Reisebericht: 11 Tage Safari im Norden Januar '22

Reisebericht 25 Antworten · 5'702 Aufrufe · gestartet 30. März 2022 von liene09
Themenstarter28 Beiträge · seit 201430. März 2022 · #1
Hallo zusammen,

vor ein paar Monaten habe ich das Forum mit Fragen gelöchert (danke nochmal für eure Hilfe) und nun möchte ich gerne anderen dabei helfen, einige der Fragen zu beantworten. Mein Mann und ich haben Ende Januar 3 1/2 tolle Wochen in Tansania verbracht - davon 11 Tage auf Safari im Norden Tansanias, 4 Tage in Arusha und den Rest auf Sansibar. In diesem Reisebericht nehme ich euch mit auf unsere 11-tägige Safari.

Da ich (wie bereits gesagt) vor der Reise 100 Fragezeichen in meinem Kopf hatte, dachte ich mir, dass es zunächst auch für andere Reisende sinnvoll sein könnte, ein bisschen auf allgemeine Aspekte einzugehen. Daher hier erstmal eine grobe Zusammenfassung beziehungsweise aus meiner Sicht wichtige Dinge:

Unsere Route
Tag 1: Arusha/Lake Manyara - Migombani Campsite (circa 1,5 h Fahrt)
Tag 2: Lake Manyara / Serengeti Seronera - Seronera Public Campsite (circa 6 Stunden Fahrt - 1,5 h bis NCAA Gate, dann 3,5 h bis Serengeti Gate und 1 h bis Seronera)
Tag 3: Serengeti Seronera - Seronera Public Campsite
Tag 4: Serengeti Seronera - Seronera Serena Lodge
Tag 5: Serengeti Seronera / Ndutu - Ndutu Special Campsite (circa 1,5 h Fahrt)
Tag 6: Ndutu - Ndutu Special Campsite
Tag 7: Ndutu - Ndutu Heritage Tented Camp
Tag 8: Ndutu/NCAA Simba A Campsite
Tag 9: Ngorongoro/Tarangire NP - Tarangire Public Campsite 1 (circa 3 h Fahrt)
Tag 10: Tarangire NP - Tarangire Public Campsite 1
Tag 11: Tarangire/Arusha

Safari-Anbieter: Wir haben uns nach viel Recherche für Adventure Kaskasini entschieden. Zorni hier aus dem Forum war auf ihrer Reise sehr begeistert und die Bewertungen bei Google waren sehr gut. Außerdem haben sie uns mit Abstand das günstigste Angebot gemacht. Die Besitzerin Stey's hat mir geduldig vorher alle Fragen beantwortet, mehrmals die Route mit mir umgeschmissen und kostenlos Unterkünfte für uns vorgebucht (die Lodges waren sogar günstiger als die Angebote, die ich bei den Lodges erhalten habe). Wir hatten einen alten aber guten und zuverlässigen Toyota Land Cruiser (ohne Klimaanlage) mit Dachzelt. Für uns war das Dachzelt die optimale Lösung - wir konnten trotzdem im vorderen Bereich oben aus dem Dach schauen, wie es in Tansania üblich ist und trotzdem das tolle Gefühl vom Zelten im Dachzelt genießen.

Self-Drive oder Guide: Wir waren schon als Selbstfahrer in Südafrika, Namibia, Botswana und Mozambique. Daher haben wir lange überlegt, ob wir einen Guide nehmen sollen oder nicht, haben uns aber letztendlich dafür entschieden. Nach der Reise habe ich folgende Meinung: Aufgrund der Straßenverhältnisse ist es meiner Meinung nach mit Vorerfahrung nicht notwendig, einen Guide zu haben (kann zu anderen Jahreszeiten aber auch anders sein). Aufgrund der fehlenden Orientierung empfiehlt es sich aber vor allem in der Serengeti, einen Guide zu haben. Im Lake Manyara NP, Tarangire NP und Ngorongoro wäre die Orientierung aus meiner Sicht hingegen weniger problematisch.

Übernachtung: Wir haben die meiste Zeit gecampt und zweimal in Lodges übernachtet. Die Lodges waren eine nette Abwechslung, um seine Tasche mal wieder zu sortieren und eine warme Dusche zu genießen - danach waren wir aber immer auch wieder froh, die Ruhe und Einsamkeit in der Natur beim Campen zu genießen. Generell lassen sich die Campsites nicht mit denen in im südlichen Afrika vergleichen. Es gibt deutlich weniger Comfort, dafür aber auch ein tolleres Naturerlebnis, da die Campsites nicht umzäunt sind. Es wird in den Nationalparks zwischen Public Campsites (haben Sanitäranlagen und Kochmöglichkeiten) und Special Campsites (komplett in der Natur ohne Sanitäranlagen oder anderen Einrichtungen) unterschieden.

