THEMA: Erfahrung mit ärztlicher Versorgung -
10 Jan 2020 12:33 #576999
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  • Ubelix am 10 Jan 2020 12:33
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Hallo



Wieder zurück aus Namibia und Simbabwe.
Es war eine anstrengende Fahrt.
Jede Menge Probleme.

Wir haben eine Wohnmobil Unimog in Namibia stationiert.
Im übrigen ist Namibia ein sehr sicheres Land wir bereisen es seit mehreren Jahren immer mit dem eigenen Fahrzeug.
Aber ich wollte eine nun gemachte Erfahrung teilen.
Mein Problem war ein harmloses körperliches Versagen bei mir.

Nasenbluten über 4 Wochen.

Ich bin jetzt um einiges weiser geworden.
Gesundheitliche Probleme sind in einem afrikanischen Land viel schwerer zu beseitigen als Technische Fahrzeugprobleme.

Nasenbluten, hört sich nach einer Belanglosigkeit an.
Wenn diese aber sehr intensive blutet und nicht zu stillen ist dann muss man zum Arzt.

1. Fahrt zum Krankenhaus nach Swakopmund 400 km
2. Fahrt zum Krankenhaus nach Otjiwarango 700 km
3. Fahrt zum Krankenhaus nach windhoek 1100 km
4. Fahrt nochmal zum Krankenhaus nach Windhoek um nun endgültig durch operativen Eingriff die Blutung zu stillen 1200 km.

Erfahrung?
Nur in Windhoek und Swakopmund kann man eine sichere Behandlung erwarten.
Da gibt es auch wirklich gute Kliniken.

Bisher hatte ich dieses Nasenbluten nie gehabt.
Wir waren dieses mal mit 6 Personen unterwegs und 4 hatten kurzfristig leichtes Nasenbluten.
Ich hab natürlich einen vollen Längsriss in einer Ader erwischt.
War dann letztendlich nur durch veröden zu beseitigen.
Das ging nur in Windhoek.

Der Arzt in Windhoek klärte mich auf.
Jetzt wären hier nur ca. 20% Luftfeuchtigkeit.
Das wären wir Europäer nicht gewohnt was sehr oft zu Nasenbluten führt durch austrocknen der Nasenschleimhäute..
Mich habe es leider voll erwischt.

Er meinte, man soll mehrmals täglich ein Nasenspray verwenden, was es dafür gebe um dieses Austrocknen zu vermeiden.

Holte ich mir dann auch................zu spät für diese Reise.
Viele Grüsse
Conny+Peter

Lieber mit dem Unimog in die Wüste, als mit einem Porsche zum Golfplatz.

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10 Jan 2020 12:47 #577000
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  • Jambotessy am 10 Jan 2020 12:47
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Hallo Ubelix,

das war keine schöne Erfahrung! Kann ich aber nachvollziehen: mein Mann bekam Blutverdünner verschrieben und direkt 2 Tage nach Ankunft in Namibia bekam er starkes Nasenbluten (hatte er vorher nie). Wir bekamen es Gott sei Dank in Namibia ohne Arzt wieder in den Griff. Zu Hause beim HNO wurden einige Stellen verödet und den Rat ein Nasen-Öl-Spray zu benutzen. Jetzt geht er immer vor einem Namibia Urlaub zum HNO und lässt kontrollieren, ob Schwachstellen zu erkennen sind. Im Gepäck sind seitdem immer Näsenöl und Tampons (aus dem Alter die zu benutzen bin ich seit langem raus :woohoo: ). Wir haben ausprobiert, es reichen die "normalen". ;) .

Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)

1x Togo+Benin (mit TUI), 1x Ruanda+Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 17 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe,Sambia, Südafrika mit dem Dachzelt)
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10 Jan 2020 17:00 #577039
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  • BMW am 10 Jan 2020 17:00
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Hallo Peter,

Mediclinic betreibt in Namibia drei Standorte: Windhoek, Swakopmund und Otijwarongo (wobei dort die

Kapazitäten schon rein räumlich klein sind) ....ob Walvisbay bald auch ein Standort wird ist noch unsicher......

Gehört zur Hirslanden Group, die in der Schweiz mit 1900 Betten vertreten ist und bekannt ist für Herzchirurgie....

(habe keine Aktien dort) Würde also im Notfall Windhoek klar bevorzugen, wenn es irgend möglich ist.....

LG.........BMW
Letzte Änderung: 10 Jan 2020 17:04 von BMW.
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10 Jan 2020 17:24 #577044
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  • Silvy am 10 Jan 2020 17:24
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Hallo Ubelix,
nachdem ich sehr oft nach langen Flügen schlimme Erkältungen und Nasenbluten bekommen hatte, sagte mir ein HNO-Arzt, dass er auch dem Flugpersonal empfiehlt, die Nasenschleimhäute bei Klimaanlagen immer mit einer Nasensalbe (gibt die Be....Nasen- und Augensalbe) geschmeidig zu halten. Das schützt vor Austrocknung und hindert damit Erkältungsviren sich festzusetzen.

Das ist meine erste Handlung, wenn ich im Flieger sitze und gibt ein sehr angenehmes Gefühl in der Nase. Ebenso habe ich immer Augentropfen parat und einen Fettstift mit LS-Faktor für die Lippen. Das hat mir die letzten Jahre in der trockenen Luft Namibias sehr geholfen.

