THEMA: Campingplatzbeurteilung Namibia Sept./Okt. 2009
09 Nov 2009 08:21 #120107
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  • eggitom am 09 Nov 2009 08:21
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Hallo Cheetah13

gute Beschreibung, soweit ich sie nachvollziehen kann. Zu Bagatelle: der Strom kommt aus einer Batterie, die vom Solarpanel hinter dem Häuschen gespiesen wird. Bei uns war nach einer gewissen Zeit auch Ende Feuer (resp. Licht). Zu Klein Aus Vista: bei uns hat ein starker Wind geblasen und damit wurde es eher ungemütlich.

Den grossen Abstand zwischen den einzelnen Campingplätzen findest du fast überall in Namibia. Finde ich eigentlich schade, weil sich so kaum Kontakte ergeben. Ich hatte mir vorher immer vorgestellt, dass man nach dem Essen noch irgendwo am Feuer sitzt und Erfahrungen austauscht, aber da habe ich mich getäuscht.

Aber das ist eine rein subjektive Empfindung und das Argument Lärm vom Nachbarn sticht natürlich auch - habe ich oft genug erlebt.

lg Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)

Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
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09 Nov 2009 16:37 #120187
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  • cheetah13 am 09 Nov 2009 16:37
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kleine Ergänzung zum CP Klein Aus:

Das Sanitärgebäude hat Stromanschluß, WW über E-Boiler und es gibt Steckdosen an den Waschbecken

Uuups, da war ich wohl etwas ungenau. :blush:

Natürlich hatte es Strom im Sanitärgebäude und eine heisse Dusche hatte ich hier auch genossen.
Es gab aber keinen Strom oder Licht direkt auf dem Stellplatz, wie z.B. beim Quivertree CG.
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09 Nov 2009 16:45 #120189
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Spass beiseite, hast du zu den Unterkünften die Websites und die Preise?

Liebe Beate,

ich habe die Bewertungen noch mit der Website der jeweiligen Unterkünfte ergänzt. Die aktuellen Preise findest du sicher dort.

Lieber Thomas
Den grossen Abstand zwischen den einzelnen Campingplätzen findest du fast überall in Namibia. Finde ich eigentlich schade, weil sich so kaum Kontakte ergeben. Ich hatte mir vorher immer vorgestellt, dass man nach dem Essen noch irgendwo am Feuer sitzt und Erfahrungen austauscht, aber da habe ich mich getäuscht.

Wenn ich mir das nun so überlege, war es bei uns eigentlich auch so, dass wir eigentlich mehr in den festen Unterkünften mit anderen in Kontakt kamen. Für uns war das dann aber eine gute Abwechslung zwischen "gesuchter" Einsamkeit und netten Kontakten.
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09 Nov 2009 19:03 #120204
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Campingplatz Koiimasis (in den Tirasbergen)


Website:Koiimasis Camping

Um es vorweg zu nehmen: Koiimasis hat es in meine „All-Time-Camping-Favorites-Liste“ geschafft!
Noch nie habe ich einen Stellplatz gesehen, welcher so harmonisch in die Umgebung integriert ist und zudem auch alles bietet was das Camperherz so begehrt.
Aber von Anfang an:
Die Anfahrt ab der D707 (übrigens eine überaus sehenswerte Strecke, auch wer nicht hier campt) zur Farm ist ganze 20 km lang. Sie ist einspurig, gut zu fahren und schon als solche wunderschön, aber zeitintensiv.

Hier ein Bild der Farmzufahrt:



Die Beschilderung auf dem Gelände war für uns dann etwas verwirrend und so fuhren wir erstmal zur Fest In Fels Lodge. Hier sind wir offensichtlich falsch, werden aber nett auf die Farm verwiesen. Dort läuten wir dann mit der berühmten Glocke, aber es ist niemand da. Also zurück zur Lodge. Nach einem kurzen Telefonat kriegen wir die Campsite 1. Dahin gefahren, ist schon besetzt. Danach gehts wieder zur Farm und dieses Mal kommt nach dem Läuten Frau Itzko an das Gatter. Wir kriegen nun die Campsite 3 und noch viele Informationen zu Aktivitäten und Wanderungen mit.
Die Campsite 3 lässt dann mein Herz höher schlagen. Sie liegt mitten in den kugeligen Felsen, ein Windschutz trennt den Stellplatz etwas ab, so dass man das Gefühl hat ein eigenes Zimmer zu haben. Etwas oberhalb hat es einen Holzkohlengrill (sozusagen mit Aussicht) und unten hat es zusätzlich noch eine Feuerstelle mit Steinsitzen rundherum. Wieder etwas oberhalb ist dann ein gedeckter Sitzbank, alles aus Stein passend zur Umgebung. Ein Baum spendet Schatten auf dem Platz.
Die Sanitäranlage ist auch ausgesprochen hübsch gemacht. Da hatte jemand ein Auge fürs Ästhetische. Direkt in den Felsen gebaut, auf der einen Toilette ein Fensterchen mit Blick in die gegenüberliegenden Felsen, alles blitzblank sauber, was will man mehr.
Man könnte hier die ganzen Aktivitäten der Lodge auch mitmachen. Wir wollen aber den Abend auf der schönen Campsite verbringen und machen darum als einziges eine Sunset-Wanderung zu einem nahegelegenen Hügel mit Vogeltränke. Achtung: Man sollte die Wanderung nicht zum Sunset sondern mindestens (ohne Hetze) 1 ½ Stunden vorher starten. Sie beginnt bei der Farm und führt über das Farmgelände immer gelben Straussenspuren auf Felsen gezeichnet nach. Sie ist absolut nicht anstrengend. Der Sonnenuntergang vom Hügel ganz alleine zu geniessen war wunderschön! Die Tirasberge sind echt ein Geheimtipp!
Da es doch nach dem Sonnenuntergang schnell dunkel wird, haben wir den Rückweg vom Hügel per Feldstecher schon mal auskundschaftet und sind auch nicht zu spät gestartet. Wir haben uns beeilt und hatten trotzdem eine gute halbe Stunde zurück zur Farm zu laufen.
Auf der Farm kann man einige Tiere sehen: Da es eine Straussenfarm ist, natürlich eine Menge Strausse aber auch viel Geflügel, Ziervögel sowie Löffelhunde und Suricate. Den eingesperrten Affen im Gehege fanden wir jedoch etwas befremdlich.
Man kann auf der Farm auch mariniertes und vakumiertes Fleisch kaufen. Bei uns gabs nur noch Oryx oder Kudu zur Auswahl. Es war das absolut beste Oryx-Fleisch, das wir in diesen Ferien assen. Feuerholz hatten wir von Klein Aus Vista mitgenommen, da es hier sehr teuer sei.

Hier ein paar Bilder des Platzes:





Hier noch ein Sunset-Foto von unserer Wanderung:



Mein Fazit: Koiimasis sofort wieder. Wir wären gerne länger geblieben!
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09 Nov 2009 19:23 #120208
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Campingplatz Sesriem (beim Eingang Sossusvlei)

Website: Sesriem Camping

Die Buchung dieses Camps (übrigens unbedingt vorreservieren!) haben wir nur vorgenommen, da wir den Vorteil des Camps nutzen wollten, am Abend eine Stunde später den Park verlassen und am Morgen eine Stunde früher betreten zu können.
Es ist ein staatliches Camp, wir erwarteten das Schlimmste;-) Aber ehrlich gesagt, so schlimm wars gar nicht.
Vor dem Einchecken wird immer zuerst die Permit-Sache erledigt (war übrigens auch im Etosha so -> bevor man das Permit bezahlt hat, gibts nichts). Das Permit gilt 24h. Dann wird uns die Campsite 20 zugewiesen. Sobald wir dort sind, wissen wir, warum wir gefragt wurden, ob wir einen 4x4 hätten: Die Zufahrt direkt zum Stellplatz ist sehr sandig, wir müssen den 4x4 zuschalten.
Ich finde den Stellplatz gar nicht so übel. Er ist gross und hat einen schattigen Baum. Nur die drei Mülltonnen stören etwas das Bild und der Wind lässt sie dann auch die ganze Nacht quitschen.
Ja, die Sanitäranlagen waren nicht eben die saubersten, aber für eine Nacht lässt sich das aushalten.
Die Bar gleich neben unserem Stellplatz wurde nicht in Betrieb genommen, dafür schien in der Siedlung nebenan eine Party im Gang zu sein. Jedenfalls war die Musik (und der Bass!) ziemlich laut bis spät in die Nacht. Und um 4 Uhr setzte dann der Wind ein. Wir standen wie alle andern hier auf dem Platz um 5 Uhr in der Früh auf und bauten unser Dachzelt in einem regelrechten Sandsturm zusammen.
Übrigens, wir standen 5 vor 6 Uhr Morgens am Gate (offizielle Toröffnung für Campinggäste 6 Uhr) und wurden, nach Kontrolle des Permits, ohne Anstehen reingelassen. Wir waren sicher nicht die Ersten, denn vor uns hatten schon einige Autos den Campingplatz verlassen. Also nahm man es (wenigstens an diesem Tag) nicht so genau mit der Zeit. Da hatte ich auch schon anderes darüber gelesen.

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09 Nov 2009 19:25 #120209
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  • Singing Rock am 09 Nov 2009 19:25
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Hallo cheetah 13,
nach deinem Bericht freue ich mich schon besonders auf Koiimasis!
Sind alle Campsites so schön oder ist Nr.3 besonders zu empfehlen?

Grüße Singing Rock
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