Tsetse-Fliegen: Tsetse-Fliegen sind in Tansania verbreitete Fliegen, die Bremsen ähneln und die gefährliche Schlafkrankheit übertragen. Zu unserer Reisezeit waren sie nur in Tarangire und in der Nähe der Serena Lodge Seronera störend, ansonsten hatten wir keine Probleme damit. Wir hatten Nobite für die Haut und zum Imprägnieren der Kleidung, das hat etwas geholfen.

Bezahlung: Am besten Dollar oder Euro mit nach Tansania nehmen und dann ggf. in Tanzanian Shilling wechseln (oder in Dollar beim Safari-Anbieter bezahlen) und dann vorab schon alle Gebühren für die Nationalparks bezahlen - geht schneller und spart 1,5 Prozent Gebühren für Zahlung am Gate in den Nationalparks.

Einkauf: Am besten kauft man den Großteil in Arusha ein. Dort gibt es einen großen Markt und Supermärkte (Supermärkte sind relativ teuer). Auf dem Weg zur NCAA fährt man durch einige Dörfer, in denen man nochmal Brot etc. kaufen kann. Beim Gesundheitscenter in Seronera gibt es einen kleinen Markt, bei dem man Wasser kaufen kann (günstiger als am Main-Gate der Serengeti).

Tanken: Am besten tankt man das Auto in Arusha komplett voll. Wenn nötig kann man dann in den Dörfern zwischen Arusha und der NCAA nochmal nachtanken oder auch in der Seronera Region in der Serengeti (dort ist es etwas teurer als in Arusha, aber nicht wirklich nennenswert).

Gebühren Nationalparks: Die Preise für die Nationalpark sind sehr unübersichtlich. Wir haben vor Ort dann nochmal mehr bezahlt als eingeplant (die Gebühren für den Guide waren höher als gedacht). Grundsätzlich bezahlt man immer den Parkeintritt pro Person, eine einmalige Gebühr für das Auto, Gebühr für den Campingplatz, bei Übernachtung in einer Lodge die sogenannte Consession Fee, beim Krater zusätzlich die Gebühr für die Einfahrt in den Krater. Zu den Preisen, die im Internet stehen, muss man zudem 18 Prozent Mehrwertsteuer rechnen.

Kosten: Die Kosten für eine Safari in Tansania sind deutlich höher als in Südafrika oder Namibia. Dies liegt vor allem an den hohen Eintrittspreisen in die Nationalparks und hohen Übernachtungsgebühren. Die Kosten für den Mietwagen fanden wir hingegen verhältnismäßig günstig. Hier sind unsere Kosten für die wichtigsten Dinge (bei 11 Tagen Safari - nach oben hin sind den Preisen aber keine Grenzen gesetzt):
Flüge: 650 Euro pro Person mit Qatar Airways (mit Rückflug ab Sansibar)
Auto: 110 Dollar pro Tag inklusive Dachzelt, Camping-Equipment und Fahrer (plus Trinkgeld)
Gebühren Nationalpark: circa 2.000 Euro
Übernachtungen Nationalpark (9x Camping und 2x Lodges): circa 1.300 Euro

Serengeti/Ndutu/NCAA/Ngorongoro: Für mich war es vorher super schwierig zu verstehen, was zur Serengeti gehört, was die NCAA ist usw. Daher hier eine kurze Erklärung (Angaben ohne Gewähr - so habe ich es aber verstanden, wenn etwas falsch ist, korrigiert mich gerne):
NCAA: Ist eine Conservation Area (kein National Park), die man zwangsläufig durchquert, wenn man zum Ngorongoro-Krater oder in die Serengeti möchte. Somit muss man auch Gebühren für die Durchquerung der NCAA bezahlen. In der NCAA selbst sieht man wenige Tiere, da das Land von den Masaii bewohnt wird. Ich fand es aber landschaftlich trotzdem sehr interessant.
Ndutut: Die Ndutu-Region liegt in der NCAA (nicht in der Serengeti). Somit werden dort die Gebühren für die NCAA gezahlt.
Serengeti: grenzt an die NCAA an und besteht aus verschiedenen Bereichen (wie z.B. Seronera)
Ngorongoro Krater: Der Krater liegt in der NCAA. Die Tiere befinden sich unten im Krater und kaum drum herum. Wenn man also dort einen Stopp einlegen möchte, sollte man auch zwangsläufig die hohen Kosten für die Fahrt in den Krater aufnehmen. Übernachten kann man im Krater selbst nicht, sondern am oberen Kraterrand (von dort aus fährt man circa 20 Minuten runter in den Krater).

