THEMA: Namibia mit Baby - völlig neue Voraussetzungen
02 Sep 2021 13:14 #624794
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  • HMEMK am 02 Sep 2021 13:14
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Hallo zusammen,

nachdem meine Frau und ich in 2018 (Südafrika), 2019 (Namibia) und 2020 (NAM & SA) unterwegs waren, hatten wir in diesem Jahr eine Afrikapause. Diese lag ausnahmsweise nicht an COVID, sondern daran, dass wir im Februar Nachwuchs bekommen haben.

Wir überlegen dafür aktuell in 2022 mit unserer Tochter eine Reise nach Namibia in Angriff zu nehmen. Grundsätzlich ist das Kind recht Pflegeleicht und wir würden einfach gerne erneut die Gelegenheit nutzen, bevor vielleicht irgendwann ein Geschwisterchen dazu kommt, was das ganze sicherlich noch umständlicher machen würde.

Wir sind immer im Afrikanischen Sommer unterwegs gewesen, auch jetzt würden wir für drei Wochen von Mitte Januar bis Anfang Februar reisen. Ich habe viele Fragen im Kopf, auf dich ich für mich persönlich vorher eine Antwort brauche, um die Reise ruhigen Gewissens planen zu können, daher hoffe ich hier auf einige Erfahrungen von Paaren in ähnlicher Situation.

Ich starte einfach mal mit einer Fragenliste:
1. Flug: Mittlerweile fliegt ja nur noch Eurowings direkt, wir würden unsere Tocher als Baby mit 0 Jahren angeben. Standardmäßig fliegen die auf dem Schoß mit. Meine Frau sagt, sie möchte einen eigenen Platz für das Kind buchen, um es entspannter zu haben und "wenn mal was passiert" das Kind nicht als Schutzschild auf dem Schoß haben zu müssen. Kann dazu jemand was sagen?
2. Mietwagen: Wie sind die Erfahrungen mit Babyschalen bzw. Kindersitzen?
3. Temperaturen: Aus dem Deutschen Winter in den afrikanischen Sommer. Das kann natürlich mal 40-45 Grad bedeuten, je nach Region. Für mich und meine Frau immer ein Highlight, aber für ein Baby? Wie haben Eure Kids das verkraftet?
4. Route: Wir würden gerne wieder ein paar Nächte nach Swakop, dann außerhalb des Etosha's ein paar Nächte verbringen und ein paar Tage nach Möglichkeit in den KTP. Also würde es logischerweise wieder eine Rundreise ergeben. Hier sind trotz Zwischenstoppss aufgrund der Entfernungen nicht immer ganz kurze Fahrtzeiten möglich. Wie haben eure Kinder mehrere Stunden Gravelroad überstanden? Habt ihr da Tipps?
5. Gesundheit: Hat jemand die Erfahrung mit einem erkrankten Kind da drüben gemacht? Wie seid ihr mit der Situation umgegangen? Unsere Kleine war bis jetzt trotz reichlich Kontakt zu gleichaltrigen zum Glück kaum krank. Ich erinnere mich aber an einen schweren Magen-Darm-Infekt meiner Frau in Sesriem, der mir vor allem aufgrund der Hilflosigkeit in der Nacht Kopfzerbrechen bereitete. Bei einem Kind dürfte das noch eine Nummer heftiger sein. Gibt's da Erfahrungen?

Falls jemand mal eine ähnliche Reise geplant hat und es einen Bericht dazu gibt, würde ich mich über die Verlinkung freuen. Ansonsten bin ich über jeden Hinweis, Tipp oder Erfahrung zu dem Thema dankbar. Sicher gibt es noch viele Überlegungen, die mir bis jetzt noch nicht in den Sinn gekommen sind.

Ich würde darum bitten, Corona bei den Beiträgen außenvor zu lassen. Die Bestimmungen und Regelungen werden sich bis Januar sicher noch ein paar mal ändern. Vielen Dank jedenfalls vorab an alle, die uns bei der Planung unterstützen! :)
Letzte Änderung: 02 Sep 2021 13:30 von HMEMK.
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02 Sep 2021 13:30 #624796
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  • Gabi-Muc am 02 Sep 2021 13:30
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Hallo,

meine Kinder waren 10 + 12 Jahre, als wir das erste Mal in Namibia waren. Das ganze ist also nicht ganz zu vergleichen.

