos geben. Wichtig: Es ist ein mobiles Camp! Es wird mehrfach im Jahr umziehen. Im September lag es nicht allzuweit vom Mara-Fluss entfernt. Die Alternativen Standorte kenne ich nicht, aber sie werden ähnlich schön liegen. Viele Grüße Michael
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201303. Nov. 2022 · #24
Wie angedeutet wurde es später noch unangenehm... Die Fenster im Zelt waren rundum noch offen (das abendliche Schließen von außen durch das Camp Team wurde aber umgehend als Optimierung aufgenommen). Also bin ich mit Stirnlampe einmal ums Zelt geschlichen und habe sie geschlossen. Dabei bin ich dann im Dunkeln in ein Loch gestolpert (wer Zeltcamps kennt, hat vielleicht eine Vorstellung, was das sein könnte 🤢). Das war schon schlimm genug, aber beim Stürzen habe ich mich mit einer Hand abgefangen und dabei genau einen auf dem Boden liegenden Zweig eines Strauchs getroffen. Kennt ihr afrikanische Sträucher? Es gibt kaum welche ohne extreme Dornen und auch dieser war von der ganz bösen Sorte. Ich hatte von der Daumenspitze bis hinter das Armband der Uhr (vermutlich hat mich das Metall-Armband vor noch Schlimmerem bewahrt) eine Reihe schmerzhafter Einstiche, doch nur einer tat richtig übel weh. Zurück im Zelt wurde erst mal desinfiziert. Die Schmerzen wurden immer heftiger und im Licht der Stirnlampe zeigte sich, daß im Handballen wohl ein Dorn knapp unter der Hautoberfläche abgebrochen war. Nach dem Freilegen der Einstichstelle konnte ich ihn aber mit einer Pinzette nach einigen Versuchen rausziehen. Das Ding steckte richtig fest knapp 1,5 cm im Muskel. Glücklicherweise hatten wir in der Reiseapotheke ein Antibiotikum, um eine Entzündung direkt am Start der Reise zu verhindern. Das wird mir lange in Erinnerung bleiben! Und es zeigt, dass es gut ist, wenn man in der Reiseapotheke so einige Dinge, wie Desinfektionsmittel, Pinzette, und einiges mehr dabei hat. Aber es ist in Summe ja nochmal gut gegangen, die schlimmsten Schmerzen haben nach dem Entfernen des Dorns nachgelassen, aber ich hatte noch einige Zeit etwas davon. Was bleibt ist der gut gemeinte Rat: Haltet euch von Dornen fern und schaut ganz genau, wo ihr hintretet!
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201303. Nov. 2022 · #25
Tag ??? - Jetzt gehts mir schon beim Schreiben so wie vor Ort, die Zeit ist gar nicht so wichtig - jedenfalls gehts in dieser Etappe an den Mara-Fluss Die Nacht ist überstanden und die unschöne Aktion vom Vorabend soll bald von interessanten Tierbeobachtungen in den Hintergrund gedrängt werden, die Schmerzen sind zwar noch da, aber es ist wenigstens "nur" die linke Hand. Nach dem Frühstück werden schnell wieder die Autos gepackt, das Gepäck-Tetris klappt inzwischen recht gut, aber es hätte wirklich niemand mehr mitnehmen dürfen! Unterwegs sehen wir einige Tiere und legen immer wieder für Fotostopps ein.
Einer unserer Mitreisenden wird langsam nervös und mag keine Bilder mehr machen, wir wollen nichts verpassen! Unser Fahrer bleibt gelassen, als hätten wir alle Zeit der Welt (oder als hätte er einen genauen Plan! 😁 ) Und je näher wir an den Fluss kommen, desto mehr Gnus sehen wir.
Aber wenn die alle auf dieser Seite sind, dann müssen wir wohl auf die andere Seite.
Rund um die Brücke lauern Krokodile und der ein oder andere Tierkadaver hat sich an der Brücke verfangen - kein schöner Anblick!