So das waren denke ich erstmal die wichtigsten allgemeinen Infos - solltet ihr noch Fragen haben, sagt gerne Bescheid. Morgen starte ich dann mit dem Reisebericht und würde mich freuen, wenn einige von euch dabei sind.
zuletzt bearbeitet 31. März 2022
1'737 Beiträge · seit 201030. März 2022 · #2
Hallo liene09

Erst einmal Danke für den Start zu Deinem Reisebericht.

Warum kann man beim Zelten nicht warm duschen? Einen Topf Wasser heiß machen und man kann diese Annehmlichkeit in vollen Zügen mit einem Becher auch genießen.
Die Ndutu-Region ist sowohl in der Ngorogoro Concession als auch in der Serengeti. Es gibt weiße Grenzsteine, die man nicht überfahren darf - oftmals etwas schwierig zu sehen.

Ich freu mich auf die Fortsetzung.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
2'398 Beiträge · seit 201131. März 2022 · #3
Hallo liene09,
ich bin natürlich auch dabei!
Insbesondere freue ich mich auf aktuelle Infos, da wie Ende Juni auch für 3 Wochen in der Gegend sein werden.
LG aus HH,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
6'372 Beiträge · seit 201131. März 2022 · #4
Hoi liene09

Ein Reisebericht über Tansania, da bin ich doch dabei!!!

Aber...
liene09 schrieb:Wir hatten einen alten aber guten und zuverlässigen Toyota Range Rover (ohne Klimaanlage) mit Dachzelt.
🙄 Was ist das??? 🙄
Für mich ist ein Toyota Range Rover etwa dasselbe wie ein BWM Käfer oder ein Porsche Stelvio...
Toyota ist eine Fahrzeugmarke, die unter Anderem die Modelle Hilux, die diversen Land Cruiser und den RAV4 baut, Range Rover ist ein Modell der Fahrzeugmarke 'Land Rover'...was für ein Auto hattet Ihr denn nun? (Vielleicht ein Bild?)
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 31. März 2022
795 Beiträge · seit 200731. März 2022 · #5
Hallo liene09,

ich bin auch gerne dabei und freue mich auf diesen, mir bisher noch unbekannten Teil von Tansania. Besonders auch da Januar/Februar meine bevorzugten Reisemonate sind und ich daher gespannt bin, wie Ihr Tansania zu dieser Zeit erlebt hat. Danke schon einmal für Deine Mühe mit dem Bericht und ich freue mich auf Eure Fotos und Erlebnisse. 🙂

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter28 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #6
Botswanadreams schrieb:Hallo liene09
Warum kann man beim Zelten nicht warm duschen? Einen Topf Wasser heiß machen und man kann diese Annehmlichkeit in vollen Zügen mit einem Becher auch genießen.
Die Ndutu-Region ist sowohl in der Ngorogoro Concession als auch in der Serengeti. Es gibt weiße Grenzsteine, die man nicht überfahren darf - oftmals etwas schwierig zu sehen.

Ich freu mich auf die Fortsetzung.
Da hast du natürlich Recht - wir haben aber auf diesen "Luxus" verzichtet bei den Special Campsites und stattdessen Katzenwäsche in der Toilette des "Flughafens" gemacht. Und danke für die ergänzende Info zur Ndutu-Region - wie ich ja schon geschrieben hatte, sind meine Angaben ohne Gewähr. 😄
picco schrieb:Hoi liene09
Für mich ist ein Toyota Range Rover etwa dasselbe wie ein BWM Käfer oder ein Porsche Stelvio...
Toyota ist eine Fahrzeugmarke, die unter Anderem die Modelle Hilux, die diversen Land Cruiser und den RAV4 baut, Range Rover ist ein Modell der Fahrzeugmarke 'Land Rover'...was für ein Auto hattet Ihr denn nun? (Vielleicht ein Bild?)
Oh na da hat sich ja bei mir ein interessanter Fehler eingeschlichen 😄 Änder ich natürlich oben im Beitrag (es war ein Land Cruiser) . Danke für den Hinweis.
zuletzt bearbeitet 31. März 2022
105 Beiträge · seit 201831. März 2022 · #7
Super, Tansania interessiert mich auch "noch immer".

