bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200914. Okt. 2011 · #1
Wir hätten das nie gedacht, dass es auch uns mal erwischen könnte. Den Anderen, ja den Anderen, denen kann das schon passieren, aber doch nicht uns ....😉
Ein Auftakt, wie er nicht chaotischer hätte sein können. Und die Erkenntnis, dass es einen halt doch mal erwischen kann.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach:
Planmäßiger Abflug mit Air-Berlin am Mittwoch abend um 18.30 Uhr, es war der 21. September. Die Koffer sind aufgegeben, und wie immer sind wir natürlich viel zu früh dran. Also gibt´s noch ein Paar Weißwürstl und dazu ein feines Erdinger Weizenbier. Schließlich weiß man ja nie, was in Afrika die Küche hergibt. Dann noch ein bisschen Warten, und schon ist der Aufruf zum Boarding. Da war´s ca. 17.45 Uhr. Es läuft alles wie "geschmiert". An der Tafel beim Boarding steht 17.45 Uhr, und wir stehen ziemlich weit vorn in der Schlange. Da kommt plötzlich ein ganz "g´schaftiger" Mensch mit einem neongelben Kitterl. Auf dem Kitterl steht "Air-Berlin". Wir ahnen Schlimmes. Der Mann baut sich vor dem Boarding-Gate auf und ich traue meinen Augen nicht, als ich nochmal zur Tafel schau:
Cancel, 7.10 Uhr.
Na ja, denk ich mir, die meinen halt wahrscheinlich 19.10 Uhr, also eine Stunde später. Auch kein Problem.
Aber von wegen eine Stunde - der Gelbkittel klärt uns auf. Zuerst in Deutsch. Und weil wir es nicht glauben können, als Dreingabe noch in Englisch. Da fällt uns mal momentan gar nichts mehr ein und in der Abflughalle herrscht Schweigen. Es dauert ein wenig bis wir kapieren, was Air-Berlin mit uns vorhat. Und dann kommt das Chaos, dann melden sich die ersten zu Wort. Und wie!
Aber es bleibt dabei: der Flug wird um sage und schreibe 13 Stunden verschoben, die neue Abflugszeit ist 7.30 Uhr am nächsten Morgen.
In diesem Moment hätte ich den Mann von Air-Berlin am liebsten umgebracht.😈 😈 😈
Wobei man wirklich betonen muss, dass dieser Supervisor seine Sache recht gut gemacht hat. Der hat sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen - auch nicht von noch so üblen Beschimpfungen. Wahrscheinlich hat er Erfahrung darin, wie in solch einer Situation vorzugehen ist.
Ich mach´s kurz: unsere erste Nacht, die wir eigentlich gern im Flugzeug verbringen wollten, fand nun in Neufahrn, ein Ort nicht weit vom Flughafen, statt. Ein eigenartiges Haus, dieses Hotel "Krone", auch irgendwie eigenartige Leute, aber das Zimmer war zumindest sauber. Ja genau so haben wir uns das vorgestellt. Ein Auftakt nach Maß:
Unsere erste ÜN im Urlaub, Hotel Krone in Neufahrn bei München, 100 Euro für Zwei. Ob wir hier wieder herkommen würden: nicht in diesem Leben, das ist sicher.
Und am nächsten Morgen, man kann´s kaum glauben, unser Flieger steht bereit und wir heben mit einer 13stündigen Verspätung in Richtung Afrika ab. Ja also, wird doch noch.
Ganz ehrlich muss ich schon zugeben, dass mich so eine Sache gewaltig nervt. Und jeder, der schon mal die Langstrecke geflogen ist und als Individualtourist unterwegs ist weiß, was das für einen Rattenschwanz nach sich zieht.
Trotzdem haben´s wir mit der nötigen Portion (Galgen)-Humor genommen. Was bleibt auch anderes übrig. Und die Grillplatte im Hotel Krone war recht gut.
