Als wir morgens aufgestanden sind, lief der Abfluß immer noch. Irgendwann kam ein Offizieller, hat sich das Elend beguckt, laut in sein Handy gebrüllt und ist wieder verschwunden. Die beiden Männer aus der Nachbarhütte kamen kurz darauf aus ihrer Hütte gestürmt, riefen was von Löwengebrüll, das sie gehört hätten, warfen sich in ihr Auto und verschwanden....
Ob da ein Zusammenhang besteht, wer weiß Als sie nach einer halben Stunde wieder gekommen sind, war jedenfalls von einer Löwensichtung keine Rede und der Abfluß lief immer noch (vermutlich verströmt er noch heute appetitanregende Gerüche)
Wir haben noch eine letzte Runde durch den Park gedreht und wieder viele Tiere gesehen. Affen, ein riesengroßes Nashorn, Giraffen, Vögel, Warzenschweine und diverse Antilopen. Leider wieder keine Katzen, schade eigentlich 🙁
Fotos hatten wir schon, deshalb an dieser Stelle keine weiteren Sichtungsbilder (auch weil mich das Forum im letzten Abschnitt zwei mal rausgehauen hat und das wieder hochladen irgendwann mal nervt).
Ein ganz persönliches Fazit zum KNP:
Der Park ist riesig, so groß wie Hessen, meine ich mal gelesen zu haben und landschaftlich wunderschön und abwechslungsreich. Es lohnt sich, so lange wie man irgend möglich im Park zu bleiben und von Camp zu Camp zu fahren. Die Fahrten zwischen den Camps lassen sich gut als Gamedrive nutzen. Tiere gibt es reichlich und gerade für Afrikaneulinge wie uns war es aufregend, all die Tiere, Büffelherden, Elefantengruppen und alle anderen großen und kleinen Tiere in Freiheit zu beobachten.
Die Unterkünfte könnten mal renoviert werden, aber es ist alles da und in Ordnung. Eine Hütte mit Küche und Bad empfiehlt sich natürlich, wenn die ausgebucht sind, kann man sich auch ohne behelfen. Swimmingpools Shops und Restaurants waren in Ordnung und brauchbar ausgestattet. Gourmetküche ist nicht zu erwarten, aber damit können wir leben. Die Hamburger sind jedenfalls sehr zu empfehlen 🙂
Das System der Wild Card finde ich etwas willkürlich. Das Leute aus Übersee deftig mehr zahlen als Einheimische ist vieleicht noch damit zu erklären, daß Einheimische schon Steuergelder für den Erhalt des Parks zahlen und Binnentourismus gefördert werden soll.
Schön wäre es aber, wenn alle von irgendwie öffentlicher Hand betriebene Parks mit der Wild Card zugänglich wären. Man also nicht bei einem drei Wochen Aufenthalt die ziemlich teure Wild Card kauft (die ein Jahr gilt, aber nur an wenigen Tagen genutzt wird) und in Parks anderer Organisationen noch mal extra Eintritt zahlen muß.
Jedenfalls ist der Park zum "nur mal eben reinfahren / durchfahren / mal gucken" zu groß und landschaftlich zu vielfältig (Also keine platte Salzpfanne wie der Etosha sondern Dämme, Flüsse, Erhebungen und so).
Aber weiter mit dem Reisebericht:
An der Grenze zu Swasiland dann wieder das volle bürokratische Programm. Nun gut, in Europa hat man ja schon verdrängt, wie Grenzübertritt anderswo funktioniert.
Also erst mal von Südafrika nach Swasiland ausreisen. Das sollte einfach sein, aber aus irgendeinem Grund haben wir uns bei der Ausreise am Schalter "Einreise" angestellt und unsere Päße mit einem weiteren hübschen Einreisestempel versehen lassen. Das ist dem äußerst netten Grenzbeamten auf der Swasilandseite bei der Einreise dort aufgefallen. Nach einigen hin und her haben wir kapiert, was falsch gelaufen ist und sind wieder rüber nach Südafrika. Da mußte dann der Einreisebeamte den Stempel ungültig machen und wir uns beim Ausreisebeamten einen Ausreisestempel holen. Der Einreisebeamte in Swasiland hat uns dann den Einreisestempel gegeben und wir wollten mit dem Auto vom Südafrika-Parkplatz nach Swasiland fahren. Natürlich hat man uns nicht reingelassen und an einem weiteren Schalter verwiesen, wo diverse Formulare zum Ausfüllen bereit lagen. In völliger Unkenntnis, welches wir ausfüllen sollten haben wir von der auch hier sehr freundlichen Grenzbeamtin erfahren, daß wir noch die Maut bezahlen müssen. Also das richtige Formular ausgefüllt, die Maut bezahlt und nach Swasiland eingereist.
