THEMA: 4 Wochen Namibia zum ersten Mal
03 Mär 2026 21:22 #721483
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  • NumiX am 03 Mär 2026 21:22
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Hallo zusammen,

ersteinmal vielen Dank für so viel Input und Leidenschaft in diesem Forum! Ich habe mir schon einige Berichte durchgelesen und durfte schon viel aus vorherigen Reisen lernen. Meine Freundin und ich wollen nun gerne auch Namibia bereisen und haben noch ein paar Fragen :) Wir wollen als Namibia-Selbstfahrer-Tour für 4 Wochen im Zeitraum Ende Juli bis August los, dabei verzichten bewusst auf den Fish River Canyon im Süden, um mehr Zeit für den Norden und den wasserreichen Caprivi zu haben. Wir sind uns aber unsicher ob wir nicht Aus & Lüderitz mitnehmen sollten.

Unsere aktuelle Grobplanung sieht so aus:
1 Windhoek
2–3 Kalahari
4 Fahrt Richtung Sesriem
5–7 Sossusvlei
8–10 Swakopmund
11 Spitzkoppe
12–14 Damaraland
15–16 Epupa (ggf lassen wir das wegen den Kilometern auch raus)
17 Fahrt Richtung Etosha
18–22 Etosha
23 Rundu (nur Transit)
24–26 Divundu / Caprivi
27 Waterberg
28 Windhoek

Hierzu habe ich ein paar Fragen an die Erfahrenen unter euch:

1. Lohnt sie sich die Vicotria Fälle zu besuchen (waren schon bei den Iguazu Wasserföllen) und wäre es möglich das Auto dort abzugeben und ggf zurückzufliegen? Flüge liegen aktuell um die 300 Euro pro Perosn. Da sparen wir uns Zeit und ggf den Rückweg nach Windhoek.

2. Wir haben gelesen, dass es im Juli/August nachts empfindlich kalt werden kann (bis zum Gefrierpunkt). Erfrieren wir im Dachzelt? Habt ihr Tipps (Wärmflasche, spezielle Schlafsäcke), wie man die Nächte gut übersteht, ohne jede Nacht in eine Lodge flüchten zu müssen?

3. Wir reisen in der absoluten Hochsaison. Sind wir für Ende Juli/Anfang August jetzt schon zu spät dran in Etosha und Sesriem? Sollten wir auf private Campsites außerhalb ausweichen, falls alles voll ist?

Danke euch vorab!,
Liebe Grüße Jan
Letzte Änderung: 03 Mär 2026 21:40 von NumiX.
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03 Mär 2026 22:05 #721486
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NumiX schrieb:
2. Wir haben gelesen, dass es im Juli/August nachts empfindlich kalt werden kann (bis zum Gefrierpunkt). Erfrieren wir im Dachzelt? Habt ihr Tipps (Wärmflasche, spezielle Schlafsäcke), wie man die Nächte gut übersteht, ohne jede Nacht in eine Lodge flüchten zu müssen?

Gute Schlafsäcke kosten u.U. ganz ordentlich Geld.
Es gibt hier drei Werte - Komforttemperatur, Limit und Extremtemperatur. Für die Ermittlung dieser Werte gibt es genormte Verfahren, an die sich Markenhersteller halten. Bei Billigschlafsäcken stehen meist Phantasieangaben drauf.
Was die drei Werte bedeuten und andere Tipps findest Du bei guten Ausrüstungsläden wie globetrotter oder bergzeit.

Manche Menschen bevorzugen auch koppelbare Schlafsäcke. Die kann man einzeln verwenden, aber auch zu einem verbinden.

Genauso wichtig wie der Schlafsack ist eine isolierende Unterlage.

Gruß
Wolfgang

PS: Lasse Aus und Lüderitz weg. Ich würde auch die Kalahari streichen und die Zeit oben im Caprivi anhängen.
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Letzte Änderung: 03 Mär 2026 23:03 von BikeAfrica.
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04 Mär 2026 06:49 #721492
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Hallo Jan,

