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THEMA: Beurteilung Campsites März/April 2010
26 Apr 2010 13:48
#137796
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Liebe Bald-nach-Namibia-Reisende,
wir hatten im März/April 24 Tage unvergesslich schöne Tage mit Zelt und Toyota Hilux in Namibia. Ich erspare es mir an dieser Stelle zu schreiben wie schön es war, sonst muss ich wieder weinen... Nachdem unsere Route geplant war, war das Forum für uns eine große Hilfe die passenden Campsites zu finden. Die vielen Insidertipps sind unbezahlbar und schlagen jeden Reiseführer. Nachdem wir uns so langsam wieder in D eingefunden haben, will ich mich mal auf machen, unsere Erfahrungen in Hinsicht auf die Campsites, auf den wir gewesen sind, kurz zusammenzufassen. In der Hoffnung, dass dies für zukünftig Reisende vielleicht auch eine Hilfe sein könnte. Für uns war es das. Fragen auch gern per PN. Hier ist erstmal ein Überblick über unsere Route und die Übernachtungen, die Beschreibung der Campsites kommen dann kleckerweise. Tag 1 Kalahari Kalahari Bagatelle Gameranch Tag 2 Kalahari Kalahari Bagatelle Gameranch Tag 3 Fishriver Canon Roadhouse Tag 4 Fishriver Canon Roadhouse Tag 5 Aus Klein aus Vista Tag 6 Aus Klein aus Vista Tag 7 Tirasberge Koiimasis Tag 8 Tirasberge Koiimasis Tag 9 Soussvlei Sesriem Tag 10 Soussvlei Sesriem Tag 11 Naukluftgebirge Tsondab Valey Tag 12 Naukluftgebirge Tsondab Valey Tag 13 Naukluftgebirge Tsondab Valey Tag 14 Swakopmund Sophia Dale Tag 15 Swakopmund Sophia Dale Tag 16 Brandberg White Lady Lodge Tag 17 Brandberg White Lady Lodge Tag 18 Brandberg White Lady Lodge Tag 19 Transfer Etosha Etosha Safari Camp Tag20 Etosha Okaukuejo Tag 21 Etosha Okaukuejo Tag 22 Etosha Namutoni Tag 23 Etosha Namutoni Tag 24 Abflug Kalahari Bagatelle Gameranch: Es war unsere erste Afrikareise und wir können uns im Nachhinein keinen besseren Start dafür vorstellen. Man ist in 3 Stunden von Windhoek auf der Farm und damit mitten in der Kalahari (Zugegeben am Rand, aber es fühlt sich so an wie mitten drin, wenn man das erste Mal in Afrika ist.) Die Plätze sind schön gelegen, mit viel Platz zum nächsten Nachbarn (etwa zwischen 100 m und 300 m je nach Platz) zwischen zwei Längsdünen. Die Badehäuschen und Duschen sind Weltklasse, Feuerholz gibt es umsonst. Strom gab’s bei uns nicht, haben wir aber auch nicht vermisst. Das Personal ist super freundlich (Zur Begrüßung gibt es im Übrigen einen Drink!). Wir haben beispielsweise die falschen Gaskartuschen für unseren Multifuel-Kocher gekauft, worauf hin von einem Motorrad Benzin gezapft wurde. Kaffee und super Kuchen für umsonst. Da ich das schon mehrmals hier im Forum gelesen hatte: Nach unserem Eindruck wird absolut kein Unterschied zwischen Camping- und Lodgegästen gemacht. Das kann aber auch an den wenigen Gästen liegen. Reservierung im März wohl eher nicht nötig, da außer zwei weiteren belegten Plätzen alle anderen frei waren. Wir haben eine sehr schöne Wanderung in der Kalahari gemacht (eine Längsdüne hin, quer über ein paar Dünen drüber und eine Längsdüne zurück, 10 km) und abends dann den absolut lohnenden Gamedrive. Wer Giraffen, Springböcke, Oryx, Löffelhunde, Gnu und Co schon kennt, den haut’s vielleicht nicht vom Hocker. Für uns war die Fahrt durch die Kalahari mit einem sehr netten Guide, der alle Fragen beantworten konnte, genau der richtige Einstieg. Fazit: Absolute Empfehlung Canon Roadhouse: Die Fahrt über den Köcherbaumwald und Giants Playground zum Canon Roadhouse ist entspannt machbar. Auch hier werden wir wieder sehr, sehr freundlich im vielleicht etwas kitschigen Canon Roadhouse empfangen. Die Stellplätze unter