Über unspektakuläre aber mit den üblichen Menschen, Kühen, Ziegen, Schweinen und Schlaglöchern gefüllte Straßen, vorbei an kleinen Siedlungen mit ziemlich ärmlichen Hütten sind wir zu unserer Unterkunft Simunye Country Club gefahren. Der Country Club ist in dem bettelarmen Land ganz offensichtlich der Oberschicht vorbehalten, es war allerdings kaum was los. Eine schöne Anlage, unser Cottage bestand aus einem recht komfortabel ausgestatteten Holzhaus auf Stelzen mit Veranda. Ich habe eine Runde in dem großen Pool direkt vor der Barterrasse gedreht und mir auf dem Rückweg im kalten Wind eine grandiose Erkältung geholt, die bis zum Ende der Reise mein treuer Begleiter war.
Eine etwas surreale Stimmung, die riesige gepflegte Anlage mit großem Zaun außenrum in der kaum jemand war, ein riesiger Pool ohne jeden Betrieb, ein Restaurant ohne nennenswerte Gäste mit Buffet und irgendwie traurig wirkenden Mitarbeitern 😕
Das Abendessen auf der zum Restaurant gehörenden Veranda war allerdings ein Reinfall. Der schlechteste Burger, der uns bislang untergekommen ist und lauwarmer Weißwein. Die sehr unsicher wirkende Bedienung hat den Weißwein nach Beschwerde wieder mitgenommen ist aber nicht auf die Idee gekommen, daß wir vielleicht was anderes trinken wollten. Vielmehr hat sich überhaupt niemand mehr blicken lassen, nicht mal zum bezahlen. Wir sind zum bezahlen dann reingegangen, wo sich alle Bedienungen im leeren Restaurant gelangweilt haben. Sorry, aber für die Leistung gibt es kein Trinkgeld...
Das versprochene WLAN ging auch nicht, nun ja. Vom Tisch habe ich noch einen Aschenbecher mitgehen lassen, weil es in dem Cottage keinen gab und wir haben den Abend bei Wein und Knabberzeugs ausklingen lassen. Den gezockten Aschenbecher habe ich natürlich wieder zurück gestellt.
Am nächsten Morgen über die üblichen Straßen voll mit .... na ihr wißt schon, zum Grenzübergang. Die Ausreise ging einfach vonstatten, wenn auch gerade vor uns eine ganze Busladung anderer anderer Touristen angekommen ist und wir in einer langen Schlange ganz hinten gelandet sind.
Bei der Einreise nach Südafrika wurden die Bustouristen schnell abgefertigt, unser Auto aber auf links gedreht. Der Grenzpolizist hat in jede Schachtel und jede Tasche geguckt, ins Handschuhfach, unter die Autositze und wollte dann Zoll kassieren für den Wein, den wir noch in Südafrika gekauft und lediglich einen Tag lang durch Swasiland spazieren gefahren haben. Irgendwann bin ich ein bißchen (na ja eigentlich ziemlich) barsch geworden und er hat mit dem Thema Zoll Ruhe gegeben. Einigen Erklärungsbedarf hat allerdings meine E-Zigarette nebst Liquid ausgelöst, die ich im Handschuhfach liegen hatte. Mit der konnte er rein gar nichts anfangen. Ich hatte etwas Sorge, daß er die Fläschen mit Liquid für Drogen hält, auf die Idee ist er aber nicht gekommen. Zum Glück wußte er allerdings auch nicht, daß Nikotinliquid in Südafrika verboten ist. Ich habe ihm gezeigt, wie eine E-Zigarette genutzt wird, er hat verstanden, daß es weder eine Waffe noch Rauschgift ist, Europäer offensichtlich eine Meise haben und an komischen Dingern herumsaugen und wir konnten endlich wieder nach Südafrika einreisen und Richtung Küste weiterfahren.