Wir haben aber auch die vielen anderen Touristen gesehen. Eltern mit Kleinkindern, teilweise noch Babys, eine Horrorvorstellung.😠 Und gegenüber vielen anderen Passagieren, die im Feldbettenlager am Flughafen geschlafen haben, haben´s wir wohl noch gut erwischt. War aber auch eine blöde Zeit, schließlich war Oktoberfest und in ganz München so gut wie kein Hotel mehr frei.
Dass Air-Berlin dafür bezahlen muss, ist ja gar keine Frage. Die haben uns sogar unaufgefordert den Flyer zur EU-Verordnung 261 🙂 in die Hand gedrückt. Wir haben aber das mit den 600 Euro Entschädigung pro Person schon aus dem Forum gewusst. Es war ja ein paar Wochen zuvor die gleiche Gaudi mit Air-Berlin.
Nun - der Anwalt ist beauftragt und wir werden sehen, wie zügig unsere Forderung erledigt wird.
Also - wieder zurück in den Urlaub: wir sitzen im Flieger und der Ärger hält nach wie vor an. Aber zumindest sind wir auf dem Weg nach Namibia. Viele Gedanken kreisen im Kopf: ist der Autoverleiher da, können wir unsere erste gebuchte und schon längst bezahlte Nacht in der Kalahari-Bush-Breaks-Lodge einhalten, und, falls nicht, wo schlafen wir dann?
Africa-Fan51 Beiträge · seit 201114. Okt. 2011 · #3
Hallo Bayern Schorsch, na wenn das so weiter geht, wird's ein heiterer Reisebericht! Ich freu' mich schon darauf und warte gespannt auf die Fortsetzung. Liebe Grüße, Africa-Fan Birgit
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. Okt. 2011 · #4
Hallo Bayern Schorsch,
auch von Jochen und Marina auf diesem Weg ein herzliches welcome back! Kommen gerade von Sambergers Restaurant, haben uns genüsslich mit einem Eland Steak und Kalahari Trüffel Soße an unseren Urlaub zurück erinnert, da verwöhnt uns der Bayern Schorsch auch noch so schnell mit einem Betthupferl.😁
Sind gespannt auf die weiteren Ausführungen und sagen Danke Richtung Bayern.
Liebe Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Champagner8'684 Beiträge · seit 201015. Okt. 2011 · #5
Guten Morgen Bayern Schorsch,
da kann es ja nur noch besser werden nach diesem Start - bin sehr gespannt und freue mich auf die Fortsetzung (auch abonniert!).
Danke auch nochmal für deine schnellen backstage-Infos!
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200916. Okt. 2011 · #7
Hallo zusammen,
Annick Birgit Marina Bele Kiwi
Euch einen ganz dickes 😘 für Euer feedback!
Immer schön, von Euch zu hören und ich mach mal mit unserem Bericht weiter:
22.09.2011
Wir saßen schon arg auf Kohlen, schließlich wollten wir unser Auto unbedingt noch am gleichen Abend übernehmen, um uns auf den Weg zur Kalahari-Bush-Breaks zu machen. Und so ließen wir im Flugzeug unseren Überlegungen freien Lauf:
wenn der Flieger rechtzeitig in Windhoek landet
wenn die Imigration flott voran geht
wenn die Koffer diesmal a wengerl schneller kommen als sonst
wenn unser Autoverleiher "Savanna" uns schon freundlich mit unserem Namensschild erwartet
ja dann .... , dann wäre das doch locker zu machen ....
Aber in Afrika ist eben alles anders. Der Europäer denkt, der Afrikaner lenkt.
Und weil das so ist und weil wir außerdem in einem fernen Land sind, ist alles wieder mal anders gekommen als gedacht.
Grad mal der Flieger war pünktlich (wenn man von den lächerlichen 13 Stunden Verspätung absieht), die Imigration ging ratz fatz, nur auf die Koffer mussten wir genauso lang warten wie sonst so üblich.Gefühlt waren wir wieder mal die letzten Kofferempfänger.