Sonst würde ich aktuell ja auch keine Fragen stellen 😉

Also immer her mit den Informationen und tollen Bildern

VG
Schoggi
Themenstarter28 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #8
So, es geht los mit dem Reisebericht:

Tag 0: Ankunft in Arusha
Wow, die letzten Tage waren wirklich nervenaufreibend - der erste Flug seit 2 Jahren und in Zeiten wie diesen gibt es ja einiges zu beachten. Was haben wir uns (oder eher ich) verrückt gemacht, ob der PCR-Test auch negativ ist und wir wirklich alle notwendigen Dokumente haben. Als wir dann endlich im Flieger saßen, konnte ich kaum glauben, dass es wirklich los geht. Der Flug mit Qatar Airways war sehr angenehm - auf der ersten Strecke noch ganz leer und dann aber zum Kilimanjaro Airport ziemlich voll - es wollen wohl doch Einige nach Tansania.

Am Flughafen holt uns Selemani, ein Lehrer einer lokalen Schule, (die wir von Deutschland aus unterstützen und auch nach der Safari noch besucht haben) ab. Dank ihm haben wir den lokalen Vorteil und zahlen statt 50$ für das Taxi nur 20$ - Glück gehabt. Vom Flughafen geht es direkt ohne Pause weiter zur Schule, um einige Spenden aus Deutschland abzugeben und dann kurz zum Hotel. Wir haben uns für das Charity Hotel entschieden, da es günstig war und gute Bewertungen hatte. Es hat eine tolle Gartenanlage, die Zimmer sind nichts besonderes aber für den Preis ist es in Ordnung für eine Nacht. Beim Hotel warten schon unser Guide Melvin mit einem Manager von Adventure Kaskazini, um mit uns einzukaufen und Geld abzuheben. Beim Geldtausch/Geld abheben gab es ein paar Probleme bei uns, sodass wir trotz eigentlich kostenloser Geldabhebung weltweit einiges an Gebühren zahlen mussten. Deshalb mein Tipp: Hebt genügend Geld vorher in Deutschland ab oder wechselt bereits in Deutschland Dollar - das spart euch einiges an Zeit und Nerven. Bei der ganzen Vorbereitung und den 100 Sachen, an die man vorher denken muss, ist ausgerechnet dieser wichtige Punkt bei mir untergegangen. Nun gut, Haken dran und vergessen, ändern kann man es eh nicht. Abends essen wir noch im Restaurant von unserem Hotel und gehen dann früh schlafen - der lange Flug hängt uns in den Knochen.
Themenstarter28 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #9
Und weil es so schön ist, gleich auch noch der erste Safaritag:

Tag 1: Lake Manyara Nationalpark
Übernachtung: Migombani Campsite (15 $ pro Person)
Gebühren Nationalpark: 135 $ für 2 Personen plus Fahrer)


Pünktlich um 8 Uhr holte uns Melvin am Hotel ab. Wir machen einen kurzen Abstecher zum lokalen Markt, um noch frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Wir sind mitten im Getümmel und freuen uns über die vielen Eindrücke.
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Dann noch schnell tanken (in so ein Auto passen ganz schön viele Liter) und ab geht es in Richtung Lake Manyara National Park. Der Weg führt durch zahlreiche kleine Dörfer und wir genießen es, endlich wieder das wuselige Treiben in einem afrikanischen Land in uns aufsaugen zu können.
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Nach circa 1,5 Stunden kommen wir am Gate des Lake Manyara National Parks an und bezahlen am Gate unsere Gebühren (hier geht das sogar ziemlich unproblematisch und ohne große Zeitverzögerung). Man kann von hier aus auch eine Tour durch die Baumwipfel über Hängebrücken starten, die wohl sehr lohnenswert sein soll. Da wir den Preis von 50 $ pro Person aber ziemlich happig finden und auch nur einen Tag haben, um den Park zu entdecken, entschließen wir uns dagegen.

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Das erste gesichtete Tier - ein schönes Dikdik

Los geht es also mit dem ersten Game Drive. Schon nach kurzer Zeit sehen wir die ersten Tiere: ein Dikdik, Affen, Zebras und “unseren” ersten Elefanten. Zur Mittagszeit steuern wir einen Picknickplatz an. Wir sind (wie so oft in afrikanischen Ländern) überrascht, dass dort ein Mitarbeiter sitzt, der die Sanitäranlagen und den Platz sauber hält - wie viele Gäste er wohl momentan pro Tag zu sehen bekommt?
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Der Lake Manyara Nationalpark ist ziemlich stark bewaldet. Einen Großteil der Fläche nimmt zudem der Lake Manyara ein. Für den Einstieg fanden wir den Park sehr schön, mehr als einen Tag muss man dort aber aus meiner Sicht nicht einplanen. Die berühmten tree-climbing-lions sehen wir übrigens nicht aber schonmal ein kleiner Spoiler: Das ist auch nicht weiter schlimm, das Verhalten sieht man mittlerweile auch in anderen Gegenden.