Yanjep
Ob da ein Zusammenhang besteht, wer weiß Als sie nach einer halben Stunde wieder gekommen sind, war jedenfalls von einer Löwensichtung keine Rede und der Abfluß lief immer noch (vermutlich verströmt er noch heute appetitanregende Gerüche)
Wir haben noch eine letzte Runde durch den Park gedreht und wieder viele Tiere gesehen. Affen, ein riesengroßes Nashorn, Giraffen, Vögel, Warzenschweine und diverse Antilopen. Leider wieder keine Katzen, schade eigentlich 🙁
Fotos hatten wir schon, deshalb an dieser Stelle keine weiteren Sichtungsbilder (auch weil mich das Forum im letzten Abschnitt zwei mal rausgehauen hat und das wieder hochladen irgendwann mal nervt).
Ein ganz persönliches Fazit zum KNP:
Der Park ist riesig, so groß wie Hessen, meine ich mal gelesen zu haben und landschaftlich wunderschön und abwechslungsreich. Es lohnt sich, so lange wie man irgend möglich im Park zu bleiben und von Camp zu Camp zu fahren. Die Fahrten zwischen den Camps lassen sich gut als Gamedrive nutzen. Tiere gibt es reichlich und gerade für Afrikaneulinge wie uns war es aufregend, all die Tiere, Büffelherden, Elefantengruppen und alle anderen großen und kleinen Tiere in Freiheit zu beobachten.
Die Unterkünfte könnten mal renoviert werden, aber es ist alles da und in Ordnung. Eine Hütte mit Küche und Bad empfiehlt sich natürlich, wenn die ausgebucht sind, kann man sich auch ohne behelfen. Swimmingpools Shops und Restaurants waren in Ordnung und brauchbar ausgestattet. Gourmetküche ist nicht zu erwarten, aber damit können wir leben. Die Hamburger sind jedenfalls sehr zu empfehlen 🙂
Das System der Wild Card finde ich etwas willkürlich. Das Leute aus Übersee deftig mehr zahlen als Einheimische ist vieleicht noch damit zu erklären, daß Einheimische schon Steuergelder für den Erhalt des Parks zahlen und Binnentourismus gefördert werden soll.
Schön wäre es aber, wenn alle von irgendwie öffentlicher Hand betriebene Parks mit der Wild Card zugänglich wären. Man also nicht bei einem drei Wochen Aufenthalt die ziemlich teure Wild Card kauft (die ein Jahr gilt, aber nur an wenigen Tagen genutzt wird) und in Parks anderer Organisationen noch mal extra Eintritt zahlen muß.
Jedenfalls ist der Park zum "nur mal eben reinfahren / durchfahren / mal gucken" zu groß und landschaftlich zu vielfältig (Also keine platte Salzpfanne wie der Etosha sondern Dämme, Flüsse, Erhebungen und so).
Aber weiter mit dem Reisebericht:
An der Grenze zu Swasiland dann wieder das volle bürokratische Programm. Nun gut, in Europa hat man ja schon verdrängt, wie Grenzübertritt anderswo funktioniert.
Also erst mal von Südafrika nach Swasiland ausreisen. Das sollte einfach sein, aber aus irgendeinem Grund haben wir uns bei der Ausreise am Schalter "Einreise" angestellt und unsere Päße mit einem weiteren hübschen Einreisestempel versehen lassen. Das ist dem äußerst netten Grenzbeamten auf der Swasilandseite bei der Einreise dort aufgefallen. Nach einigen hin und her haben wir kapiert, was falsch gelaufen ist und sind wieder rüber nach Südafrika. Da mußte dann der Einreisebeamte den Stempel ungültig machen und wir uns beim Ausreisebeamten einen Ausreisestempel holen. Der Einreisebeamte in Swasiland hat uns dann den Einreisestempel gegeben und wir wollten mit dem Auto vom Südafrika-Parkplatz nach Swasiland fahren. Natürlich hat man uns nicht reingelassen und an einem weiteren Schalter verwiesen, wo diverse Formulare zum Ausfüllen bereit lagen. In völliger Unkenntnis, welches wir ausfüllen sollten haben wir von der auch hier sehr freundlichen Grenzbeamtin erfahren, daß wir noch die Maut bezahlen müssen. Also das richtige Formular ausgefüllt, die Maut bezahlt und nach Swasiland eingereist.