teilweise sehr großen und alten Kameldornbäumen sind dann wieder sehr schön und ausreichend weit auseinander. Es gibt hier aber schon einige Plätze, die schöner sind als andere... Personal wieder super nett. Unser Mädchen am Empfang hat sich nicht davon abbringen lassen uns nach ihrer Schicht noch Leim für die Schuhe zu bringen, da diese sich in Auflösung befanden. Bad und Dusche sind allgemeine Anlagen, aber, wie überall auf unserer Fahrt, sehr sauber und wirklich schön aus Natursteinen und schönen Fliesen angelegt. Ausreichend viele. Auslastung des Camps lag bei ca. 50%, man wäre also auch gut so unter gekommen. Am Canon ist man dann in etwa 45 Minuten. Wir waren morgens bis mittags am Canon, dann ein Abstecher zur Canon Lodge, in der es auch for free Torte und Kaffe gibt, da Roadhouse und Canon Lodge zusammen gehören (mein Gott, das hört sich so an, als würden wir nur Kaffee trinken und Kuchen essen). Abends dann einsames Kochen am Sunsetpoint, Weltklasse! Das war’s erst mal für heute. To be continued… |
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Letzte Änderung: 03 Mai 2010 15:47 von homer172.
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26 Apr 2010 15:14
#137811
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Hallo!
Danke schon mal für die ersten Infos. Da wir selber im Oktober auf der Bagatelle campen, hast du meine Freude auf Aufenthalt noch vergrößert. Bin schon sehr gespannt auf die weiteren Infos. lg, Tanja |
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03 Mai 2010 11:39
#138566
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So weiter gehts mit Klein Aus und Koiimasis...
Klein Aus Vista: Am frühen Nachmittag sind wir dann in Klein Aus Vista eingetroffen, nachdem in unserem Hilux ein buntes Lämpchen leuchtete, dessen Bedeutung sich auch mit Handbuch nicht erschloss. Der bärtige Mechaniker in Aus meinte nur: „Ihr habt Öl, ihr habt Wasser, euer Auto fährt. Was wollt ihr mehr?“ Damit haben wir uns zufrieden gegeben und es ging die verbleibenden 4500km auch gut... Wir wurden wieder äußerst nett in Klein Aus empfangen. Die Stellplätze sind etwas dicht beieinander aber sehr schön am Beginn eines Tals gelegen. (Auf dem Bild sieht man die Stellplätze von oben…) Da wir relativ früh da waren, konnten wir unseren zugewiesenen Stellplatz auch ohne Probleme noch ändern. Aufgrund der Schulferien in SA waren die Plätze am Abend dann auch relativ voll, aber nicht unangenehm oder laut. Duschen wieder sehr schön angelegt. Das Gebiet ist wirklich traumhaft und es gibt eine Menge kleine und größere Wanderungen. Wir haben am 1. Abend den Sunset Trail und ein Stück Schutruppen Trail und am 2. Tag den 12 km langen Geisterschlucht Trail, an dessen Ende man eine traumhafte Aussicht hat, gemacht. Sehr empfehlenswert! Am Abend haben wir dann wieder eine Fahrt unternommen, von der ich etwas enttäuscht war, weil ich eigentlich einen Tagesausflug in die Sukkulenten Karoo machen wollte, der aber nicht zustande gekommen ist, da wir die einzigen Interessierten waren. Die Fahrt wäre eigentlich auch erst ab 4 Personen gewesen, aufgrund meines traurigen Gesichtes haben die netten Jungs und Mädels es aber dennoch möglich gemacht. Anschließend Essen im Restaurant, mit herrlichem Ausblick auf den Abend- und Nachthimmel. Das Menü war wirklich sehr, sehr gut. Wie hier im Forum schon oft geschrieben: Absolute Empfehlung. Fazit: Ebenfalls eine Empfehlung, besonders für wanderwütige, eben wegen der vielen Touren. Da es uns hier so gefallen hat, haben wir auch auf Kolmanskop und Lüderitz verzichtet und lieber die Gegend per Fuß erkundet. Ranch Koiimasis: Wie hier schon oft