Autovermieter Savanna war natürlich nicht da, also erst mal ein Telefonat:
"Na - sind Sie auch schon da" - Sehr witzig.
Und "heute können Sie aber nicht mehr fahren". Na toll, das haben wir uns ja ganz anders vorgestellt....
Und" wissen Sie, ich bin dort, wo Sie hinwollen, geboren, das ist viel zu gefährlich, um in der Nacht zu fahren". Aha, ja wann bekommen wir denn dann das Auto?
"Ja, morgen früh". Oh je, viel zu spät - wir wollten doch heute noch...
"Auf keinen Fall". Gut, aber das Auto brauchen wir heute noch, wir müssen morgen früh los....
So ging das hin und her, und um knapp vor 19.00 Uhr waren wir dann zumindest in Windhoek. Da sahen wir dann selbst, dass es mittlerweile mehr oder weniger stockdunkel war, mit der Fahrt nach Buitepos, das war uns dann auch klar, wird das nichts mehr werden.
Und wir haben uns doch so gefreut auf die Kalahari Bush Breaks!!! 🙁 🙁 🙁
Aber zumindest konnten wir noch "unseren" Toyota Corolla" übernehmen. Wenigstens etwas!
So mussten wir noch eine zusätzliche Nacht in Windhuk in der Pension Uhland verbringen. Herr Hamm von Savanna Car war so nett und hat uns das noch organisiert.
ABER: wie Alles im Leben gibt´s immer zwei Seiten. So hatten wir die Möglichkeit, endlich mal in "Joe´s Beerhouse" zu gehen. Und das hat uns ganz gut gefallen.
Beide haben wir Gemsbock gegessen, das war ganz hervorragend, und schön langsam wurde auch unsere Stimmung besser. Nach dem dritten Bier war´s dann ganz gut auszuhalten und arg müde fielen wir ins Bett.
Vor Joe´s Beerhouse gibt´s einen Geldautomaten. Dort haben wir unsere ersten Namibischen Dollar gezogen. Ein sensationeller Kurs: 11,12993, d. h., wir haben für 2.000 ND grad mal 179,70 Euro bezahlt.😁 Das war Glück, wenn wir an letztes Jahr denken, da haben wir noch um 20 % mehr bezahlt.
In der Pension Uhland zahlten wir für das Standard-Zimmer knapp 600 ND, also ca. 55 Euro die Nacht. Für Bilder von der Pension waren wir zu müde, außerdem wären nach unseren Bierchen die pics eh verwackelt gewesen.
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200916. Okt. 2011 · #8
23.09.2011
Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr, wir machen unsere Koffer zu, rein ins Auto damit und ab durch die Mitte. Schon um 05:45 Uhr sind wir "on road" und um 06:20 Uhr lassen wir den Flughafen Hosea Kotako, der rund 45 km außerhalb von Windhoek liegt, links liegen.
Am Horizont ein wunderschöner Sonnenaufgang über dem Flughafen und auf der B6 kommen wir zügig voran. Gut, dass wir unser breakfast -Paket vom Uhland mitgenommen haben, denn wir sind bald hungrig.
In Gobabis decken wir uns ganz rasch im Spar-Supermarkt mit den nötigen Dingen (Wasser, Peaceful sleep, Savanna dry usw.) ein und natürlich können´s wir nicht lassen und statten der Kalahari-Bush-Breaks-Lodge, die kurz vor der Grenze nach Botswana ist, einen Besuch ab.
Ja, da sind wir dann schon ein bisschen traurig, dass wir diese schöne Lodge nicht genießen durften. Das hätte uns zum Auftakt schon ganz gut gefallen. Wir durften das für uns reservierte Zimmer anschauen - einfach super, tolle Einrichtung, die Dusche ewig groß mit Blick zum Wasserloch. Die ganze Anlage machte einen gepflegten Eindruck - da müssen wir vielleicht noch mal her. Die nette Frau an der Rezeption meinte, "I´m waiting for you till 9 o´clock ...". So ein Mist ....😠
Und schon waren wir an der Grenze von Namibia nach Botswana. Ausreisepapiere Namibia, Einreisepapiere Botswana. Hier in diesem Häuschen zahlten wir die ersten Gebühren für "Short-Term Permit, Road Fund and Insurance" 110 Botswanische Pula, das waren rund 11 Euro.