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201303. Nov. 2022 · #26
Auf der anderen Seite angekommen beobachtet unser Fahrer das gegenüberliegende Ufer und parkt dann irgendwann ein ganzes Stück vom Ufer weg. Man sieht dort einige Tiere, die auf und ab laufen, Unser Mitfahrer wird immer nervöser, denn in der Nähe stehen noch einige andere Autos mit vermeintlich besserem Blick und unser Fahrer zeigt keine Anstalten irgendetwas an dieser Situation zu ändern. Irgendwann fahren wir dann nochmal ein paar km zurück und parken wieder "ganz ungeschickt". Die Stimmung im Auto wird langsam angespannter 😊 . Irgendwann gibt unser Guide uns die Erklärung (ok, ich kannte sie vorher): Solange die Gnus nicht mit der Querung begonnen haben, müssen sich alle Fahrzeuge "versteckt" halten, um die Tiere nicht zu beeinflussen. Und es gibt einige typische Positionen für die Querung. Anhand der Bewegungen erkennt Raimond, wo es vermutlich bald losgeht und fährt wieder an den ersten Punkt - und parkt natürlich wieder im Gebüsch. Die Stimmung ist zwar nun etwas besser, aber es hätte sicher noch einen taktisch besseren Busch gegeben! 😛 Auf der anderen Seite drängen sich die Tiere immer mehr, sollte sich nun etwas tun? Wir haben langsam die Hoffnung, dass wir doch noch etwas zu sehen bekommen. Immerhin sind wir spät im Jahr hier und ausgerechnet dieses Jahr hat die Migration in diese Richtung etwas früher begonnen.
Immer wieder trauen sich einzelne Tiere ein Stück den Hang hinunter und drehen wieder um. So vergehen gefühlte Stunden - vermutlich war es aber nicht wirklich lang. Und irgendwann ist es dann soweit: Die ersten Tiere sind im Wasser!
Und jetzt bricht die Hölle los. Und zwar auf beiden Seiten. Drüben sind die Gnus nicht mehr aufzuhalten und auf unserer Seite tauchen aus jedem Busch Safari Fahrzeuge auf und preschen in Richtung Ufer, um sich in eine gute Position zu bringen. Das es dabei keine Verletzten gab, grenzt an ein Wunder! In guter Position (Die Stimmung ist wieder gut!!) können wir nun das Glück erleben und die Flussquerung einer kleinen Herde (laut Guide nur ca. 3000-6000 Tiere) beobachten.
Besonders spektakulär sind die Sprünge, die die Gnus vollbringen... 🤩
Was für ein unglaubliches Erlebnis!!!!
Übrigens ging es recht friedlich zu. Nur ein Flußpferd fühlte sich sichtlich gestört und wenige Krokodile schauten sich das Treiben an. Vermutlich haben die sich alle in den letzten Wochen bereits den Bauch vollgeschlagen und gaben diesen Nachzüglern nun die Chance sicher auf die andere Seite zu gelangen. Wir haben nur ein Gnu entdeckt, dass sich mit einer Verletzung ans Ufer zurück gerettet hat und den Tag vermutlich nicht überstanden hat.
Enilorac65770 Beiträge · seit 201704. Nov. 2022 · #27
Wow, was für ein Erlebnis! So tolle Bilder! Hattet ihr keine Probleme mit Tsetsefliegen?
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Nov. 2022 · #28
Nein, wir haben tatsächlich nur einzelne Exemplare gesehen. Aber wir haben auch immer die freiliegenden Hautbereiche (Hals, Knöchel, Arme) mit einem guten und sicher nicht sehr gesunden Insekten-Abwehrspray eingesprüht. Und natürlich haben wir auch ein wenig aufgepasst, wenn mal ein paar mehr Fliegen ins Auto kamen - das waren aber meistens nur normale Fliegen.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Nov. 2022 · #29
Nach diesen Eindrücken, steht nun wieder eine längere Strecken in Richtung Zentral-Serengeti an, was zwar lang aber keineswegs langweilig sein muss. Die Route führt zunächst noch am Fluss mit den typischen Tieren entlang.
Was für eine Weite!
Irgendwo gab es dann am frühen Nachmittag einen kleinen unscheinbaren Picknickplatz mit Toiletten (wie gesagt, die Guides haben immer versucht, zwischendrin solche Plätze anzufahren). Und zu unserer Überraschung gab es hier mitten in der Weite der Serengeti freies WLan! Das ist kaum zu glauben, denn bei uns in D. kann man selbst auf den großen Autobahnen nicht ohne Unterbrechungen telefonieren. Also Zeit für ein paar Handybilder an die Familie ...
Kurz darauf fanden wir dann sogar einen Geparden, der sich das einzige Bäumchen als Schattenplatz gesucht hatte.
Und natürlich noch so einige andere Tiere, auch wenn wir eigentlich nur Strecke machen wollten.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Nov. 2022 · #30
Und noch ein paar Impressionen
Zu unserer Überraschung gab es immer mal wieder einen kleinen Fluss oder Tümpel mit komplett anderer Vegetation.