geschrieben ist die Anfahrt zur Ranch über die D 707 wirklich wunderschön. Links tauchen die roten Dünen der Namib auf, rechts die teilweise grünen Hänge der Tirasberge. Wir wurden dann von einer etwas aufgedreht wirkenden, aber sehr freundlichen Anke empfangen und haben direkt eingelegtes Kudu- und Straußenfleisch für die beiden Abende geordert. Beides war Weltklasse!!! Die Stellplätze sind, wie hier schon oft beschrieben, wirklich herrlich. Es gibt nur drei davon, etwa 100 m voneinander entfernt und immer an Gruppen von riesigen roten Granitblöcke gelegen. Wirklich wunderschön angelegt, genau wie die sanitären Anlagen, die an dem Rücken eines solchen Felsblocks angelegt sind, sodass eine Wand der Duschen direkt der Fels ist. Herrlich! Da es hier nur 3 Stellplätze gibt, sollte man schon reservieren, auch wenn einen hier wohl niemand wegschicken würde. Man kann einen lohnenden Farmrundgang machen. Am besten am Abend, da es einen sehr schönen Sunset-Felsen mit herrlichem Blick in alle Richtungen gibt. Außerdem gibt es eine kleine und eine größere Wanderung mit Start an der Fest-Inn-Fels-Lodge (wir haben die kleinere gemacht) mit jeweils spektakulärem Ausblick über die Ebene und die Tirasberge und man kann das Tal hinter den Campsites hinauf wandern (ich bin nach 1 Stunde umgekehrt, es wäre aber noch gut weitergegangen). Mit der Anke haben wir auch eine Nachfahrt gemacht, bei der man dann auch eine Menge nacktaktive Tiere (z.B. Kapfuchs, Ginsterkatze) sehen kann und den Sternenhimmel erklärt bekommt. Fanden wir ebenfalls sehr lohnend. Fazit: Unsere zweitschönste Station, landschaftlich wirklich traumhaft, ruhig und mit vielen Möglichkeiten 2 Tage zu füllen. Fortsetzung folgt… |
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03 Mai 2010 13:09
#138586
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Hallo Homer,
danke für deine Tipps und die schönen Bilder. Wir werden im September auf beiden Camps sein... freue mich schon drauf. LG Pascalinah |
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Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: www.cewe-community.c...n-und-botswana-69955
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03 Mai 2010 15:06
#138601
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Hallo!
Auch wir waren im April auf den meisten dieser Campsites und es hat uns sehr gut gefallen. Auf Bagatelle Kalahari sind wir leider wegen einer Autopanne erst im Dunkeln angekommen. Schade fanden wir, dass es kein Licht im Klohäuschen gab und wie man an warmes Wasser zum Duschen kam, wurde uns auch nicht erklärt. Lauwarm war es aber auch noch OK. Ansonsten ist das Gelände wirklich wunderschön. Wir haben am nächsten Morgen noch auf der Ranch gefrühstückt. Neben dem Büffet wurden uns noch Rühreier zubereitet. Von den Stellplätzen waren nur zwei belegt. Klein Aus Vista fanden wir auch sehr schön. Wir haben auch den Sunset Trail gemacht. Die Aussicht ist wunderschön! Hier waren am Abend alle Stellplätze belegt. Farm Koiimasis: Die Stellplätze sind wunderschön zwischen roten Felsen gelegen. Dort sahen wir sehr viele Klippschliefer und auch ein paar Klippspringer. Wir waren abends auf der Lodge essen, aber das hat uns nicht überzeugt. Die Portionen waren sehr klein und die Vor- und Nachspeise waren eingelegtes Obst und Gemüse. Da hätten wir mehr erwartet. Von Anke haben wir uns aber noch eingelegtes und eingeschweißtes Oryx-, Kudu- und Straußenfleisch mitgeben lassen (in Portionen à 2 Stück), das wir die nächsten Abende gegrillt haben. Das war wirklich klasse! Den Farmrundgang haben wir auch gemacht. Leider war es bei uns bewölkt, so dass die Farben der Felsen nicht so gut rauskamen. Drei der vier Stellplätze waren belegt. Gruß Katja |
