THEMA: Namibia Offroad
05 Nov 2025 11:14 #715450
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  • MaHe am 05 Nov 2025 11:14
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Hallo Michael,

tolle Route mit ein paar der schönsten Ecken habt Ihr vor und dann noch vier Wochen am Stück. Da bin ich fast ein bisschen neidisch. ;)
Bis auf den Messum Krater sind wir alles, was Ihr vorhabt, 'mal gefahren' aber eben nicht am Stück, sondern über diverse Urlaube verteilt.

Khowarib Trail und Little Serengeti bin ich bei Wolfgang, da reicht locker eine Nacht. Wir sind seinerzeit von der Ongongo Campsite nach Hoada (also in Erwee durch den Vetfence) an einem Tag durchgefahren, das war schon ein ziemlicher Ritt. Andererseits sind wir (unser individuelles Ding auch weil wir allein unterwegs sind) nicht so die ambitionierten Wildcamper, wenn Siedlungen in der Nähe sind.

Der Khaudum ist toll, wir waren vor knapp zwei Jahren dort. Mit einem relativ neuen Mietwagen und einem evtl. weniger kulanten Vermieter hätte ich vor der Fahrzeugrückgabe etwas Bauchschmerzen. Ich zitiere mich aus dem damaligen RB mal selbst, wobei wir bei der nördlichen Zufahrt nicht dem Maintrack (der auch von LKWs benutzt wird), sondern eine schmalere, westlich gelegene Zufahrt genutzt haben:
Tja, und dann ging es quasi direkt in die Büsche, wir fuhren eine ausgefahrene, tiefsandige Spur, die mitten durch die Vegetation verlief. Ausweichen war unmöglich und die Äste schrammten laufend links oder rechts oder gleichzeitig auf beiden Seiten am Auto lang. Mit eigenem Auto blutet einem das Herz, mit gemietetem Auto vermutlich das Portemonnaie bei der Rückgabe… und das sollte 50-60 km so gehen, bevor wir überhaupt den Khaudom erreichen würden.

Das Problem mit den Büschen, die in die Fahrspur reinragen (und man kann wegen der ausgefahrenen Spuren im Tiefsand quasi nicht ausweichen) bezieht sich aber auf den gesamten, nördlichen Teil des Khaudum.

Generell finde ich den Khaudum toll, die Elefantendichte (aber in unserem Fall auch deren Aggressivität) sind schon was besonderes. Ich will da garantiert auch noch mal wieder hin aber ich finde, dass der bei Eurer Planung irgendwie 'unpassend angeflanscht' wirkt.
Sofern Ihr auch überzeugte Wiederholungstäter seid, würde ich den fast auf einen anderen Urlaub in Kombination mit dem Caprivi einbauen und die gewonnene Zeit im Nordwesten einplanen (via Puros z. B. hoch zum Marble Camp oder so...).

Das nur als ein bisschen Input von mir.

Gruß
Henning
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05 Nov 2025 12:51 #715458
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  • Topobär am 05 Nov 2025 12:51
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Hallo Michael;

vieles wurde schon geschrieben, weshalb ich nur auf einige Details eingehen will.

Anstelle über den Doros Crater würde ich die Strecke durch den Zebra-Canyon und Gai As ins Desolation Valley empfehlen. Den Zebra-Canyon erreicht Ihr eine Zufahrt in den Ugab westlich der Zufahrt zum Rhino Camp. beeindruckende Landschaft und jede Menge schöner Spots zum Wildcampen.

