THEMA: Hoanib 4WD-Trail
22 Apr 2017 08:53 #472324
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  • casimodo am 22 Apr 2017 08:53
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Hallo Thomas,

von der Tagestour von Fort Sesfontein nach Purros würde ich auch abraten. Die Strecke ist landschaftlich ganz schön, aber ein elendes Gerüttel.

Wir waren jetzt schon etliche Male in Namibia und hatten stets auf Himbatouren verzichtet. In Gruppen empfinden wir das als Menschenzoo. Unsere Meinung haben wir erst geändert, als wir Berichte über Marius Steiner vom Camp Aussicht gehört haben.
Wir haben die Tour in 2013 mit ihm gemacht und es war ein sehr authentisches Erlebnis. Nach anfänglichen Berührungsängsten hatten auch die Himbas und besonders die Kinder Spaß. Die (seltenen) Touristen bringen den Himbas wohl auch ein wenig Abwechslung. So haben wir das jedenfalls empfunden.

Wenn es Dich interessiert der Link zu meinem Reisebericht:
Reisebericht

Die Antworten hier sind übrigens auch für mich interessant, da wir im September eine Woche lang zusammen mit Franzicke die Gegend besuchen möchten.

Viele Grüße
Casimodo
Letzte Änderung: 22 Apr 2017 08:55 von casimodo.
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22 Apr 2017 12:11 #472347
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  • Guido. am 22 Apr 2017 12:11
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Hallo,

Grenzgänger schrieb:
Diese "Zahlstelle" ist in keinster Weise legitimiert. Da hat sich vor einiger Zeit ein "privater Wegelagerer" niedergelassen und zockt die (dummen) Touristen ab. Wir haben vor der Durchfahrt den Tipp von anderen Deutschen bekommen. Als wir dort ankamen, haben wir die Zahlung einfach verweigert.
Ich weiß nicht, was die Gesetzeslage in Namibia hinsichtlich Gebühren für Conservancies hergibt und ob es da Einschränkungen gibt. Aber die Sesfontein Conservancy hat 2014 offiziell beschlossen, da eine offizielle Station zur Bezahlung von Gebühren hinzusetzen. Diese Gebühren sind verpflichtend und nicht freiwillig.

Grenzgänger schrieb:
Zugegeben: Die "Zahlstelle" sieht professionell aus, und ohne den Tipp hätten wir garantiert gezahlt . . .
Es sind dort auch regelmäßig mal Offizielle vom MET unterwegs. Die Zahlungsstation besteht seit ca. 2 Jahren. Wenn es grundsätzlich "private Wegelagerer" wären, dann hätte man die Station schon beseitigt. Ob es aktuell irgendeinen Mißbrauch gibt, z.B. dass die Conservancy die Zahlungsstation nicht besetzt und dann andere Personen die Station besetzen und in die eigene Tasche wirtschaften, das weiß ich nicht. Selbst wenn es so wäre, müsste man das Ganze dann etwas differenzierter darstellen. An der Legitimität der Zahlungsstation selbst gibt es wenig Zweifel.

Wenn Leute, die den Hoanib befahren und am Hoanib, Ganamub, Obias usw. wild campen, sich der Gebührenzahlung verweigern, dann machen sie alles kaputt. Es bedeutet, dass die Menschen in der Conservancy (arm) einem wie Dir (reich) die Urlaubsfreuden finanzieren müssen. Die müssen nämlich die Kosten im Zusammenleben mit den Wildtieren tragen. Das ist dann nicht nachhaltig und wird früher oder später Konsequenzen haben. Die Optionen:
1. Die Locals rotten alles an Wildlife aus - verursacht für sie nur Kosten und bringt keine Einnahmen.
2. Man setzt noch 1-2 Luxuslodges dahin und sperrt den Hoanib für Selbstfahrer. Das ist dann zukünftig nur noch für Leute erlebbar, die ca. 1.000 EUR/Nacht ausgeben wollen/können - wie mittlerweile der untere Teil des Hoanib. Detaillierte Pläne für eine Segmentierung der ganzen Gegend und eine Nutzung primär für private Luxuslodges wurden schon vor Jahren ausgearbeitet.
3. Der Staat greift ein und reguliert dort alles. Es wird teurer und dann ist vieles verboten.

Ich könnte Unmut verstehen, wenn die da wie teils in Ostafrika 50-100 USD pro Nase verlangen würden. Aber denen 2-5 Euro zu verweigern? Da fällt mir nicht mehr viel ein.

Beste Grüße

Guido
Letzte Änderung: 22 Apr 2017 12:56 von Guido..
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30 Jun 2017 16:40 #479828
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  • Namib16 am 30 Jun 2017 16:40
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Hallo, Casimodo,

heute bin ich endlich dazu gekommen, Deinen Reisebericht mit dem Himbabesuch mit Hr. Steiner zu lesen. Ich muss erstmal sagen Chapeau! für diesen tollen Bericht, für die tollen Bilder und die anregenden Schilderungen! Wir haben den Himbaausflug schon vor 2-3 Wochen festgezurrt, jetzt - nach dem Betrachten Deiner Bilder- ist die Vorfreude umso größer.