(Zahlstelle an der Border Namibia/Botswana)
Was uns im Vorfeld unserer Planung schon eine Hilfe war: auf Carsten Möhles homepage gibts all die Papiere, die man für Aus- und Einreise in Namibia, Botswana und auch für Zimbabwe braucht, zum Download als Muster.
Wir haben alle Papiere schon zu Hause ausgefüllt und hatten damit bereits eine Vorlage für die Ausfüll-Prozedur. Danke an dieser Stelle an Herrn Möhle für diesen Service !!!:)
Die Strecke zieht sich hin. Eigentlich langweilig, ein kurzer Zwischenstop in Ghanzi im Kalahari-Arms-Hotel für ein Savanna und einen Toast. Entlang der Straße unzählige Rindviecher, und jede Menge Esel. Wir dachten bisher immer, Griechenland sei das Land der Esel. So kann man sich täuschen. Da ist man dann schon dankbar, wenn´s mal wenigstens entlang des Flusses ein bisschen Abwechslung gibt.
Wenn man sich das so vorstellt, dass man auf dieser schnurgeraden Straße nur ganz wenige Meter knapp an den vielen Kühen und Eseln vorbeifährt, das ist schon unglaublich. Und auch nicht ungefährlich.
Bei unseren Planungen war immer wieder die Frage, welches Auto wir mieten sollten. Wir haben uns für den Toyota Corolla entschieden, aber wir müssen zugeben, dass das schon ein wenig tolldreist war.
Im Nachhinein geb ich den beiden Forumsdamen Cecile/Engelstrompete und Hanne völlig Recht. Ein größeres Auto wär schon viel besser gewesen, vor allem aber sicherer. Aber der Bayern Schorsch weiss ja alles besser ! 😉 😉
Aber sei´s drum, auch mit unserem Corolla kamen wir ans Ziel . Um 16:30 Uhr waren wir in Maun, unser Tagestacho zeigt uns 830 km. Ein langer Ritt, aber alles ist gut gegangen. Natürlich haben wir uns auch die "fette" Baustelle bei der Brücke vor Maun angesehen. Wir erinnern uns an den Thread hier: "Brücke zwischen Ghanzi und Maun eingestürzt". Das hat´s ja doch so einigen Wirbel gegeben. An´s Forumsmitglied "Bloke" musste ich denken, hätten wir Zwei uns doch beinah wegen dieser Brücke in die Haare gekriegt.
Im "Discovery-Bed-and-Breakfast" in Maun wurden wir sehr herzlich empfangen. Nach einem kurzem Rundgang mit Marije, die uns unseren Bugalow zeigte, waren wir auch schon bald im Pool und genossen die schöne Anlage.
(der Pool, recht klein, aber zum Abfrischen gut genug)
(unser "Luxus-Bungalow" Nr 7)
(der allgemeine Treffpunkt mit Feuerplatz und Reception)
ÜN: Discovery -Bed-and-Breakfast, 450 Pula = ca. 45 Euro das Zimmer für Zwei incl. Breakfast
Dinner: 125 Pula p.P., Rinderfilet kleingeschnitten, Milli-Papp (Maisbrei), Karottensalat, griechischer Salat und zum Dessert Erdbeeren. Alles sehr fein und das Buffet wurde von Marije in höchst charmanter Art vorgestellt.
Die Gäste waren von internationaler Struktur: ein Paar aus Dänemark, ein Paar aus Kalifornien, eine Dame aus Indien (gebürtig in Memmingen) und wir aus Bayern. Die Getränkepreise sehr moderat, Wasser 10, Savanna dry 14, die Flasche Chardonnay 100 Pula, also alles im Rahmen.
