THEMA: Verwirrung über Grenzübertritt
11 Nov 2025 15:58 #715771
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  • Sanne am 11 Nov 2025 15:58
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"Anfragen" habe ich in 20 Jahren südliches Afrika häufiger erlebt - meist von Polizei oder an den Grenzen. Wir teilen durchaus mal Cola oder Obst etc., wenn die Anfrage höflich und freundlich ist. Geld mussten wir nie zahlen, ich habe da aber auch ein dickes Fell und sitze es im wortwörtlichen Sinn aus. In Sambia und Simbabwe habe ich schon ein paar Mal auf offener Strecke die Stühle rausgeholt und auf den Vorgesetzten gewartet. Bislang wurden wir dann irgendwann aufgefordert, zu verschwinden. :P
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11 Nov 2025 16:24 #715775
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  • chrigu am 11 Nov 2025 16:24
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Sanne schrieb:
In Sambia und Simbabwe habe ich schon ein paar Mal auf offener Strecke die Stühle rausgeholt und auf den Vorgesetzten gewartet. Bislang wurden wir dann irgendwann aufgefordert, zu verschwinden. :P

Genauso kenne ich es auch. Einfach mit dem Stuhl neben die Polizei setzen. Meist kommst du nicht mal dazu den Stuhl aufzuklappen bevor du weggeschickt wirst. Dabei immer schön freundlich bleiben.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Letzte Änderung: 11 Nov 2025 16:24 von chrigu.
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11 Nov 2025 22:55 #715794
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  • chamäleon2011 am 11 Nov 2025 22:55
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Solche "Anfragen" hatten wir tatsächlich noch nicht in nunmehr 13 Urlauben im südlichen Afrika. Die aufgerufenen Preise bei den Grenzübergängen wurden immer quittiert und die 10$ für einen Helfer/Runner nach Simbabwe würde ich jetzt nicht als Korruption bezeichnen, denn der Mann hat für uns viel erledigt und damit eine Dienstleistung erbracht, die wir freiwillig angenommen haben.

An der Grenze nach Sambia hat der zuständige Mensch uns trotz fehlender Papiere geduldig weitergeholfen und Ersatzquzittungen handschriftlich ausgefüllt und abgestempelt, weil er gerade keine Computer-Connection hatte. Das ging alles ohne Schmiergeld, nur mit einem Lächeln.

Die Sache mit den Stühlen werde ich mir aber vorsichtshalber trotzdem merken. :laugh:

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

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Letzte Änderung: 11 Nov 2025 22:56 von chamäleon2011.
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12 Nov 2025 00:08 #715795
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  • Sanne am 11 Nov 2025 15:58
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Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, das wäre Standard. In rd 25 Urlauben in NAM, ZIM, ZAM, BOT, SA waren das immer Ausnahmen, aber es kam vor. Die meisten Menschen, die wir bei Polizei, Grenzbeamten und Co. kennengelernt haben, haben sich gefreut, dass wir ihr Land besuchen, waren total freundlich und hilfsbereit. Das Tolle ist, dass viele vor Ort wirklich alles versuchen, Lösungen zu finden, da sind sie oft viel weniger bürokratisch als wir.
"Anfragen" dieser Art gründen sich ja überwiegend aus der Not und der Erkenntnis, dass es gelegentlich zum Erfolg führt. Das nehme ich niemandem übel. Oft akzeptieren Touristen diese "Anfragen", weil sie unter Zeitdruck sind, ein Ziel erreichen müssen, es eine Sprachbarriere gibt und sich daraus Unsicherheiten ergeben.

Ich wehre mich nur gegen Aussagen, die eigenen Erlebnisse, man hätte XY Euro zahlen müssen, wären allgemeingültig. Wir kennen natürlich nicht, dass bei einer Polizeikontrolle hier jemand verlangt, eine Kiste Bier zu "spenden" oder der Polizist gern Euro 100 hätte für die Weiterfahrt, aber das ist auch in den genannten Ländern nicht erlaubt - mancher Tourist akzeptiert es leider.
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12 Nov 2025 09:10 #715803
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  • OceanView am 12 Nov 2025 09:10
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Negativerlebnisse prägen sich halt ein.
Besonders in Zimbabwe wird man häufig an Grenzübergängen oder Roadblocks um eine Coke angebettelt.
Das sehe ich nicht als Problem an, denn ich weiß diese Menschen verdienen Minigehälter, und es ist halt Afrika,

Wirklich negativ aufgestoßen ist mir ein Mal der zambische Grenzübergang nach Vic Falls mit hoher Geldforderung, die zwei Mal erfolgte, und die ich ablehnte. Dafür durfte ich dann eine Stunde warten bis der "Interpol-Beamte" aus der Mittagspause zurück kam und mich eine weitere halbe Stunde mit "Vernehmung" über das Auto aufhielt. Eindeutig Schikane wegen der abgelehnten horrenden Schlepper- oder Runnergebühr. Und ich bin icht der Einzige dem das passiert ist.

Ein weiteres Problem ist ein Polizist, der an der Brücke am Kafue River steht, kurz vor Verlassen der Teerstraße in den Kafue Park (Strecke von Lusaka kommend). Der hält Autos an, die kurz auf der Brücke halten. Dann will er 2.000-3.000 Kwacha haben, aber ein Quittungsbuch hat er nicht dabei. Diese solle man sich holen in seiner Polizeistation 80km entfernt.
Wer fährt wegen einer Quittung zurück? Da weiß man genau. daß das Geld in seiner Tasche landet.
Letzte Änderung: 12 Nov 2025 09:13 von OceanView.
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