Hi,
sooo, nach ein 7 Jahren Abstinenz (harte Zeit, aber gut überbrückt mit diversen anderen schönen Ländern) fliege ich Mitte April mal wieder nach Namibia. 17 Tage hab ich, mit einem Kumpel, plus Hilux mit Dachzelt. Das letzte Mal hab ich eine klassische Ersttätertour mit weiblicher Begleitung gemacht (Naukluftberge (schön verlaufen, am 2. Tag, mit zuwenig Wasser), Sossuvlei, Skakopmund, Spitzkoppe, Erongo, Ugab, Etosha, Mt. Etjo, Waterberg, Windhuk), diesmal soll es etwas "abenteuerlicher" und einsamer werden und wir wollen unbedingt erste "Kaoko-Luft" schnuppern.
Damit ich nicht mehr oder weniger die gleiche Tour wie beim letzten Mal fahre und mein Kumpel auch schon einige der Highlights kennt, bin ich gerade am Recherchieren und wollte Euch mal um Rat fragen. Zur Einordnung: Ich hab Offroad-Erfahrung, würde mich aber insgesamt doch eher als Anfänger einstufen, es sollen also keine zu krassen Routen werden.
Erster Stop wäre 3h von Windhuk, Valley of 1000 Hills. Weiter nach Sossuvlei (2 Nächte). Sossusvlei war ich zwar schon 2x, aber ich kann nicht nach Namibia, ohne mir das anzusehen, das ist einer der "5 magischsten Orte", die ich auf der Welt kenne. Bis dahin haben wir auch schon was gebucht.
Danach ist alles offen, wir wollen aber unbedingt ins Kaokoveld und zum Abschluss nach Etosha, Viecher finden.
Also hab ich mir folgendes überlegt:
1. Weiter soll es nach Swakopmund gehen, kurzer Stop am Pink Lake in Walvis Bay, einen Abend in Swakopmund, dann weiter, Cruise zum Pelican Point, Quad, Living Desert Tour, ist alles nicht drin, alles schonmal gemacht, die Stadt ist wirklich nur ein Zwischenstop, Vorräte auffüllen und einmal Zivilisation.
Aber wie von Sossusvlei nach Walvis Bay?
Über Maps habe ich eine (bei Maps namenlose) Pad gefunden, die etwa auf Höhe Kuiseb Canyon von der C14 nach Südwesten abbiegt und dann bei Gobabeb auf die D1983 trifft, da gibts ja diesen nette Wissenschaftler-Camp. Die D1983 führt dann schön an den Dünen entlang, mal näher, mal weiter entfernt.
Lohnt sich diese Alternative Route zur "Direttissima" C14 nach Walvis Bay? Ich hab hier was von Permits gelesen, in Windhuk oder Sw. zu besorgen. Oder gilt das "Naukluft-Ticket" von Sossusvlei auch für die Gegend?
2. Küste hoch. Nach 25 Jahren wollte ich doch mal wieder eine Nase voll Seelöwenmist in Cape Cross nehmen. Dann irgendwie Richtung Palmwag als Start fürs Kaokoveld. Nur wie?
Weiter bis Mile 108 und dann über die D2303 in Schlangenform bis zur Südseite des Brandbergs, dann nach Uis? Irgendjemand hat mir mal letztens gesagt, Brandberg von Südwesten aus über den Messum Krater wäre wirklich übel, aber vielleicht meinte er gar nicht die D2303, sondern "direkt" ab der Küste.
Alternativ wäre eben: Zurück bis Henties Bay und dann über die C35 bis Uis, dann weiter Richtung Palmwag.
Oder die Küste weiter hoch und vor Torra Bay auf die C39 bis Palmwag. Klingt für mich eher nicht so spannend, soviel Küste und sooo eilig haben wir es nicht.
Klar, über Spitzkoppe ginge auch, die kenne ich aber schon. Aber so ne Einöde ist schon sehr mein Ding.
Oder die Robben einfach ganz weglassen, ginge auch.
Schwierig, schwierig. Habt Ihr weitere Ideen für mich?
3. Kaokoveld:
Dazu habe ich hier schon eine Menge gelesen und einen Kumpel befragt. Derzeitiger Plan wäre von Palmwag bis Warmquelle auf der C43 und dann ab Sesfontein die D3707 als "Loop" zu fahren, Purros, Orupembe, bis Opuwo.
Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie lange man für diese Loop braucht. Sind 3 Tage okay?
Aufgrund der Empfehlung meines (Internet-)Bekannten würde ich mich - todesmutig!

- tatsächlich mal in ein Flussbett wagen, und zwar in das des Hoanib, zumindest die 18km bis Elephant Song Camp sollten doch machbar sein für uns (klar, kurz nach Ende der Regenzeit muss man das vor Ort checken, hab gerade hier im Forum dazu was aktuelles gelesen). Ich denke, das könnte ein guter Einstieg sein.
Habt Ihr noch andere Ideen, was in der Gegend ich besonders lohnenswert und technisch nicht zu anspruchsvoll wäre? Straßen oder Trockenflüsse, meine ich, irgendwelche Verbindungen, die mich dem nächsten Ziel, Etosha, irgendwie näher bringen. Gern mit Wildcampen, Camps sind aber auch voll in Ordnung.
4.
Eigentlich würde mich der ganz hohe Norden, Epupa, Hartmanns Valley, oder auch eine Fahrt entlang der Grenze zu Angola Richtung Ruacana reizen, aber ich glaube, das ist zu weit im Norden, das wäre zuviel Fahrerei und/oder zu anspruchsvoll, soweit ich das rauslesen konnte. Das muss wohl fürs nächste Mal warten.
Oder kommt man da von Opuwo aus einigermaßen gut hin? Wären ja bis Epupa "nur" 180km....und dann auf der D3700 an der Grenze/am Fluss entlang bis Ruacana (200km), bis zum Galton Gate/Etosha (200km). Also über 600km Strecke ab Opuwo. Opuwo direkt zum Galton Gate wären 195km, Flachland, easy.
Ich hab keine Ahnung, ob sich die Ecke lohnt, ist die Fahrt am Kunene entlang sehenswert, was könnte einen da noch anlachen außer den Fällen? Ich hab da keine große Vorstellung und finde wenig.
Wer weiß mehr?
Oder ist gar die Strecke "obenrum" beim Etosha, also die C46/B1, bis zum King Nehale Gate, eine gute Variante? (Sieht auf der Karte eher nicht so aus).
Also, vielen Dank schonmal, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt. Ich bin gespannt, was Ihr für Ideen oder Tipps habt.
Grüße
Christian