Vor dem Dinner sitzt man rund um das Lagerfeuer. Eine schöne Stimmung, das Abendessen gibt´s dann an der langen Tafel und der small talk hat freien Lauf.
Schön langsam, aber wirklich langsam, kommen wir hier in Afrika an. Wir ärgern uns nur nochmal kurz und für diesen Urlaub zum letzten Mal über Air-Berlin und freuen uns auf die morgige Mokoro-Tour, die Rene, der Mann von Marije, für uns schon gebucht hat.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201016. Okt. 2011 · #9
Hallo Bayern-Schorsch,
ich bleib jetzt einfach noch ein bisschen mit meinem Notebook aufm Schoß sitzen und hoffe, dass die Mokoro-Tour auch gleich kommt 🙂 (interessiert mich natürlich, da ich mich in so ein Teil nächstes Jahr auch setzen werde, allerdings nicht von Maun aus - und ich hoffe, dass unsere Franzosen sich besser als bei unseren gemeinsamen Kanutouren benehmen und mich nicht ins Wasser schmeißen 😉 )
Danke schonmal für die Fortsetzung - ich hoffe, Ihr seid von weiteren Pannen verschont geblieben!
was für einen Anfang 🤩 Schön das Du uns mitreisen läßt. 🙂 Tja Air Berlin ist so eine Sache für sich. 🙁 Wir haben uns für das nächste Mal mal in Windhoek eingebucht, es häufen sich ja die Verspätungen. 🙁 Danke für Deine Einsicht 😄 wegen den Mietwagen. Manchmal spart man am falschen Ende aber es wird garantiert auch für Euch ein Nächstes Mal geben , wo dann einen 4x4 gebucht wird. 😄
Liebe Grüße Cécile 🙁
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Bloke1'920 Beiträge · seit 200816. Okt. 2011 · #12
bayern schorsch schrieb:23.09.2011 Aber sei´s drum, auch mit unserem Corolla kamen wir ans Ziel . Um 16:30 Uhr waren wir in Maun, unser Tagestacho zeigt uns 830 km. Ein langer Ritt, aber alles ist gut gegangen. Natürlich haben wir uns auch die "fette" Baustelle bei der Brücke vor Maun angesehen. Wir erinnern uns an den Thread hier: "Brücke zwischen Ghanzi und Maun eingestürzt". Das hat´s ja doch so einigen Wirbel gegeben. An´s Forumsmitglied "Bloke" musste ich denken, hätten wir Zwei uns doch beinah wegen dieser Brücke in die Haare gekriegt.
Servus Schorsch
keine Sorge, wir hätten uns keineswegs in die Haare gekriegt,dafür hab ich zu wenig 😄 aber manchmal würde ein wenig MEHR Optimismus ganz gut tun 😉
Hat Euer Rückfllug wenigstens gut geklappt, oder seit ihr da auch verspätet abgeflogen
LG Bloke
chrissie2'460 Beiträge · seit 200616. Okt. 2011 · #13
Hallo BayernSchorsch, das war gewiss kein Auftakt nach Mass 🙁 . Ist schon ärgerlich, dass ihr so eine große Verspätung hattet, die euch fast einen Tag eures kostbaren Afrikaaufenthaltes gekostet hat. Ich hoffe, dass die Reise ansonsten nach euren Vorstellungen verlaufen ist. LG Chrissie
das nenn ich mal fleißig - kaum zurück und schon den Reisebericht in Arbeit! Das war ja hübsch die erste Nacht;-(
Warte gespannt, wie es weiter geht, in Maun war ich gedanklich ja schon mal mit dir/euch!