Danke nochmals.
Greetz!
Thomas
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08 Okt 2020 13:56 #596241
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Hallo Zusammen

Ich habe da eine Frage betreffend dem Hoanib ich hoffe jemand kann mir gute tips und Infos geben. Wen alles gut läuft und Namibia am Montag von der Schweizer Quarantäneliste weg fällt werden wir im November für 4 Wochen hin Fliegen. Wir werden mit einem 4x4 Hilux unterwegs sein. Nun meine Frage, nach der übernachtung im Ongongo Camp würde ich gerne via Hoanib nach Purros fahren ( Übernachtung in Purros). Kann man von Sesfontein den Hoanib hoch bis zur verzweigung Ganamub und dann diesen hoch fahren zur D3707 weiter nach Purros wie lange brauche ich dafür? oder gibt es noch einen anderen interessanten weg nach Purros den wir in einem Tag machen können?
Erfahrungen im Sand sind reichlich vorhanden, ich war selber auch schon mal im Hoanib aber da nur bis zu der verzweigung Ganamub ist aber schon eine weille her.





Danke für die Tipps

Liebe Grüsse
Luca
Bereiste Länder: Namibia 3x, Botswana 2x, Zimbabwe 1x, Uganda1x, Kenia 2x, Costa Rica, Panama, Peru, Kolumbien, Chile, Bolivien, Argentinien, Paraguay, Uruguay, Brasilien 6x, Kanada, USA, Thailand 11x, Australien, Malaysien, Singapore, Israel 2x, Libanon, Iceland,
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09 Okt 2020 09:42 #596301
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Hallo Luca,

schau Dir mal die T4A-Karten an, die Du unter "know-how" hier im Forum findest. Da wirst Du sehen, dass es diverse Möglichkeiten gibt vom Hoanib nach Purros zu kommen. Ich würde im Hoanib bis zum Mudorib Wasserloch oder bis zur Amspoort Gorge fahren und von dort nach Norden Richtung Purros fahren. Dabei unterscheiden sich die beiden Strecken erheblich. Die Strecke vom Mudorib-Wasserloch geht durch relativ vegetationsreiches gelände und bietet die Chance auf Tiersichtungen. In der Nähe der Passhöhe gibt es sogar ein künstliches Wasserloch. Die Strecke von der Amspoort Gorge führt dagegen durch eine extrem karge und sehr beeindruckende Wüstenlandschaft.

Alles Gute,
Thomas
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09 Okt 2020 12:57 #596323
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  • sternschnuppe am 09 Okt 2020 12:57
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Hi Luca,
schade dass Ihr für dieses Gebiet nur einen Tag habt. Könnt Ihr nicht noch einen zusätzlichen Tag (mit einer Buschübernachtung) herausschinden aus Eurer Planung?) Wir waren vor 2 Jahre 3 Tage in diesem Gebiet und wären auch noch länger geblieben.
Vergesse nicht, dass man dort bei Elefantensichtung auch mal schnell die Zeit vertrödelt.
Du hast viele Möglichkeiten.
Ich habe Dir eine Karte beigefügt mit Möglichkeiten (die gesamte pink/grüne Strecke wäre aus meiner Sicht machbar mit einer wilden Zwischenübernachtung - aber Ihr könnt ja auch für einen Tag eine Alternative auswählen.)
1) über den Hoanib/ Ganamub auf die D3707 (1 Tag) (ca. 6 Stunden bis Puros)
2) über den Hoanib/ Obias auf die D3707 (1 Tag) (Obias hat uns auch sehr gut gefallen) (ca. 6 Stunden bis Puros)
3) über den Hoanib/ Ganamub/Giribes Plaines/Obias/ Hoanib/Tsuxub nach Puros (grün wäre ohne Purros Canyon) (mind.2 Tage bis Puros)
4) gleich wie 3) nur ohne "Umweg" über Ganamub/Obias (Vorschlag von Thomas) - für unseren Geschmack aber in einem Tag (ohne Zwischenübernachtung) sportlich.... :pinch: (ca. 8 Std? bis Puros )

Wir fanden alle 4 Flussbetten Hoanib, Ganamub, Obias und Tsuxub sehr sehr sehenswert....Du hast die Qual der Wahl :laugh:

Vielleicht müsst Ihr im November entsprechend dem Wetter auch schon die Befahrbarkeit der Flussbetten abwarten ? Wir waren im September- da war der Regen kein Thema.....

Bei weiteren Fragen gerne melden.

Grüße
Schnuppe
Letzte Änderung: 09 Okt 2020 13:05 von sternschnuppe.
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