Im Khaudom wurde in den letzten Jahren viel investiert. Zwei luxuriöse Campsites und modernisierte Wasserlöcher mit Hides. Wir waren schon mehrfach in der Regenzeit dort. Man hat in dieser Zeit nicht den Eindruck in einer Halbwüste zu sein. Alles ist saftig grün. Der Park ist sehr einsam. Meist sieht man den ganzen Tag über kein anderes Fahrzeug. Die besten Tierbeobachtungsmöglichkeiten hat man in den fossilen Flusstälern, da dort die Vegetation offener ist. Die Tiere sind Fahrzeuge nicht gewohnt, weshalb die Fluchtdistanz größer als z.B. im Etosha NP ist. Gerade in/nach der Regenzeit sind die Wege ziemlich zugewachsen und es gibt "Straßensperren" durch von Elefanten umgeschmissene Bäume, die man umfahren muss. Die Anfahrt von Norden ist noch immer eine der anspruchsvollsten Tiefsandstrecken, die ich kenne. Ich empfehle L4 und 1,0bar vorne / 1,2 bar hinten.

Wir haben immer den Bushcamper von Bushlore gemietet und wurden nie enttäuscht. Ist zwar teurer als manch anderer Vermieter, aber Fahrzeuge und Ausrüstung sind sehr gut. Sollte es doch mal zu Problemen am Fahrzeug kommen, waren wir sehr zufrieden mit dem Support von Bushlore. Außerdem bietet Bushlore für seine Kunden einen kostenlosen Buchungsservice für die Unterkünfte und Campsites.

Alles Gute
Thomas
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05 Nov 2025 13:24 #715459
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  • chrigu am 05 Nov 2025 13:24
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Hallo Michael

ich bin immer wieder gerne in den Gegenden unterwegs die du beschreibst. Siehe meine letzte Tour vor ein paar Wochen: findpenguins.com/7pt...ip/namibia-nord-tour

Was du immer bedenken musst ist die Jahreszeit. Es kann sein, dass du im April/Mai die Trockenflüsse nur bedingt oder gar nicht befahren kannst. Das war dieses Jahr so. In anderen Jahren klappt es ganz gut. Haltet aber auch einen Plan B bereit.

Obwohl wir jetzt auch Palmwag Konzession-Hoanib-Forgotten Valley-Etosha-Divundu und Khaudum gemacht haben, bin ich eigentlich eher ein Freund das in zwei Touren aufzuteilen. Dann ist eine Tour mehr im Westen und Nordwesten. Die zweite Tour dann eher Caprivi und Khaudum. Die Gebiete liegen doch auch weit auseinander.

Wenn ihr schon Mirabib macht, dann würde ich mir auch überlegen das Fahr und Offroadtraining auf Ababis noch einzubauen. Das tut mit jedem Mietwagen gut und gibt dir Sicherheit für die weitere Reise.

Beim Messumkrater ist wichtig, dass du den richtigen Einstieg nutzt und wirklich durch das Messum Flussbett fährst.
Siehe: die-besten-touren.de...swakopmund-zum-ugab/

Ich fahre vom Rhino Camp (dieses Jahr im April nicht machbar) gerne Richtung Norden bis zum Huab. Das ist die schnellste Variante. Wenn du Oben an eine Gabelung kommt, dann mag ich den Weg rechts (Doros) am wenigsten. Wenn ich Zeit habe nehme ich den Weg links über Gai-As zum Huab. Der Huab kann im April schwierig sein.

Von Palmwag aus durch den Crowthers Trail zum Hoanib ist toll. Mach es gemütlich. Die Fahrt kann sonst sehr anstrengend sein. Das Highlight ist der Hoanib, sofern er befahrbar ist. Schaut euch unbedingt auch den Aussichtspunkt bei The Poort an.



Am besten ist die Ausfahrt aus dem Hoanib bei der Hoanib Valley Lodge. Ihr kommt dann zu den Giribes Plains mit dem Leopard Rock (oder Signal Hill).



Auch die Khowarib Schlucht ist stark Wetter abhängig. Ich mag die Khowarib Schlucht sehr gerne. Es ist aber in gewissen Gegenden sehr Tiefsandig und puderig.
Falls ihr Lust auf eine Selbstversorger Lodge habt, gibt es etwas nördlich die ganze neue Forgotten Valley Lodge. Es ist eine Spannende Fahrt von Warmquell dahin. Ihr seid dann nahe bei der Etosha. Das Highlight bei der Lodge sind tausende Rosenkopf Papageien.