Liebe Grüße von Sille (im Moment mit Socken an)
FEfernweh1116 Beiträge · seit 201117. Okt. 2011 · #16
Hallo Bayern Schorsch, der Anfang eurer Reise klingt mir ja ganz nach dem, was mir ein netter Herr am 09.10. bei der Pension Uhland erzählt hat 🙂 Kann es sein, das du das warst?! Wir waren die verstaubten Camper, die jede Menge Gepäck ins Zimmer geschleppt haben... Und am 10.10. sind wir im gleichen Flug nach München gesessen. Schöne Grüße Marina
danke, dass Du für uns wieder einen Bericht schreibst !!! 🙂
Auch wenn der Auftrakt nicht so verlief, wie Ihr es geplant und vorgestellt habt, so hoffe ich, dass der Rest der REise doch wie erwartet verlief ! Ich bin schon ganz gespannt !!!
Was meinst Du eigentlich genau, wenn Du schreibst:
Im Nachhinein geb ich den beiden Forumsdamen Cecile/Engelstrompete und Hanne völlig Recht. Ein größeres Auto wär schon viel besser gewesen, vor allem aber sicherer. Aber der Bayern Schorsch weiss ja alles besser !
Würde mich schon interessieren, denn Du warst ja vorab der festen Überzeugung, dass Eure Tour mit dem Wagen gut zu machen sei, weil Ihr überwiegend auf asphaltierten Hauptstraßen fahren würdet ... 🙂
Besten Dank & liebe Grüße!
Antje
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200917. Okt. 2011 · #18
Hallo zusammen,
sorry, dass ich mich erst heute melde, aber der Garten ....
Bele: Du kannst Dein notebook aufklappen, es wird in Kürze der Bericht vom Mokoro-Trip kommen. Gestern hat´s leider nicht mehr geklappt.
Cecile: Danke für Deine Zeilen - und es ist schön, dass Du bei uns "mitreisen" willst. Du hast ja die ähnliche Tour gefahren, insofern ist´s doch immer interessant, wie´s andere Fomis erleben. Deinen damaligen Bericht haben wir regelrecht verschlungen.
Bloke: Du schreibst:
keine Sorge, wir hätten uns keineswegs in die Haare gekriegt,dafür hab ich zu wenig
Na super, da können wir ja mal um die Wette zählen, wer mehr Haare sind. Bei Dir oder bei mir - denn bei mir siehts da nicht unbedingt zugebuscht aus.
Chrissie: Du hast Recht, der Auftakt war alles andere als gut. Und ich geb auch zu, dass mir sowas schon immer ein bisschen nachhängt. Aber es gibt natürlich viel viel Schlimmeres.
Annick: die Mama haben wir nicht erwischt, aber um ein Haar Dein Boot.
Sille: ja ja, das Discovery - Du weist, von was ich spreche. Es war schön ...
Fernweh 11/Marina:
also Dein Post hat mir natürlich sehr gut gefallen !!!
.... was mir ein netter Herr erzählt hat ....
Danke für die Blumen - und froh bin ich , dass Du nicht
.... was mir ein netter älterer Herr erzählt hat ....
geschrieben hast. Da hab ich noch mal Glück gehabt.
Antje: wegen dem Auto - Du must Dir das so vorstellen: wir sind zu 85 % Teer gefahren, der Rest war Gravel-Road. Und so dann und wann sind wir auch mal ein bisschen in Sand reingekommen.
Nur zum Beispiel: Die Straße zum Discovery, so knapp einen Kilometer lang, war sandig. Natürlich hat man da fahren können, aber man hat das Gefühl, dass man jeden Moment steckenbleibt.
Der Corolla, den wir hatten, hat einfach zu wenig Bodenfreiheit. Wenn man keinen 4x4 fahren will (weil zu teuer, zu groß ...) dann sollte man mindestens ein höheres Fahrzeug nehmen. Unsere Corolla hatte eindeutig zu wenig Bodenfreiheit.
