Ihr seid sicher alle wesentlich erfahrener, als ich, was Reifendruck angeht - aber wir hatten im Januar ein seeeehr ungutes Erlebnis! Bei der Mietwagenübernahme am Flughafen wurden wir mehrfach auf die Aufkleber hingewiesen, die über den Rädern an der Karosserie klebten. Darauf stand überall "1,8". Kam uns zwar für einen SUV (Hyundai Creta Grande) reichlich wenig vor - aber die mussten es ja wissen.
Vorsichtshalber wurde der Druck nochmal gecheckt, bevor es auf die C28 ging. Unterwegs (etwa in Höhe des Liebig House) meinte ich, einen Geruch nach verbrannten Gummi zu spüren. Leider gingen wir der Sache nicht auf den Grund. Erst, als wir seltsame Geräusch hörten, hielten wir an. Aber da war das Malheur bereits passiert – unser rechter Hinterreifen hatte sich komplett zerlegt!
Da hier höchstens mal alle 2 Stunden ein Auto vorbei kommt, mussten wir selbst Hand anlegen - allerdings hatten wir Glück, und es kamen dann doch zwei junge Männer vorbei, die das Ersatzrad im Handumdrehen installierten.
Durch Zufall lernten wir wenig später einen Reifenexperten kennen, einen Ingenieur, der u.a. als Gutachter den tödlichen Unfall eines saudiarabischen Prinzen wegen eines geplatzten Reifens untersucht hatte. Der sagte uns ganz klar "Never ever reduce the pressure when going on a gravel road!" Denn was auf Sand sinnvoll ist (Reifendruck verringern und damit Auflagefläche vergrößern), ist auf einer Gravelroad zwar bequem (es holpert weniger), aber brandgefährlich. Der Reifen kann sich zu stark erhitzen (deshalb bei uns vor ein paar Tagen zunächst der Geruch nach verschmortem Gummi!) und platzt dann.
Also - wenn du nicht im Sand fahren willst. solltest du am Reifendruck möglichst nichts verändern!