Gegen späten Nachmittag schließen wir unseren ersten Safari-Tag ab und sehen kurz vor der Ausfahrt nochmal einen Elefanten in toller Landschaft. (Bild siehe Anhang - ich konnte es leider nicht nachträglich hier einfügen)

Glücklich machen wir uns auf den Weg zur nahe gelegenen (außerhalb vom Park) Migombani Campsite. Der Platz wird von Masaii betrieben, ist super gepflegt und liegt landschaftlich wunderschön. Ein weiteres großes Plus: Der tolle Swimmingpool mit Blick auf den Lake Manyara. Für uns definitiv der schönste “richtige” Campingplatz unserer Reise. Wir genießen den Ausblick und die Abkühlung im Pool und gönnen uns dann im Restaurant ein Abendessen (die nächsten Tage steht ja immer selbst kochen auf dem Plan). Das Essen war in Ordnung aber nichts besonderes - wir hätten also auch gut und gemütlich selbst kochen können.

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zuletzt bearbeitet 31. März 2022
925 Beiträge · seit 201605. Apr. 2022 · #10
Hallo,

vielen Dank für deinen Bericht. Verstehe ich das richtig, dass ihr euren Fahrer lediglich als Fahrer und Guide hattet und euch um alles andere (Einkäufe/Einkaufsplanung, Bezahlung der Eintritte etc, Kochen..) selbst gekümmert habt? Wenn ja, war denn der Aufpreis zu "full catered" so hoch? Gerade dass einem diese unangenehmen Dinge abgenommen werden, würde ich - neben der Ortskenntnis - als den wesentlichen Vorteil einer Tour mit Fahrer ansehen. Ich weiß, dass diese Art zu reisen (also den Fahrer "nur" als eine Art "Taxifahrer" zu nutzen und sich um alles andere selbst zu kümmern) anderswo, z.B. in Madagaskar, absolut üblich ist. In Tansania kannte ich bisher nur die Differenzierung Selberfahren und alles selber machen/Gefahren werden und sich um nichts kümmern müssen - spannend dass es auch einen Mittelweg zu geben scheint.

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
104 Beiträge · seit 201605. Apr. 2022 · #11
Hallo liene09

Da bin ich doch gerne auch dabei 🙂
343 Beiträge · seit 200605. Apr. 2022 · #12
eigentlich haben wir ja keine zeit ....

aber egal, ... wir sind auch dabei

es wird bestimmt schön 😉
Themenstarter28 Beiträge · seit 201408. Apr. 2022 · #13
fidel schrieb:Hallo,

vielen Dank für deinen Bericht. Verstehe ich das richtig, dass ihr euren Fahrer lediglich als Fahrer und Guide hattet und euch um alles andere (Einkäufe/Einkaufsplanung, Bezahlung der Eintritte etc, Kochen..) selbst gekümmert habt? Wenn ja, war denn der Aufpreis zu "full catered" so hoch? Gerade dass einem diese unangenehmen Dinge abgenommen werden, würde ich - neben der Ortskenntnis - als den wesentlichen Vorteil einer Tour mit Fahrer ansehen. Ich weiß, dass diese Art zu reisen (also den Fahrer "nur" als eine Art "Taxifahrer" zu nutzen und sich um alles andere selbst zu kümmern) anderswo, z.B. in Madagaskar, absolut üblich ist. In Tansania kannte ich bisher nur die Differenzierung Selberfahren und alles selber machen/Gefahren werden und sich um nichts kümmern müssen - spannend dass es auch einen Mittelweg zu geben scheint.

Viele Grüße
fidel
Hallo fidel,
die Bezeichung "Taxifahrer" würde Melvins Wissen über die Gegend und die Tiere sicher nicht Gerecht werden aber ich verstehe, was du meinst 🙂 Ja, wir haben uns um alles andere selbst gekümmert - da wir wie ich geschrieben hatte in der Vergangenheit immer auf eigene Faust gereist sind, kam uns die Vorstellung, uns bekochen zu lassen und um nichts kümmern zu müssen ziemlich absurd und "langweilig" vor - und es hat auch wirklich Spaß gemacht, zusammen mit Melvin abends zu kochen und gemütlich zusammen zu sitzen.
Themenstarter28 Beiträge · seit 201408. Apr. 2022 · #14
Weiter geht's:

Tag 2: Fahrt vom Lake Manyara in die Serengeti/Seronera
Übernachtung: Public Campsite Seronera - 35 $ pro Person
Gebühren Nationalpark: 70$ pro Person für die Durchfahrt durch NCAA, 70$ pro Person für Serengeti plus 20.000 TZS pro Auto

Aufwachen mit Blick aus dem Dachzelt auf den Lake Manyara - geht es uns gut. Danach springe ich noch schnell in den Pool und mein Mann bereitet für uns das Frühstück vor - Toast mit Marmelade und Peanut-Butter. 😄 Danach noch schnell Melvins Zelt verstaut und los geht es in Richtung NCAA-Gate. Auf dem Weg halten wir an einem der zahlreichen Souvenirshops an, entschließen uns aber erstmal dagegen, etwas zu kaufen - wir können auch auf dem Rückweg nochmal halten. Auf die NCAA bin ich sehr gespannt. Hier im Forum habe ich häufig gelesen, wie enttäuscht die Leute von dem Gebiet waren, dementsprechend niedrig sind meine Erwartungen.