Und die Sicherheit ist ein zusätzlicher Aspekt: fahr mal mit 80 - 100 km/h an Esel, Rindviechern, Ziegen vorbei, und der Abstand zu diesen Tieren ist grad mal ein Meter. Das ist schon knapp. Wir haben einige tote Kühe und Kälber entlang der Straße gesehen. Sogar mitten in Maun, und die Tiere sind bestimmt nicht einfach so umgefallen. Die wurden umgefahren, und ich möchte nicht wissen, wie danach so ein Auto aussieht.
Aber grundsätzlich ist es machbar mit einem kleineren Auto. Bei uns ist´s Gott sei Dank gutgegangen. Wir hatten aber immer ein leicht "ungutes" Gefühl.
So, jetzt muss ich noch am Bericht basteln, bis dann,
Wildhund76 Beiträge · seit 201117. Okt. 2011 · #19
Hallo Bayern Schorsch,
vielen Dank für deinen Bericht, den ich auch mit Spannung verfolge. Aber wie konntest Du denn um 18.30 Uhr!!! noch Weißwürscht essen? Das ist ein Sakrileg in Bayern 🤩 Viele Grüße,
Wildhund
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200917. Okt. 2011 · #20
24.09.2011, der Tag des Mokoros🙂
Nach einem herzhaften Frühstück im "Discovery" mit fried eggs, Toast, selbstgemachter Marmelade und der Hauskatze auf dem Schoß werden wir von Marije nochmals instruiert bezüglich unseres Mokoro-Trips und machen uns auf den Weg in die Stadt.
An der Brücke liegt die "The Old Bridge Backpackers" Lodge, dort ist der Treffpunkt um 9:00 Uhr für die Mokorotour. Wir sind zum Glück nur sechs "Passagiere" und nehmen unser Lunchpaket in Empfang, das im Preis includiert ist. Unser Wasser und das eine oder andere Windhoek Lager haben wir selbst dabei. Die Tour kostet p.P. 665 BWP incl. Lunchpaket, und so im ersten Moment denken wir, dass das ein relativ stolzer Preis ist. Unsere Meinung ändert sich aber im Lauf des Tages.
(am Thamalakane River, wir warten auf das speed-boat)
Also nimmt die Tour nun seinen Lauf: zunächst wird ab der "Old Bridge Backpackers Lodge" mit einem Schnellboot den Thamalakane-River flussaufwärts gefahren.Und in was für einem speed.
Nach einer knappen Stunde sind wir am Treffpunkt, wo die Mokoros schon auf uns warten. Drei Mokoros stehen bereit. Zwei aus Fiberglas, das ist die modernere Variante, eines in Original aus Holz. Im Holz-Mokoro liegt ziemlich viel Stroh, und von Annicks Bericht wissen wir, dass das nichts Gutes bedeutet. Also entscheiden wir uns für eins der Fiberglasmokoros, was eine gute Entscheidung war.
(leicht wacklige Angelegenheit, aber niemand ist ins Wasser reingefallen)
Wir werden von unserem Poler durch die Flusslandschaft gestakt, 2 Stunden vergehen im Flug und zum Lunch sind wir auf einer kleinen Insel im Delta.
Dort machen wir zuerst mal einen kleinen Rundgang, sehen viele Wasservögel, jede Menge Elefantenknödel und eine größere Herde Lechwe-Antilopen.
Schön ist er hier, aber heiß. Es wird wohl um die gut 30 Grad haben, gefühlt meinen wir, es sind 40 Grad.
Zum Glück dauert der Walk nur knapp eine Stunde, dann sitzen wir am Ufer, genießen die Ruhe und Stille der Natur und drücken uns unser Lunchpaket rein. Das ist so viel und wir bemerken, dass alle drei Poler mit einem Auge immer in Richtung Lunchpaket schauen. Für uns eine Ehrensache, unser Paket mit unserem Poler zu teilen. Die anderen Gäste haben dummerweise nichts abgegeben.
Und schon geht´s wieder rauf auf´s Mokoro und nochmals für 2 oder 2 1/2 Stunden werden wir durch dieses sagenhafte Delta geschippert. Einfach KLASSE!