Liebe Grüße
Silvy
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10 Jan 2020 19:46 #577056
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  • Sasa am 10 Jan 2020 19:46
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Hallo,
Meine damals 10 jährige Tochter hätte bei unserem ersten Aufenthalt in Namibia auch fürchterliches Nasenbluten. Das erste Mal im Camp bei den Köcherbäumen. Die Besitzerin gab uns daraufhin ein Meerwasserspray und eine Fettsalbe. Sie meinte auf Grund der trockenen Luft käme das häufig.
Leider passierte es dann in Okaukuejo noch einmal. Dort sind wir in der Klinik gewesen mit ihr, weil es sich nach einer Stunde immer noch nicht besserte. Sie wurde dort mit einer Salbe oder eher zähen Paste behandelt. Dieses gummiartige Zeug hat die Wunde verschlossen.
Hat dann funktioniert bis zum Rückflug. Dort passierte es wieder. Es blutete so stark, dass die Chefstuardess nach einem Arzt ausrufen liess, der dann auch nicht wirklich helfen konnte. Es hörte nach 2 Stunden dann zum Glück auf.
Seitdem bestehe ich darauf, dass die ganze Familie mehrfach täglich Nasensalbe benutzt.
Ich brauche sowas nie wieder.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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10 Jan 2020 20:54 #577066
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Noch ein anderes Gesundheitsproblem.

2018 Kgalagadi: Mein Mann bekommt von jetzt auf gleich Schmerzen beim Wasserlassen, Blut findet sich im Urin, hohes Fieber und das nachts in Nossob auf der Premium Campsite. Ich gebe ihm Paracetamol gegen das Fieber und mache ihm eine Wärmeflasche gegen die Schmerzen ( Nierengegend). Im Medikamentenbeutel finden sich Antibiotika Tbl. , auch davon muss er eine schlucken. Langsam lassen die Schmerzen etwas nach, das Blut im Urin wird weniger.

Morgens kann ich mit einer Freundin über WhatsApp telefonieren. Sie will unseren Hausarzt anrufen und fragen, was wir noch tun können. Gott sei Dank konnte ich bis zum Rückruf noch 1 Chalet buchen und so ziehen wir erst einmal von der Campsite ins Chalet (die Angestellten waren mega hilfsbereit und so konnten wir schon gegen 10.00 Uhr einziehen, das Geld für die bezahlte und nicht genutzte Campsite wurde sogar verrechnet). Der Rückruf der Freundin erfolgte, der Hausarzt tippte auf eine Hoden- bzw. Prostataentzündung. Weiterhin Paracetamol schlucken und Antibiotika, sollte keine Besserung eintreten, müssten wir zu einem Arzt.

Antibiotika hatte ich nur für 3 Tage mit und auch am nächsten Tag wurde es nicht besser, Das Paracetamol hielt nur das Fieber unten. Ließ die Wirkung nach, waren es bald 38.5 bis 39°. Unsere 4 ergatterten Nächte in Grootkolk mussten wir mit Tränen in den Augen stornieren, aber es half nichts.

Wir blieben 2 Nächte im Chalet und dann buchte uns die nette Angestellte auf 3 N. Twee Revieren um (auch hier wurde das Geld verrechnet). Unser Plan war nach Askham in die Medical Clinic zu fahren (Tipp der Angestellten) und dort meinen Mann untersuchen zu lassen. Seine Hoden war inzwischen zu Bällen angeschwollen und schmerzten beim kleinsten Druck. Damit er überhaupt sitzen konnte, hatten wir ihm das Nackenhörnchen untergelegt.

In Twee Revieren waren wir "angemeldet" und konnten so direkt das Chalet beziehen. Dankbar für so viel Weitsicht der Angestellten, konnte mein Mann sich direkt ins Bett legen.

Am nächsten Tag ging es früh nach Askham - die Klinik liegt in der Ortsmitte und sieht von außen nicht Vertrauens erweckend aus. Innen aber ging alles professionell weiter. Dort gab es zwar keinen Arzt, aber 3 überaus kompetente Krankenschwestern. Der Blutdruck wurde gemessen (meiner war sicher noch höher, als der von meinem Mann), Blut - und Urinproben untersucht. In einem großen Buch verglich eine der Schwestern das Krankheitsbild auf den Fotos mit dem meines Mannes. Das Ergebnis - auch die Schwester tippte auf Hoden- bzw. Prostataentzündung.

Behandlung: 1 Injektion mit Antibiotika, 1 Injektion mit einem entzündungshemmenden Mittel, dann wurden ihm in der Apotheke für die nächsten 10 Tage Antibiotika Tbl. , entzündungshemmende Tbl. und Paracetamol ausgehändigt.
Kosten für alles - Nichts. In SA wird man in staatl. Kliniken umsonst behandelt, auch als Tourist!

Schon auf dem Weg zurück nach Twee Revieren ging es meinem Mann besser. Der Druck in den Hoden ließ nach und nachmittags saß er bereits auf der Terrasse. Am nächsten Tag machen wir 2 kurze Fahren bis zum Kij Kij Wasserloch und konnten anschließend unsere Tour fortsetzen.

Mir sind nicht Steine, sondern ganze Felsbrocken vom Herzen gefallen, als es ihm wieder besser ging.
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)

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