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Da ich mich aber vorher schon damit abgefunden habe, dass wir für die Durchfahrt die hohen Kosten zahlen müssen, bin ich sogar positiv überrascht: Wunderschöne grüne Landschaft und zahlreiche Masaii-Dörfer ziehen an uns vorbei.

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Dann halten wir an einem Aussichtspunkt an und plötzlich liegt der Ngorongoro-Krater vor uns - wow, was für ein unglaubliches Gefühl, diese wunderschöne Landschaft bewundern zu dürfen. Ich bin wirklich überwältigt von der Schönheit der Natur und kann es kaum fassen, dass wir zu diesen Zeiten wirklich das Glück haben, so einen schönen Flecken Erde bereisen zu dürfen. Melvin entdeckt aus dieser großen Entfernung im Krater zwei Nashörner - ich habe selbst mit dem Fernglas Probleme, sie zu entdecken.
Weiter geht es in Richtung Serengeti-Gate. Auf dem Weg sehen wir einige Zebras, Büffel und Giraffen und je näher wir dem Gate kommen, desto größer werden auch die Gnu-Herden. Der ganze Horizont ist gespickt mit kleinen schwarzen Punkten und im ersten Moment weiß man gar nicht, ob es wirklich die riesigen Herden oder Bäume sind.

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Nachdem wir die Gebühr für die kommenden Tage in der Serengeti bezahlt haben, geht unser Abenteuer in der Serengeti los. Wir können unseren Augen kaum trauen, als wir bereits nach wenigen Minuten direkt am Straßenrand zwei männliche Löwen sehen, die unter einem Baum der Mittagssonne entkommen. Und nur wenige Minuten später sehen wir weitere Löwen - jetzt wissen wir, was Melvin damit meinte, dass wir unzählig viele Löwen sehen werden.



Die späte Mittagspause verbringen wir beim Seronera visitor information center - dort kann man für kleines Geld ein einfaches aber leckeres Mittagessen bekommen (es steht nirgendwo ausgeschildert aber man kann einfach bei dem kleinen Stand danach fragen). Anschließend schauen mein Mann und ich uns noch den interessanten Lehrpfad über die Serengeti an, der durch Kopjes führt und lernen einiges über Land und Leute.

Weiter geht es mit dem nächsten Gamedrive und gegen Abend folgt noch ein tolles Highlight: Zwei Löwinnen mit ihren Babies kurz vor dem Sonnenuntergang. Ein toller erster Tag in der Serengeti.

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Abends übernachten wir auf der Seronera Public Campsite. Der Campingplatz ist in Ordnung - ein Toiletten- und Duschhaus und ein überdachtes Gebäude zum Kochen. Wir haben Glück und sichern uns einen Platz etwas abseits von den Reisegruppen, sodass wir unsere Ruhe haben.

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zuletzt bearbeitet 28. Juni 2022
13 Beiträge · seit 201917. Juni 2022 · #15
Hallo,

Danke für den schönen Bericht bis hierhin.

Ist es eurer Meinung notwendig die campsites vorab zu buchen ? Wie habt ihr es gemacht?
Themenstarter28 Beiträge · seit 201428. Juni 2022 · #16
André111 schrieb:Hallo,

Danke für den schönen Bericht bis hierhin.

Ist es eurer Meinung notwendig die campsites vorab zu buchen ? Wie habt ihr es gemacht?
Hallo André, wenn ich richtig informiert bin, ist es bei den public campsites nicht nötig (und ich glaube sogar gar nicht möglich) sie vorab zu reservieren. Die Special Campsites solltest du hingegen so früh wie möglich buchen, allerdings sind die teilweise für bestimmte Tourveranstalter geblockt - alle Angaben aber ohne Gewähr. 😊
Themenstarter28 Beiträge · seit 201428. Juni 2022 · #17
Endlich geht es nach einer längeren Pause mit meinem Bericht weiter:

Tag 3: Serengeti/Seronera
Übernachtung: Public Campsite Seronera - 35 $ pro Person
Gebühren Nationalpark: 70$ pro Person plus 20.000 TZS pro Auto

Wir übernachten wieder auf der Seronera Public Campsite und brechen früh zum ersten Gamedrive auf. Im Morgengrauen beobachten wir Heißluftballons, die zu ihrem Flug über die Serengeti aufbrechen. Es ist leicht diesig - das verleiht der Natur eine besondere Schönheit.