Wegen der Brände im Westen der Etosha würde ich mir keinen Kopf machen. Bis im April wird es da wieder viel Gras geben.

Ich würde immer versuchen noch bis zu den Popafalls zu kommen und da im Mahango oder Buffalo Core einen Ausflug machen. Die Tierwelt ist so anders und wirklich toll.

Beim Khaudum Camp wird aktuell die Lodge wieder gebaut. Dadurch ist die Zufahrt aus Norden noch mehr ausgefahren als sonst. Ich mag den Park, bin immer wieder da. Dieses Jahr waren aber wirklich wenig Tiere unterwegs.

Nicht vergessen solltest du die Naye-Naye Gegend mit den Baobabs, wenn du schon mal da bist.



Viel Spass bei der Vorbereitung und deiner Reise!

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Letzte Änderung: 05 Nov 2025 15:22 von chrigu.
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05 Nov 2025 21:35 #715498
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Hallo euch allen,

Besten Dank für die weiteren sehr spannenden Inputs, da kommt wirklich ganz viel zusammen...

Es fällt immer wieder, dass der Khaudum extrem tiefsandig und schwierig zu befahren ist. Wir sind nun zwei mal die Zufahrt in die Central Kalahari von New Kennt ihr allenfalls die Zufahrt über New Xade zum Xade Gate und später zur Piper Pan gefahren. Die 80km waren super tiefsandig und auch sehr anstrengend mit den nahen Büschen auf der Nebenpiste. Die Hauptpiste war aber aufgrund der tiefen und breiten Lastwagenspur fast nicht fahrbar. Kennt ihr diese Strecke und wie vergleicht sich diese mit der Nord-Zufahrt zum Khaudum?

Die Route habe ich ungefähr so zusammengesetzt, da wir viele dieser Gegenden in der ersten Namibia-Reise entdeckt haben und uns gesagt haben, dass wir irgendwann dafür retour kommen wollen. Den Caprivi haben wir im 2021 schon durchfahren und gerade mit einer mehrtägigen Bootstour im Kavango mit Dan wunderbare Gegenden erlebt. Da möchten wir aktuell aber nicht gerade mehr hin.

Und merci Chrigu für den Hinweis zum Wetter. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Thema Regen ab Mitte April in Namibia nicht mehr auf dem Radar habe. Das wäre dann tatsächlich schön für Namibia, wenn es nochmals viel regnen würde, aber dann doch schade für uns, wenn diese Flusstäler alle nicht fahrbar wären.

Wir optimieren die Reise mal noch etwas und müssen jetzt aber bald mal schauen, ob wir wirklich nächsten April hin wollen oder diese Route noch etwas aufschieben... Wir werden sehen...

Nochmals besten Dank für alle Inputs und einen schönen abend, Michael
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06 Nov 2025 11:15 #715521
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  • dergnagflow am 06 Nov 2025 11:15
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Hi Chrigu,

chrigu schrieb:
Von Palmwag aus durch den Crowthers Trail zum Hoanib ist toll. Mach es gemütlich. Die Fahrt kann sonst sehr anstrengend sein. Das Highlight ist der Hoanib, sofern er befahrbar ist. Schaut euch unbedingt auch den Aussichtspunkt bei The Poort an.
Hast du da ev. Koordinaten? Ist das nördlich von DePoort bei der Umfahrung? Man kann's in Google Maps nicht genau sehen.

chrigu schrieb:
Falls ihr Lust auf eine Selbstversorger Lodge habt, gibt es etwas nördlich die ganze neue Forgotten Valley Lodge. Es ist eine Spannende Fahrt von Warmquell dahin. Ihr seid dann nahe bei der Etosha. Das Highlight bei der Lodge sind tausende Rosenkopf Papageien.
Und hast du hiervon ev. Details?
Auf der Webseite forgotten-valley.com/ ist noch nicht viel zu sehen.
Sind die "Campsites", die unten angeführt werden (Omatapati, Leadwood und Rockart), auch dort in der Nähe?

lg Wolfgang
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06 Nov 2025 11:19 #715522
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