Über unspektakuläre aber mit den üblichen Menschen, Kühen, Ziegen, Schweinen und Schlaglöchern gefüllte Straßen, vorbei an kleinen Siedlungen mit ziemlich ärmlichen Hütten sind wir zu unserer Unterkunft Simunye Country Club gefahren. Der Country Club ist in dem bettelarmen Land ganz offensichtlich der Oberschicht vorbehalten, es war allerdings kaum was los. Eine schöne Anlage, unser Cottage bestand aus einem recht komfortabel ausgestatteten Holzhaus auf Stelzen mit Veranda. Ich habe eine Runde in dem großen Pool direkt vor der Barterrasse gedreht und mir auf dem Rückweg im kalten Wind eine grandiose Erkältung geholt, die bis zum Ende der Reise mein treuer Begleiter war.
Eine etwas surreale Stimmung, die riesige gepflegte Anlage mit großem Zaun außenrum in der kaum jemand war, ein riesiger Pool ohne jeden Betrieb, ein Restaurant ohne nennenswerte Gäste mit Buffet und irgendwie traurig wirkenden Mitarbeitern 😕
Das Abendessen auf der zum Restaurant gehörenden Veranda war allerdings ein Reinfall. Der schlechteste Burger, der uns bislang untergekommen ist und lauwarmer Weißwein. Die sehr unsicher wirkende Bedienung hat den Weißwein nach Beschwerde wieder mitgenommen ist aber nicht auf die Idee gekommen, daß wir vielleicht was anderes trinken wollten. Vielmehr hat sich überhaupt niemand mehr blicken lassen, nicht mal zum bezahlen. Wir sind zum bezahlen dann reingegangen, wo sich alle Bedienungen im leeren Restaurant gelangweilt haben. Sorry, aber für die Leistung gibt es kein Trinkgeld...
Das versprochene WLAN ging auch nicht, nun ja. Vom Tisch habe ich noch einen Aschenbecher mitgehen lassen, weil es in dem Cottage keinen gab und wir haben den Abend bei Wein und Knabberzeugs ausklingen lassen. Den gezockten Aschenbecher habe ich natürlich wieder zurück gestellt.
Am nächsten Morgen über die üblichen Straßen voll mit .... na ihr wißt schon, zum Grenzübergang. Die Ausreise ging einfach vonstatten, wenn auch gerade vor uns eine ganze Busladung anderer anderer Touristen angekommen ist und wir in einer langen Schlange ganz hinten gelandet sind.
Bei der Einreise nach Südafrika wurden die Bustouristen schnell abgefertigt, unser Auto aber auf links gedreht. Der Grenzpolizist hat in jede Schachtel und jede Tasche geguckt, ins Handschuhfach, unter die Autositze und wollte dann Zoll kassieren für den Wein, den wir noch in Südafrika gekauft und lediglich einen Tag lang durch Swasiland spazieren gefahren haben. Irgendwann bin ich ein bißchen (na ja eigentlich ziemlich) barsch geworden und er hat mit dem Thema Zoll Ruhe gegeben. Einigen Erklärungsbedarf hat allerdings meine E-Zigarette nebst Liquid ausgelöst, die ich im Handschuhfach liegen hatte. Mit der konnte er rein gar nichts anfangen. Ich hatte etwas Sorge, daß er die Fläschen mit Liquid für Drogen hält, auf die Idee ist er aber nicht gekommen. Zum Glück wußte er allerdings auch nicht, daß Nikotinliquid in Südafrika verboten ist. Ich habe ihm gezeigt, wie eine E-Zigarette genutzt wird, er hat verstanden, daß es weder eine Waffe noch Rauschgift ist, Europäer offensichtlich eine Meise haben und an komischen Dingern herumsaugen und wir konnten endlich wieder nach Südafrika einreisen und Richtung Küste weiterfahren.
Yanjep






