Wir fahren weiter und entdecken nach kurzer Zeit in den Kopjes eine Löwin mit ihrem Nachwuchs. Melvin hört über sein Funkgerät, dass eine Gepardin mit zwei Babies gesichtet wurde. Also fahren wir zu der beschriebenen Stelle und sehen tatsächlich die Geparden in großer Entfernung. Wir beschließen, uns Zeit zu nehmen, im Auto zu frühstücken und hoffen, dass die Mutter sich entschließt, in unsere Richtung weiter zu gehen. Und tatsächlich haben wir Glück und unsere Geduld zahlt sich aus. Ganz gemächlich bewegt sich das Trio in unsere Richtung und nach circa einer Stunde überquert es direkt vor unserem Auto den Weg. Ein tolles Erlebnis!

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Und auch der restliche Tag ist voller Highlights: mehrere Löwinnen mit ihren Babies, die auf Kopjes die Sonne genießen, die ersten Elefanten, die wir in der Serengeti sehen und ein Leopard aus einiger Entfernung. Das war definitiv einer der schönsten Tage auf unserer Reise.

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Als wir nach dem Abendessen noch im Dunkeln vor unserem Auto sitzen, hören wir Geräusche hinter dem Wagen. Wir leuchten mit der Taschenlampe und sehen, dass zwei Büffel genüsslich in unserer Nähe grasen. Jetzt, wo ich auf der Couch in Deutschland sitze und meinen Text schreibe, wünsche ich mir diese tollen Naturerlebnisse wieder zurück.

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zuletzt bearbeitet 28. Juni 2022
Themenstarter28 Beiträge · seit 201428. Juni 2022 · #18
Tag 4: Serengeti
Übernachtung: Serena Lodge Seronera - 557$ pro Zimmer inklusive Vollpension plus 70 $ concession fee für Übernachtung im Hotel
Gebühren Nationalpark: 70$ pro Person plus 20.000 TZS pro Auto


Am Morgen genießen wir wieder den tollen Sonnenaufgaben bei einem Gamedrive und sichten kurze Zeit später ganz junge Löwen-Babies in den Kopjes.

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Unsere Frühstückspause legen wir an einem tollen Platz ein, an dem wir gestern schon mittags einen Stop gemacht haben. Ein toller Platz, bei dem circa 100 Meter entfernt eine Gruppe Löwinnen gemütlich auf Kopjes schläft.

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Heute haben wir eine “Pause” vom Camping und gönnen uns eine Übernachtung in der Serena Lodge Seronera. Wir fahren schon zum Mittagessen dorthin und sind überwältigt von der schönen Anlage und unserem wunderschönen Zimmer, von dem wir einen tollen Ausblick haben.

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Mein Mann entschließt sich, den Nachmittag über in der Lodge zu verbringen. Also fahren Melvin und ich alleine los. Bislang hatten wir in der Serengeti noch nie Probleme mit Tsetse-Fliegen, aber auf einmal werden wir quasi von ihnen überfallen. Als ich nach unserem Mücken-Spray greifen will, stelle ich fest, dass die Tasche bei meinem Mann in der Lodge ist. Da hilft alles nichts: Nun heißt es Fenster hochkurbeln und schwitzen - unser altes Gefährt hat nämlich keine Klima-Anlage.
Zum Glück wird es nach einigen Kilometern besser, sodass Melvin und ich wieder etwas frische Luft atmen können. Melvin bekommt über das Radio die Nachricht, dass ein Leopard gesichtet wurde, also fahren wir in die Gegend und können tatsächlich aus nicht ganz so großer Ferne einen Leoparden im Baum beobachten. Wir bleiben bis kurz vor Sonnenuntergang dort und hoffen, dass er sich vom Baum bewegt, haben dieses Mal aber leider kein Glück. Also machen wir uns wieder auf den Weg zur Lodge. Auf dem Rückweg sehen wir noch einige Löwen, die entspannt am Wegrand liegen.

