Campingplatz Koiimasis (in den Tirasbergen)
Website:
Koiimasis Camping
Um es vorweg zu nehmen: Koiimasis hat es in meine „All-Time-Camping-Favorites-Liste“ geschafft!
Noch nie habe ich einen Stellplatz gesehen, welcher so harmonisch in die Umgebung integriert ist und zudem auch alles bietet was das Camperherz so begehrt.
Aber von Anfang an:
Die Anfahrt ab der D707 (übrigens eine überaus sehenswerte Strecke, auch wer nicht hier campt) zur Farm ist ganze 20 km lang. Sie ist einspurig, gut zu fahren und schon als solche wunderschön, aber zeitintensiv.
Hier ein Bild der Farmzufahrt:
Die Beschilderung auf dem Gelände war für uns dann etwas verwirrend und so fuhren wir erstmal zur Fest In Fels Lodge. Hier sind wir offensichtlich falsch, werden aber nett auf die Farm verwiesen. Dort läuten wir dann mit der berühmten Glocke, aber es ist niemand da. Also zurück zur Lodge. Nach einem kurzen Telefonat kriegen wir die Campsite 1. Dahin gefahren, ist schon besetzt. Danach gehts wieder zur Farm und dieses Mal kommt nach dem Läuten Frau Itzko an das Gatter. Wir kriegen nun die Campsite 3 und noch viele Informationen zu Aktivitäten und Wanderungen mit.
Die Campsite 3 lässt dann mein Herz höher schlagen. Sie liegt mitten in den kugeligen Felsen, ein Windschutz trennt den Stellplatz etwas ab, so dass man das Gefühl hat ein eigenes Zimmer zu haben. Etwas oberhalb hat es einen Holzkohlengrill (sozusagen mit Aussicht) und unten hat es zusätzlich noch eine Feuerstelle mit Steinsitzen rundherum. Wieder etwas oberhalb ist dann ein gedeckter Sitzbank, alles aus Stein passend zur Umgebung. Ein Baum spendet Schatten auf dem Platz.
Die Sanitäranlage ist auch ausgesprochen hübsch gemacht. Da hatte jemand ein Auge fürs Ästhetische. Direkt in den Felsen gebaut, auf der einen Toilette ein Fensterchen mit Blick in die gegenüberliegenden Felsen, alles blitzblank sauber, was will man mehr.
Man könnte hier die ganzen Aktivitäten der Lodge auch mitmachen. Wir wollen aber den Abend auf der schönen Campsite verbringen und machen darum als einziges eine Sunset-Wanderung zu einem nahegelegenen Hügel mit Vogeltränke. Achtung: Man sollte die Wanderung nicht zum Sunset sondern mindestens (ohne Hetze) 1 ½ Stunden vorher starten. Sie beginnt bei der Farm und führt über das Farmgelände immer gelben Straussenspuren auf Felsen gezeichnet nach. Sie ist absolut nicht anstrengend. Der Sonnenuntergang vom Hügel ganz alleine zu geniessen war wunderschön! Die Tirasberge sind echt ein Geheimtipp!
Da es doch nach dem Sonnenuntergang schnell dunkel wird, haben wir den Rückweg vom Hügel per Feldstecher schon mal auskundschaftet und sind auch nicht zu spät gestartet. Wir haben uns beeilt und hatten trotzdem eine gute halbe Stunde zurück zur Farm zu laufen.
Auf der Farm kann man einige Tiere sehen: Da es eine Straussenfarm ist, natürlich eine Menge Strausse aber auch viel Geflügel, Ziervögel sowie Löffelhunde und Suricate. Den eingesperrten Affen im Gehege fanden wir jedoch etwas befremdlich.
Man kann auf der Farm auch mariniertes und vakumiertes Fleisch kaufen. Bei uns gabs nur noch Oryx oder Kudu zur Auswahl. Es war das absolut beste Oryx-Fleisch, das wir in diesen Ferien assen. Feuerholz hatten wir von Klein Aus Vista mitgenommen, da es hier sehr teuer sei.
Hier ein paar Bilder des Platzes:
Hier noch ein Sunset-Foto von unserer Wanderung:
Mein Fazit: Koiimasis sofort wieder. Wir wären gerne länger geblieben!