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12 Mai 2010 21:54
#139578
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Sesriem:
So schlecht, wie der Platz immer gemacht wird ist er dann doch nicht. Klar, er ist viel größer und atmosphärisch natürlich weit entfernt von Tsondab oder Koiimasis, aber die Stellplätze sind eigentlich ganz nett. Die sanitären Anlagen sind Ok, vergleichbar mit denen auf Campingplätzen in Europa. Da er der einzige Platz ist, der es ermöglicht vor dem Sonnenaufgang im Vlei zu sein war er für uns ohnehin alternativlos. Wir sind am ersten Tag gegen Mittag gekommen und dann nach dem Zeltaufbau ins Vlei gefahren. Am nächsten Tag waren wir dann vor Sonnenaufgang im Death Vlei. Baked Beans in der Morgensonne mit Blick auf’s Death Vlei. Weltklasse. Wir waren den ganzen Tag dort, Abschluss Sonnenuntergang am Hidden Vlei und so erst im Dunkeln wieder zurück in Sesriem. Daher ist es auch relativ egal, wie der Platz ist. Eine Anmerkung noch: Im Shop gab es bei uns nicht wirklich etwas zu Essen zu kaufen, nicht mal Brot und den gut sortierten Shop an der Tankstelle außerhalb erreicht man nicht, da die Schranke bei Sonnenuntergang zu ist. Also vorher gut eindecken. Tsondab Valley: Um es vorweg zu nehmen: für uns der schönste Platz. Die drei Plätze (man sollte also reservieren) sind weit auseinander und man hat von allen drein einen herrlichen Blick über das Tsondab Tal mit seinen uralten Kameldornbäumen und die roten Dünen. Das absolute HighLite sind natürlich die Außenduschen, die in das natürliche Gestein gemauert sind. Duschen bei Kerzenschein mit Blick auf das von Mondlicht beschienene Tal. Wunderschön! Haben wir uns am Anfang noch über Touris am Pool lustig gemacht, kann man sich dem herrlichen Pool mit Blick über das Tal und die Dünen dann doch nicht entziehen... Apfelkuchen von Moose am Pool in Tsondab, da gibt’s nich viel Dinge, die besser sind... Man kann viele kleine und große, wirklich sehr lohnenswerte Touren machen. Zum Beispiel zum kleinen oder großen Canon in den versteinerten Dünen, auf den Hausberg (herrlich zum Sonnenuntergang mit Blick das Tal entlang, über die Dünen auf der einen Seite und in das Naukluft-Gebirge zur anderen Seite), zum Quarzriff, zum blauen Mamor oder aber einfach das herrliche Tal entlang. Wir haben dort die schönsten Kameldornbäume auf unserer Reise gesehen. Nicht zuletzt wird der Aufenthalt auf Tsondab durch die beiden Gastgeber Kristin und Hans zu etwas Besonderem. Beide sind wirklich sehr nett und man merkt, dass sie mit viel Herzblut dabei sind und wirklich eine Menge zu erzählen haben. Die Farmrundfahrt fanden wir dann auch sehr lohnend, nicht nur wegen der traumhaften Landschaft sondern eben auch, weil Kristin eine Menge über Flore, Fauna und Geologie zu erzählen weiß. Wenn es Lodge-Gäste gibt, kann man als Camper auch mit essen und wir können sagen, dass die Mischung aus bayrischem Kochbuch und Oryxfleisch das Beste war, was wir in einer Lodge in Namibia gegessen haben. Am letzten Tag haben wir von da aus einen Tagesausflug in’s Naukluft-Gebirge gemacht und sind den Olive-Trail gegangen. Das ist sehr bequem und stressfrei machbar, zumal die Anfahrt eine wirklich sehr schöne Strecke ist. Fazit: Unser Favorit! Obwohl noch viel unserer Reise vor uns lag, waren wir direkt etwas traurig von da wieder weg zu müssen. Drei Tage in Tsondab Valey waren für uns auf keinen Fall zu lang. |
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Letzte Änderung: 19 Mai 2010 11:07 von homer172.
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