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Am Abend genießen mein Mann und ich einen Cocktail und das wirklich gute Essen in der Serena Lodge. Wir haben schon fast ein schlechtes Gewissen, weil so wenig Gäste dort sind und sich alle so viel Mühe geben. Ein Mitarbeiter erzählt uns, dass Abends gerne Büffel zum Swimmingpool kommen, um zu trinken und auch ein Leopard in der Gegend lebt. Nur wenige Minuten später huscht in einer Mords-Geschwindigkeit ein Schatten an uns vorbei und wir hören wenig später ein Quieken: Der Leopard hat nur wenige Meter von uns entfernt ein Dik-Dik gerissen. Wow, was für ein Erlebnis. Wir können es kaum fassen, so schnell ging das.
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2022
6'372 Beiträge · seit 201129. Juni 2022 · #19
Hoi Iiene09
liene09 schrieb:Tag 4: SerengetiNur wenige Minuten später huscht in einer Mords-Geschwindigkeit ein Schatten an uns vorbei und wir hören wenig später ein Quieken: Der Leopard hat nur wenige Meter von uns entfernt ein Dik-Dik gerissen. Wow, was für ein Erlebnis. Wir können es kaum fassen, so schnell ging das.
🙄 Phu, gut hat man danach nicht Dich quieken gehört... 😗

Schön dass Du weitermachst!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter28 Beiträge · seit 201412. Juli 2022 · #20
Tag 5: Seronera / Ndutu
Übernachtung: Special Campsite Ndutu - 60 $ pro Person
Gebühren Nationalpark: 60$ pro Person plus 20.000 TZS pro Auto


Unser letzter Tag in der Seronera Region ist angebrochen. Nach einem frühen leckeren Frühstück in der Serena Lodge Seronera geht es los zum Morning-Drive. Wir sehen zwei Autos, die etwas beobachten und natürlich findet Melvin auch schnell heraus, was es ist: Auf einer leichten Anhebung versteckt sich der Kopf einer Löwin. Da sich einige Zeit nichts in dem Gebüsch tut, verschwinden die anderen Autos bald, wir beschließen allerdings zu bleiben. Und mal wieder haben wir Glück und es zahlt sich aus: Zunächst kommt eine Löwin hinter dem Gebüsch und geht zu einer Wasser-Stelle. Und nicht nur das, aus dem hohen Gras zieht sie die Beute des Morgens - ein Zebra. Kurze Zeit später folgt eine zweite Löwin und einige Junge. Wieder mal ein unglaublich tolles Erlebnis.

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Als wir die Gegend rund um die Kopjes verlassen, werde ich schon etwas wehmütig - auch wenn ich natürlich weiß, dass uns noch viele andere tolle Gegenden bevorstehen. Gegen Mittag kommen wir am Gate an und machen eine kurze Pause. Das Karten-Gerät zur Zahlung der Parkgebühren für die Ndutu-Region (diese zählt nicht mehr zur Serengeti sondern zur NCAA) streikt, also müssen wir wohl oder Übel eine Pause einlegen. Erst eine Stunde später kann es weitergehen. Wieder mal ärgere ich mich, dass wir das nicht vorher geregelt haben. Aber kann man jetzt auch nicht mehr ändern.

Die Fahrt vom Gate in die Ndutu-Region dauert nur knapp 30 Minuten - es gibt auch nicht “den einen” Punkt (wie ein Gate), an dem man merkt, dass man jetzt wirklich angekommen ist. Im Gegensatz zur Serengeti darf man hier offroad fahren. Wir fahren ans Ufer eines Flusses und dann passiert es: Wir bleiben stecken. Jegliche Versuche von Melvin, uns herauszumanövrieren schlagen fehl. Also heißt es jetzt anpacken: Mit Ästen versuchen wir Halt zu erzeugen und probieren hin und her. Eigentlich ist der Ort für eine Panne auch gar nicht so schlecht: Wir beobachten einige Gnu-Herden, die den Fluss gemächlich überqueren. Am Ende ist es nach circa einer Stunde trockener Sand unter den Rädern, der uns aus aus dem Schlamassel hilft - Glück gehabt.

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Heute steht unsere erste Übernachtung auf der Special Campsite an. Wir biegen von der Hauptstraße ab und sehen eine kleine sandige Fläche vor uns. “Here we are” sagt Melvin zu unserer Verwunderung - für uns ist nicht erkennbar, dass hier unser Campingplatz ist und ohne Melvins Hilfe hätten wir ihn auch sicher nicht gefunden. Unser “Campingplatz” liegt landschaftlich wunderschön mit Blick auf den Lake Ndutu. Wir genießen die Stille und Nähe zur Natur und lassen den Abend mit leckerem Essen ausklingen. In der Ndutu-Region gibt es übrigens keine Public Campsites mit sanitären Anlagen. Es gibt also die Optionen Special Campsite ohne sanitäre Anlagen (aber dafür mit einmaligem Naturerlebnis), Tented Camp oder Lodge.

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zuletzt bearbeitet 13. Juli 2022