Deine Route ist so machbar; ich würde tendenziell Epupa weglassen und die Tage im Caprivizipfel nutzen. Zu Deinen konkreten Fragen:
1. Lohnt sie sich die Vicotria Fälle zu besuchen (waren schon bei den Iguazu Wasserföllen) und wäre es möglich das Auto dort abzugeben und ggf zurückzufliegen? Flüge liegen aktuell um die 300 Euro pro Perosn. Da sparen wir uns Zeit und ggf den Rückweg nach Windhoek.
Lohnen ist ja serh subjektiv; ich finde die Vicfalls sehr lohnenswert (im Gegensatz zu z. B. den Niagarafällen). Auto könntest Du dort abgeben, aber noch sinnvoler einfach in Katima Mulilo (denn ihr braucht ja eigentlich kein Auto bei den Fällen). Das spart Grenzaufwand etc und ihr könntet einfach einen Shuttle nach Vicfalls buchen (Caprivi Adventures oder Go2).
2. Wir haben gelesen, dass es im Juli/August nachts empfindlich kalt werden kann (bis zum Gefrierpunkt). Erfrieren wir im Dachzelt? Habt ihr Tipps (Wärmflasche, spezielle Schlafsäcke), wie man die Nächte gut übersteht, ohne jede Nacht in eine Lodge flüchten zu müssen?
Auch weit unter den Gefrierpunkt; Das wird aber auf Eurer Tour in aller Regel nur ein Problem Am Anfang, d. h. Kalahari und Sesriem sein. Je weiter man nach Nordne kommt, desto wärmer wird es.
3. Wir reisen in der absoluten Hochsaison. Sind wir für Ende Juli/Anfang August jetzt schon zu spät dran in Etosha und Sesriem? Sollten wir auf private Campsites außerhalb ausweichen, falls alles voll ist?
Sprichst Du von diesem Jahr? Dann seid ihr spät dran, solltet aber etwas bei/um Etosha bzw. Sesriem irgendwie finden. Mietwagen habt ihr schon? Denn das dürfte der größte Engpass sein.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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04 Mär 2026 07:53 #721494
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Ich würde nach einem Gabelflug schauen, Ankunft Windhuk Rückflug entweder ab Kasane oder Vic Falls. So gewinnt Ihr Tage. Mietwagenrückgabe auf jeden Fall in Kasane.

Epupa Falls würde ich auch zugunsten Caprivi streichen.

Wenn Iht in Etoscha im Osten rausfahrt, könnt Ihr bis Divundu durchfahren und spart die Nacht in Rundu.

Wir haben von Voited die Cloud Touch Decke. Die kann man als große Decke zusammenzippen und war bei unseren Touren im Juni / Juli völlig ausreichend.

Fragt als allererstes mal die Mietwagen an, und schaut parallel nach Flügen. Ihr könnt auch auf Drive South Africa mal schauen, das ist ein Broker.
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04 Mär 2026 15:39 #721521
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  • steinbeisser am 04 Mär 2026 15:39
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Den Süden einschließlich Kalahari weglassen. Ebenso Epupa. Das spart km und Zeit und damit Sprit / Geld und Energie. Auch der Schlafsack kann dann eine Nummer günstiger sein (Temperaturbereiche) s. Info von Wolfgang. Das Geld könnt Ihr in zusätzliche Tage in Etosha/Caprivi, in die Einwegmiete (Katimo! - Kasane wäre ja wieder ein Grenzübertritt nach Bots), den zusätzlichen Flug, evtl. einen Rundflug über den Fällen und gutes Essen etc. investieren.
steinbeisser
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04 Mär 2026 16:16 #721524
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Meine persönliche Meinung bei so vielen Tagen: ich würde Kalahari und Sossusvlei auf jeden Fall einplanen, aber evtl feste Unterkünfte nutzen. Auch hier gibt es die Möglichkeit mit der Jansen Guestfarm oder den Camping2Go-Zelten bei der Kalahari Anib Lodge, relativ preiswert zu nächtigen. Sesriem kann ich das Desert oder Desert Quiver Camp empfehlen. Weiter südlich waren wir selbst noch nicht, deshalb kann ich dazu nichts sagen.

Wir waren letztes Jahr Ende August mit dem Dachzelt unterwegs. Unsere erste Nacht im Dachzelt war an der Spitzkoppe und wir haben den absoluten Anfängerfehler begangen und uns keine Wärmflaschen gemacht, obwohl wir welche dabei hatten. Diese Nacht war schon sehr kalt, obwohl wir gute Decken hatten und mehrere Schichten anhatten. Skiunterwäsche ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Ab Etosha war es dann überhaupt kein Problem mehr, die Nächte wurden deutlich wärmer und wir haben immer weniger angezogen.

Viel Spaß bei der weiteren Planung!
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