Im Flugzeug gibt es für die Kleinen so Schalen, die man in der ersten Reihe einhängen kann. Das beste ist hier, wenn Du direkt bei der Fluggesellschaft anfragst.

Die Babyschale für das Auto würde ich von Deutschland mitbringen, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Route: Etosha, KTP und Swakopmund in 3 Wochen mit Baby? Da würdest Du ohne Baby hier schon Amok laufen, aber mit Baby? Das ganze ist viel zu viel. Ich würde den KTP vollkommen rauslassen und Sossusvlei, Swakop, Erongo, Etosha machen. Außerdem viel auf Gästefarmen übernachten, da hast Du einen Ansprechpartner, wenn gesundheitlich was ist.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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02 Sep 2021 13:34 #624797
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Die Route ist tatsächlich aktuell noch zweitrangig. Wir würden eher den Etosha auslassen, als den KTP. Aber die Detailplanung ist aktuell noch kein Thema. Wichtig ist erst mal für uns die Erkenntnis, ob die Reise mit Baby nach Namibia eine gute Entscheidung ist :)
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02 Sep 2021 14:41 #624802
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  • earlybird71 am 02 Sep 2021 14:41
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www.dieweltwartet.de...tige-zur-flugbuchung

Guck mal, hier gibt es ganz gute Infos zum Fliegen mit Kleinkindern/ Babys.
LG
Tanja
Namibia April 2021! Schön war's
Namibia Oktober 2021...hoffentlich!
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02 Sep 2021 14:58 #624805
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  • Sabine26 am 02 Sep 2021 14:58
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Hallo,

wir werden nächstes Jahr auch das erste Mal in der Regenzeit in Namibia sein und haben uns für eine Südtour entschieden. Ein ganz wichtiger Grund war für mich das erhöhte Malaria-Risiko im Norden im Vergleich zu der Zeit, in der wir sonst gereist sind.

Mit einem Baby würde ich mir das noch einmal viel mehr überlegen, welche Route ich machen würde.

Wir sind auch drei Wochen unterwegs und verzichten auch auf den KTP, obwohl ich ihn sehr gerne mag, weil ich ich zurzeit keine Grenzübertritte machen möchte mit den ganzen Bestimmungen, die sich ja gefühlt (übertrieben formuliert) täglich ändern. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich könnte sogar locker noch mehr Tage in der Route einplanen und wir sind zwei Erwachsene und haben auch zwei bis drei längere Fahrtage eingeplant, was ich jetzt auch mit einem Baby nicht machen würde.

Was die Gesundheitsversorgung angeht, kann ich (leider) aus erster Hand aus der Vor-Corona-Zeit berichten, dass diese für uns mit entsprechender Auslandsreisekrankenversicherung in Windhoek hervorragend war! Was ich zudem, obwohl ich von mir behaupte, dass mein Englisch nicht schlecht ist, in dieser Ausnahmesituation als großen Vorteil empfunden habe, dass wir doch immer wieder auf Ärzte etc. in Windhoek getroffen sind, die muttersprachlich Deutsch sprachen. Ein unglaublich wichtiger Punkt in einer extremen Situation, wie ich es für uns wahr genommen habe.
Wie das Ganze außerhalb von Windhoek ausschaut, vermag ich nicht zu beurteilen, das können andere (travel-namibia z. B.) hier wesentlich besser einschätzen.

Viele Grüße
Sabine
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02 Sep 2021 15:57 #624813
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Hallo ,
habt Ihr denn schon Euren Kinderarzt konsultiert , wenn ja , was sagt der denn dazu ?
Als wir vor 49 Jahren mit unserem 4 jährigen Sohn in Algerien eine Saharadurchquerung in kl. Gruppe ( 6 Pers.) unternahmen
bekamen wir nach gründlicher Untersuchung durch die Kinderärztin ( auch Tropenmedizienerin ) das OK und
verschd. Verhaltensregeln was wäre wenn und diverse Medikamente für verschd. Anwendungen mit.
Er hat alles bestens überstanden. Ein Jahr später ging es nach Zypern , Israel und Jordanien , alles ohne Probleme.

Macht Ihr Camping oder übernachtet Ihr in der Lodge und mit welchem Fahrzeug seid Ihr unterwegs
Die z.T. extreme Hitze , Staub und Gravelroadstrecken sind sicher eine enorme Belastung für ein Baby.

Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
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