Und kurz vor dem Ziel, unserem Camp für die nächsten 3 Nächte, zeigte sich, dass die Trockenzeit nun bald vorbei sein würde.
Was für ein Tag! Alleine dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt. Wir hatten es eigentlich kaum zu hoffen gewagt, noch eine Flussquerung der Gnus zu sehen, immerhin war schon Ende September und in diesem Jahr waren sie um einiges früher dran. Auch am Abend war diese Erlebnis fast das einzige Thema, und es wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Hallo Mike, ich habe mich schnell noch einmal bei Euch mit in den Wagen rein gedrängt 😉 Bisher hat es mich immer nur nach Namibia gezogen, aber die Mara mit ihren crossings sind schon etwas ganz Besonderes. Vielleicht schaffe ich es ja noch mal, und bis dahin lese ich gern hier Deinen Reisebericht. Deine Art zu schreiben gefällt mir 🙂 Aber vor allem ein ganz großes Lob für Deine Fotos ! Ich fotografiere auch und weiß, wie schwer es teils ist in der wildlife-Fotografie. Das formatfüllende Büffelbild finde ich klasse, aber absolut grandios finde ich Dein Bild vom "fliegenden" Gnu !! Besser kann man es kaum machen ! Jetzt freue ich mich schon auf weitere Erlebnisse und Fotos. VG Anni
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Nov. 2022 · #34
Hallo Anni, willkommen an Bord (alle anderen natürlich auch!). Und danke für euer Lob, dann hat sich die Arbeit der Bildbearbeitung ja gelohnt. Da ich nur im RAW Format fotografiere, kommt da immer nach dem Urlaub eine Menge Arbeit, aber natürlich erst, wenn die ersten zwei Runden Aussortieren durch sind. Diesmal waren es rund 14.000 Bilder, die erstmal katalogisiert, gesichtet und bewertet werden mussten, aber das gehört halt zum Hobby dazu. Ich habe mich nur etwas geärgert, als einen Tag nachdem ich fertig war, ein Softwareupdate kam, mit dem ich viele Stunden Arbeit hätte sparen können. Aber so konnte ich etwas länger die Urlaubserinnerungen genießen. Ich verspreche, es kommen in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder, auch wenn die Story dazu recht simpel mit einem Wort erzählt ist: "Pirschfahrt". VG Michael
Das fliegende Gnu ist atemberaubend. Für mich wäre das ein geeignetes Foto für einen Fotowettbewerb. Meine Stimme hättest du!
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201305. Nov. 2022 · #37
Da sind wir nun also im zweiten Zeltcamp in der Serengeti (Serengeti Pure tented camp). Das ist wieder genau, wie wir es mögen. Es ist alles da, aber kein völlig übertriebener Luxus, wie man es oft sieht - wir sind ja schließlich wegen der Tiere und der Natur da. Wellness kann man woanders haben. Und natürlich ist in Afrika nicht alles ganz 100% perfekt, alle Zelte haben einen stabilen Dielenfußboden, aber man hat den Hang beim Bau nicht mit der Wasserwaage eingeebnet, so dass alle Zelte ganz leicht abfallen. Das ist nicht schlimm und auch keine Kritik, aber wenn man sich im Stehen die Schuhe ausziehen will, oder nachts mal in Richtung Toilette stolpert, dann fühlt es sich irgendwie komisch an. 🙄 Aber genau solche Kleinigkeiten machen auch irgendwie den speziellen Charme aus! In Deutschland gibt es Hotels mit besonders schiefen Böden, in denen man für dieses Erlebnis sogar bezahlt!
Zum Abendessen war es schon fast dunkel, das beleuchtete "Haupt- und Restaurant-Zelt" wirkt inmitten der wilden Natur fast schon unwirklich.
Und drinnen warten bereits die gedeckten Tische auf uns.
Was mir im Nachhinein bei allen unseren Unterkünften, ob Lodge oder Zeltcamp aufgefallen ist: Die Betten waren ungewöhnlich lang. Normalerweise leide ich mit einer Länge von über 1,90m im Urlaub immer unter zu kurzen Betten. In Tansania hat es immer gepasst! Noch ein Grund wieder zu kommen!!! 🙂
Dann lege ich direkt noch ein Bild vom nächsten Morgen nach, bevor es im nächsten Teil wieder auf Safari geht. Die Blickrichtung ist im Gegensatz zum letzten Camp in Richtung Osten ausgerichtet, so dass sich hier beim Frühstück ein wunderbarer Sonnenaufgang bietet,
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201305. Nov. 2022 · #38
Direkt danach ging es natürlich wieder los. Man weiß nie was kommt, manchmal zeigen sich nur wenige Tiere aber auch die Landschaft hat insbesondere im Morgenlicht ihre Reize.
