Hi Thierry,
Ok, da sind also mal keine Anfänger unterwegs
Thierry schrieb:
Klar: Anfang April = Regenrisiko, Flussbettüberquerung max. bis zum Knie, 2 Reservereifen, 4x4-Camper Ford-Ranger long-range vollausgestattet (160L), high-clearance, no snorkel, Reifen-Flickzeug, Bergungsmaterial inkl. Air-Jack und Sandmatten, SAT-phone, Walkie-Talkie, Drohne. 9. Reise in ZA und NAM = kein reine Anfänger mehr aber noch keine Profis!
Wir möchten den Damaraland und den östlichen Kaokofeld bis Epupa und Ruacana - routenmässig je nach Wetter flexibel - bereisen - möglichst je nach Strecke mit anderen Fahrzeugen (sofern wir Begleiter finden).
Nur als Tipp: "max. bis zum Knie" würde ich bei einem schnell) fließenden, breiten Fluss nicht mehr fahren. Das gilt eventuell für stehende Gewässer. Je nach Fließgeschwindigkeit kann auch Hälfte des Schienbeins schon fast zuviel sein.
Thierry schrieb:
* KAOKOFELD: Olifant Song Übergang passierbar => Huanib Flussbett möglich, sonst D3707 bis nach der Depoort nutzen, sonst D3707 bis Purros. Dort breite Passage u.U. mit Unterstützung der Dorfbewohner. Am liebsten den Purros-Canyon...ohne Wasser. Von Orupembe bis Purros soll es schwierig sein...Tracks: Opuwo, Epupa, Ruacana sollen - mit niedrigem Kunene - kein Problem sein.
Habt Ihr dazu weitere Infos, Bedenken bzw. Warnungen?
Purros Canyon hat praktisch immer zumindest ein bisschen Wasser. Wir sind den vor kurzem als erste nach den Jänner (oder Dezember?) Regenfällen gefahren. Es ging, war kein Problem, aber du hast halt laufend Wasserdurchfahrten, wobei der Untergrund nicht schlammig sondern sandig ist und das Wasser max. 5-10cm hoch ist. Zudem fließt es sehr langsam. Musst du dich in Purros erkundigen und gegebenenfalls mal versuchen. Wenn's zu risky wird, dreht man halt um, bevor man sich weiter "reinreitet".
Purros-Orupembe ist das geringste Problem in dieser Gegend. Das kannst du - falls trocken - entweder über den Hoarusib Riverbed-Trail fahren oder weiter westlich über die D3707. War jetzt im Februar eigentlich gut befahrbar.
Das Problem ist dann (derzeit) nach Osten Richtung Opuwo zu kommen. Die D3707, die nach Osten geht und den Hoarusib mehrfach kreuzt, ist angeblich genau dort zerstört. Haben wir mehrfach vor Ort mitgeteilt bekommen, es aber selbst nicht verifiziert.
Die D3703, die von Orupembe nach Osten nach Etanga führt, ist derzeit im Bereich des Passes nördlich von Otjihaa auch sehr schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Haupttrack, der schon vor Jahren mühsam war, ist weggespült. Es gibt einen Sidetrack aber da sind ~ 5 Minuten steil bergauf inkludiert mit Untersetzung und 1. Gang gesperrt (in der Automatik des Landcruisers). Da muss man dann am Gas bleiben, stehenbleiben ist dort nicht. Ausser dieser Schlüsselstrecke (und einer weiteren kleinen Bergaufstrecke kurz danach) ist es aber zumindest fahrtechnisch ganz OK. Dauert halt "ewig", wir haben dort vor kurzem für
40 Kilometer Korrektur, es waren 90 Kilometer 5:15 Stunden gebraucht.
Von Opuwo nach Epupa und weiter nach Ruacana ists - wenn der Kunene keinen hohen Wasserstand hat - sicher OK. Epupa-Ruacana müsstest du dich halt in Epupa erkundigen, die sind dort in der Regel ganz gut informiert, ob die par Flussquerungen befahrbar sind oder nicht. Zur Not musst du halt wieder untenrum fahren.
Thierry schrieb:
* DAMARALAND: Über Tracks4Africa kann man etliche Tracks erkennen, allerdings nicht davon den Schwierigkeitsgrad. Unsere Übernachtungen: 1x Spitzkope, 1x Lady-Lodge, 1x Outside, 2x Mowani, 1x Ongogo Waterfalls. Es geht um die Strecken zwischen diesen Orten/Campsites und damit verbundenen Sehenswürdigkeiten. Habt Ihr dazu tracks-Empfehlungen?
Wie kann man in diesem Forum gleichzeitig an 2 Personen dasselben schreiben?
Herzlichen Dank für Euere Mühe und Interesse.
Damaraland ist zwar sehr sehr einsam und steinig, aber nicht besonders schwer zu befahren (Divorce-Pass Nähe Ugab Rhino Camp eventuell ausgenommen). Man muss halt immer mit Reifenschäden rechnen, genug Wasser mithaben etc. Aber da seid ihr offenbar ohnehin erfahren. Von der White Lady Lodge würde ich Richtung Nordwesten fahren, das ist halt wirklich üble Straße. Wellblech und Steine ohne Ende. Stellt euch auf viel Gerüttel ein. Dann Goantagab Richtung Westen und - je nach dem wieviel Zeit ihr habt - noch weiter nach Westen und durch's Desolation Valley nach Norden. Dort trefft ihr dann auf den Huab. Dem kann man dann wieder nach Osten folgen Richtung Twyfelfontein und Mowani. Zwischenübernachtung ist da sicher kein Fehler, an einem Tag ist das nicht wirklich sinnvoll machbar. Von Mowani zu den Waterfalls bleibt am Besten auf der Gravelroad, das wird euch freuen, nach den zwei Tagen Gerüttle und Geschüttle.
Hope that helps a little.
lg Wolfgang