Wir sehen während der Fahrt jede Menge Vögel, einige Zebras, die schon erwähnten Antilopen und als Krönung vom Mokoro aus noch eine kleine Herde Elefanten.
Nie hätten wir uns das erträumen lassen - wir im Delta in den Mokoros und es laufen uns Elefanten über den Weg. Ein wenig mulmig war uns schon, aber zu unserer Überraschung waren die Elis sehr sehr scheu.
Wir konnten die Elefanten bestimmt 15 Minuten beobachten, aber irgendeine unbedächtige Bewegung, und schon waren sie weg. Und zwar schnell. Aber was für ein Erlebnis.:)
Wir würden die Mokoro-Tour jederzeit wieder machen. Man muss sich nur auf die Natur einlassen. Dann bereut man keine Minute.
Man braucht auch ein bisschen Kondition, denn man sitzt immerhin rund 5 Stunden im Mokoro. Zwar hat´s da so Hartschalensitze, aber wenn jemand kreuzgeschädigt ist, dann hat er schon zu tun.
Unsere Poler leisteten Schwerstarbeit. Wenn man bedenkt, dass wir hier wie die Könige durch das Delta gestakt wurden und diese Leute für diese Arbeit grad mal 5 USD am Tag verdienen, da schämt man sich als Tourist schon fast. Aber - die Poler hatten mit uns und wir mit den Polern jede Menge Spass.
Pünktlich um 16:00 Uhr waren wir wir wieder im "Mokoro-Hafen" und unser Speedboat wartet schon auf uns, um uns wieder zurück nach Maun zu bringen. Wir haben unseren Polern vorher aber noch gerne ein Trinkgeld gegeben und im Bottleshop eine Runde Bier zusammen getrunken.
Nach unserer Rückkehr in die Stadt haben wir uns noch die Thamalakane-River-Lodge angeschaut. Auf uns machte dieses Haus keinen besonders guten Eindruck.
Zwar liegt die Lodge wunderschön am Fluss mit einem tollen Sonnenuntergang, aber der Pool war so trüb, dass man nicht mal den Boden sah. Den konnte man höchstens erahnen, ich wäre da nicht reingegangen.
Das Restaurant liegt sehr schön mit Blick auf den Fluss, das sah alles sehr gepflegt aus, allerdings die Aussichtsplattformen direkt am Fluss, wo wir uns ein feines Gläschen Chardonnay gönnten, waren in schlechtem Zustand. Ein Besen würde da nicht schaden, dann wär´s zumindest für´s Auge leichter zu ertragen.
Die Zimmer haben wir von der Thamalakane nicht gesehen, die sollen aber superschön sein.
(schöner Blick bei der Thamalakane-Lodge)
Wir waren mehr als zurfrieden, aber sehr müde, als wir um 18:00 Uhr ins Discovery Bed and Breakfast zurückkamen und freuen uns schon auf das heutige Dinner.
ÜN: Discovery-Bed-And-Breakfast 450 Pula für Zwei incl. breakfast
Dinner: Hühnchen in Currysoße, Hühnchen in Paprikasoße, drei verschiedene Salate, Kartoffelgratin und zum Dessert einen Käsekuchen im Glas. 125 Pula p.P., dazu wieder eine Flasche Chardonnay und das eine oder andere Savanna dry. Es war ein sehr gutes Dinner.
Fazit: Discovery Bed and Breakfast wäre für uns in Maun auch beim nächsten Mal die erste Wahl. Die Besitzer, Marije und Rene, sind außergewöhnlich herzlich. Das Essen war gut und preiswert, auch die Nebenkosten war alles im grünen Bereich. Zwar ist die Lodge schon sehr rustikal und braucht ein bisschen Eingewöhnung. Aber unter dem Strich war´s für uns, vor allen Dingen auch, was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt, ein gelungener Auftakt in Botswana.