Aber nur ein paar km vom Camp haben wir Glück, ein recht großes Rudel Löwen liegt auf beiden Seiten der Piste.
Und eine Löwin läuft gemütlich direkt an uns vorbei.
Wir stehen eine ganze Zeit dort und genießen es einfach nur, ganz alleine dieses Rudel zu beobachten. Aber irgendwann reißen wir uns doch los und unser Guide entdeckt in einem Baum ganz versteckt diese Eule. Die hätten wir niemals gefunden, erst nach mehrfachen Erklärungen und Navigation entlang der Äste konnten auch wir sie sehen.
Und immer wieder zeigt sich die Serengeti mit einer schier endlosen Weite. Wir hatten zwar keine konkrete Vorstellung von der Landschaft, aber sie gefällt uns viel besser als erwartet!
Und dann kündigt sich ein Stau mitten in der Wildnis an!
Da müssen wir natürlich auch hin! Es ist zwar schöner, wenn man eine Sichtung für sich alleine hat, aber für die beiden Geparde beim Frühstück nimmt man dann doch den Trubel in Kauf. Guten Appetet! 😄
Die beiden wurden glücklicherweise nicht von anderen Räubern gestört (die vielen Autos schienen ihnen völlig egal zu sein) und haben sich den Bauch so voll geschlagen, dass dieser danach weit durchhing und sie nur noch ganz gemächlich davon geschlichen sind.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201306. Nov. 2022 · #39
Es sind aber nicht nur die Raubtiere, die faszinieren, auch die Gazellen sind immer wieder schön anzuschauen.
Und sobald irgendwo ein kleiner Fluss verläuft, ist er von einer völlig anderen fast tropischen Landschaft umgeben. Dasselbe gilt auch für mehr oder weniger stehende Gewässer. Und von weitem sagt uns die Nase, ob es dort Hippos gibt.
Hier scheinen sie sich sichtlich wohl zu fühlen!
Und natürlich sind auch andere gerne am Wasser...
Ein Stück weiter findet sich die nächste Blechlawine, mal wieder ein Löwenrudel. Wie wir hören ist der Chef gerade seinen Pflichten nachgekommen, aber scheinbar hat er sich dabei so verausgabt, dass erst mal Siesta angesagt ist.
Wir verbringen hier eine ganze Weile, doch unsere Geduld wird nicht belohnt, es tut sich nichts mehr. Aber wir brauchen uns nur um 180 Grad drehen, und können eine Elefantenherde mit einigen Jungtieren beobachten. Die Autokolonne trennt Löwen und Elefanten, so dass sich beide Gruppen von den jeweils anderen nicht gestört fühlen.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201306. Nov. 2022 · #40
Irgendwann geben wir auf, die Löwen schlafen nun scheinbar alle tief und fest, da passiert jetzt wohl nichts mehr... 5 Minuten später herrscht wieder großes Gedränge 😵 - aber man kann es niemandem verübeln, auch wir wollen ja die spektakulären Szenen einfangen. Leider ist kein rankommen. Dennoch können wir aus der Ferne sehen, dass ein großes Löwenrudel einen Büffel und ein Büffelkalb gerissen haben und nun gesättigt unter den Bäumen liegen. Einzelne Jungtiere üben sich mit Unterstützung der Mutter oder Tante an der Beute.
Wir machen uns langsam auf den Rückweg in Richtung Camp, der Morningdrive hat ohnehin schon etwas länger gedauert, als geplant und die Mittagszeit ist in der Regel nicht so spannend. Die Tiere machen jetzt auch Pause im Schatten. Bei einigen lohnt sich aber auch dafür ein kurzer Stopp:
Hyänen suhlen sich im Schlamm, wirken dadurch aber auch nicht sympathischer.
Die Paviane unterstützen beim Finden des Rückweges 😛 ...
... oder nutzen die Wegweiser als Spielplatz.
Andere präsentieren sich etwas unanständiger! 😗
Nun ist erst mal eine Pause angesagt, später am Nachmittag soll es dann weitergehen.